Eddyloveland am 08.01.2009 um 13:12 Uhr
Die höchste Intelligenz liebt seine Schöpfung, so wie ein Vater sein Kind liebt. Würde Gott seine eigene Schöpfung, die er aus sich selbst geschaffen hat, bestrafen, würde er ja sich selbst bestrafen.Ein strafender Gott ist absolut absurd. Dadurch unterschied sich die urchristliche Lehre von allen anderen damaligen Lehren, nämlich daß die Schöpfung ihr Geschaffenes lieb hat und nicht bestraft. Aber man hat die Menschen durch die Angst, die man ihnen eingeredet hat, kontrollieren können. Man hat den naiven Menschen das Vorhandensein eines Platzes der Folter und Qual - der Hölle - eingetrichtert, in die sie kommen würden, wenn sie dem Gott nicht dienen würden. Das bedeutet, daß dieser Gott, der alles aus sich heraus geschaffen hat, sich selbst in die Hölle werfen würde, um sich zu bestrafen.

Das würde ja bedeuten, dass Gott alle bösen Taten ungestraft lassen würde. Wäre das denn Liebe? Wohl kaum. Denk doch nur mal an all die Verbrechen, die begangen werden, vor allem an unschuldigen Kindern. Das kann ein liebender Gott nicht ungestraft lassen. Also ihr Verbrecher, nehmt euch in Acht! Und nehmt die Warnungen der Kirche lieber ernst, denn das sind sie und keine Drohungen, wie manche meinen. Gott straft, aber einem reuigen Sünder verzeiht er auch. Wir haben immer die Wahl zwischen Gut und Böse, müssen dann aber auch mit den Konsequenzen leben, die bis in die Ewigkeit hinein reichen.

Klingt nett, entspricht abe nicht dem, was in der Bibel steht, oder was Jesus uns gesagt hat.
holodeck am 11. Januar 2009 00:04 Da gebe ich Dir allerdings recht. In der Bibel sterben mal locker 50.000 Menschen, weil sie es gewagt haben, die Bundeslade anzugucken. Nur anzugucken. Im Laufe diverser Übersetzungen wurden es dann immer weniger, momentan ist der Stand glaube ich bei 70 oder 35. Ist ja auch zu grausam und unsinnig. Wie sollte man so etwas heute einem durchschnittlichen Gottessucher noch als sinnvolle Tat Gottes vermitteln sollen ;-))
JoWaKu am 13. Januar 2009 20:06 In der Bibel geht es nicht nur um Gottes Liebe, sondern besonders im Alten Testament, aber auch im Neuen Testament um seine Heiligkeit.
Sie ist weit größer, als wir es uns wohl vorstellen können.
Den Graben zwischen Gottes Heiligkeit und uns zu überbrücken; dazu ist Jesus in die Welt gekommen.

Der Text ist eine Ansammlung von schlecht kombinierten Halbwahrheiten.
Gott liebt die Menschen, das ist wahr. Er ist die Liebe selbst, sagt die Bibel. Aber Gott ist auch heilig, rein und erhaben. Das bedeutet, dass er mit Sünde keine Gemeinschaft haben kann. Sünde (die immer die Ablehnung Gottes ist) trennt von Gott und ist letztendlich tödlich. Sie trägt also die Strafe in sich selbst, denn Hölle bedeutet nichts weiter als ewige, unwiderrufliche Gottesferne. Das ist keine Erfindung der Kirche - auch wenn sie es benutzt hat, um zu herrschen.
Jesus kam, um durch sein stellvertretendes Opfer die Trennung von Gott zu überwinden - für jeden, der es für sich persönlich annimmt.
Im Übrigen ist es ein Trugschluss, dass Liebe Strafe ausschließen würde. Wer seinen Kindern keine Grenzen setzt (und diese auch durchsetzt) handelt gleichgültig und lieblos an ihnen. Liebe hat immer zwei Seiten - Zuwendung und Strenge.
holodeck am 10. Januar 2009 23:22 Zwischen Strenge und Quälerei (also das sind doch die biblischen Höllenqualen, oder?) besteht für mein christliches Verständnis ein kleiner, jedoch feiner Unterschied.
Auch Dir sei folgender Hinweis gegeben. Sünde, in der Ableitung aus dem ursprünglichen hebräischen Wort dafür, bedeutet schlichtweg, den Punkt verfehlen. Wer die Welt in Gut und in Böse, in Gläubige und in Nichtgläubige aufteilt, in Wahnsinnige und in Normale und überhaupt in der Dualität sich verfängt, macht sich demgemäss der Sünde schuldig und entfernt sich von GOTT. Willkommen in der Hölle ;-))
daddysdearest am 11. Januar 2009 13:54 "Höllenqualen" sind die ewige und unwiderrufliche Trennung von Gott, die man sich auferlegt, wenn man ohne Gott lebt und stirbt. Da quält nicht Gott.
Das deutsche Wort Sünde kommt übrigens von Sund - bedeutet also Trennung.
holodeck am 11. Januar 2009 14:07 Das hebräische Wort "chat’at" wurde lediglich in einer Annäherung und Interpretation mit Sünde übersetzt. Dieses Wort jedoch besagt eben nicht Trennung sondern "Verfehlung des Punktes, des Ziels". Sorry, dafür kann ich ja auch nichts. Und schon stürzt Deine hübsche Theorie mit der Trennung ein.
Ich sage ja gar nicht, dass Gott quält. Der nicht. Aber ich behaupte auch nicht, dass man ewige Höllenqualen leiden muss.
daddysdearest am 11. Januar 2009 14:23 Und was tut die Zielverfehlung anderes, als von Gott zu trennen?
holodeck am 11. Januar 2009 14:44 Da Gott Namenlos ist, nicht dies noch das, verfehlen wir den Punkt sobald wir meinen, wir hätten ihn erkannt oder wüssten, wer er ist. Denn logischerweise hebt ER jede Trennung in uns auf sobald wir in IHM sind. Vgl. dazu auch Meister Eckhardt: "Und ich sage, es ist ebenso unrecht, Gott ein Wesen zu heissen, als ob ich die Sonne bleich oder schwarz hiesse. Gott ist weder dies noch das.Und es sagt ein Heiliger: Wenn einer wähnt, er habe Gott erkannt — wenn er etwas erkannt hat, so hat er etwas erkannt und hat also nicht Gott erkannt."
daddysdearest am 11. Januar 2009 14:58 Namenlos?! Lies mal hier: http://www.feldzeichen.de/html/namen_gottes.htm und hier: http://www.characterbuildingforfamilies.com/names.html
Gott ist eine Person und zwar eine, die mit uns in Beziehung treten will. Ihn erkennen kann man aber natürlich nur stückweise.
holodeck am 11. Januar 2009 16:11 Wieso denn nur stückweise, ich denke ER ist vollständig und absolut? ;-)) Darauf bezieht sich auch das "Namenlose". Denn wie könnte der kleine Mensch sich anmaßen, SEINEN Namen zu kennen. Nochmal, auch wenn diese simple Aussage von Meister Eckhardt hochkomplex ist: Gott ist weder dies noch das. Was ich benenne, wem ich einen Namen gebe, das schließt sein Gegenteil und alles andere aus. Zerteilt eine Ganzheit, die GOTT IST.
Und deshalb, was Gott als Person anbelangt, auch hier scheiden sich unsere Geister. Erkennen kann man ihn nicht, für meine Begriffe, das ist ein Verstandesvorgang. Nur erfahren. Ich hatte das Vergnügen bereits, an historischer Stätte übrigens im Sinai am Berg Moses. Und da war keine Person. Da war nur etwas, eine Glückseligkeit und eine unendliche Geborgenheit in IHM, die sich am besten noch mit einen Satz von J.S. Benner wiedergeben ließe: Sei still und wisse, ICH BIN - GOTT. Die Situation selbst war ohne Sprache, ohne Konzept, ohne ein Ich, dass ja erst ein Du erfahren kann. Die vollständige Auflösung des egozentrierten Ich's, die vollständige Hingabe. Die Vollbewusstheit des Ganzen und der Einheit. Es gibt keine Worte dafür, die gibt es einfach nicht. Ich habe mich um diese Erfahrung wahrlich nicht gerissen, sie hat mein schönes atheistisches Weltbild vom Kopf auf die Füße gestellt. Sie wird mir nur u.a. bei Meister Eckhardt und christlichen Mystikern so bestätigt als Gotteserfahrung ;-))
daddysdearest am 11. Januar 2009 16:22 Sicher ist Gott vollständig. Aber unser Erkennen kann doch immer nur bruchstückhaft sein, weil wir Menschen sind und damit unvollkommen.
Was die Gotteserfahrung angeht, ist es wohl immer so, dass Worte nicht dafür ausreichen. Geht mir jedenfalls genauso.

Du hast im ersten Satz vollkommen recht: Gott ist die höchste Intelligenz, die seine Schöpfung liebt, so wie ein Vater sein Kind liebt.
Aber Gott ist auch Licht. Und das Licht hat keine Gemeinsamkeit mit der Dunkelheit. Wenn die Sonne aufgeht, ist kein Flecken der Nacht mehr zu sehen.
Gott kann keine Gemeinsamkeit mit der Sünde haben. Er kann sie nicht tolerieren! Es geht nicht.
Jeder Mensch, der sündigt, kann nicht vor Gott stehen und mit IHM leben. Eigentlich könnte es niemand. Darum kam Jesus in der Welt, damit ER stellvertretend als Sündloser die Strafe auf sich nahm, damit wir frei von Sünde sind.
Gott ist jedoch langsam zum Zorn und will uns Menschen vergeben, weil ER uns Menschen so sehr liebt. Darum gehen Christen in die Welt und predigen die Gute Nachricht, wie oben beschrieben.
holodeck am 10. Januar 2009 23:06 Jo, nicht schlecht für den Anfang ...
Nur noch eine kleine Ergänzung zum Begriff der Sünde: das heisst in seiner ursprünglichen Bedeutung "den Punkt verfehlen". Deshalb, und nur deshalb, kann ein sündiger Mensch vor Gott nicht stehen. Falls Du verstehst, was ich meine ;-))
Ansonsten weisst Du ja anscheinend recht gut Bescheid über Gott. Wie konnte da ein Gelehrter wie Meister Eckhardt nur auf eine derart abstruse Idee kommen wie diese hier: "Und ich sage, es ist ebenso unrecht, Gott ein Wesen zu heissen, als ob ich die Sonne bleich oder schwarz hiesse. Gott ist weder dies noch das.Und es sagt ein Heiliger: Wenn einer wähnt, er habe Gott erkannt — wenn er etwas erkannt hat, so hat er etwas erkannt und hat also nicht Gott erkannt."
;-))

Grüß Gott, wie man bei uns in Bayern sagt,....du musst etwas umdenken...nicht querdenken! LG

Sehr schöner Text - kann ich voll beipflichten.
Den Kirchen ging es weniger um das Seelenheil ihrer Schäfchen, sondern um die Kontrolle. Und Kontrolle funktioniert am besten über Angst.

Lieber Eddyloveland, Ich muss dir sagen das ich beim gramatik nicht so gut bin deutsch ist für mich eine fremndsprache, ich werde versuchen dich ein bischen beim licht bringen, im falle findestu du mich auch in messenger yahoo unter marius2001p oder skype marius2001p1. ich kann über das tehma sehr viel reden, ich hatte das gleiche problem. Ich habe angefangen mich selbst zu erkundiegen, die ganzen konfesionen zu untersuchen und ich habe vieles heraus geförscht. seit Gott das welt geschaffen hat, er hat die möglichkeit zum wahl gestellt, zwischen gut und schlecht, zwischen dem himmel und die höle. Der mensch wurde von anfang das baum des lebens wahl zu verfügung gegeben, gott sagt nicht das er nicht sein eigenes werk kaputt macht, du musst wissen das Satan auch der werk gottes war, er war der schönste engel gottes. Gott möchte nur die gute seelen haben, die ihm als erlöser ihm erkännen, die ihm mit dem ganzen herzen lieben, die jenigen die ihm dienen aber auch ungekährt, Jesus kahm hier auf der erde zum dienen, jesus möchte dem menschen dienen und helfen, wenn mann dem bibel liest wirst du das finden. Gott ist ein Eiversüchtiger Gott, er ist aber auch ein Gott der gerechtichkeit, die es ist genau so gut wie eine schulung für uns, wir sind auf der erde geschikt orden um zu lernen, wenn wir lernen, dann dürfen wir wieder in himmel oder in die hölle gehen. die entscheidung gehört jedem. es gibt eine grosse tehma dafür kann dir vieles davon sagen findest mich aber auch unter marius2001p@yahoo.de lieben gruss Luk.1:37 (Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich)
In diesem Text steht einiges, das falsch ist.
Hier eine Zusammenfassung von mir über das, was Gott von uns will: (habe ich der Bibel entnommen)
Es "reicht" nicht, zu wissen, daß es einen Gott gibt. In der Bibel steht dazu:
"Die Teufel glaubens auch und zittern."
Wir sollen auch dem, was Gott sagt, gehorchen. Alle Menschen haben gesündigt und haben deshalb ihr Recht verwirkt, mit Gott Gemeinschaft zu haben.
Gott hat diesen Sund überbrückt damit, daß Jesus Christus in seiner großen Liebe stellvertretend für uns die Strafe auf sich nahm.
Wer dieses Opfer für sich in Anspruch nimmt, der ist frei von seiner Schuld und kann nun ganz frei in Gemeinschaft mit Gott treten.
Wer dies nicht tut, bleibt unter dem Zorn Gottes.
Das ist wichtig zu wissen, denn wir haben hier zu Erdenzeiten uns zu entscheiden, ob wir in der Ewigkeit bei Gott sein wollen, oder ob wir dahin gehen, wo es für den Teu.fel und seine Engel bereitet ist. Ursprünglich. Seit dem "Sündenfall" auch für Menschen - die Gottes Rettungsangebot nicht wahrnehmen.
Es liegt völlig an Dir, was Du tust. Aber Du sollst wissen, daß Dein Tun Folgen hat - für die Ewigkeit!

Tja, da gibt es so einige Unterschiede zwischen Urchristentum und kirchlicher Lehre. Beispielsweise ist die Passion erst im 8. Jahrhundert zu einem zentralen Thema geworden und die Kreuzigung in den Mittelpunkt der Erlösungstheorie gerückt. Davor überwogen die Darstellungen von Jesus als spirituellem Lehrer und als Philosoph. Ich habe nie verstanden, so rein intuitiv, wie man sich ständig ein Folteropfer angucken und dann auch noch, in bildliche Kruzifixe gegossen, anbeten kann. Das ist ja gruselig.
Und über die Kirchenpolitik der vergangenen Jahrhunderte brauchen wir uns wohl keine Illusionen zu machen. Natürlich wurde da zurechtgebogen und phantasiert, was das Zeug hielt und was der Politik dienlich war. Dostojewski hat damit gründlich abgerechnet in seiner Geschichte vom Großinquisitor; darin wird selbst der wiedergekehrte Heiland dem Feuer der Inquisition übereignet.
daddysdearest am 11. Januar 2009 13:55 Das ist nur dann gruselig, wenn man das Evangelium und besonders die Auferstehung Jesu nicht versteht.
holodeck am 11. Januar 2009 14:12 Mag sein. Hauptsache Du verstehst und weißt alles ;-)) Sollten Fragen auftauchen, so wende ich mich gerne an Dich.
daddysdearest am 11. Januar 2009 14:23 Ich weiß ganz bestimmt nicht alles. Aber wer Jesus ist, weiß ich.
holodeck am 11. Januar 2009 14:26 Ääähm ... muss mein "Mag sein" noch dahingehend präzisieren, als dass ich damit zum Ausdruck bringen möchte: "Mag sein, dass Du ein anderes Verständnis von den Evangelien und der Auferstehung Jesu hast, denn ich". Da wir uns in dieser relationalen Welt jedoch grundsätzlich im Bereich von Überzeugungen und Glaubenssätzen bewegen, niemals jedoch im Absoluten, wäre eine Diskussion um die richtigere oder bessere Interpretation ein dualistisches Schattenboxen.
Tu mal so, als ob die Welt durch und durch gut wäre. Woher wüsstest Du dann, was Gut ist und was Böse? Wie könnte Gott Dich lehren, das eine vom anderen zu unterscheiden, wenn es das andere nicht gibt?