mmausmoelln am 30.04.2009 um 22:14 Uhr
bitte keine Kommentare wie "Gras ist schädlich" - ich weiß auch, dass mal einer wegen Gras gestorben ist, als der Topf aus dem 3. Stock direkt auf seinem Schädel gelandet ist... die Frage ist ernst gemeint, zumal es hier nur verboten ist, um die amerikanische Baumwollindustrie gegenüber der europäischen Hanfindustrie (eine der ältesten Nutzpflanzen!) zu stärken

Für Patienten, denen es helfen würde - unbedingt! Es werden ja ganz andere Medis verordnet...

Ein gutes Medikament für Schmerzpatienten ohne die gravierenden Folgen von morphinhaltigen Schmerzmitteln.

Gras rauchen ist extrem ungesund wegen des Rauches (schlimmer als Tabak), aber THC-Tabletten hätten möglicherweise ihre Existenzberechtigung in der Schmerztherapie.
also ich weis das es meinem bruder erträglicher gemacht hat (hatte einen hirntumor) sonst bin ich gegen drogen ;)
...warum auch nicht?
Viele gute medizinische Gründe die dafür sprechen... bin nur leider zu faul die alle rauszusuchen ;)
mmausmoelln am 1. Mai 2009 01:31 trotzdem danke, dass Du die Rolle noch aus der Hand legen konntest... ;-)
wem es hilft,bitte!

Es gab vor einigen Jahren bereits eine Umfrage zur medizinischen Verwendung von Cannabis vom renommierten Meinungsumfrage-Institut Allensbach. Die Zustimmung lag bei über 70 % und zeigt, dass der "Durchschnittsbürger" sehr wohl über das Potential der Pflanze aufgeklärt ist oder aber wenigstens Empathie empfindet für Patienten, die an HIV/AIDS, Krebs, Multipler Sklerose, Asthma, Glaukom, Morbus Bechterev, Hepatitis-C, Neuropathien, Migräne und vielen anderen Krankheiten leiden. Wer sich GEGEN die Vergabe von Cannabis als Heil- und Linderungsmittel ausspricht, votiert zugleich GEGEN das Lebensrecht der Betroffenen, denn oftmals ist der Einsatz dieser Substanz die letztmögliche ärztliche Option. Leider ist es so, dass die Mehrheit der Ärzte noch immer so gut wie gar nichts über die Eigenschaften von THC-haltigem Hanf weiß und in jenen unaufgeklärten Ärzteköpfen lediglich die nahezu zwanghafte Abwehrreaktion "Böse Droge! Böses Rauschgift! Böse Sucht!" hervorgerufen wird. Ähnlich wie bei denen, die GEGEN die Verwendung von Cannabis als Medizin stimmen oder denen es EGAL ist...denen das Schicksal der Erkrankten EGAL* ist.
Eine solche Haltung sollte sich spätenstens dann ändern, wenn man selbst durch Krankheit zum Betroffenen wird und tiefe Verzweiflung den Alltag bestimmt.
Nach mehr als 10jährigem Kampf um (natürliches) Cannabis ist es seit Nov. 2008 in Deutschland so, dass man nach einem sehr aufwendigen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung nun tatsächlich Cannabis auf Rezept erhalten kann. Doppelt bis dreifach so teuer wie auf dem Schwarzmarkt und leider auch nur nach einem oft Jahre dauernden Hürdenlauf durch den bürokratischen Hindernis-Parcours der Bundesopiumstelle beim BfArM. Bislang haben es lediglich 7 (sieben) Patienten geschafft diese Genehmigung zu bekommen. Einige von ihnen können sich allerdings ihren Bedarf finanziell nicht leisten und stehen mit ihrer so mutig wie langwierig erstrittenen BfArM-Erlaubnis-Urkunde dem in den Apotheken geforderten Preis von 16-22,50 €/g ebenso ungläubig wie hilflos gegenüber.
Es dürfen/müssen die Fragen erlaubt sein,
a) wieviel -zigtausend Erkrankte zeitnah von Cannabis profitieren könnten, wenn der Antragsweg erleichtert und beschleunigt werden würde,
b) wieviel Millionen Euro an Kosten für andere nebenwirkungsreiche, nutzlose, manchmal sogar kontraproduktive Medikamente eingespart werden könnten,
c) wieviel unschuldig Verfolgte nicht mehr in den kostenintensiven Raster einer Bestrafung mit ihren sozialschädlichen Auswirkungen fallen,
d) wieviel Personen aufgrund ihrer Erkrankungen bereits verstorben sind, die mit und durch Cannabis noch hätten am Leben sein können.
Bild/er:
mmausmoelln am 2. Mai 2009 18:08 Vielen Dank! Nicht nur, dass ich einiges davon noch nicht wusste - Deine Antwort finde ich genial, weil informativ und ausführlich, dazu gut geschrieben. Mach so weiter!
mmausmoelln am 4. Mai 2009 13:45 Hi, Du Musiker!
Schau Dir mal das Ergebnis an... das bestätigt die von Dir genannte Umfrage ziemlich genau: 24% dagegen, Rest dafür oder "lass sie doch..."
aXXLJ am 4. Mai 2009 15:06 Das zeigt, dass der geäusserte "Volkswille" gegen eine Zulassung von Cannabis als Medizin eher vernachlässigenswert ist. Zugleich deutet das Ergebnis aber auch auf eine erschreckende Unaufgeklärtheit und mangelhafte Empathie bei den Medizinalcannabis-Gegnern hin. Leider schlägt dieses "Minderheiten-Denken" auf die verantwortlichen Gesundheitspolitiker durch, die eine reibungslose, preislich angemessene und im Antragswesen vereinfachte Cannabisvergabe noch immer be- bzw. verhindern. Dadurch wird nicht nicht nur das Grundgesetz verletzt (Art. 2 GG), sondern ebenso die Charta der Menschenrechte missachtet.
mmausmoelln am 12. Mai 2009 10:58 wie in so vielen Bereichen... ich glaube, die "wir-brauchen-mehr-Kindergärten"-Diskussion höre ich auch schon seit fast 30 Jahren, ohne dass sich etwas tut...

Aber wenn man den Anbau legalisieren würde,würde wenigstens keiner mehr Geld damit verdienen.
mmausmoelln am 30. April 2009 22:17 doch: der Staat - würde sofort eine Gras-Steuer geben... sie haben nur noch keinen Weg gefunden!
mmausmoelln am 30. April 2009 22:57 (ohne sich selbst zu widersprechen...)

auf rezept gibts das leider noch nicht, aber es gibt schon 5 patienten die das aus NL beziehen dürfen.
Leeeeider gibts grad Lieferschwierigkeiten für so grosse Mengen wie 15 Gramm. Sehr seltsam für Pflanzen die mehr als 30g abwerfen....
wenn das für manche leute ein lebensretter ist^^ dann wieso nicht...=DDDD
ob medizin oder spaß - jeder sollte frei über sich und siene vorlieben entscheiden dürfen. gute beiträge

ich hab mit drogen eh nichts am hut ! was andere machen soll mir egal sein!

Es sollte für alle FREI zugänglich sein, die das konsumieren möchten. Bitte keine Regelung ala Medizin/Abgabe in Apotheken oder sowas...

Gras ist schädlich
mmausmoelln am 30. April 2009 22:16 ach ja? schädlicher als was? etwa Alkohol (lol)?
Felix820 am 30. April 2009 22:17 :)
Felix820 am 1. Mai 2009 12:55 jedenfalls verblöden die leute die alk ab und zu trinken nicht so wie die die oft kiffen
tribble am 2. Mai 2009 12:34 Alkohol zerstört nachweislich Gehirnzellen. Cannabis macht das nicht. Was ist jetzt schädlicher? Felix, wenn du keine Ahnung hast, enthalte dich einfach ;)
mmausmoelln am 2. Mai 2009 18:11 nicht nur die Gehirnzellen... Leber, Magen, Nieren usw. freuen sich auch, wenn sie in Säufern wohnen...
ein Zitat aus Switch reloaded von vor 2 oder 3 Wochen:
"Bier macht dick, Schnaps macht krank - ich bin Kiffer, Gott sei Dank"
Wie kann man nur so viel Unwissen in einem so kurzen Textabschnitt stecken =)
mmausmoelln am 30. April 2009 22:20 woher kommt diese Meinung?
atenga am 30. April 2009 22:24 ...Aber Dein besseres Wissen würdest Du nicht preisgeben?
mmausmoelln am 30. April 2009 22:42 was willst Du denn wissen?
politischen Hintergrund? Aussagen von Ärzten? persönliche Erfahrungen?
atenga am 30. April 2009 23:03 Mein Kommentar bezog sich auf die Antwort von Hooliance ;-)
mmausmoelln am 30. April 2009 23:45 sorry, mein Fehler! ;-)
atenga am 3. Mai 2009 03:49 Das ist immer das Problem mit der Position der Kommentare, sie stehen sehr oft nicht unter dem Kommentar, den sie betreffen. Da kannst Du nichts dafür1 :-)
Thc war das letzte Medikament, was mein Vater als Krebspatient erhielt (Marinol). Es hilft enorm gegen Schmerz und gegen die Nebenwirkungen der Chemo.