Ich habe neulich einen Haufen alter Elektronik gesammelt, nun würde ich das Gold gerne rauslösen.
Nun mein erstes Problem war, das Gold ausfindig zu machen, was ich dank eines Ohm-Meters geschafft habe, da es nur 4 anstatt 7 Ohm wie die anderen Metalle der Patinen hatte.
Sollte ich es mechanisch extrahieren, oder wäre es einacher, die andern Metalle mit Säure wegzuätzen, sodass nur das Gold bleibt (Ausser Königswaser kann ich da jede Säure nehmen?!)?
Mfg
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Du müsstest den ganzen Schrott zu Staub zermalmen und in Flusssäure auflösen. Nachher chemisch Sortenspezifisch zu Metallsalzen, wobei Gold kein Salz bildet und elektrolytisch gebunden werden kann, die restlichen Metalle tut man nach gleichem Muster elektrolytisch binden. Selbst bei 100 kg Elektroschrott lohnt sich das nicht, istdabei sehr kostspielig und gefährlich.
Such' Dir einen Anbieter, der Elektronikschrott aufbereitet: http://www.scheideanstalt.de/elektronikschrott.html. Auf diese Weise kannst Du wenigstens noch von den sonstigen Metallen profitieren. Ich fürchte Du hast überzogene Vorstellungen von der in Elektronik enthaltenen Goldmenge.
In Deinem Fall ist der Aufwand immer!!! teurer als der Goldwerd. Vergiss es!

Vorsicht beim Hantieren mit den Säuren. Ich würde es von einem Fachmann machen lassen.

Bei dem Aufwand den Du betreiben müsstest sollte es einfacher sein direkt zum Goldschmied zu gehen.

Es ist nur eine hauchdünne Goldauflage. - Lohnt nicht.
Für diese Menge Gold lohnt sich der Aufwand kaum. Sehr rein wird es auch nicht. Vielleicht solltest Du erst mal bei einem Goldschmidt nachfragen, was er Dir für ein Gramm stark verunreinigtes Gold geben würde. Falls er es überhaupt wird kaufen wollen.
Was ist Goldschmidt?
JoGerman am 17. Mai 2008 23:37 @fender: Das ist der frühere Name. Daher gibt es soviele Schmidt, aus der früheren Berufsbezeichnung für Schmied. Andere Beispiele sind Böttcher und Schulze für Fassmacher und Bürgermeister.
Gold erkennt man ganz einfach an der Farbe. Wenn Du 4 Ohm auf einer Goldleitung gemessen hast, ist das Ohmmeter nicht in Ordnung, es dürften nur wenige Zehntel Ohm sein.
Die Goldauflage richtet sich nach Alter und Verwendung der Leiterplatten, je älter, russischer und optisch goldener, desto mehr ist zu erwarten. Galvanisch vergoldetes Material ist wertvoller bzw. oft wesentlich dicker als das neue "Chemisch Gold". Auf kupferkaschiertem LP-Material werden oft galvanisch zunächst 10 my Nickel aufgebracht wegen der Härte, danach 1 ... 5 my Gold. Bei CPU sind 386er und 486er Keramik-IC am interessantesten sowie uralte CPU und EPROM, auch Rückverdrahtungen, Stecker und Handy-LP. Bei kleineren Mengen lohnt sich nur der Verkauf zum Pauschalpreis, hier werden je nach Menge und Güteklasse bei PC-Leiterplatten 1 ... 4 Euro pro Kilo erzielt, Motherboards etwa 2,50 Euro pro kg im E-Schrotthandel, Barzahlung. Bei sehr hochwertigen LP lohnt sich eine Umarbeitung durch eine Fachfirma ab ca. 1000kg, hier werden Gold, Silber, Pd, Rh, Kupfer vergütet, aber das kostet und dauert lange! MfG Ulrich
Und kann jemand paar solche Fachfirmen für Umarbeitung nennen?