Frage von Magenta012, 41

Glutenunverträglichkeit- wer hat Erfahrungen nach Ernährungsumstellung?

Ich bin mir anhand Bioresonanz- Austestung und mehrerer eindeutiger Symptome (unangenehmes Bauchgefühl nach dem Essen, Gewichtszunahme trotz wenig Essen, oft Kopfschmerzen, Schlafstörungen, ständiger Durchfall, depressive Stimmung, dauernde Müdigkeit...) relativ sicher, dass ich Gluten nicht vertrage. Nachdem ich auch keine Lactose vertrage (ausgetestet), und ich auf Tierhaare und Hühnereiweiß (Trägersubstanz bei vielen Impfstoffen und anderen Medikamenten) allergisch reagiere, erscheint es mir durchaus möglich, dass ich auch Gluten nicht vertrage. Ich ernähre mich jetzt ja schon seit vielen Jahren lactosefrei, was relativ einfach ist. Leider sind die Nahrungsmittel doch teurer als die herkömmlichen Produkte. Und seit einiger Zeit (ca. 3 Wochen) versuche ich auch, Gluten zu vermeiden (kaufe mir spezielles Brot, Brötchen, Nudeln,Mehl etc.) Mache mir Gemüseaufstriche selber, esse Reis und Kartoffeln als Beilage oder Hauptmahlzeit usw. Aber Gluten ist halt in so vielen Lebensmitteln enthalten. Und wenn man für eine Familie einkaufen und kochen muss, oft auswärts isst, eingeladen wird, Vollzeit berufstätig ist und rel. wenig Zeit hat, ist es umso schwieriger. 2x kochen dauert halt doppelt so lang. Habe heute mal mit einer Blutabnahme ("Gliadin" ) bei meiner Hausärztin begonnen, der Sache auf den Grund zu gehen. Aber da gibt es ja auch oft noch keinen eindeutigen Nachweis. Dann Darmuntersuchung? Na, schaun wir mal. Am Freitag bekomme ich das vorläufige Ergebnis. Wer hat Erfahrungen mit Glutenunverträglichkeit, mit den div. Untersuchungen und mit Ernährungsumstellung? Bringt das was? Und wie schafft man das im Berufsalltag, wenn man oft an Tagungen, Kongressen, Buffets teilnehmen muss? Ich bin wirklich nicht verfressen, aber manchmal ist es wohl unhöflich, Speisen abzulehnen. 

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Gestiefelte, 31

Hallo Magenta,

ich selber bin nicht betroffen, bin aber durch meine berufliche Tätigkeit gut geschult und habe eine gute Freundin, die an Zöliakie leidet.

Zöliakie wird per Darmspiegelung festgestellt. Im Darm befinden sich die sog. Zotten.

Über diese gelangen die Vitamine und Spurenelemente aus der Nahrung in das Blut.Bei an Zöliakie erkrankten ist es also wichtig, die restlichen noch gesunden Darmzotten zu erhalten. Dies ist nur durch eine strikte Diät in Form völligen Verzichts auf Gluten möglich.Wird doch weiter Gluten verzehrt, werden nach und nach immer mehr Zotten geschädigt und die Nährstoffe können nicht mehr in das Blut gefiltert werden.Die Folge hieraus ist der Weitertransport in den Dickdarm, wo sie jedoch nicht hingehören.Der Dickdarm kann mit den ungewohnten Nährstoffen nicht viel anfangen und es kommt zu Übelkeit, Durchfall und/ oder Erbrechen.Mit jeder absterbenden Darmzotte gelangen weniger Vitamine und Nährstoffe in den Körper, eine Unterversorgung droht. Die betreffenden Personen werden schlapp und müde, außerdem verlieren sie an Gewicht.Auch Zahnprobleme können im späteren Leben auftreten.

Du siehst: es hilft nichts, man MUSS trotz Familie, Beruf etc. etwas tun.

Leider ist es teuer, du hast es festgestellt.

Mache so viel wie möglich selber, hier mal ein Rezpet für Brötchen, die sich gut einfrieren lassen. So könnte man z.B. einmal im Monat backen.

f250 g Quark

50 ml Öl

1 Ei

¾ Tl Salz oder:

¼ Tl Salz und 1 El Zucker

150 g (Vollkorn)Reismehl (bei Rossmann

)50 g Kartoffelmehl

Alles verkneten, Brötchen formen und bei 180° ca. 15-20 min backen.Lassen sich gut auf Vorrat backen und einfrieren!

Essen gehen wird nicht einfacher, du musst konsequent sein. Mittlerweile wird es immer besser, auch auswärts glutenfrei essen zu können. In der Regel muss man sich anmelden. Aber trotzdem muss man immer wieder gut gucken, fragen, verzichten.

Da wird einem Geschnetzeltes geboten. Glutenfrei? Ja, klar! Aber: womit ist die Soße gebunden? Nicht jeder Koch ist gut genug geschult...

Du solltest immer etwas eigenes kleines essbares dabei haben. Mit Unhöflichkeit hat das nichts zu tun, sondern mit deiner ganz eigenen Gesundheit. Da hilft nur ein Lächeln und der Satz: nein danke, ich vertrage bestimmte Speisen nicht. Der Grund ist bei fremden Menschen egal, braucht ja niemand zu wissen. Hilfreich kann es sein, enge Kollegen einzuweihen, die können manchmal nur mit Verhalten helfen.

Außerdem könnte es sicher sinnvoll sein, mal auf die Schilddrüsenwerte zu gucken, wenn das Blutergebnis da ist.

Kommentar von Magenta012 ,

Danke, Deine Antwort ist wirklich hilfreich! Ich denke, so wird es weitergehen! Am Fr habe ich einen Arzttermin wegen der Blutwerte, heute hatte ich Schilddrüsenuntersuchung. Und das mit der Überkeit stimmt auch: mir ist so oft schlecht, obwohl ich definitiv nicht schwanger oder sonst was bin. Danke auch für das Brötchenrezept!

Kommentar von Gestiefelte ,

Gerne, die Schilddrüse würde mich interessieren, alles ok?

Antwort
von Purzelmaus99, 32

Also eine gluten Unverträglichkeit /zöliakie kann nur mit einer Dünndarm Biopsie festgestellt werden

Die Umstellung an sich ist nicht schlimm du musst nur alles lesen und nachfragen

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