Eastside am 07.11.2007 um 19:45 Uhr
Es geht jedenfalls um die Effektivität der Systeme Abschreckung durch Angst vor Strafe oder Erziehung durch (Hoffnung auf) Belohnung.
Wer hat mehr zur Verbrechensminderung im Laufe der Jahrhunderte beigetragen, die Figur des Teufels oder die Gottes? Ist es die Furcht vor dem Fegefeuer oder die Aussicht auf ein Leben an der Seite Gottes, die manche(n) VerbrecherIn vor dem letzten Schritte ihrer (seiner) Tat abhielt?

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Weder, noch. Einen Verbrecher (sprich: der Vorsatz ist unumstößlich gegeben) hält weder die Ausicht auf ein kollektives Hallelujasingen noch auf eine kollektive Grillparty von seiner Tat ab.
Sowohl Abschreckung durch Strafen als auch Hoffnung auf Belohnung können zu einer geringeren Anzahl von Verbrechen beitragen, sie aber nicht völlig verhindern. Motive können nicht von anderen zuverlässig gemessen werden. Umfassende Statistiken aufgrund von Angaben potentieller Verbrecher(innen) sind auch nicht bekannt.
Grundsätzlich ist der sicherste Beweggrund ein Anstreben des Guten um seiner selbst willen (intrinsische Motivation). Weil Menschen nicht vollkommen sind, ist als Ergänzung aber oft ein Beweggrund außerhalb der Handlung selbst (extrinsische Motivation durch Folgen) nützlich.

Wenn ich daran denke, wieviele Morde es im Namen Gottes gab.........................

keiner von Beiden, denn dann wär die Welt ja schon verbrechensfrei..und das Prinzip der Abschreckung funktioniert ja schon seit Jahrtausenden nicht

Eindeutig!
Sowohl als auch. Denn der Glaube an das eine erfordert auch den Glauben an das andere.


Ich weiß zwar nicht warum man zur Beurteilung dieser beiden Systeme zwei Mythen benutzen muss, aber abgesehen davon dürfte Abschreckung durch Angst vor Strafe besser funktionieren.

O, ha, was geschieht nicht alles im Namen Satans! Letztlich ist es der Mensch, der die fürchterlichen Verbrechen verübt. Er hat den freien Willen bekommen, wäre es nicht so, wäre er nur eine Marionette!

Ich bin für die Hoffnung und die Liebe zu Gott, wer ihn liebt will ihn auch nicht kränken in dem er seine Gebote nicht einhält. Und oben drauf hab ich die Hoffnung auf ein ewiges Leben im Paradies. Das verspricht mir Gottes Wort die Bibel.

sicherlich wäre es anderstherum wünschenswerter. Aber manchmal erzieht halt doch, der sprichwörtlich drohende Klaps auf den Hintern (in der schwächsten Form) hinterher mehr, als das vorher versprochene Bonbon, was nur von kurzer Dauer ist..

Es geschehen jeden Tag schreckliche Dinge - nur hatte ich mich bis heute nicht gefragt ob Gott oder Satan dafür verantwortlich ist . Satan ist ja als das BÖSE bekannt - aber Gott = GUT ?Was geschiet nicht alles im Namen Gottes ? Wer von Beiden ist da der oder das BÖSE ? Wer von denen zum brav sein führt - das kann ich hier auf die Schnelle kaum beantworten .

Man sieht es täglich...

Leider!
Absolut!
Im Prinzip: Beides!! Doch wünsche ich mir eine Welt, in der Strafe einfach nicht mehr nötig ist, weil die Belohnung für die wahre Liebe so schön sein wird, dass es sich gar nicht mehr lohnt, auch nicht kurzsichtig gedacht, etwas Schlechtes zu tun. Doch leider ist unsere Welt kurz-sichtig. Sie verführt den Menschen, statt ihn zum echten, glücklichen Mensch-Sein hinzuführen. Leider, leider...

Ich wähle hier die Angst vor Strafe, muss aber ganz klar sagen, dass das nichts mit Satan zu tun hat. Der macht sicher niemanden brav.
Die Strafe sieht vielmehr so aus, dass Gott eines Tages die Menschen durch Vernichtung bestrafen wird, die ihn nicht anerkennen und ihm nicht dienen/gefallen. Satan wird dabei auch gleich mit beseitigt.
Ich persönlich habe auch Angst vor dieser Strafe bzw. davor, Gott zu missfallen. Das nennt man Gottesfurcht.
Gleichzeitig gibt mir die Hoffnung auf Belohnung sehr viel Kraft und drängt mich, Gott treu zu bleiben.



„Wer sich Gott naht, muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn ernstlich suchen, ein Belohner wird“ (HEBRÄER 11:6).
