Gott steht nicht über der Unendlichkeit?

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12 Antworten

Gott steht über der Unendlichkeit, es ist aber zugebenermaßen für unser Denken sehr schwierig so etwas zu denken. 

Wenn dich das wirklich interessiert, beschäftige dich mit philosophischer Gotteslehre, Metaphysik und Theologie. - Vielleicht kennst du die Geschichte von einem großen Denker:

"Vom heiligen Augustinus wird erzählt, dass er am Meer spazieren ging - damals, als er an seinem großen Werk über die Dreifaltigkeit arbeitete.

Und man weiß zu berichten, wie er dort ein kleines Kind beobachtete. Das Kind hatte ein Loch in den Sand gegraben und lief nun mit einer Muschel in der Hand immer wieder zum Wasser, schöpfte mit seiner Muschel, rannte zurück und goss das Wasser in das Loch. Darauf lief es wieder zum Wasser, schöpfte und wiederholte das Ganze immer aufs Neue.

Nach einiger Zeit fragte Augustinus: "Was machst Du denn da?" Und das Kind antwortete ihm: "Ich schöpfe das Meer in dieses Loch!"

Augustinus schüttelte den Kopf und sagte: "Du kleiner Narr, das ist doch unmöglich. Du kannst das große, weite Meer, doch nicht in dieses Loch füllen!"

"Aber du bildest dir ein," meinte daraufhin das Kind und blickte den großen Gelehrten durchdringend an, "dass du das große Geheimnis der Dreifaltigkeit mit deinem Kopf erfassen kannst!?""

http://www.joerg-sieger.de/glaube/themen/trinitas.htm

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Es gibt keine reale Unendlichkeit von Systemen (außer symbolischen, ideativen und mathematischen) - einmal aus der Bekenstein-Grenze heraus und zum anderen aus der Komplexitätsbeschränkung heraus.


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Ich betrachte Gott eher als System denn als ein Wesen mit Willen und Absicht. Gott ist nicht der Schiedsrichter. Er ist das Stadion, er ist der Ball, der Rasen, die Luft, die die Spieler atmen, die Fliehkraft, die den Ball bewegt und die Schwerkraft, die ihn runterholt. Er ist die Essenz die alles durchdringt und alles umgibt und lediglich die Rahmenbedingungen schafft in denen wir uns bewegen. WAS wir machen ist dem Prinzip von Ursache und Wirkung unterworfen. Die Gesetze nach denen dieses Prinzip funktioniert sind Gott. Gott tut nichts. Er IST. Du kannst auch Gott nicht im Äußeren finden, da er Teil von Dir ist. Du bist auch Gott. ALLES steht in einem wunderbaren, harmonischen Zusammenhang, ist miteinander verwoben und viele dieser Zusammenhänge haben wir erkannt. Viele aber auch nicht. Die Botschaften der Religionen sind nicht per se verkehrt. Es passt eigentlich alles ganz gut zusammen:

Was Du Anderen antust, tust Du Dir selbst an. Vergebung, Nächstenliebe, Rücksichtnahme, sich verschenken, die Gemeinschaft achten, die Familie achten, Rücksichtsvoll und dankbar mit der Natur umgehen ... alles Dinge die ins Paradies führen. Aber nicht NACH dem Tod sondern hier und jetzt.

Niemand kann Dich in die Hölle bringen, denn die einzige Hölle die es geben kann, kannst Du nur selbst erschaffen. Selbstvorwürfe, Schmerz, Gewissenbisse, festhalten an Dingen=Verlust und vor allem Anderen: Die Angst vor Zukunftsszenarien die nur in unserem Verstand existieren, logischerweise, da es so etwas wie Zukunft nur in unseren Gedanken gibt. Es ist immer Jetzt.  

Unser Denken, unser Ego täuscht uns vor, dass wir Individuen sind, dass wir getrennt voneinander existieren. Deshalb suchen wir ständig im Äußeren nach einer Erfüllung, die wir nur im Inneren finden können. Wir sind Eins mit allen Lebewesen und allen Dingen, verbunden durch ein Netz, welches wir ständig mit Impulsen füttern durch alles was wir tun, sagen und JA, auch denken. Diese Impulse sind wie Wellen, die durch das System ausgesendet werden und an irgendeiner anderen Stelle eine Reaktion hervorrufen. Das beschränkt sich nicht nur auf die physikalisch messbaren Ursache-Wirkung-Zusammenhänge sondern auch auf die Vielen, für die wir noch keine Messgeräte erfunden haben. Das erklärt auch Dinge wie Karma, Glück/Pech im Spiel, selbsterfüllende Prophezeiungen, Vorahnungen ...

Glaube und Wissenschaft nähern sich in dieser Hinsicht stark an. Man hat nachgewiesen, dass Teilchen miteinander über große Entfernung kommunizieren, obwohl keine nachweisbare, physikalische Verbindung besteht. Es gab bspw. Tests mit Hunden bei denen man beobachtet hat wie sie sich auf ihr Herrchen freuen, in dem Moment wo er am anderen Ende der Stadt beschließt, dass er JETZT Feierabend macht und heim fährt.

In der Physik gibt es Versuche, bei denen sich Teilchen anders verhalten, wenn man sie beobachtet, als wenn man wegschaut.

Schon mal "gespürt" wie Dich jemand beobachtet und dann war's auch so?

Schon mal das erste Mal von etwas gehört und in den darauffolgenden Tagen wurdest Du - wie zufällig -  immer öfter damit konfrontiert?

Gott ist nicht abstrakt. Er (ES) ist sehr konkret. Alles hängt mit Allem zusammen. Nur das Denken trennt uns vom Erleben und vom Sein. Unsere Gedanken bewegen sich meist in der Vergangenheit oder der Zukunft. Dabei gibt es Beides nicht. Die Vergangenheit ist vergangen und die Zukunft existiert nicht. Nur Vorstellungen, die wir uns von der Zukunft machen. Es gibt nur das JETZT. Und nur dort kannst Du das Paradies finden. Es ist IMMER Jetzt. Wir nehmen nur die Gegenwart gar nicht mehr war, weil unser Verstand entweder mit Erinnern oder mit Planen oder mit Bewerten beschäftigt ist. Wir im Westen haben verlernt wie es ist, einfach nur zu sein. Ohne Wille, ohne Absicht. Einfach aufzugehen in der natürlichen Harmonie der Dinge ... in Gott halt.

Die schlechte Nachricht: Nur Du kannst Dein Leben gestalten. Das übernimmt kein Gott für Dich.

Die gute Nachricht: Nur Du kannst Dein Leben gestalten. Kein Gott pfuscht Dir da rein ;)

Die Idee von einem urteilenden Gott haben die Fürsten dieser Welt schon immer als Instrument genutzt, um die Menschen zu versklaven ohne dass sie es merken. Es ist doch viel besser an Dich selbst zu glauben als die Verantwortung für Dein Schicksal an irgendeinen Märchenonkel auf Wolke 3 abzutreten.

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Hallo! Wissenschaftlich kann man die se Frage nicht angehen und religiös steht Gott natürlich darüber.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Kommentar von NAhilft
24.05.2016, 11:01

Auch wenn dieses "Fachgebiet" nicht empirisch ist. Beruhen viele Gesetze doch auf Wahrheiten. Es sind Realitäten aus unserer eigenen Gefühlsvergangenheit. Man frage sich überhaupt, wieso der religöse Verstand einen Gott besitzt. Aber tief in uns sind es doch eigentlich alles nur Gefühle, welche unsere Natur als Problem zur Weiterendwicklung und Bestand unserer Spezies eingeführt hat. Somit ist diese gesamte Disskussion ein Teil der Evolution und sollte nicht einfach mit den zwei größten fehlerhaften Werkzeugen angehen. Wissenschaft und Religion haben ein Problem, die Meinung, welche in sich die Vorstellung trägt und Dinge anderst erscheinen lässt. Das hat auch etwas mit Bewusstsein zu tun, sich zu fragen ob alles was man ist nur ein Teil oder Alles ist. Die Erschaffung einer Idee ist die Energie unserer Zukunft.

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Du machst diverse Fehler meiner Meinung nach:

Du versuchst Gott zu erklären
Du trennst Dinge ohne zu bedenken, dass alles miteinander auf Ausgleich getrimmt ist
Du siehst eine Trennung von Gott und Natur
Du nimmst an, dass er die gleichen Unzulänglichkeiten wie die uns bekannte Spezies hat.

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Kommentar von NAhilft
24.05.2016, 11:18

Dennoch ist er dem Gesetz einer höheren Macht untergeordnet, die seine Existenz ermöglicht.

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Was ist deine Frage? Willst du Gott erklären? Das funktioniert nicht. Wir können das Ewige und den Ewigen nicht in unserem Kopf eruieren und analysieren und in Schubladen stecken. Gott ist allmächtig, allgegenwärtig und allwissend und hat keinen Anfang und kein Ende. ER ist keiner Zeit unterworfen und keiner Dimension. Aber wir sind eingeschränkt, stecken in der Zeit, sind aus Fleisch und Blut, müssen sterben weil wir Sünder sind, und leben in einer dreidimensionalen Welt, die zudem böse, kaputt, blind, und gottesfeindlich ist. Wenn dann einer kommt mit erhobenem Zeigefinger und versucht die Welt und Gottes Motive zu erklären, was soll man davon halten?

Verstehe mich richtig, sich über den Sinn des Lebens Gedanken zu machen und dabei auch Gott nicht außer acht zu lassen, ist zunächst nichts Falsches. Aber wenn wir versuchen uns Gott zu nähern, dann müssen wir daran glauben daß es IHN gibt. Und wir können Gott nur im Geist und in der Wahrheit begegnen. Das bedeutet wir müssen neue, nämlich geistliche Menschen, werden und uns dann mit der Wahrheit beschäftigen. Gottes Wort ist die Wahrheit! Hier finden wir die Informationen die wir brauchen um manches zu erklären und zu verstehen. Unser eigener Geist bringt nur schräge Gedanken und philosophischen Murks zustande. Wir brauchen etwas was Hand und Fuß hat - einen geistlichen Felsen - Jesus Christus (Johannes 14,6).

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Gott hat die Unendlichkeit erschaffen also steht er darüber!

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Kommentar von NAhilft
24.05.2016, 11:12

Gott wurde von der Unendlichkeit erschaffen. Denn er ist Teil der Unendlichkeit. Dein Ansatz muss aber nicht falsch sein. Gott ist Allmächtig und somit ist seine Art auch in der Laage Unendlichkeiten zu erschaffen. Diese Eigenschaft teilt er mit jedem Wesen der Unendlichkeiten. Überlegt doch mal genau, was nochmal der Moment war. Er ist Teil von etwas, das wir Zeit nennen und ständig uns umgiebt. Er ist das erste wahre oder falsche Bild, dass uns in den Kopf kommt. Existenz beruht auf jedem einzelnen dieser Momente. Irrational geometrisch und mathematisch verteilte Möglichkeiten im Raum, die durch jeden weiteren Moment diese in Energie umwandeln. Somit wäre das was wir sehen auch nur das was wir brauchen. Wir sehen ein Bild der Energien. Da Gott seiner Existens auch dieses Bild schuldet, steht er im unwirklichen Zusammenhang mit der Unendlichkeit. Aber nur sein Teil der Unendlichkeit wäre dann gegeben. Die Unendlichkeit befindet sich aber noch um ihn herum. Auch wenn der erste Moment seiner Unendlichkeit (uns miteingeschlossen) die Unendlichkeit an sich erstellte, gab es eine Unendlichkeit um ihn herum. Selbst wenn sie die absoulute Antiunendlichkeit wäre, sie gäbe immernoch Raum für Möglichkeiten(Dimensionen).

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gott ist jenseits von existenz und nicht-existenz

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Das ist viel zu kompliziert gedacht.

Gott ist der Urheber von Raum, Zeit und Materie. Also steht er über diesen Dimensionen der kosmischen Existenz, in der sich unser Leben abspielt.

Damit ist er ewig, unendlich.

So einfach ist das! ;-)

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Kommentar von NAhilft
24.05.2016, 11:15

einfach nochmal copy and paste, weil ich das nicht nochmal speziell schreiben will, ich hoffe es ist verständlich

Gott wurde von der Unendlichkeit erschaffen. Denn er ist Teil der
Unendlichkeit. Dein Ansatz muss aber nicht falsch sein. Gott ist
Allmächtig und somit ist seine Art auch in der Laage Unendlichkeiten zu
erschaffen. Diese Eigenschaft teilt er mit jedem Wesen der
Unendlichkeiten. Überlegt doch mal genau, was nochmal der Moment war. Er
ist Teil von etwas, das wir Zeit nennen und ständig uns umgiebt. Er ist
das erste wahre oder falsche Bild, dass uns in den Kopf kommt. Existenz
beruht auf jedem einzelnen dieser Momente. Irrational geometrisch und
mathematisch verteilte Möglichkeiten im Raum, die durch jeden weiteren
Moment diese in Energie umwandeln. Somit wäre das was wir sehen auch nur
das was wir brauchen. Wir sehen ein Bild der Energien. Da Gott seiner
Existens auch dieses Bild schuldet, steht er im unwirklichen
Zusammenhang mit der Unendlichkeit. Aber nur sein Teil der Unendlichkeit
wäre dann gegeben. Die Unendlichkeit befindet sich aber noch um ihn
herum. Auch wenn der erste Moment seiner Unendlichkeit (uns
miteingeschlossen) die Unendlichkeit an sich erstellte, gab es eine
Unendlichkeit um ihn herum. Selbst wenn sie die absoulute
Antiunendlichkeit wäre, sie gäbe immernoch Raum für
Möglichkeiten(Dimensionen).

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Gott ist  nur eine persönliche wiederspiegelung der Religionen, für das damals so unerklärliche . Nehmen wir an früher wären keine Religionen entstanden .. Denkst du die Menschen würden heute an den Gott glauben ? Die Menschen damals , waren einfach  dumm .. Haben daran geglaubt , dass ein Mensch das Meer Spalten und solchen Kram .

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Kommentar von NAhilft
24.05.2016, 11:16

Steht er unter dem Gesetz der Unendlichkeit?

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Grüß Gott, Ihr lieben Philosophen.

Auch mit Euren gutgemeinten Erklärungsversuchen bleibt die Unendlichkeit dort, wo sie schon immer war: bei dem Göttlichen. Weder drüber noch drunter. Es ist alles nur Geschwätz, das wegführt von dem, was ist. Es braucht keinen Glauben, um das Sein zu erfahren, und es braucht auch keine Philosophie, um zu sein, auch wenn wir es so gerne praktizieren, das, was wir nicht erklären können, erklären zu wollen. Also viel Spass beim Ratespiel und bleibt guter Dinge.

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Kommentar von haubco
24.05.2016, 15:28

Deine Meinung. Schreib das bitte darunter denn diese Feststellungen die du hast gelten nicht für jeden auch nicht für mich.

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Kommentar von Grimwulf78
24.05.2016, 16:11

"Es braucht keinen Glauben, um das Sein zu erfahren, und es braucht auch keine Philosophie, um zu sein..."

Ganz Deiner Meinung! Die Kunst des Findens besteht darin, es nicht zu suchen oder um es mit den Worten von Christa Wolf zu sagen: "Erst wenn man sich selbst vergisst, verschwindet für kurze Zeit der Riss, zwischen dem, was zu sein man sich zwingt und dem was man ist."

Trotzdem, das Philosophieren und die Hirnakrobatik machen einfach solchen Spaß! Klar ist es eine Art von intellektueller Masturbation aber wenn man sich das vergegenwärtigt und es als Unterhaltung betrachtet ...

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Nur dein materieller Körper trennt dich von der Unendlichkeit.

Das gilt nicht für deine Seele.

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Kommentar von NAhilft
24.05.2016, 10:55

Weil nur der Körper eine Meinung hat und die Seele der Unendlichkeit gehört. Die Seele wäre aber nicht Gott, sondern ein Teil der Unendlichkeit. Gott wäre nur der Moment der Idee von Unendlichkeit.

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