Frage von Nonamenummer1, 37

Gleisüberschreitung, stehender Zug(abfahrtin10min) hupt, person wirde aber nicht erkannt?

Ich beobachtete vorgestern an einem Bahnhof einen Jugendlichen( ca 13 bis 15 jahre alt) der die gleisen übertrat. Ein zug der leer war und erst in 10 min losfuhr hupte. Danach sagte der zugführer zu den freunden er bekäme post von der bundespolizei. Dabei hat keiner den jungen erkannt und kameras gab es auch nicht. Was wird nun als strafe auf ihn zukommen? Er wurde ja nichtmal erkannt und die scheinbaren bekannten von ihm sagten auch nicht seinen Namen?

Antwort
von bahner78166, 13

Entschuldige, die Frage ist so gestellt, als wäre man selbst über die Gleise gelaufen und jetzt Angst vor dem haben, was als Strafe auf einen zu kommt. Denn woher willst du wissen, ob betreffende Person nicht doch bekannt war. Überschreiten der Gleise ist verboten. Basta. Die Gefahr wird viel zu oft unterschätzt. Züge auf dem Nachbargleis sind schneller da als gedacht. Im Schotter ist man ganz schnell umgeknickt. Ein Zug hat, wenn er nicht gerade in den Bahnhof schleicht, von bis zu ein paar 100m. Viele der täglichen Personenunfälle sind einfach auf Leichtsinn zurückzuführen. Ganz wichtig auch die Vorbildfunktion Kindern gegenüber. Ich nehme Gleislatscher einfach nicht mit. Das beantwortet die Frage jetzt zwar nur unzureichend, war mir aber mal wichtig.

Antwort
von AntwortMarkus, 19

Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr heißt das Vergehen. 

§ 315
Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr

(1) Wer die Sicherheit des Schienenbahn-, Schwebebahn-, Schiffs- oder Luftverkehrs dadurch beeinträchtigt, daß er

1.Anlagen oder Beförderungsmittel zerstört, beschädigt oder beseitigt,2.Hindernisse bereitet,3.falsche Zeichen oder Signale gibt oder4.einen ähnlichen, ebenso gefährlichen Eingriff vornimmt,

und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

(3) Auf Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr ist zu erkennen, wenn der Täter

1.in der Absicht handelt,a)einen Unglücksfall herbeizuführen oderb)eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, oder2.durch die Tat eine schwere Gesundheitsschädigung eines anderen Menschen oder eine Gesundheitsschädigung einer großen Zahl von Menschen verursacht.

(4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu erkennen.

(5) Wer in den Fällen des Absatzes 1 die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(6) Wer in den Fällen des Absatzes 1 fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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