Goethe und Schiller lesbar?

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7 Antworten

Ich bin seit meiner Schulzeit bis heute ins hohe Alter Leser und Literaturfreund. Goethe und Schiller, die Romantiker, Gottfried Keller und sein grüner Heinrich und das geht so weiter bis in die heutige Literatur, das alles war und ist mir ein Anliegen. Dir geht es um ein Buch, um mal wieder einzusteigen.

Als es den Literaturkritiker Reich-Ranicki noch gab mit seinem literarischen Quartett hat er hin und wieder auf den Autor Hermann Burger und seinen Roman "Schilten" hingewiesen. Den habe ich mir dann mal in unserer Stadtbücherei ausgeliehen. Und es war ein Volltreffer! Neulich wollte ich ihn mal wieder lesen, da sagte man mir, dass er irgendwo im Keller gelagert sei, man könne ihn suchen. Ob er noch verlegt wird, weiß ich nicht. Wie auch immer, dieser Roman , der in dem fiktiven Schweizer Ort Schilten spielt und dessen  Protagonist ein alter Schulmeister ist, ist mein Tipp für dich. Du würdest lesen und dich dabei immer wieder mal laut lachen hören. Lachen und doch ernst. Wenn auf ein Buch der Satz zutrifft "ein Buch, das nicht wert ist, zweimal gelesen zu werden, ist auch, nicht wert, einmal gelesen zu werden" ,dann auf dieses.

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Kommentar von LiloB
25.12.2015, 12:46

herrlich, genauso ergeht es mir oft. Einige Bücher, die man gern noch einmal lesen würde, stehen bei mir "extra". Aber dann kommen die interessanten Buchtippsvon Menschen, deren Urteil man schätzt - und schon reicht die Zeit nicht. Das von Dir geliebte Buch gehört zwar nicht dazu - aber; Heinrich Manns Untertan steht bei mir schon in Reichweite - und viele andere. Dir wünsche ich immmr genug Zeit zum Lesen - und die Fähigkeit der Augen ,das auch zu tun. Herzliche Grüsse LiloB

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Etwas Leichteres kann nicht schaden, wenn du dir nicht sicher bist. Aber es kommt auch auf das an, wir du grundsätzlich zur Literatur stehst: intendierst du Verstehen, oder auch ein sprachliches Erlebnis ?

Bei Leichterem denke ich etwa an Texte von Peter Bichsel oder Heinrich Böll. Scheinbar leicht, aber tiefgründig sind die Novellen von Arthur Schnitzler. Im Endeffekt sind die von Stefan Zweig leichter (aber nicht von der Sprache her). 

Sonst: was denn von Goethe und Schiller ? Es kommt auch auf deine eigenen Interessen an.

Schillers Die Räuber (1781) ist teilweise in einer Sprache geschrieben, bei der heutige Leser wohl Erröten dürften. Sehr modern ! :)

Bei Goethe kommst du um den Werther (1774) nicht herum - und das ist gut so, dieser Roman ist weit besser als sein heutiger Ruf !

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Kommentar von darkbantu
19.12.2015, 00:59

Intendieren tut mich eigentlich beides. Interpretiere halt gerne Metaphern, und würde mein glaube ich generell ganz passables Vokabular noch weiter verbessern!

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Klar kannst Du das. Wegen der größeren Möglichkeit, nicht nur den Text zu verstehen, sondern auch die geschichtlichen Hintergründe (falls Dich das auch interessiert,) käme als Einstieg Schiller infrage. Wir haben in der Schule mit dem" Wilhelm Tell "angefangen,- da ich den uninteressant fand,- habe ich mit der Jungfrau von Orleans begonnen. Dann Maria Stuart,- und zum besseren Verständnis von Ort und Personen und tatsächlichen geschichtlichen Hintergründen dazu die sehr umfangreiche Geschichte angefangen zu lesen. Das hat sich bis heute nicht geändert,- man kommt auf diese Weise zu guten Biographien (über Maria Stuart z.B. von Stefan Zweig) - Also Schiller als Einstieg. Bei Goethe würde ich mir den FAUST für etwas später aufheben. Vieles davon wird einem erst mit einer noch größeren Lebenserfahrung verständlicher. (Ohne Dich unterschätzen zu wollen). Der Egmont aber ist als Einstieg geeignet. Aber eben auch mit den "Folgeschäden", d.h. Lesen der geschichtlichen Hintergründe. Dann landest Du sehr schnell bei Philip II -  und aus dieser Interessenschleife kommst Du nie mehr raus. Also, willkommen bei den Interessierten,- Literatur- und Geschichtsbegeisterten !! 

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Ich halte mich öfters in der Stadtbücherei auf uns lese mal dies mal .das,  so auch Verschiedenes über Goethe und Schiller. Vielleicht ist das ein Einstieg für dich.

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Hallo,

die 'perfekte Einsteigerliteratur' gibt es meiner Meinung nach nicht. Wie gut ist Dein Sprachverständnis? Wie schnell kannst Du Dir neue Begriffe erschließen? Welche Themen interessieren Dich? Was ist Deine bevorzugte Textform (Roman, Novelle, Drama,...)? Das sind Fragen, die Dir bei der Literatursuche weiterhelfen können.

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Kommentar von darkbantu
19.12.2015, 01:46

Tendiere zu Dramen.

Nachkriegsliteratur fand ich immer sehr interessant, meine Bertolt Brecht hatte da einige Werke.

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Spannend ist meiner Meinung nach Schillers "Geisterseher", sehr anschaulich Goethes "Campagne in Frankreich 1792". Zum Ausprobieren: http://wikis.zum.de/zum/Campagne_in_Frankreich_1792

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Kommentar von LiloB
21.12.2015, 11:33

Danke für den interessanten Hinweis! Nur,- die Liste der Bücher, Novellen, Gedichte, die ich noch lesen möchte, wird bei mir immer länger. Wo soll man nur die Zeit hernehmen,- ???

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Also mit Schiller kann man arbeiten ich bin 14 und lese ein Werk von Schiller Maria Stuart aber mit Göthe würde ich nicht Anfänge ich glaub dass ist ne Nummer zu groß aber später vll

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Kommentar von achwiegutdass
19.12.2015, 00:38

Maria Stuart ist aber ganz schön schwierig (schon wegen des geschichtlichen Hintergrunds). Goethe ist nicht unbedingt "schwieriger" als Schiller.

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Kommentar von Misakixzoro
19.12.2015, 00:41

Wirklich? Also ich finde Maria Stuart recht einfach zu lesen, ok man muss sich etwas informieren aber es ist immer noch einfacher als Faust oder so

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Kommentar von darkbantu
19.12.2015, 00:56

Naja aber wenn du mit 14 Schiller lesen kannst denke ich würde ich das auch hinbekommen ^^

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