Frage von Ferrari85100, 148

Golf 4 1.8t 150 Ps oder Bmw e46 192 Ps 6 Zylinder?

An die Auto experten. Welches Auto würdet ihr euch holen ? Schwanke zwischen diesen Beiden. 1.8t ist halt ein Turbomotor mit 20 Ventilen. Der bmw ist aber ein Reihen 6-Zylinder mit 192 ps und schaut optisch sehr sportlich aus.

Antwort
von volker79, 65

Vor dem Hintergrund Unterhalt sind beide biestig. Beim BMW kaufst du einen robusten Motor mit anfälligem Auto drumherum und beim Golf ein robustes Auto mit anfälligem Motor drin.

Reihen-6er klingt natürlich geiler als ein zwangsbeatmet-asmathischer 4er. Der aufgeladene Motor ist dafür sparsamer.

Problem beim Golf dürfte primär der Turbolader sein, gerade in der Anfangszeit hatte man mit dem 1.8T unheimlich Probleme weil die Leute den Wagen nicht richtig gefahren haben ("Abkühlfahrt" - später kam zumindest beim "Audi-Golf", dem TT, eine elektrische Wasserpumpe die den Turbo im Stand weitergekühlt hat, da sie ansonsten ständig kaputt gingen). Ansonsten ist ein Golf ein Golf. Läuft!

Beim BMW wird mit der Zeit das Fahrverhalten unkontrollierbar, achte beim Gebrauchtkauf darauf, dass das Fahrwerk original aber überholt ist (neue Querlenker, neue Stoßdämpfer, ...). Rumpelgeräusche und mangelnde Kontrolle in Kurven oder gar beim Beschleunigen deuten nach meist ca. 100.000-150.000km an, dass der Großteil der Vorder- und Hinterachs-Konstruktion erneuert werden müssen, für höhere 4-stellige Beträge. BMW-Ersatzteile sind generell teuer und die Stundenpreise für Vertragswerkstätten fast schon sittenwidrig. Premium-Zuschlag.

Für den Golf spricht, dass er generell robuster ist (solang es keine Probleme mit dem Turbo gibt), gerade auf nasser Fahrbahn und Schnee mit Frontantrieb deutilch beherrschbarer ist (Frontantrieb) und dass Ersatzteile (sowohl gebrauchte Karosserieteile vom Schrott, weil weiter verbreitet, alsauch neue Verschleißteile wie Bremsen) günstiger zu haben sind sowie der geringere Verbrauch.

Für den BMW spricht der Sound (6-Zylinder) des unverwüstlichen Motors und der Fahrspaß (Heckantrieb - solang das Fahrwerk okay und die Straße trocken ist).

Versicherung musst du selbst rausfinden, da bei so großen Motorisierungen die Karten sicher andes gemischt sind (bei Brot- und Butter-Modellen wie Golf 1.8 gegen BMW 318 wäre sicher der Golf günstiger - aber beim 1.8T?). Ich würde aber immer noch denken, der Golf ist hier günstiger, da alte BMWs wie der E36 und E46 gerne von "fett-krassen" Südländern gefahren werden und das nicht gerade langsam, deshalb steigen dann, wenn die Preise für diese Zielgruppe erschwinglich werden, die Versicherungstarife ins Unermessliche.

Kommentar von RobTop96 ,

Der Golf 4 ist ein robustes Auto??? Das ist mir neu

Kommentar von volker79 ,

So schlecht isser nicht. Der Golf 3 war sicher noch eine andere Klasse in der Robustheit, aber das BMW-Überlebe-Potential hat auch der Golf 4.

Antwort
von Dunkel, 93

Hinterradantrieb, 2.5 Liter R6 und tolle Optik vs. Frontkratzer, 1.8 Liter Rasenmähermotor und Golf-Optik :-)

Da sollte doch eigentlich gar keine Frage aufkommen. Zumindest wenn ein Auto für einen mehr als nur ein Fortbewegungsmittel von A nach B ist.

Kommentar von volker79 ,

Na ja, das Spielchen kann man auch anders rum treiben.

Heckantrieb gerade bei älteren Modellen ohne ESP ist im Winter nichts, was man haben will, der 1.8T bringt adäquate Leistung bei einigermaßen überschaubaren Verbrauch während der R6 ein Säufer vor dem Herrn ist  und die "tolle Optik" (abgesehen davon, dass einige Leute hier schon steil werden, wenn sie nur BMW lesen, der E46 ist ja echt der Rentner-Dreier in der Form eines rollenden Schuhkartons) sorgt dafür, dass du im größeren Auto, mit dem du schwerer Parklücken findest, den kleineren Innenraum, vor Allem bei Rückbank und Kofferraum hast, was spätestens dann zur Blamage wird, wenn du dir zum Transport deines neuen 50-Zoll Flachbildschirms irgendwo einen "Golf mit Rasenmähermotor" leihen musst, in den der Fernseher problemlos reinpasst, während er beim Stufenheck des BMW nicht mal durch die Kofferraumklappe passt, was eh nichts nützen würde, weil spätestens an den (durch Heckantrieb größeren) Radkästen oder allerspätestens an der nicht umklappbaren Rückbank Schluss ist.

Da sollte doch eigentlich gar keine Frage aufkommen. Zumindest wenn ein Auto mehr transportieren soll, als nur das eigene Ego.

Kommentar von Dunkel ,

Ich sortiere zuerst mal, dass ich auf die einzelnen Punkte Bezug nehmen kann.


1. Hinterradantrieb


2.  Verbrauch


3. Optik


4. Ladevolumen


zu 1: Ich komme aus Süddeutschland und wohne seit ein paar Jahren in der Schweiz. Im Schnitt fahre ich (Sommer wie Winter) einmal pro Monat durch die Schweiz und über Österreich nach Hause. Bisher immer problemlos. Dass ich mit Hinterradantrieb im tiefsten Winter vielleicht nicht unbedingt den San-Bernardino-Pass in Angriff nehme ist klar. Da hätte ich aber auch mit Frontantrieb so meine Bedenken. Für alle übrigen, alltagsrelevanten Fahrten ist der Hinterradantrieb kein Problem. Vorausgesetzt man hat keinen digitalen Gasfuss und gute Winterreifen. Das generelle Problem ist im Winter auch nicht der Vortrieb, sondern das Bremsen. Und da spielt das Antriebskonzept keine wirkliche Rolle.


zu 2: Mein 330er Cabrio fahre ich im Schnitt mit 9,5 Litern. Bei Langstrecke auf der Autobahn ist auch ohne weiteres eine 8 vor dem Komma drin. Vorausgesetzt man heizt nicht mit 200+ durch die Gegend. Unter "Säufer vor dem Herrn" verstehe ich erstmal etwas anderes. Und ohne den Golf 1.8T gefahren zu sein, behaupte ich mal dass sich der Verbrauchsvorteil im Mix auf maximal 1 - 1.5 Liter je 100 km beläuft. Allerdings bei rund 80 PS weniger Leistung. Hier muss jeder selbst wissen, wie viel er für den Unterhalt ausgeben kann/will.


zu 3: Die Optik ist ein höchst subjektives Thema. Nachdem der Fragesteller aber selbst von "...schaut optisch sehr sportlich aus" schrieb, würde ich davon ausgehen dass ihm das Fahrzeug gefällt. Ich für meinen Teil finde, dass der E46 eines der schönsten je gebauten Autos ist. Mag aber auch daran liegen dass ich, trotz grosser Entfernung zum Rentenalter, generell einen Faible für die klassische Limousinenform habe und mit den ganzen Hatchbacks und Kombis nichts anfangen kann. Rein subjektiv eben.


zu 4: Das Ladevolumen ist in der Tat keine Stärke des BMW. Ich denke das weiss man aber auch vor dem Kauf und kann sich entsprechend darauf einstellen bzw. dann eben ein anderes Auto kaufen. Ich für meinen Teil kaufe aber viel zu selten Kühlschränke, Waschmaschinen, Schränke oder Fernseher, als dass ich den Laderaum wirklich als Einschränkung sehen würde. Meinen letzten 55-Zöller habe ich sogar tatsächlich mit dem E46 nach Hause gebracht. Allerdings mit geöffnetem Dach auf der Rücksitzbank ;-)

Bei allem weiteren kann man sich die Dinge auch liefern lassen, vor Ort einen Sprinter leihen oder Bekannte mit grösseren Fahrzeugen fragen.


Den Spruch mit dem Ego finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben. Wie oben erwähnt braucht nicht jeder an 365 Tagen im Jahr einen Lastesel, sondern vielleicht lieber ein Auto welches ihm in der Summe seiner Eigenschaften gut gefällt. Bei den paar Sonderfällen (vllt. Einmal mal pro Jahr?) hat man andere Mittel und Wege. Darüber hinaus reden wir immer noch von einem rund 15 Jahre alten BMW. Die gibts ab ca. 3.000 - 4.000 € zu kaufen. Wenn man das als Ego-Spritze ansieht, naja....


So oder so: Der Fragesteller hatte nach Meinungen gefragt, ich habe meine Meinung dazu abgegeben und fertig. Wenn du eine andere Meinung hast, respektiere ich das. Schade finde ich nur wenn man dabei auf Stammtischparolen (Hinterradantrieb = Sch..., 6-Zylinder = Säufer und BMW-Fahrer = Person mit Profilneurose) zurückgreifen muss.

Kommentar von volker79 ,

Fangen wir an mit dem Heckantrieb: Ich fahr selbst ein heckgetriebenes Fahrzeug, einen Lexus IS (quasi der Konkurrent zum E90, nur viel bequemer, mit halbem Verbrauch, 10 mal haltbarer - wobei das gerade bei E60 und E90 keine Kunst ist - mit der schickeren Optik und trotzdem noch einem größeren wenn auch nicht gerade üppigen Kofferraum). Es macht schon Spaß auf glatten Straßen mal das DSC abzuschalten und etwas zu driften, aber im Alltag würd ich das nicht haben wollen, da bleibt die Traktionskontrolle brav an. Da es hier um alte Gebrauchtwagen mit eingeschränktem Budget geht und der E46 aus einer Generation kommt, wo es noch keine serienmäßige Traktionskontrolle gab, ist das nur was für sehr geübte Fahrer und Masochisten die im Winter ihren ohnehin kleinen Kofferraum komplett dafür opfern wollen, Zementsäcke spazieren zu fahren, um wenigstens noch etwas Druck auf der Antriebsachse zu haben. Ich halte das für nicht empfehlenswert. Trotz DSC, mit dem Mondeo, den ich davor hatte, bin ich auch ohne Traktionskontrolle an manchen Stellen besser weggekommen. In schneereichen Gebieten gilt aber ja eh: Auf Dauer hilft nur Quattro-Power.

Zur Optik: Der Golf ist natürlich so spannend, wie ein Sprung vom 1 Meter Brett. Das find ich beim E46 aber auch nicht viel besser. Ob man Kompakte und Kombis mag, ist Geschmackssache. Da der Fragesteller beide Autos in Betracht zieht, scheint er ja irgendwas am Golf zu finden. Lässt man bei auch nur einem Kriterium Vernunft über Emotion stehen und ist das die Karosserieform, gewinnt der Golf haushoch. Mehr Platz im Innenraum (3er auf der Rückbank macht keinen Spaß und der Kofferraum im Golf ist auch praktischer) bei besserer Rundumsicht und deutlich größeren Parkplatz-Chancen.

Beim Motor kann ich bislang nur von einem 325i E90 sprechen, den ich ab und zu mal fahre, allerdings mit dem unrühmlichen N53 Motor, wobei das so ziemlich das Einzige war, was bislang bei dem Auto mit nur einem Problem mit dem VAMOS-System in der Ausfall-Statistik noch am besten darsteht (Bordcomputer verschleißt er mehr als Luftfilter - von der Softwarestabilität Stichwort Reboot beim Einstellen eines Radiosenders mal abgesehen - und iDrive gehört eh verboten - bishin zum defekten Türschloss der Beifahrertür die sich während der Fahrt öffnet) und der braucht beim gemütlichen Cruisen mal eben das Doppelte von meinem IS - 12 vs. 6 Liter. Und den BMW lasse ich trotz nomineller 40PS weniger an jeder Ampel stehen. Sowas ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Aber gut, E90 und E60 gehören eh in die Kategorie "den Mist kann man bei Dacia auch für einen Bruchteil des Preises haben" und "Schlechteste BMWs die je gebaut wurden", E36 und E46 sind ja bis auf das verschleißanfällige (und bei Verschleiß unkontrollierbare) Fahrwerk eher unauffällige Kandidaten.

Um auf das Thema Platz zurückzukommen, sollte man auch die Sitze bei BMW nicht unerwähnt lassen, zumindest mit dem E90 fahre ich nur höchst ungern. mit 1,88m (Sitzriese) muss ich den Sitz schon auf eine extrem niedrige Position setzen, um nicht mit dem Kopf durchs Schiebedach zu gucken. Im Lexus habe ich mehr Platz nach oben bei höherer Sitzposition. Den "A... auf der Straße" als BMW-Sitzposition muss man mögen. Beim E90 (ich meine aber auch beim E46) verbreitert sich der Mitteltunnel nach vorne stark, wodurch die Beine leicht nach links gezwungen werden, mir persönlich beschert das immer ziemliche Hüftschmerzen nach längeren Fahrten.

Was das Ego angeht: Ich wollte deinen Fazit-Satz einfach mal zugunsten des Golfs fortsetzen. Mit "Ego" ist hauptsächlich das Thema Emotion gemeint. Denn für viel mehr als einen Fahrer der beim Fauchen des 6-Zylinders breit grinst und einen Beifahrer ist in so einem Auto kein Platz. Rückbank fällt eher in die Kategorie Notsitz und das, was der hinten hat und Kofferraum nennt, habe ich in anderen Autos schon im Armaturenbrett unter der Bezeichnung Handschuhfach gesehen. Das ist ein Spaßauto, von praktischem Nutzen aber weit entfernt. In sofern passt dein Fazit für den Spaßfahrer und meines für den Vernunftfahrer (der ein wenig Spaß und Leistungsreserven in seinem Vernunftfahrzeug haben will)

Antwort
von RefaUlm, 34

Definitiv den 3er BMW...

Worauf du bei dem zu achten hast hat volker79 schon treffend beschrieben!

Antwort
von nickeng, 50

Klar das Design vom bmw ist genial. Aber der 1.8t ist ein super Motor. Und allgemein günstig im Verhalten.

Antwort
von Nicops4, 57

Beim BMW zahlst du mehr, hast aber auch mehr.
Der BMW ist ein deutlich höherklassiges Auto und der e46 ziemlich zeitlos im Design!

Antwort
von cJ0815, 65

ich würde den 325er bevorzugen, aber der ist sicher nich nur aufgrund der leistung teurer im unterhalt

höherer spritverbrauch...

Antwort
von Ferrari85100, 56

Wie ist das Drehmoment beim e46? Bin 1.8t schon mal gefahren. Wenn der turbo bei ungefähr 3.000 aufmacht geht der echt ab :D

Kommentar von Dunkel ,

210 NM im Golf vs. 245 NM im BMW. Allerdings nicht vergessen Turbo vs. Sauger.

Kommentar von nickeng ,

1.8t beste Motor 😊

Antwort
von Francesco1997, 32

Auto? Alles unter 250 PS und 3 Liter Hubraum ist kein Auto sondern eine Keksdose mit Hilfsantrieb

Kommentar von volker79 ,

Für 250PS braucht man keine 3 Liter mehr. Der Audi RS2 hatte 1994 schon 315PS serienmäßig (420 mit dem Tuning von Dahlbäck) aus nur 2.2 Litern. Und ein Reihen-5-Zylinder klingt von allen Motoren doch eh am allergeilsten, da kommt kein R6/V6 oder V8 ran (höchstens in der Laufkultur - aber nicht im Sound). Der S1 hatte schon lange davor aus einem ähnlichen Motor noch mehr Leistung, allerdings nicht als Straßen- sondern als Ralley-Fahrzeug (Gruppe B und Pikes Peak - und man hat ihn aus allen anderen Fahrzeugen immer sofort rausgehört).

Unzählige andere Beispiele möglich - und das auch mit einer gleichmäßigen Leistungsentfaltung.

PS: Mit 250PS kommt man auch nicht schneller durch den Stau, man verbraucht nur mehr Sprit im Stand.

Kommentar von Francesco1997 ,

Ja und nach einmal Anlassen fliegt der Motor in die Luft bei 2.2 L und der Leistung

Ich hab 5,4L ohne Turbo und 12 Zylinder der schiebt richtig gut von unten raus ich fahr nie mehr als 3000 U/min

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