Frage von iamnamelesscat, 169

Grasmilben oder Grabmilben unterschied bei Menschen?

Hey, meine Freundin hat sich Meerschweinchen in der Zoohandlung gekauft allerdings hat das eine wohl eine Wunde die von Grabmilben kommt, sie hat auf einmal Stiche am Knie und an den Beinen allerdings sehen die aus wie Stiche von Grasmilben. Meine Frage ist was können wir jetzt tun um Sie zu bekämpfen, was ist der unterschied zwischen Grasmilben und Grabmilben und kann Sie denn Zooladen verklagen der ihr die kranken ansteckenden Tiere verkauft hat. Auserdem habe ich Angst das ich die Parasiten nun auch auf meinen Hamster übertragen habe und ob ich welche auf mir hab, da bei mir keine Stiche/Bisse zu sehen sind.

Danke im voraus :)

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von HARUMIN, 77

Grasmilbe:
"Herbstmilbe oder Erntemilbe (Neotrombicula autumnalis) gehört zur Klasse der Spinnentiere, darin zur Unterklasse der Milben und darin zur Familie der Laufmilben. Ihre Larven (wie die vieler anderer Laufmilben auch) leben parasitisch, sie befallen vor allem Mäuse, aber auch Hunde, Hauskatzen und andere Säugetiere sowie bei Gelegenheit auch Menschen.

Die Herbstmilbe wird auch oft Herbstgrasmilbe oder Heumilbe bezeichnet, sie hat aber nichts mit den Grasmilben, die an Pflanzen saugen, zu tun."
• wikipedia.org/wiki/Herbstmilbe

Grabmilbe:
"Die Grabmilben bzw. Krätzemilben  sind eine Gattung der Milben. Sie leben als Parasiten in der Haut von Säugetieren, wo sie in der Epidermis Bohrgänge anlegen, in denen auch die Eiablage erfolgt.
Die durch Grabmilben verursachte Sarcoptes-Räude wird beim Menschen als „Krätze“ bezeichnet und ist durch starken Juckreiz und Krustenbildung gekennzeichnet.
Die Grabmilben besitzen im Allgemeinen eine relative Wirtsspezifität, allerdings können auch die Grabmilben der Tiere auf den Menschen übergehen („Pseudokrätze“)."
• wikipedia.org/wiki/Grabmilben

———

Nichts für ungut, aber wer Tiere in einem Zoohandel kauft, muss damit rechnen, das die Tiere krank sind.
Also selbst Schuld.
Es tut mir (auch) immer leid für die Tiere, die da in Käfige gequetscht werden, aber diese Tiere sollten lieber sterben, als aus Mitleid oder ähnlichen Gründen genommen zu werden.

Denn, diese Tiere...
• sind zu 99% krank
• weisen oftmals auch noch Verhaltensstörungen auf
• werden in viel zu kleinen Käfigen gehalten
• bekommen kein gutes Futter (bsp. das ganze Trockenfutter)
• usw.

Und wenn Tiere in einem Zoohandel gekauft werden, weil man denkt, dann wären sie "befreit", kommen gleich 50 nach.
Und um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, sodass niemand mehr die Tiere kauft, sollte man dort keine Tiere kaufen. Allgemein sollte der Laden so wenig wie möglich Umsatz machen.
Das wäre die Schwachstelle = Geldverlust.

Also bitte: Nie wieder dort ein Tier kaufen. Lieber bei einem Züchter oder ein Tier aus dem Tierschutz/aus einem Tierheim "holen".

Und verklagen ist auch so eine Sache. Beweis mal, dass das Tier krank war, als es noch im Zoohandel war. Wenn es so leicht mit "verklagen" wäre, würde kein Zoohandel mehr existieren, der Lebewesen anbietet.

———

Art:
Sarkoptesräude (Trixacarus caviae),
auch Grabmilbe genannt, diese Milbenart lebt unter der Haut und ernährt sich vom Lymphe und Zellflüssigkeit. In Fachbüchern ist nachzulesen, das sich diese Milbenart zunächst an den Lippen und auf dem Nasenrücken ansiedelt. Unsere eigenen Erfahrungen zeigen aber, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss, mitunter findet man den Befall nur am Rücken im hinteren Bereich.

Symptome:
Starker Juckreiz, Hautläsionen (schorfige, blutige Stellen), Haarausfall, das Tier wirkt unruhig und kratzt sich häufig, im fortgeschrittenen Verlauf springt das Tier sogar quietschend vor Schmerzen in die Höhe oder gibt sich ganz auf und wird apathisch und es läßt sich nur ungern anfassen da es Schmerzen hat. Die Tiere magern ab und im Extremsten Fall sterben sie an einem Befall.

Diagnose:
Eine erste Diagnose ist bei einem starkem Befall oft schon durch Sichtung möglich, da die Wunden und Kusten sehr charakteristisch sind, eine eindeutige Diagnose ist allerdings nur durch ein Hautgeschabsel möglich (wobei ein negativer Befunde nicht unbedingt auch bedeutet, dass keine Milben vorhanden sind).

http://www.diebrain.de/Iext-milben.html

Art:
Herbstgrasmilbe (Trombicula autumnalis), die Larven der Herbstgrasmilbe machen vor Meerschweinchen und vielen anderen Tieren nicht halt, sie leben in den oberen Hautschichten und ernähren sich von Blut und Gewebsflüssigkeiten.
Diese Milben sind häufig auf Graswiesen zu finden und treten gerade im Herbst massenhaft auf.

Symptome:
Am Kopf, an den Ohren und vor allem bei hellen Tieren sind Hautrötungen zu erkennen, es kommt ebenfalls zu Juckreiz, leichtem Haarausfall und Quaddelbildung.

Diagnose:
Mittels eines einfachen Tesaabklatsches sind diese Milben gut unter dem Mikroskop zu erkennen.

———

Also: Auf jeden Fall einen TA besuchen und die Tiere vorstellen.
Eine Ferndiagnose ist Mist und helfen können wir sowieso nicht.
Das kann nur der TA.

Alles Gute

Antwort
von wutzwutz, 38

Hallo,

ich stimme "HARUMIN" in allen Punkten zu, was den Kauf von Meerschweinchen/Tieren in Zoogeschäften anbelangt und das obwohl ich selber Zoofachberaterin bin und bis vor 15 Jahren in diesem Beruf gearbeitet habe!

Herbstgrasmilben kannst Du Dir allerdings eher beim Spaziergang mit dem Hund einfangen, denn sie lauern eher auf frischem Grün als auf Meerschweinchen. Es ist durchaus auch denkbar, dass die "Stiche" bei Deiner Freundin in der Kniekehle von Flöhen oder anderem Ungeziefer herrühren, oder dass Deine Freundin einfach einen allergischen Aussschlag hat. Das wird nur ein Arzt ergründen können. Fenistil-Gel aus der Apotheke sollte ersteinmal Abhilfe schaffen.

Grabmilben sind wirtsspezifisch, d.h. sie gehen nicht auf andere Haustiere und nicht auf Menschen. Sie leben ausschließlich von Körperflüssigkeiten und Hautbestandteilen der Meerschweinchen. Der Tierarzt wird sie durch Spritzen oder durch ein Spot on behandeln, dann ist der Spuk schnell vorbei. Das ganze ist im Übrigen kein Drama, sondern eine Erkrankung, die sich mit einfachen Mitteln behandeln läßt. 99 % aller Meerschweinchen, auch von Züchtern und aus Notstationen haben einen latenten Befall mit diesen Milben. Selbst das beste Medikament tötet niemals alle Parasiten ab, ein paar bleiben immer übrig. Haben die Tiere Stress oder ist die Immunabwehr durch schlechte Lebenssituationen oder Krankheit geschwächt, so vermehren sich die Parasiten über die Maßen und es kommt zu dem von Dir genannten Krankheitsbild.

Also Freundin zum Arzt schicken und mit den armen Meerschweinchen zum Tierarzt gehen, nicht jammern, sondern die Konsequenzen des eigenen Handelns tragen. Im Zooladen wird man sagen: Wie besehen, so gekauft! Lebende Ware ist vom Umtausch und Reklamation ausgeschlossen. Pech gehabt...

Antwort
von mermaid13, 38

Hallo! :) Mit den Milben kann ich dir nicht weiterhelfen, aber ich weiß, dass sie mit dem Verklagen des Zooladens kein Glück haben würde. Zooläden verkaufen immer kranke Tiere - sie haben quasi überhaupt keine gesunden Tiere. Sie verkaufen NUR kranke Tiere.

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