Gleichrichter denkt spannung?

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3 Antworten

Ein Gleichrichter erhöht die Spannung nicht sondern richtet diese nur gleich!!

Es stimmt zwar dass die Gleichgerichtete Spannung (ohne Last) um den Faktor Wurzel(2) - 1.4V (Bei Silizium Vollweggleichrichtern) größer ist als der Effektivwert der Wechselspannung, das liegt aber nur daran, dass der Spitzenwert der Wechselspannung ebenfalls Wurzel(2)*Effektivwert ist.

Habe einen Trafo angegeben mit 10,5v hat unter Last aber 12,8v

Dann belastet du den Trafo eben noch nicht mit Nennleistung, die Spannung kann aber eben von der Leerlaufspannung bist auf die 10.5V Nennspannung fallen. Daher solltest du für eine genaue Spannung einen Spannungsregler nachschalten.

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Gleichrichter können keine Spannung erhöhen.

Hingegen kann man aus einer Wechselspannung von z.B. 12V durch gleichrichten und glätten eine recht höhere Gleichspannung erzielen.
Um etwas weniger als Faktor Wurzel 2.
Zum Glätten braucht man meist einen Elektrolytkondensator.

Diese Spannung sinkt aber wieder, wenn man sie belastet.

Kommt also draufan, was du genau machen willst, was du anhängst, und wie gut deine Gleichspannung sein muss (Brumm, Restwelligkeit).

Um von 12,8V AC auf 15V DC zu kommen, dürfte der Trick mit dem Kondensator schon nützen.

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Mit Gleichrichtern wird keine Spannung erhöht. Dafür sind Gleichrichter nicht vorgesehen.

Gleichrichter richten Wechselspannungen gleich. Genauer gesagt machen sie aus der Wechselspannung eine pulsierende Gleichspannung. Das dabei die Spannung erhöht wird, ist nur ein Nebenefekt der Gleichrichterdioden. Die pulsierende Gleichspannung wird um die Diodenflußspannung von 2*0,7V, also um 1,4V erhöht mehr nicht. Egal um was für einen Siliziumgleichrichter es sich handelt. Du kannst rechnen: 12~ + 1,4V = 13,4 pulsierende Gleichspannung. Der grössere Effekt einer Spannungserhöhung hat diese pulsierende Gleichspannung, wenn man hinter dem Gleichrichter noch einen Kondensator von 5000 uF schaltet. Dann kannst du auf 17V kommen aber unbelastet..

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Kommentar von PeterKremsner
03.11.2016, 00:29

Die Diodenflussspannung wirkt entgegen der angelegten Spannung. Dioden bewirken immer einer Spannungssenkung und keine Erhöhung, ansonsten könnte ich eine Diode als Perpetuum Mobile hernehmen.

Bei 12V Wechselspannung erreicht man eine geglättete Gleichspannung von: 12*sqrt(2) - 1.4 = 15,57V

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Kommentar von ronnyarmin
03.11.2016, 00:34

@naaman:

Inwiefern erhöhen Dioden die Spannung? An jeder Diode gibt es einen Spannungsabfall von ca. 0,7V. Wie soll dadurch die Spannung höher werden?

Die Wechselspannung hat einen um 0,7 bis 2x0,7 (je nach Gleichrichtung) höheren Wert als die Gleichspannung, sowohl Effektiv als auch in der Spitze.

Was du meinst mit der Spannungserhöhung ist, wenn man die pulsierende Gleichspannung durch einen Kondensator glättet. Dann wird im Idealfall aus dem Effektivwert der Maximalwert der Spannung, was bei einer sinusförmigen Wechselspannung einer Spannungserhöhung von Wurzel2 entspricht (abzüglich dem Spannungsabfall an den Dioden).

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Kommentar von hanslernt2
03.11.2016, 02:36

Habe grad auch probiert bin sogar auf 17,8v gekommen. Bricht bei kleiner last auf 13,8v ein. Bei 4A bin ich wieder bei der eingangs Spannung.

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