Frage von innerscream, 41

Glaubt ihr,dass das lange wach bleiben Depressionen vermindert?

Hab das im Internet gelesen und könnte ja vielleicht stimmen..wenn man eben lange wach bleibt,dass man zu müde ist um depressiv zu werden..

Was denkt ihr dazu?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von NotHappyEnogh, 41

Wäre dem so wäre ich ein total glücklicher Mensch. Nein, wenn ich lange wach bin, dann kann ich den Abend (da denke ich sehr viel nach) wie auch den Tag danach schon vergessen (schlechte Laune und müde). An dem Abend denke ich wegen der schlechten Laune viel nach, bin lange wach etc. ewiger Teufelskreis

Antwort
von hupsipu, 34

Ich denke was Du meinst ist Schlafentzug - das ist was ganz anderes als "lange wach bleiben". Es wird in Kliniken angewandt und manche machen das auch in Eigenregie. Mir hilft es tatsächlich, um kurzfristig aus einem Tief herauszukommen.
Beim Schlafentzug lässt Du einen kompletten Schlafzyklus aus, das heisst von zB Montag früh bis Dienstag Abend schläfst Du nicht. Kein Mittagsschlaf, kein Wegdösen, und am zweiten Tag erst zu Deiner üblichen Uhrzeit ins Bett.
Es geht dabei aber nicht darum, zu müde für Depressionen zu sein (wär schön wenn es so einfach wäre), sondern um den Gehirnstoffwechsel. Frag mich nicht nach den Details, ich kann es nur laienhaft so erklären dass sich dadurch wohl der Serotonin-/Dopaminspiegel "resettet" und kurzzeitig stabilisiert.

Kommentar von petrapetra64 ,

das ist gut erklaert, ich kenne diese Schlafenzugsstudien bei Depressionen, aber das mit dem Resetten des Stoffwechsels wusste ich nicht.

Antwort
von Donyphobic, 27

Die Theorie dahinter hat was. Aber das kommt auf die Person an. Jedoch soll man als depressiver Mensch einen geregelten Schlafrythmus haben und man sollte nicht zu lange schlafen. Eigentlich ist es sogar eher am besten früher aufzustehen. Vielleicht nicht direkt um 5, aber eben so wie man sich ausgeschlafen fühlt. Daher ist die Theorie quatsch. Was aber bei manchen stimmt ist das wenige schlafen. Mein Vater schläft von 22:00 - 03:00 ca. Damit und mit Bewegung geht es einigen gut. Das passt aber eben auch nicht auf jeden. Was aber passt ist: vieeel Sonne. Vitamin D macht glücklich, also mindestens einmal für 30-60 Minuten raus. Deshalb wäre Nachtmensch sein etwas ungünstig und würde auf Dauer, denke ich, noch depressiver machen.

Antwort
von petrapetra64, 15

ja, ich kenne diese Studien auch und es scheint wohl auch zu funktionieren, zumindest bei Einigen

Ich habe mir dazu aber auch schon meine Gedanken gemacht, wenn ich da betroffen waere. Ich brauche viel Schlaf und wenn ich den nicht kriege, kann weder ich selbst noch andere viel mit mir anfangen. Ich torkele wie ein Besoffener, verstehe nur die Haelfte von dem, was man mir sagt, kann kaum denken, nicht mal meinen Namen mehr buchstabieren. Das ist fuer mich eine einzige Quaelerei, mich da wach zu halten. Gut, fuer Depressionen bleibt da keine Gehirnzelle mehr uebrig, aber zum Leben ja auch nicht. Mag sein, es ist etwas leichter, wenn man dann immer in Bewegung bleibt, dass sich das dann irgenwie bessert.

Ich habe im Fernsehen in einem Bericht gesehen, dass diese Leute dann auch permanent beschaeftigt wurden, es wurde staendig mit ihnen aktiv gesprochen, die waren alle in der Gruppe zusammen und haben den Schlafentzug gemeinsam ueberstanden mit Reden und Bewegung und Ablenkung. Und auch nur eine Nacht komplett oder so, die ausgelassen wird und man eben wach bleibt.

Aber ich persoenlich wuerde mich weigern, an so was teilzunehmen, da behalte ich ja noch lieber Depressionen, als mich so schlecht zu fuehlen, wie wenn ich muede bin. Aber ich denke schon, dass es manchen Menschen helfen kann.

Antwort
von Soeber, 14

Nein ich denke nicht! Denke die Depressionen werden dann eher stärker. Meine Ex hat auch schwere Depressionen und dazu eben noch Schlafstörungen. Dann müsste sie theoretisch weniger Depressionen haben, oder nicht? Anhand dieses Beispiels kann man heraus ziehen das deine Vermutung die du im Internet gelesen hast nicht stimmt. Und logisch wenn man länger wach ist kann man länger nach denken was nicht fördernd für eine Depression ist.

Gruß, Soeber

Antwort
von bittertsweet, 17

Ich denke dadurch könnte es eher schlimmer werden, bin zwar kein Experte, aber so kommt zu der Depression noch Müdigkeit hinzu.

Antwort
von Seinett, 20

Ich werd grade depressiv wenn ich lange wach bleibe, je müder ich bin, desto trauriger werden meine gedanken...

Antwort
von ahigakun, 17

Das kommt auf die Person an aber wenn ich mir darüber so Gedanken mache denke ich eher das es das Gegenteil bewirkt gerade bei der Dunkelheit.


Antwort
von voayager, 11

kurzfristig hilft das

Antwort
von kappe619, 15

Man kann nicht zu müde sein, um depressiv zu werden. Depressionen können sich ja zB auch durch Müdigkeit äußern. 

Antwort
von bodyguardOO7, 6

Im Gegenteil - dazu kannst Du mal hier in meine Antwort schauen.

https://www.gutefrage.net/frage/zu-wenig-schlaf-habe-ich-es-uebertrieben?foundIn...

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