GOTT LEIDET MIT (?) text verstehen,..?

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4 Antworten

Vorraussetzung zum Verstehen ist hier der christliche Glaube, dass Jesus Christus nicht einfach ein Weisheitslehrer, Wundertäter, Prophet oder sonst eine religiöse Führergestalt ist, sondern dass Gott sich selbst in ihm - in einem Menschen - offenbart. Gott ist in Christus gegenwärtig.

D. h. Gott schaut nicht oben vom Himmel (aus der Ferne) kopfschüttelnd und stirnrunzelnd auf die Welt herab und sagt "Igitt, wie ist die Welt doch böse!", sondern er steckt in der Person Jesu mitten drin. Jesu Einsamkeit am Ölberg und Jesu Schmerzen am Kreuz sind auch Gottes Einsamkeit und Gottes Schmerzen.

Darin unterscheidet sich das christliche Gottesverständnis von dem der antiken Umwelt (die alten griechischen Götter können nicht wirklich leiden) und auch von dem des Islams, wo Gott auch über Leid und Tod erhaben ist und nicht daran teil hat.

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Mir gefällt nicht, wie diese Interpretation von einigen Bibelstellen so verfasst ist, als wäre die Erläuterung der genannten Ereignisse exakt so gemeint, wie es dort steht.

Ich persönlich würde die Bibelstellen völlig anders interpretieren. Aber das ist nicht Deine Frage, sondern wovon zum Geier der Verfasser da faselt.

Er meint damit folgendes: Da Jesus Christus die fleisch gewordene Manifestation Gottes auf Erden darstellt, und er am Kreuz leidet, leidet auch Gott gleichzeitig mit ihm. Und da Jesus für alle Menschen leidet, leidet auch Gott gleichzeitig mit allen Menschen.

Aber wie gesagt, ich sehe das ganz anders. Am besten man formt sich sein eigenes Bild.

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Kommentar von annalisauto
26.04.2016, 17:07

Vielen dank! deine Antwort hat mir sehr geholfen. (:

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Gott hat sich angreifbar gemacht in der Zeit seines Aufenthalts als Mensch (Jesus Christus). Darum ist er für uns auch ein kompetenter, mitleidender Hohepriester geworden. Vor der Wiedergeburt waren unsere Anfechtungen sozusagen nur von Mensch zu Mensch - gemeint ist der unerlöste innere Mensch, der hat den äußeren Menschen beeinflusst und verführt. Die eigene Lust, unser eigenes ICH stand gewissermaßen unserer eigentlichen Bestimmung - Kind Gottes zu sein - ständig im Weg. Jetzt als Brüder und Schwestern Jesu (Hebräer 2,11) haben wir uns auch der Gemeinschaft seiner Leiden angeschlossen - die Konsequenz des ''Schatzes in irdenen Gefäßen'' (2. Korinther 4,7). Gott ist uns auf Augenhöhe begegnet und hat sich klein gemacht. So klein, daß er unschuldig verspottet, gefoltert und getötet wurde. Wenn Gott das (aus Liebe) getan hat, dann dürfen wir als Christen auch etwas leiden und sollten das nicht ablehnen. Es geht uns dabei weitaus besser, als es bei Jesus war.


Der Glaube an Gott beinhaltet auch unsere Einwilligung uns erziehen und korrigieren zu lassen. Die Aufforderung in der Nachfolge, unser Kreuz auf uns zu nehmen (Matthäus 10,38), bedeutet nicht nur, in einer gottesfeindlichen Umgebung ein gläubiges Leben zu führen, sondern auch, sich selbst mit allen Schwachheiten und Fehlern zu (er)tragen. Und darüber hinaus, auch seinem Nächsten gegenüber gnädig, langmütig und barmherzig zu sein. Das kostet uns etwas. Gott ist auch darum vollkommener Mensch geworden, damit er als treuer Hohepriester Barmherzigkeit lernt. Und zwar durch das, was er selbst erlitten hat und worin er selbst versucht worden ist. Warum? Damit er uns helfen kann, wenn wir dies auch erleiden (Hebräer 2,17-18). Aus der Praxis für die Praxis. Darum zählt dies auch für uns Christen - anders geht es nicht!

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Ein Text aus dem Brief des Apostels Paulus an die Hebräer wirft Licht auf die Bedeutung dieses Textes:

(Hebräer 4:14-16)
14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so laßt uns an [unserem] Bekenntnis [zu ihm] festhalten. 
15 Denn als Hohenpriester haben wir nicht einen, der nicht mitfühlen kann mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem auf die Probe gestellt worden ist wie wir selbst, doch ohne Sünde. 
16 Nahen wir uns daher mit Freimut der Rede dem Thron der unverdienten Güte, damit wir Barmherzigkeit erlangen und unverdiente Güte finden mögen als Hilfe zur rechten Zeit.


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Kommentar von hankey
26.04.2016, 23:02

Genau darum geht es nämlich

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