Frage von DPEFJ, 23

Glück=Zufall?

Hallo :) Ich habe gerade in Philo das Thema "Glück" und mich verwundern ein paar Definition von Glück. Ich meine meistens wird Glück in Verbindung von Zufall, wie zB ein Lottogewinn u.ä.gebracht. Da sagt man doch immer :" hast du aber GLÜCK gehabt" Fragt man jedoch eine Person, wie man Glück definiert, kommt sowas wie "Liebe,Wohlstand, Erfolg, Familie, ..." raus, obwohl dies ja meiner Meinung nach nicht das Zufallsglück betrifft, sondern eher das Gefühl "glücklich zu sein". Denn ich finde es macht einen großen Unterschied zu "Glück haben"und "glücklich sein". Was ist eure Meinung zu Glück und glücklich sein, Zufall,...usw :)??

Lg

Antwort
von berkersheim, 16

Glück ist ein weit gefächerter Begriff, der auch gesellschaftlichen Trends unterliegt. Da wird Epikur als Glücksphilosoph bezeichnet ohne Zusatzinformation, welche Bedeutung das Wort "Glück", oder besser "Glückseligkeit" (beides keine guten Übersetzungen) in der Antike hatte.

Was unter "Glück" zu verstehen ist, war bei Philosophen der Antike am wenigsten umstritten, bei allen Meinungsverschiedenheiten zu der Frage, wie man es erreicht. Man hat in kurzfristiges Glück unterschieden, dabei ob es das Ergebnis eigener Anstrengung war oder ein zugeworfener Spielball des Zufalls. Das erstere wird heute vor allem präsentiert z.B. als sportlicher Erfolg bei Großveranstaltungen, das zweite dominiert z.Zt  in einem Maße das öffentliche Leben, vor allem in unseren Fernsehsendungen, dass man sich nur verwundert die Augen reiben kann, wie eine Gesellschaft, die angeblich nicht an den Zufall glaubt, selbst den Zufallsgenerator auf Hochtouren bringt. Für antike Philosophen war ein anderer Aspekt wichtiger. Wie gestalte ich mein Leben so, dass ich eine ergiebige, sichere und erfüllende Lebensgestaltung habe. Jetzt war natürlich zu deren Zeit das Leben mit sehr viel mehr Risiken behaftet, die Stadtgemeinschaft, die Polis, sorgte gerade mal für die äußere Sicherheit und in Grenzen für eine innere Rechtssicherheit. Heute verbreitete soziale Absicherungen gab es nicht. Dafür hatte jeder selbst Sorge zu tragen.

War ein "gelingendes Leben" in der Antike Ergebnis eigener, gelingender Sorge, wurde es im Christentum zur Gnade, zum Geschenk "von oben". Auch wenn inzwischen "der treu sorgende Gott Vater" durch den Vater Staat und seine Sozialsysteme und sein ausgleichendes Wirtschaftsgebaren ersetzt worden ist, ist "Selbstsorge" ein philosophischer Geheimtip. Da haben Rückgriffe der Philosophen der Aufklärung ("Selbst denken." "Selbst sorgen") auf die Antike und die Bekräftigung durch Philosophen wie Schopenhauer, Nietzsche oder die franz.Existentialisten diese Erwartungen der Mehrheit, ein gelingendes Leben oder auch dessen Sinn von außen zu erhoffen, seien es religiöse oder staatliche Autoritäten, nicht ausgehebelt. Die Hoffnung auf Glück von außen wird geschickt vermarktet z.B. von der Tourismusindustrie, von Banken und Versicherungen, die nicht davor zurückschrecken, sich als Schutzengel zu präsentieren, auch wenn sie jede Schadensregulierung erst mal abweisen.

Tip: Geh mal auf GuteFrage "Suchen" und gib "Sinn" ein. Sie alle suchen haufenweise den Heilsbringer, die maßgeschneiderte Sinnvorgabe von außen. Darin kann man erspüren, wie wenig die eigene Initiative gefragt ist. Am Versagen sind dann immer andere Schuld, am einfachsten der Kapitalismus, dieser neue Teufel der Neuzeit.

Antwort
von LawineX, 23

Das Wort bekommt erst im verwendeten Satz eine richtige Bedeutung.

Ich halte Glück für eine andere Ausdrucksweise um jemanden mitzuteilen das derjenige durch Zufall xyz gewann/bekam. 

Somit fällt Liebe wohl nicht unter der Allgemeinen Bedeutung von Glück, es dient er als eine Art Umgangssprache. Denn durch Glück bekommst du keine Beziehung, dafür müssen beide Seiten was für tun. Genauso wie Erfolg, auch der beruht auf etwas, alleiniger Zufall hilft dir hier nicht.

Viele verbinden das Wort deshalb wohl eher mit "glücklich" - weshalb dann solche Beispiele wie Liebe,Wohlstand,Erfolg & Familie kommen.

Wenn ich es also erklären müsste, würde ich sagen Glück ist ein anderes Wort für Zufall. Denn das Wort "Zufall" lässt sich nicht so gut in einen Satz einbauen wie "Glück" außerdem überbringt es eine andere Botschaft, obwohl es ja die gleiche Bedeutung wie Zufall hat.

" Das mit deiner Freundin war doch Zufall"

"Mit deiner Freundin hast du aber glück gehabt" 

Beides gleiche Message, ersteres stößt uns aber sauer auf, letzteres wiederum nicht.

Antwort
von jessiehp, 18

Glück hat wie schuld wohl verschiedene Definitionsansätze.
Für das persönliche glück kann man was tun und dieses durch positives denken sogar beeinflussen.
Geht es um
Glück bei wetten und spielen, ist es etwas anderes.. Allerdings ist dieses glück weniger wert..

Antwort
von nowka20, 8

glück ist positiver zufall für ALLE MATERIALISTEN UNTER UNS

Antwort
von Oldtimertreffen, 15

Man kann ja etwas für sein Glück tun, ob es dann so eintritt wie man sich's vorstellt ist ja dann noch zu sehen.

Antwort
von Robert7194, 18

Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab. 
Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.

Marc Aurel

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