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Gottes Name "ICH BIN DER ICH BIN" - was heißt das?

gefragt von heureka47heureka47 am 20.02.2009 um 12:57 Uhr

Meine erste Frage war, wie Ihr den Namen Gottes heiligt. Jetzt muß ich noch mal früher bzw. tiefer einsteigen: Übersetzung des alten Namens Jahwe oder Jehova lauten angeblich "ich bin der ich bin". Klingt eher wie ein Rätsel als eine erhellende Auskunft. Kann doch jeder von sich sagen. Ist das evtl. eine nicht ganz korrekte Übersetzung? Kann das auch heißen "ich bin d a s ICH BIN" ? Bei Moses sagt Gott selbst "sage deinem Volk, ICH BIN hat dich gesandt". ich würde ICH BIN deuten als "das bewußte Sein" oder einfach "Bewußtsein". Oder was?


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barbarinchen
beantwortet von barbarinchen am 20. Februar 2009 13:04
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Hilfreichste Antwort

Ich werde sein, der ich sein werde. (Lutherübersetzung) Ich bin, der ich bin. (Elberfelder Übersetzung; Schlachter-Übersetzung; Vulgata – lateinische Übersetzung) Ich bin der ‚Ich-bin-da’ (Einheitsübersetzung)

Ich werde da sein, als der ich da sein werde (Übersetzung nach Buber/Rosenzweig – s.o.) Ich werde es sein, der ich es sein werde. (Benno Jakob – jüdischer Exeget, 1. H. 20. Jh.) Ich bin da, so wie ich da sein werde (Helen Schüngel-Straumann – feministische Exegetin)

Ich bin der Seiende (Septuaginta – griechisches Altes Testament Das sind schon mal die versch. Übersetzungen dafür!! Für mich bedeutet das er der einzige Gott ist und als solcher da ist!!

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 13:56

whow! was für eine reiche auswahl. Danke dir sehr! Ich finde am hilfreichsten die Septuaginta! Das ist für meinen Verstand die am meisten verständliche Erklärung: "ich bin der Seiende" - heißt für mich ich bin "das Sein".

Kommentar von Progo am 29. Mai 2009 00:18

Gott steht außerhalb von Raum und Zeit, ist diesen nicht unterworfen. Deshalb gilt zum Beispiel Jesu Sühnetod für die Menschen vor und nach seinem Erdenleben.

Gott unterliegt auch nicht zeitgeistigen Schwankungen, wie moderne Theologen uns weiß machen wollen. Sein Wort gilt, vor 4000 Jahren genauso wie vor 2000 oder heute.


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anonym
beantwortet von wiele am 20. Februar 2009 13:05
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Man kann den Namen auch mit "Der ewig Seiende" übersetzen. Das Hebräische ist - für mein Empfinden - weit weniger eindeutig als z.B. die deutsche Sprache. Es wird oft erst durch den Kontext klar, wie etwas gemeint ist.

Ich heilige Gott - und damit den Namen Gottes - z.B. indem ich ihn anbete, ihm vertraue und von ihm weitersage.

Gruß wiele

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:01

Danke auch dir! "der EWIG Seiende" ist schon mehr als "ich bin der ich bin". Bleibt die Frage nach dem Wesen, der "Substanz" des ewig Seienden. Mal sehen, kommt vielleicht noch.


minister
beantwortet von minister am 20. Februar 2009 13:25
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Man führt den Gottesnamen auf eine Form des hebräische "hajah" zurück und das heißt nun einmal "sein".

Theologisch würde ich aber so weit gehen zusagen, dass damit "ich bin, der bei dir / euch ist" gemeint ist. Es geht also darum, dass Gott bei seiner Schöpfung ist.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:02

Danke dir! Das ist auch eine sehr interessante, für mich neue, Deutung, die ich bereichernd finde.


daddysdearest
beantwortet von daddysdearest am 20. Februar 2009 13:37
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Zusätzlich zu den Antworten von barbarinchen, wiele, Fundbuero und CrazyDaisy ist noch anzumerken, dass diese Formulierung Gottes Unwandelbarkeit ausdrückt. Die Bibel sagt ja auch an anderer Stelle, dass er immer derselbe ist.

..

Ps 102,28 Du aber bist derselbe, und deine Jahre enden nicht.

Jes 41,4 Wer hat es gewirkt und getan? Der die Generationen ruft von Anbeginn. Ich, der HERR, bin der Erste, und bei den Letzten bin ich derselbe.

Jes 46,4 Auch bis in euer Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu eurem grauen Haar werde ich selbst euch tragen. Ich, ich habe es getan, und ich selbst werde heben, und ich selbst werde tragen und werde retten.

Eph 4,10 Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfüllte.

Hebr 1,12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand, und sie werden verwandelt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufhören."

Hebr 13,8 Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:20

Diese Ergänzungen sind auch sehr erhellend. Ich danke dir!


anonym
beantwortet von Fundbuero am 20. Februar 2009 12:59
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Ich hab das immer so gesehen, dass er damit auf seine Ewigkeit anspielt. Seine Beständigkeit. Dass er sich nicht verändert, sondern immer derselbe allmächtige Gott ist...


Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:06

Auch DAS ein (p)fundiger Fund -aus dem Fundbuero... Danke auch dir!


carola111
beantwortet von carola111 am 21. Februar 2009 12:57
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Gott sagt hier Mose Seine Gegenwart in Zeiten der Not und Schwierigkeiten zu. Der Name steht nicht nur für Gottes Existenz, sondern hat mit der Beziehung zu Seinem Volk zu tun (Er befreite sie, ist treu und machte einen Bund mit Ihnen).

Vielleicht , wenn man das Leben Moses verfolgt, kannte Mose früher Gott nur als fernen und allmächtigen Gott und nicht als den gegenwärtigen Gott, der sich sorgt und liebt.

Gott offenbart sich mit Seinem Namen „Ich bin, der ich bin“ als der, der Seine Verheißungen hält. (wie auch bei Abraham)


anonym
beantwortet von Dummekuh am 20. Februar 2009 13:08
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Eben das reine Bewußtsein, so Erscheinungen wie Buddha oder Jesus kann man nicht beschreiben und sie sich selbst mit unseren worten auch nicht, da fehlt das "Verbindungsstück"! Wie willst du einem Affen begreiflich machen zu was ein Mensch alles fähig ist? Und wenn es doch gelingen würde, z.b. durch Bilder und Filme die der Affe sieht, dann würde er wahrscheinlich einen Horror vor den Menschen bekommen. "Göttlichkeit" ist unbeschreiblich, daher der Satz: ich bin der der ich bin! Da ist die bitte nicht weiter nachzuhaken(im eigenen Intresses des Fragenden) ja schon enthalten denn die ganze wahrheit würde ihm vielleicht den Schädel sprengen. Die Energie die ein solches Wesen hat willst du gar nicht kennen, glaub mir. die meisten Menschen würde der Schlag treffen, wenn sie eine echt "himmlische" Begnung hätten!!

Das ist zwar keine genaue Erklärung des Wortes, aber vielleicht die Erklärung der Deffinition.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:14

"Das reine Bewußtsein" - ja, sehr gut! Danke Dir! Du widerlegst schönerweise deinen Nicknamen...


GabyGuder
beantwortet von GabyGuder am 20. Februar 2009 13:16
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Das ist der Name..und gleichzeitig Schlüssel, den Moses von GOTT im Dornbusch empfing.

Ich bin der = Mensch Ich bin = Gott

Mensch = Gott

Es ist der Schlüssel fuer die Schöpferkraft, wenn man ihn nawendet wird man zum Mitschöpfer Gottes. Der Mensch wurde von GOTT zum Mitschöpfer erschaffen, denn ALLES ist ja in Expansion......so entstehen neue Schöpfergötter!

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:18

Brillante Schlußfolgerung! Ich bin der (der) ICH BIN (denkt)". Also das Bewußtsein in mir! Genial!


gottesanbeterin
beantwortet von gottesanbeterin am 20. Februar 2009 13:46
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Die indischt Tradition bezeichnet Gott als das "Höchste Absolute(Bewußtsein)", was ja das selbe ist wie das absolut höchste Bewußtsein.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 15:11

Danke schön! Eine Bestätigung aus einem ganz anderen kulturellen und religiösen Bereich als aus den drei abrahamitischen Religionen (Jüdisch, Christlich, Islam)


irgendeiner
beantwortet von irgendeiner am 20. Februar 2009 14:57
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Eine wirklich schöne Frage - und tolle Antworten. Auch wenn ich diese Frage hier nicht gestellt habe: ich hab die Antworten mit großem Interesse gelesen und freue mich wirklich über Eure Beiträge.
Danke an Alle!

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 15:13

Lieb von dir, daß du uns das zurückmeldest. Ich freu mich immer sehr, wenn nicht nur ich weiterkomme, sondern auch NOCH "irgendeiner" -oder mehrere - Feude daran bzw. Nutzen davon haben! :~))


holodeck
beantwortet von holodeck am 20. Februar 2009 20:32
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Aus der theosophischen Tradition kenne ich eine ähnliche verkürzte Formel, die Deiner Deutung sehr entgegenkommt ...
.
Sei still und wisse ICH BIN ... GOTT
..
Das "Sei still.." zu Beginn ist ein Hinweis auf auf die Geisteshaltung, die zur Erfahrung des Göttlichen führt ... STILLE ... Einkehr nach innen und Abschaltung des Gedankenzirkus'. All jener Gedanken, die ununterbrochen im Kopf rotieren und die eine Identität, ein Ego, aufrechterhalten ... ihre Abwesenheit, die Stille im Innern führt ins Herz und ins Sein, ins Form- und Zeitlose. In die Ewigkeit.
..
In der Autobiografie eines Yogis von Paramahamsa Satyananda las ich kürzlich hierzu eine sehr schöne kleine Anekdote. "Es ist Euch also unbegreiflicherweise nicht gelungen, die Allmacht in Euren Reagenzgläsern zu isolieren", sagte der Meister mit unbewegtem Blick. Ich schlage Euch ein anderes Experiment vor: Beobachtet einmal 24 Stunden lang ununterbrochen Eure Gedanken. Dann werdet Ihr Euch nicht mehr über Gottes Abwesenheit wundern."
.
Das "ICH BIN" samt Atempause dazwischen verweist auf den Seinszustand des göttlichen Selbstes ... denn Gott ist nicht außerhalb, er ist IN uns ... wir sind dieser Auffassung zufolge lebendiger Ausdruck göttlichen SEINs.
.
Und wäre in dieser Lesart das ICH BIN klein geschrieben, so verwiese es eben nicht auf das "größere", das höhere Selbst sondern auf das alltägliche menschliche Ego Selbst, das ja nur eine - allerdings gelegentlich sehr überzeugende - Illusion ist. Und es bezeichnet damit eben alle jene welche glauben, angekommen zu sein, um andere dann zu belehren.
.
Das hätt'ste jetzt nicht von mir vermutet, gell? ;-))

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 22:20

Bis auf den letzten Satz...

Danke auch dir für deine erbaulichen Ausführungen.

:~))


Teddylein
beantwortet von Teddylein am 21. Februar 2009 22:44
5x
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In 2. Mose 3:14 sagt Gott auch zu Moses über seinen Namen:
„Ich werde mich erweisen, als was ich mich erweisen werde.“

In einer Fußnote heißt es dazu:
Hebr.: ???? ??? ???? (´ehjéh ´aschér ´ehjéh), die Selbstbezeichnung Gottes; S. R. Hirsch, 1920: „Ich werde sein, der Ich sein will!“ Gr.: Ego eimi ho on, „Ich bin der Seiende“ od.: „Ich bin der Existierende“; lat.: ego sum qui sum, „Ich bin, der ich bin“. ´ehjéh leitet sich von dem hebr. Verb hajáh, „werden“, „sich erweisen“, her u. ist Imperfekt, 1. Person Sg. u. bedeutet „ich werde werden (sein)“ od.: „ich werde mich erweisen“. Die Stelle bezieht sich nicht auf die Selbstexistenz Gottes, sondern darauf, was er in bezug auf andere vorhat zu werden. Vgl. 1Mo 2:4, Fn. („Jehova“), wo das verwandte hebr. Verb hawáh im göttlichen Namen erscheint.

Der Name Jehova leitet sich von dem hebräischen Verb hawáh („werden“) her und bedeutet eigentlich „Er veranlaßt zu werden“. Das offenbart Jehova als denjenigen, der sich fortschreitend veranlaßt, der Erfüller von Verheißungen zu werden. Er sorgt somit dafür, daß sich seine Vorsätze ausnahmslos verwirklichen.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 22. Februar 2009 11:21

Dankeschön, Teddylein! Auch von dir ein weiterer Aspekt, der einen weiteren Blickwinkel ermöglicht. Gott ist also auch der "Veranlasser" (z.B. der Evolution, Schöpfung). Danke dir und allen Ratgebern in dieser Sache. Ich fühle mich sehr bereichert. Ein Veranlaßter...


GFliebtDich
beantwortet von GFliebtDich am 20. Februar 2009 13:00
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Und das Bewusstsein hat keine Sprache! Daher meldet es sich nie. Es ist nur erfahrbar.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:08

Bei Moses hat es sich "gemeldet" - so verstehe ich das. Und offenbar bei etlichen anderen auch (Propheten, Mystiker usw). (?)


CrazyDaisy
beantwortet von CrazyDaisy am 20. Februar 2009 13:00
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Naja, wenn jemand der Ursprung von allem ist, was kann er anderes sagen als "ich bin, der ich bin"? Kein Vater, keine Mutter, aus sich selbst heraus entstanden - da ist es doch logisch, alles auf sich selbst zurückzuführen.

Wir Menschen können sagen: Ich bin Sohn/Tochter von... Ich bin Mensch. Ich bin Mann, ich bin Frau. Das alles kann Gott nicht.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 20. Februar 2009 14:09

Auch eine sehr schlaue Begründung! Danke Dir. Manche Dinge sind - wenn man sie erstmal im Bewußtsein hat, - fast "zwingend" - logisch! und dennoch kommt man nicht drauf, bevor es einem mal gesagt wurde...


anonym
beantwortet von corgon15 am 20. Februar 2009 13:02
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Dies ist ein übersetzungstechnisches Problem. Hebräisch funktioniert komplett anders als z.B. Deutsch oder die Lateinischen Sprachen. Im hebräischen gibt es nicht "Zeitformen" wie wir sie kennen, die Verbformen funktioniern anders. Deshalb kann man dies nicht so einfach übersetzen. Ein mir bekannter Theologe meinte, man müsste dies eher mit: "Ich bin der ich gewesen sein werde" übersetzen.


Kommentar von A521e3ba76c4794eea46a88ce74fd517smallCrazyDaisy am 20. Februar 2009 13:02

Stimmt schon. Aber für den Betrachter kommt es aufs Gleiche heraus.

Kommentar von 612958d8034ce735d7e9678ecfc2c33esmallBaiana am 20. Februar 2009 13:08

Exakt. :-)


anonym
beantwortet von SylkeD am 29. April 2009 08:51
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Ich habe vor einiger Zeit gelesen, dass dieser Satz einen kleinen Übertragungsfehler haben soll und eigentlich heißt:"Ich bin das. (alles) Ich bin (ich existiere mit allen zusammen, untrennbar, doch weitläufig) "Neale Donald Walsch" hat sich in dieser weise geäußert. Ich kann mir diese beiden kleinen Sätze so auch besser vorstellen! Ob wir wollen oder nicht, wir sind mit allem und jedem verbunden...

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 17. September 2009 01:20

Danke auch dir! DH!


Razon
beantwortet von Razon am 19. Juni 2009 21:41
1x
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Also ich hab da einige gewagte Deutungen von "Ehih asher Ehih" - Ich bin, der ich bin:

Ich zitiere die ganze Stelle Ex. 3,13-15:

13 Da sagte Mose zu Gott: Gut, ich werde also zu den Israeliten kommen und ihnen sagen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt. Da werden sie mich fragen: Wie heißt er? Was soll ich ihnen darauf sagen? 14 Da antwortete Gott dem Mose: Ich bin der «Ich-bin-da». Und er fuhr fort: So sollst du zu den Israeliten sagen: Der «Ich-bin-da» hat mich zu euch gesandt. 15 Weiter sprach Gott zu Mose: So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name für immer und so wird man mich nennen in allen Generationen.

  1. Situativ: Mose kommt daher, und auf einmal spricht ein Dornbusch zu ihm. Es könnte ja auch ein Dämon sein oder einer der ägyptischen Götzen, die alle einen Namen haben. Dieser Gott aber stellt sich vor einmal als "Ich bin, der ich bin" und gleich darauf als Jahwe (JHVH), was soviel bedeutet wie: "Das, was war, das, was ist und das, was sein wird" - im engeren Sinne also auch kein Name. Es kann also so verstanden werden: Ich bin kein ägyptischer Götze, ich bin kein Abbild von irgendetwas, ich bin, der ich bin und als solcher offenbare ich mich dir. Da ist nichts, was ich vor dir verberge, denn sieh, ich bin alles, was ist.

  2. psychologisch: Welche bessere Definition kann es für den Inbegriff dessen geben, was wir sind? Undefinierbar, es sei denn durch uns selbst, ausgedrückt in dem Paradoxon "Ich bin, der ich bin". Und dieses Paradoxon, dieser Regressus in infinitum wird mit Sein gefüllt, in all seinen Facetten. Denn alle Augenblicke, in denen ich bisher ein Mensch war und alle, in denen ich es in meinem Leben noch sein werde, verschmelzen in dem Moment einer Begegnung mit einem anderen Menschen. Dieser Moment liegt außerhalb der Zeit, weil in ihm per Definition keine vergeht. Insofern heisst es, dass ich der Ewigkeit anteilig werde in jedem Moment, indem es mir gelingt, einem anderen Menschen oder der Welt zur Gänze in einem Augenblick zu begegnen. Was könnte edler und reiner sein?

  3. Kabbalistisch: In der Kabbala werden die verschiedenen Namen Gottes den einzelnen Emanationen des Unendlichen (Ajin Sof) zugeordnet, von denen die erste, Keter Elion, die höchste Krone, eben mit dem Namen Ehih asher Ehih versehen wird. Der Name Jahwe als Inbegriff alles Gewordenen (siehe 1.) wird der dritten Emanation, der Imma, der göttlichen Mutter bzw. der Intelligenz (Chokmah) zugeordnet. Somit beschreibt der erste Name Gott in seiner Eigenschaft als alles überströmende Glorie als Keim dieses Universums, sowie der zweite Name als tätige Kraft, die durch das permamente Ausschütten dieser Kraft die Welt in jedem Augenblick neu erschafft (dieser Punkt vor allem in der lurianischen Kabbala).

Über christliche Ausdeutungen weiß ich leider nicht so gut Bescheid.

Kommentar von 5afb96a7248abbcd04cd06a2c5bf758fsmallRazon am 19. Juni 2009 21:45

Also:

Ehih asher Ehih (Transkription, hab kein hebr. Keyboard): Ich bin, der ich bin

Jahwe (JHVH): Form des Verbes "Sein", was ist, was war, was sein wird.

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 17. September 2009 01:21

Danke auch dir! DH!


Schira
beantwortet von Schira am 11. August 2009 20:37
1x
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"JHWH" wird als Zusammensetzung aus "haja", "howe" und "jihie" erklärt - war, ist und wird sein. Das funktioniert nur mir hebräischen Buchstaben richtig. (Die Vokale dazu sind übrigens nicht mehr bekannt, wir sprechen den Namen auch nicht aus, sondern sagen "Adonai". Weil die Vokale von "Adonai" unter das Tetragrammaton geschrieben wurden, entstand als Missverständnis die Aussprache "Jehowa". "Ehije ascher ehjie" kann auf viele Arten übersetzt werden. Das Hebräische ist da wunderbar schillernd und vielschichtig. "Ich bin der ich bin" ist sicher eine gute Näherung, oder vielleicht auch "Ich bin was ich bin", "Ich bin wie ich bin" ("ascher" ist ein Relativpronomen mit vielen Verwendungsmöglichkeiten") oder auch "Ich werde der sein, der ich sein werde" ("ehje" ist eigentlich Futur, könnte aber auch Präseng sein)... Es ist wunderbar, über diesen Satz zu meditieren!

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 17. September 2009 01:21

Danke auch dir! DH!


anonym
beantwortet von OneOfUs am 11. September 2009 15:33
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Die Antwort könnte mit dem Komma zu tun haben...

Ist denn geklärt, ob es "Ich bin der ich bin." heisst oder vielleicht auch "Ich bin das ich bin."? Wie auch immer, mir kommt die Erklärung, dass es sich um eine einfache grammatikalische Fehlübersetzung handelt, logisch vor. Vielleicht wäre es wie folgt richtig:

"Ich bin der, ich bin."

bzw.

"Ich bin das, ich bin."

Wenn man diesen Satz ausspricht, während man sich umblickt und ihn dann auf das projeziert, was man sieht, kann man eine Einheit mit diesem spüren. Ist echt abgefahren. Probierts mal aus. ;)

Ich glaube, in den vorigen Antworten ist schon in ähnliche Richtung gedacht worden...

Viele Grüße

Kommentar von 244b649b0a5c5aa4206df374b9222f20smallheureka47 am 17. September 2009 01:22

Danke auch dir! DH!


TochterZion
beantwortet von TochterZion am 15. Oktober 2009 00:15
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Ich habe im Namen Gottes ein Friedenskonzept geschrieben.

Dann habe ich von meinem Ewigen Recht Gebrauch gemacht. Das ist noch aus Moses Zeit um Gott zu rufen.

Er ist gekommen. Zuerst der Sohn Gottes.

"Die Toten sollen ihre Toten begraben und die Lebenden bei den Lebenden bleiben damit aus Israel alle erlöst werden." Der HERR Jesus Christus, 2006.

Ein paar Monate später der Gott Israels.

Und er hat mir seinen meinen neuen Namen gegeben.

Aiwa-Recht und Gerechtigkeit im Himmel wie auf Erden.

Ich heiße so wie Gott. Solche Ehre haben nicht viel. Ich kenne nur Jerusalem.

Alle die gegen den Berg Zion streiten werden wo der Name des HERRN Zebaoth ist werden umkommen.

Gott bleibt gleich vergesst das nicht.

Wer ihn von Herzen sucht, der findet ihn.

Und er läßt sich nicht spotten oder lästern.


Nowka
beantwortet von Nowka am 15. November 2009 19:46
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ICH BIN bedeutet, daß das wesen sich seiner selbst bewußt geworden ist. das kann kein tier, sondern nur der mensch und die götter.

zur zeit des mose war noch kein mensch ein ICH BIN. mose war der erste mensch,der ein ICH BIN im bewußtsein hatte und sich deshalb seines göttlichen teiles bewußt war.

deshalb konnte der gott im dornbusch auf seine frage auch antworten: "sag den israeliten, der ICH BIN hat dich gesandt".(mose konnte diese damals und auch noch heute so rätselhaften worte durchaus verstehen) und du natürlich auch!


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