Frage von memue,

Goldfische verschwinden in der Laichzeit

Unsere Goldfische im Teich verschwinden während der Laichzeit immer für einige Zeit. Also sie kommen nicht wie gewöhnlich beim Füttern nach oben an die Wasseroberfläche. Es macht dann den Anschein als seien die Fische nicht mehr da. Dann nach einiger Zeit (heute) tauchen sie wieder auf und alles ist wie immer. Dieses Phänomen beobachte ich nun schon zum zweiten Mal zur Laichzeit im Frühjahr. Mich wundert daran nur, dass alle Fische (ob groß oder klein) verschwinden. Also nicht nur die, die sich Paaren. Weiß jemand, ob das typisch ist oder gibt es eine andere Erklärung?

Antwort von Nora2010,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo Memue, die Erklärung ist ganz einfach: Goldfische sind "Kannibalen" und fressen auch den eigenen Laich. Wenn ein Weibchen abblaicht, wird es nicht nur von allen paarungswilligen Männchen verfolgt, sondern auch von den übrigen nicht an der Laichjagd beteiligten Weibchen, die hinterherschwimmen, um möglichst viel Eier abzubekommen. Das hat die Natur so "vorgesehen", da ein Goldfischweibchen beim Laichen über 1000 Eier abgibt. Wenn die sich alle zu Fischen entwickeln würde, würde jeder Teich überfüllt sein. Es bleiben noch genug Eier übrig, die an versteckten Stellen an Pflanzen hängen bleiben. Auch die geschlüpften Fischlarven werden von den großen verspeist, nur die schnellsten und geschicktesten überleben. Deine Fische suchen nach der Laichjagd den Teichboden und die Pflanzen nach Laich ab und sind vermutlich so sattgefressen, dass das normale Futter sie nicht lockt. Viele Grüße, Nora

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