Frage von Kollegah5, 328

gott gott?

glaubt ihr an gott ich persönlich glaube nicht daran weil mehr sachen gegen ihn sprechen als für ihn wenn ja warum glaubt ihr an ihm und wenn nein warum nicht

Antwort
von Giustolisi, 50

Was spricht denn für ihn? Mir fällt da nichts ein.

Göttermärchen sind was für frühkindlich Indoktrinierte, oder für besonders Leichtgläubige. Anders ist es nicht zu erklären, dass rationale Erklärungen in den Wind geschlagen und statt dessen irgend eine unbelegte, widersprüchliche Geschichte geglaubt wird.

Antwort
von Stachelkaktus, 13

Ich persönlich halte es da mit dem französischen Mathematiker und Philosophen Blaise Pascal. Der schlägt in seiner berühmten Wette vor, anzunehmen, dass es Gott und ein Leben nach dem Tod gibt. Sollten wir die Wette gewinnen, gewinnen wir alles, was dazugehört. Sollten wir sie verlieren, verlieren wir... nichts.

Ich hoffe einfach drauf, dass es ihn gibt, weil das Leben mit einer Hoffnung schöner ist und einem viele Ängste erspart.  

Sollte es dennoch Humbug sein, habe ich in dem Moment, wo mir die Lichter ausgehen und alles aus ist, aber auch keine Gelegenheit mehr, mich über meinen Irrtum zu ärgern.  

Was will man mehr?  😀

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 29

Ich bin Buddhist und glaube nicht an einen personifizierten, allmächtigen Schöpfergott.

Die Naturwissenschaften bieten nach meiner Ansicht ausreichend plausible Erklärungen, so dass das Wirken eines Gottes als Erklärungsmodell mehr Fragen aufwerfen, als beantworten würde.

Allerdings respektiere ich es, dass andere Menschen ihre eigenen weltanschaulichen Überzeugungen haben, auch wenn diese nicht mit meiner Haltung übereinstimmen.

Lediglich in Fällen, in denen Religion die persönlichen Freiheiten unverhältnismäßig einschränkt, oder zur Diskriminierung und Manipulation missbraucht wird, wende ich mich gegen religiöse Lehren.

Antwort
von danhof, 47

weil mehr sachen gegen ihn sprechen als für ihn

Was spricht denn dagegen?

Kommentar von Giustolisi ,

Was alles dagegen spricht, würde den Rahmen hier sprengen. Deswegen beschränke ich mich auf vier Beispiele, die ich nur anreiße.

Als Erstes wären da die Widersprüche. Unvereinbare Eigenschaften, die der Gottheit angedichtet werden, Widersprüche in den Lehren, Widersprüche in den Schriften.

Zweitens gibt es weltweit viele Götterbilder. Gäbe es nur den einen, warum sollte er dann gezielt Zweitracht säen, in denen er den Leuten unterschiedliche Sachen erzählt? Die einfachste Erklärung ist, dass sich die menschen ihre Götter erfunden haben, deswegen sind die Götter auch so verschieden wie die Menschen.

drittens haben wir für Vieles wofür früher die Götter verantwortlich gemacht wurden, bessere Erklärungen. 

Viertens gibt es für die Existenz von Göttern genau so wenig belege wie für die Existenz von Einhörnern und an deren Existenz glauben komischerweise nur ganz wenige, verwirrte Menschen. Nahezu alle Gläubigen würden zustimmen, dass es keine Einhörner gibt, dabei ist die Beweislage für die Existenz ihrer Götter eben so schlecht.

Kommentar von joergbauer ,

Was wird Gott denn angedichtet und von wem? Was ist nicht vereinbar? Woher kennst du Gottes Charakter und Absichten?

Kommentar von alexander329 ,

sehe ich absolut nicht so.Und umso mehr man sich mit den Glauben und Gott beschäftigt, umso mehr Antworten erhält man durch Literatur und auch durch innere Erkenntnis (in den monotheistischen Religionen als Geist Gottes bezeichnet) auf die Fragen.

Kommentar von Giustolisi ,

Was wird Gott denn angedichtet und von wem? Was ist nicht vereinbar? Gott wird angedichtet, er wäre allmächtig, gütig, gerecht, manche meinen sogar er wäre die Liebe und so weiter. Im Grunde läuft es auf die Theodizee raus, ein ungelöster Widerspruch. da wäre aber auch das Allmachtsparadoxon

Woher kennst du Gottes Charakter und Absichten?

Vieles haben mir die Gläubigen über ihn erzählt, aber man kann auch Einiges im Netz lesen. Die Beschreibungen sind teils widersprüchlich, jeder malt sich seinen Gott so aus, wie er ihn gerne hätte.

sehe ich absolut nicht so.Und umso mehr man sich mit den Glauben und Gott beschäftigt, umso mehr Antworten erhält man durch Literatur und auch durch innere Erkenntnis (in den monotheistischen Religionen als Geist Gottes bezeichnet) auf die Fragen.

Seit ich mich damit beschäftige, sind die Fragen eher mehr geworden. Immer mehr Widersprüche kommen zusammen und Geister habe ich auch noch keine gesehen. Jede Antwort wirft nur noch mehr Fragen auf und führt zu neuen Widersprüchen. Die Antworten sind indes meist keine, sie gleichen eher Ausreden oder dem Einbringen weiterer unbelegter Prämissen.

Die ganzen Widersprüche lösen sich komischerweise auf, sobald man die Existenz eines Gottes nicht länger als Prämisse her nimmt. Es ist eh keine gute Prämisse, da unbelegt

Mir kommt es mehr und mehr so vor als hätten die Menschen sich einen Fantasiekumpel ausgemalt, der als Erklärung her halten muss, wenn sie nicht mehr weiter wissen und der alles schon irgendwie richten muss.

Das erklärt, warum es Leid gibt, es erklärt die verschiedenen Gottesbilder, es erklärt die verschiedenen Ansichten über den selben Gott und es löst alle Widersprüche zwischen der Realität und den religiösen Vorstellungen.

Kommentar von danhof ,

ein ungelöster Widerspruch. da wäre aber auch das Allmachtsparadoxon

Für uns Christen ist die Bibel die Grundlage des Glaubens. Gott wird dort beschrieben. Was soll sich da widersprechen? Und was hat es mit dem Allmachtsparadoxon auf sich? Ist das das mit dem unendlich schweren Stein? Das ist ja nun mal eine wahnsinnig wissenschaftliche These...

jeder malt sich seinen Gott so aus, wie er ihn gerne hätte.

Wie gesagt, die Bibel ist die Grundlage. Glauben kann jeder, woran er will. Aber wer sich Christ nennt, dürfte ein klares Bild davon haben, wie und was Gott ist.

Seit ich mich damit beschäftige, sind die Fragen eher mehr geworden

Daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass es Gott nicht gibt, ist illigitim. In der Wissenschaft ist es doch auch so: Eine Frage beantwortet, 10 neue Fragen aufgeworfen. Das ist nun mal so. Deshalb schwöre ich ja nicht gleich der Wissenschaft ab.

Mir kommt es mehr und mehr so vor als hätten die Menschen sich einen Fantasiekumpel ausgemalt, der als Erklärung her halten muss, wenn sie nicht mehr weiter wissen und der alles schon irgendwie richten muss.

Wo in der Bibel steht, dass man seinen Verstand nicht nutzen soll? Wo maßt die Bibel sich Erklärungen an, die heute von der Wissenschaft überholt wurden? Welcher Christ legt die Hände in den Schoß und vertraut darauf, dass sich Gott um alles kümmert?

Das ist vielleicht DEIN persönliches Gottesbild. Darauf aber auf das Bild zu schließen, was andere von ihm haben, halte ich für falsch.

Das erklärt, warum es Leid gibt,

Nein, des Menschen Habsucht, Ressourcenkampf, Machtbestreben, Hass und Hang zur Gewalt und Unterdrückung erklärt, warum es Leid gibt. Und natürlich auch die Bequemlichkeit, "im Namen Gottes" in den Krieg zu ziehen – was noch lange nicht heißt, dass Gott seinen Segen dazu gegeben hätte.

Und zum Beitrag davor:

Widersprüche in den Lehren, Widersprüche in den Schriften

Zum Beispiel?

Zweitens gibt es weltweit viele Götterbilder. Gäbe es nur den einen,
warum sollte er dann gezielt Zweitracht säen, in denen er den Leuten
unterschiedliche Sachen erzählt?


Gott ist kein Stasi-Offizier, der andere Meinungen und Ansichten im Keim erstickt. Er hat uns die Freiheit gegeben, zu glauben, woran wir wollen.

Viertens gibt es für die Existenz von Göttern genau so wenig belege wie für die Existenz von Einhörnern und an deren Existenz glauben
komischerweise nur ganz wenige, verwirrte Menschen

Zum einen KANN es keine Belege oder Beweise geben, weil Gott nicht ein wissenschaftliches Fachgebiet ist.

Zum anderen existiert ein gravierender Unterschied zwischen Einhörnern und dem Gott des Christentums, der es erforderlich macht, doch noch einmal darüber nachzudenken: Jesus hat uns ein Geschenk gemacht. Er sagt, wer an ihn glaubt, der wird nicht verloren gehen, der wird das ewige Leben haben, der wird das Himmelreich erben. Keine Märchenfigur hat so eine Verheißung für uns parat.

Und selbst ohne an Gott zu glauben, ist die Bibel eine sinnvolle Lektüre, der man einiges an Weisheit entlocken kann.

Kommentar von Giustolisi ,

Für uns Christen ist die Bibel die Grundlage des Glaubens. Gott wird dort beschrieben. Was soll sich da widersprechen? Und was hat es mit dem Allmachtsparadoxon auf sich? Ist das das mit dem unendlich schweren Stein? Das ist ja nun mal eine wahnsinnig wissenschaftliche These...

Man kann das Allmachtsparadoxon mit dem Stein, aber auch auf viele andere Arten formulieren. Am Ende läuft es einfach auf die prinzipielle Unmöglichkeit von Allmacht raus. Einige Stellen der Bibel stehen mit der Realität im Widerspruch, Andere widersprechen sogar anderen Bibelstellen.

Wie gesagt, die Bibel ist die Grundlage. Glauben kann jeder, woran er will. Aber wer sich Christ nennt, dürfte ein klares Bild davon haben, wie und was Gott ist.

Da sind sich aber nicht einmal die Christen untereinander einig.

Daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass es Gott nicht gibt, ist illigitim. 
das leite ich auch nicht daraus ab.

Wo in der Bibel steht, dass man seinen Verstand nicht nutzen soll? Wo maßt die Bibel sich Erklärungen an, die heute von der Wissenschaft überholt wurden? Welcher Christ legt die Hände in den Schoß und vertraut darauf, dass sich Gott um alles kümmert?

Zweifler wurden früher von der Kirche verfolgt, sie galten als Ketzer. Auch heute sind sie nicht gern gesehen.
In der Bibel steht Einiges, was sich als falsch erwiesen hat. Einige Christen behaupten zwar, diese Stellen seien symbolisch gemeint (z.B. die Schöpfungsgeschichte), Andere halten dennoch daran fest.
Es gibt genug Christen die glauben, dass Gott hinter allem steckt, belohnt oder bestraft. Dass sie auch nach dem Tod für Entbehrungen oder leid entlohnt werden. 

Das ist vielleicht DEIN persönliches Gottesbild. Darauf aber auf das Bild zu schließen, was andere von ihm haben, halte ich für falsch.

Ich habe kein Gottesbild. Ich habe aber schon mit vielen Gläubigen diskutiert und so viel über deren Ansichten erfahren, die höchst unterschiedlich sind, obwohl sie alle das gleiche Buch als grundlage her nehmen.

Nein, des Menschen Habsucht, Ressourcenkampf, Machtbestreben, Hass und Hang zur Gewalt und Unterdrückung erklärt, warum es Leid gibt. Und natürlich auch die Bequemlichkeit, "im Namen Gottes" in den Krieg zu ziehen – was noch lange nicht heißt, dass Gott seinen Segen dazu gegeben hätte.
Es gibt nicht nur menschengemachtes Leid, aber auch da könnte ein gütiger, allmächtiger Gott viel bewirken. Wenn du das alte Testament liest, wirst du auf viele Stellen stoßen, an denen auf Gottes Geheiß die Bevölkerungen ganzer Städte abgeschlachtet und versklavt werden. 

Zum Beispiel?

es gibt natürlich reichlich Widersprüche, aber die Theodizee soll mir wieder einmal als beispiel dienen.

Gott ist kein Stasi-Offizier, der andere Meinungen und Ansichten im Keim erstickt. Er hat uns die Freiheit gegeben, zu glauben, woran wir wollen.
Gehen wir doch mal für einen Moment davon aus, es gäbe so etwas wie einen Gott und er wäre der Einzige, dazu allmächtig und gütig. Das stimmt doch soweit mit den Christlichen lehren überein, oder?. Gehen wir auch für einen Moment davon aus, dass die Bibel nicht nur eine Sammlung von erfundenen Geschichten ist. Dann steht dort klar, dass nur der Glaube an diesen Gott die Erlösung bringt. Viele Völker glauben aber an andere Götter. Deswegen gab und gibt es Kriege. Einige Völker haben noch nie etwas vom Christengott gehört und glauben zum Beispiel an verschiedene Wald- und Wassergeister.

Da stellt sich doch die Frage, warum sich der Christengott den anderen Völkern noch nicht vorgestellt hat und ihnen die Erlösung vorenthält, was nun gar nicht gütig wäre.

Eine andere Variante wäre Folgende:
Der immer gleiche Gott präsentiert sich in unterschiedlichen gestalten und mit unterschiedlichen Lehren verschiedenen Völkern, die darauf hin die bekämpfen, die etwas Anderes glauben. Das war schon oft die Konsequenz, wenn es mehrere unterschiedliche Lehren gibt, die alle als einzig wahre göttliche wahrheit da stehen. Das Problem gibt es ja immer noch, wie man aktuell sieht. Auch das wäre nicht besonders gütig, denn auf die art wäre Gott der Auslöser von Leid.

Die Freiheit zu glauben was man will hört sich schön an, aber wenn damit die Drohung verbunden ist, im falle des falschen Glaubens nicht ins Paradies zu kommen ist es wie die Freiheit dem bewaffneten Räuber das Geld zu geben oder vorzuenthalten.
Wo eine Drohung ins Spiel kommt, ist das immer das ende der freien Entscheidung.

Dazu kommt, dass der Umgang mit Ungläubigen und Andersgläubigen an mehreren Stellen der Bibel geregelt wird und das nicht auf eine besonders tolerante Weise, wie man es von einem Gott erwarten würde, der den menschen die Freiheit gibt zu glauben was sie wollen.

Zum einen KANN es keine Belege oder Beweise geben, weil Gott nicht ein wissenschaftliches Fachgebiet ist.

Wenn es da einen Gott gäbe, der Einfluss auf die Welt hat, würden sich die Wissenschaftler gewiss dafür interessieren

Kommentar von Giustolisi ,

....Fortsetzung

Zum anderen existiert ein gravierender Unterschied zwischen Einhörnern und dem Gott des Christentums, der es erforderlich macht, doch noch einmal darüber nachzudenken: Jesus hat uns ein Geschenk gemacht. Er sagt, wer an ihn glaubt, der wird nicht verloren gehen, der wird das ewige Leben haben, der wird das Himmelreich erben.
 Nur weil man einer Figur ein Geschenk vom ewigen leben andichtet, wird sie dadurch nicht real. Wird  ein Einhorn realer, wenn man behauptet, es würde einem das ewige Leben im Himmelreich ermöglichen? Wird es dadurch realer dass die Geschichte alt ist? Das sind doch keine Kriterien um beurteilen zu können, ob etwas real ist. Eher das gegenteil ist der Fall, denn durch jede zusätzliche unbelegte Prämisse wird es noch unwahrscheinlicher, dass der Schluss richtig ist.

Für dich formuliere ich es aber gerne nochmal neu:
Für die Existenz eines Gottes oder mehrerer Götter gibt es nicht mehr belege als für die Existenz von Einhörnern, die einem das ewige Leben im Himmelreich ermöglichen.

 Keine Märchenfigur hat so eine Verheißung für uns parat.

Doch, der eben erwähnte Gott für dessen Existenz es nicht mehr belege gibt, als für die Existenz von Einhörnern.
Ich wäre auch in der Lage eine Märchenfigur zu erfinden, die eine noch viel tollere Verheißung parat hat. dadurch wird sie aber nicht real. Verheißungen sind also keine Belege dafür, dass etwas wahr ist.

Und selbst ohne an Gott zu glauben, ist die Bibel eine sinnvolle Lektüre, der man einiges an Weisheit entlocken kann.

Ich habe sie gelesen und stimme nicht zu. Die Bibel erklärt nichts, sie behauptet nur.

Kommentar von danhof ,

Man kann das Allmachtsparadoxon mit dem Stein, aber auch auf
viele andere Arten formulieren. Am Ende läuft es einfach auf die prinzipielle Unmöglichkeit von Allmacht raus.

Wie gesagt, es handelt sich dabei nicht um eine
wissenschaftliche These, sondern um ein philosophisches Gedankenspiel. Es ist doch wie mit der Hummel. Sie kann eigentlich gar nicht fliegen, weil ihre Flügelspannweite bla bla bla etc. etc. Sie weiß es nicht und fliegt doch.

Da sind sich aber nicht einmal die Christen untereinander
einig.

Das stimmt. Aber dafür können ja Gott und die Bibel nichts.
Manche glauben, sie sind nur gerettet, wenn sie sich taufen lassen. Ich glaube das zum Beispiel nicht. Wie bei BMW. Für die einen ist es ein simples Fortbewegungsmittel. Für andere ein Kult. Für wieder andere fast schon ein Fetisch. Doch BMW bleibt bestehen.Es hat auch damit zu tun, dass die Beziehung zu Gott als
eine sehr persönliche Angelegenheit betrachtet wird.

Zweifler wurden früher von der Kirche verfolgt, sie galten
als Ketzer.

Das ist leider wahr. Ich glaube auch nicht, dass Gott das
gefallen oder gutgeheißen hat.

Einige Christen behaupten zwar, diese Stellen seien
symbolisch gemeint (z.B. die Schöpfungsgeschichte), Andere halten dennoch daran fest.

Ja genau. Das sieht jeder ein bisschen anders. Das finde ich
persönlich aber auch spannend. Das gibt bei Hauskreisen beispielsweise immer angeregte Diskussionen. Solange niemand daraus ein Dogma macht oder seine Ansicht radikal vertritt, kann ich damit leben.

Ich bin ein großer Fan von Wissenschaft und wissenschaftlicher Arbeit. Aber allein die Diskussionen um C-14, mögliche
Schwankungen im Magnetfeld und unterschiedlicher Interpretation von Messwerten zeigen doch, dass es durchaus einen großen Spielraum gibt. Und ganz ehrlich: Ob das Leben nun vor 5.000 Jahren oder vor 5 Milliarden Jahren entstanden ist, hat auf die aktuelle Forschung so gut wie keine Auswirkungen. MRTs, neue Antibiotika und Flüge zum Mars sind unabhängig davon, wie lange es uns schon gibt.

Wenn die Geschichte Adam und Eva korrekt ist, nennen das die
Leute Inzucht. Wenn sie nicht wahr ist, reden wir von Evolution. Dann kam alles aus einer Zelle. Auch nicht besser, oder? :-)

Seit ich Christ bin, gehört das Alter der Erde zu einer der
Fragen, die für mich nicht mehr so extrem wichtig sind. Ich würde nicht vom Glauben abfallen, wenn sich nun das eine oder das andere als wahr herausstellen würde. Schon gar nicht würde ich dafür einen Kreuzzug starten, denn die Botschaft der Bibel ist ja eine ganz andere.

Es gibt genug Christen die glauben, dass Gott hinter allem
steckt, belohnt oder bestraft. Dass sie auch nach dem Tod für Entbehrungen oder leid entlohnt werden.

ja, dazu neigt der Mensch grundsätzlich, das ist sicher
keine christliche Eigenart, oder?

Das ist wie beim Aberglauben. Da läuft ein schwarzer Kater
vorbei und es gräbt sich automatisch ins Unterbewusstsein, dass bestimmt
irgendwas komisches passieren wird. Oder man hört morgens im Radio im Horoskop,
dass man unbedingt gut aufpassen sollte. Ich glaube, so ganz frei ist nicht mal
der sauberste Atheist davon.

Fortsetzung folgt

Kommentar von danhof ,

Ich habe kein Gottesbild.

Flutkatastrophen, radioaktive Unfälle, Erdbeeben. Ja, könnte er sicher alles verhindern. Hat er aber nicht in der Bibel verheißen. So nach dem Motto "Ihr werdet alle ein sorgenfreies Leben auf der Erde haben". Vieles ist auch wieder menschengemacht. In letzter Konsequenz kann ich diese Frage nicht endgültig klärend beantworten.

Wenn du das alte Testament liest, wirst du auf viele Stellen
stoßen, an denen auf Gottes Geheiß die Bevölkerungen ganzer Städte abgeschlachtet und versklavt werden.

Ja, ich weiß. Sodom und Gomorra zum Beispiel. Oder die Sintflut.

Einige Völker haben noch nie etwas vom Christengott gehört und glauben zum Beispiel an verschiedene Wald- und Wassergeister.

Ich gehe davon aus, dass wir einen barmherzigen Gott haben,
der keine Fehler macht. Zum einen denke ich, dass nur der verdammt wird, der auch von Jesus hören konnte. Wer mit Gott und der Bibel nie in Kontakt getreten ist, weil er nie davon gehört hat, der wird - nach meinem Glauben - auch nicht in der Hölle landen. Oder auch Kinder, die sich noch nicht selbst aktiv für oder gegen Gott entscheiden können. Der zweite Punkt aber ist noch viel
entscheidender: Es gibt ein Sprichwort: "Think globally, act
locally". Das trifft auch auf die Bibel und den Glauben zu. Es geht immer um eine persönliche Beziehung zu Jesus. Es geht nicht - auch wenn es ignorant klingt - um deinen Nachbarn. Und es geht nicht um ein Volk in Papua-Neuguinea. Es geht darum, ob du persönlich Jesu Geschenk annimmst und mit ihm leben
willst. Und darauf baut alles auf.

Die Bibel wird immer noch aktiv übersetzt, da arbeiten viele
Freiwillige und Ehrenamtliche mit, damit auch in der hinterletzten Provinz Menschen von Jesus in ihrer eigenen Mundart erfahren können.

Da stellt sich doch die Frage, warum sich der Christengott
den anderen Völkern noch nicht vorgestellt hat und ihnen die Erlösung vorenthält, was nun gar nicht gütig wäre.

Siehe oben

Das war schon oft die Konsequenz, wenn es mehrere
unterschiedliche Lehren gibt, die alle als einzig wahre göttliche wahrheit da stehen

Naja, ich als Christ bin natürlich davon überzeugt, dass die Bibel die einzige Wahrheit ist. Und ich kenne kein religiöses Buch, in dem
VERSPROCHEN wird, dass man das ewige Leben in Gottes Gegenwart geschenkt bekommt. Nur Jesus in der Bibel sagt zum einen, dass er der einzige Weg zum Vater ist, und verspricht zum anderen "Glaube an mich, und du wirst nicht verloren gehen". Das ist so wunderbar einfach. Ich darf erst mal einfach so kommen, wie ich bin. Ich muss nichts Aufregendes tun, um ihm zu genügen. Das kann ich auch nicht.

Die Freiheit zu glauben was man will hört sich schön an, aber wenn damit die Drohung verbunden ist, im falle des falschen Glaubens nicht ins Paradies zu kommen

Naja, aber wenn man nicht glaubt, kann einem ja die Hölle
auch egal sein. In sofern ist es doch keine Drohung, oder?

Dazu kommt, dass der Umgang mit Ungläubigen und Andersgläubigen an mehreren Stellen der Bibel geregelt wird und das nicht auf eine besonders tolerante Weise, wie man es von einem Gott erwarten würde, der den menschen die Freiheit gibt zu glauben was sie wollen.

Ja, das alte Testament war da nicht zimperlich. Auf Ehebruch
steht Steinigung. Punkt aus.

Doch dann kam Jesus und erfüllte durch sein Opfer das Alte Testament. Und auf einmal heißt es "Wer von euch frei von Sünde ist, der werfe den ersten Stein", als die aufgeregte Menge die Ehebrecherin steinigen wollte. Und überhaupt kam Jesus auf die Idee, am Sabbat zu heilen. Wo gibt's denn sowas? Ja, Jesus hat gesagt, dass das Gesetz für den Menschen ist und nicht der Mensch für das Gesetz. Deshalb dürfen Christen auch Schweinefleisch essen. "Liebe deinen nächsten wie dich selbst" - wie man daraus (Glaubens)kriege konstruieren kann, ist mir leider auch ein Rätsel.

Wenn es da einen Gott gäbe, der Einfluss auf die Welt hat,
würden sich die Wissenschaftler gewiss dafür interessieren

Ich schaue mir eine einzige, lebende Zelle an und habe den "unumstößlichen Beweis" für Gottes wunderbare Schöpfung. Aber ja, das ist natürlich kein Beleg im wissenschaftlichen Sinne, das gebe ich zu.

Wird ein Einhorn realer, wenn man behauptet, es würde einem das ewige Leben im Himmelreich ermöglichen? Wird es dadurch realer dass die Geschichte alt ist?

Ich sag mal so, aus iiiirgendwelchen Gründen ist die Bibel das am häufigsten übersetzte und am höchsten aufgelegte Buch aller Zeiten. Das werden doch nicht nur Drehbuchautoren sein, die neuen Stoff für einen Tatort suchen?

Klar, es werden auch sehr viele Bibeln einfach verschenkt
und verteilt. Aber warum machen sich die Leute so eine Mühe, die Schrift zu übersetzen? Vielleicht noch unentgeltlich? Leiden denn 2 Milliarden Menschen auf der Welt an Holzwegeritis?

Ich danke für die Diskussion. Ich liebe es zu diskutieren,
solange man dabei oberhalb der Gürtellinie und sachlich bleibt.

Vielleicht treffen wir uns eines Tages auf ein Bierchen :-)

GF macht es einem nicht sehr leicht mit dem eigenwilligen Editor...

Kommentar von danhof ,

Menno, blöder Editor...

Ich habe kein Gottesbild.

Ich meine damit, dass du mit dem Begriff Gott ganz bestimmte Handlungen und Eigenschaften assoziierst. Zum Beispiel, dass diesem Gott daran gelegen sein müsste, alles Böse auf der Erde zu verhindern. Und dieses Bild deckt sich nicht mit dem biblischen Gott.
Daraus folgt aber nicht, dass es den christlichen Gott nicht gibt, sondern dass, WENN es diesen christlichen Gott gibt, er anders ist, als du denkst.

Kommentar von M123456artin ,

Es ist so: Wenn du sagst, es ist alles wissenschaftlich erklärbar, dann muss es doch irgendetwas gegeben haben, aus dem die Welt entstanden ist! Und wenn du dir jetzt mal überlegst, woher das kam, dann bleibst du bei einem Gott hängen, weil woraus soll die Natur etwas machen, wenn es nichts gibt, woraus man etwas msachen kann? Ich weiß, dass ist eine Logik für sich, und ich respektiere es voll und ganz, dass du nicht an Gott glaubst, aber ich bin davon überzeugt, dass es einen gibt!!!!!

Antwort
von fricktorel, 33

Viele "glauben an Gott", besonders an den falschen (2.Kor.4,4)

Manche allerdings nicht, denn der "Gott dieser Welt" ist auch "Chefpsychologe" und versteht es "blendend", die Leute zu verführen (Offb.12,9).

Doch in Bälde wird er "eingesperrt" (Offb.20,2) und die Menschheit erfährt vom "wahren Schöpfer" (Offb.14). 

Antwort
von Meatwad, 18

An welchen Gott sollte man denn glauben? An den der Christen? Oder an Allah? An Zeus, Osiris oder Odin? Es gibt nicht die geringsten Anzeichen dafür, daß irgendein Gott existiert. Wir können uns die Welt mittlerweile ohne einen Gott erklären. Wieso sollte ich also an einen glauben?

Antwort
von Fantho, 25

Schade, dass Du all die Punkte nicht erwähnt hast, welche Dich gegen einen Gott entscheiden ließen,

denn dann könnte man darauf eingehen.

Aber nach all Deinen naiven Kommentaren und sinmplen Antworten, kommt mir der Verdacht auf, dass es Dir langweilig war und Du einfach nur mal so provozieren wolltest...

Icvh erkenne auch an Deinen Aussagen, dass Deine 'Sicht der Dinge' von einfach gestrickter Natur sein muss...

Gruß Fantho

Kommentar von Kollegah5 ,

danke fuer deinen beitrag

Kommentar von Fantho ,

Keine Ursache - gern geschehen - immer wieder...

Gruß Fantho

Antwort
von comhb3mpqy, 24

Ich glaube an Gott.

Ich glaube, dass diese durchdachte Welt geplant wurde, ich glaube nicht, dass die Erde "einfach so" entstanden ist. Auch gibt es die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Es gibt Wunder, die von Ärzten untersucht werden. Wenn es keine wissenschaftliche Erklärung gibt, warum ein Mensch gesund wurde, dann ist ein Schritt getan, damit das Wunder auch bestätigt wird. Die Ärzte wissen auch nicht immer, dass ihre Untersuchungen für die Kirche sind.

In der Bibel stehen erfüllte Prophezeiungen, z.b. zum Gebiet, was aus unserer Sicht der Nahe Osten ist. Es steht auch in der Bibel, dass falsche Propheten aufstehen werden. Es gibt aber noch viel mehr erfüllte Prophezeiungen. Auch zeigen Funde, dass die Bibel gut überliefert wurde.

Sie können im Internet auch mal nach "Mädchen begegnet Jesus" und "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen (ohne Anführungszeichen). Das sind Gründe, um an Gott und ein Leben nach dem Tod zu glauben.

Warum glauben Sie denn nicht an Gott?

Antwort
von joergbauer, 16

Gott lässt sich finden - das bedeutet nicht, daß der HERR sich vorher versteckt hat. Aber es bedeutet, wer sucht, kann auch finden und nur derjenige, kann auch im eigentlichen Sinne behaupten tatsächlich zu leben, der Gott von Herzen sucht (Amos 5,4: ''Denn so spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben''). Die Frage, die man sich als Suchender und auch als Christ stellen muss, ist, wo man Gott sucht? Ich behaupte jetzt einmal, daß der HERR immer genau dort ist, wo er sein sollte. In deiner dunkelsten Stunde, in deiner Ohnmacht und bittersten Traurigkeit, in deiner Einsamkeit und deinem Schmerz, aber auch in deiner ausgelassenen Freude und entspannten Unbeschwertheit - Gott ist da!

Aber es ist möglich, daß man Gott manchmal dort sucht, wo er nicht ist, weil er dort nicht sein will und kann. Wenn wir im Glauben unseren eigenen Vorstellungen erliegen, ist es auch gut möglich, daß wir Gott manchmal einfach übersehen. Also konkret, was er uns wie sagen will durch Umstände, andere Christen, ein Wort der Schrift etc. Weil Gott gnädig ist, lässt er sich finden, selbst dann, wenn man ihn vorher gar nicht gesucht hat - auch das ist möglich und letztlich die Wahrheit. In Jesaja 65,1 lesen wir: ''Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich''!

Es ist die Wahrheit, daß wir nicht nach Gott gefragt haben - Der HERR kam zu uns, nicht wir zu IHM - das ist Gnade, das ist das Evangelium (Römer 3,11). Wenn Gott sich tatsächlich verstecken würde, wer könnte IHN finden? Wo ist Gott zu finden? In seinem Wort in der Bibel, im Gebet, durch Gottes Stimme in deinem Gewissen, durch Umstände, durch den Heiligen Geist, oder auch durch andere Christen, die dir (zufällig) etwas zu sagen haben.

Antwort
von monttgomery, 73

der christentum ist nicht meine religion, aber gott gibt es, weil es alles gibt, an das man glaubt. die welt basiert nur auf unseren gedanken und jeder bildet sich seine eigene realitaet die weder richtig noch falsch ist. viele menschen glauben an wesen wie gott, was seine existenz sehr bestaendig macht.

Kommentar von ShoXeD420 ,

Wenn du es so aufstellen kannst, dass es Gott gibt, dann zeig mal ein paar Beweise. Glauben nich gleich ist.

Kommentar von Mercubor ,

Du hast es erfasst, aber wie du siehst bringt es nicht viel, das den "Kleingeistern" klarmachen zu wollen! Wirst ja doch nur verspottet.

Kommentar von monttgomery ,

ohh wie schoen, du bist der erste mensch auf dieser plattforum der mich diesbezueglich versteht! :)

Kommentar von Mercubor ,

Ich weiß, dass unsere Gedanken (im kollektiven Zusammenspiel) unsere 'Realität' erzeugen!   Gibt noch mehr, die so denken, aber wir sind meist nicht so auffallend und aufdringlich penetrant wie die einfältigen Gemüter, die überall im Leben stets die Mehrzahl ausmachen.

Kommentar von monttgomery ,

das stimmt, es ist so simpel und erklaert so viel. ich wuerde es am liebsten jedem mitteilen, weil mich diese erkenntnis viel freier gemacht und mir ganz neue moeglichkeiten eroeffnet hat, aber so viele menschen beharren einfach so fest darauf, dass es eine unveraenderliche realitaet, eine ultimative wahrheit ueber unser sein und falsch und richtig gibt.

Antwort
von CountDracula, 79

Ich glaube auch nicht an Gott

Antwort
von catweasel66, 96

got ist für mich nicht existent. wenn ich sehe ,wo der überall wegschaut....

ich bin der antichrist schlechthin, werde das auch noch sehr lange bleiben

Kommentar von Fantho ,

wenn ich sehe ,wo der überall wegschaut

Ach, Du kannst sehen, wo 'got' überall wegschaut?

Das ist ja interessant...

ich bin der antichrist schlechthin

Erstaunlich wie manche Menschen mit (Glaubens)Sätzen hausieren gehen, ohne über deren Auswirkung nachzudenken...

Gruß Fantho

Kommentar von catweasel66 ,

ich sehe was er alles übersieht mein freund...das reicht mir völlig.

wenn er so allmächtig und allwissend ist wie behauptet wird, macht er seinen job hundsmiserabel.

Antwort
von Sturmwolke, 10

Hier habe ich ein paar Gründe aufgelistet, warum ich an Gott glaube:

https://www.gutefrage.net/frage/warum-an-gott-glauben-trotz-urknall?foundIn=list...

Antwort
von chrisbyrd, 7

Ich bin Christ, glaube an Gott und daran, dass die Bibel das ist, was sie von sich selbst behauptet, zu sein: Gottes wahres Wort und Offenbarung für die Menschen (2. Timotheus 3,16-17; 2. Petrus 1,21). Für mich gibt es für die Wahrheit dieser Aussage viele Gründe, z. B. ihre Argumentation, ihre Logik und ihr Aufbau, die Einzigartigkeit ihrer Entstehung und Überlieferung, der Bereich "erfüllte Prophetie" usw.

Sehr interessant und empfehlenswert zur Frage ist m. E. folgender Artikel: http://gottesbotschaft.de/?pg=3048

Antwort
von ShoXeD420, 70

An eine von Menschen erfundene angeblich allwissende allmächtige Imaginäre Gestalt die sich selbst widerspricht brauch ich nicht zu glauben. 
In der Religion geht es um den großen Frieden, aber nur wenn du es genau so machst wie die eine Religion es will, ansonsten wird es meist blutig.

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