Frage von MrSaxxxobeat, 38

Glaubt ihr, die Menschheit wird sich jemals zum Besseren verändern?

Ich könnte jetzt unzählige Probleme aufzählen, wie beispielsweise Klimawandel/Welthunger/Umweltverschmutzung/Nah-Ost-Konflikt etc., die aber grundsätzlich alle denselben Ursprung haben: Gier nach Reichtum und Macht (also quasi Kapitalismus) und mangelndes Mitgefühl.

In der Politik hört man auch ständig, dass "endlich was getan werden muss", aber im Endeffekt bleibt dann doch alles gleich und die Mittelschicht leidet ja auch (noch) nicht drunter. Allerdings werden wir irgendwann bzw. schon in naher Zukunft an den Punkt gelangen, wo wir die Probleme nicht mehr bewältigen können - Stichwort Antibiotikaresistenzen. Vor kurzem wurde erst bei Schweinen und Hühnern multiresistente Keime entdeckt, die eine Mutation im MCR-1 aufweisen - Bakterien, die dieses Gen besitzen, sind gegen ALLE Antibiotika, die wir derzeit besitzen, resistent. Ich glaube, zu dieser Problematik, muss ich mehr nicht sagen...

Wie steht ihr zu diesem Thema? Habt ihr noch Hoffnung, dass sich die Menschheit ändern wird und das unnötige Leid auf Erden beenden kann, oder steht ihr dem Ganzen eher zynisch und apathisch gegenüber?

Antwort
von MemberUnknow, 25

Unser System ist von Menschen erschaffen, also eine künstliche Sache. Das System wurde von den damaligen Mächten genau so erschaffen und seit dem aufrecht erhalten, das genau diese Fraktion immer die Gewinner sind.

Schau auf unsere Politik. Wir haben 1A Politiker, nur nicht für das Volk, sondern für die 10%, also die das das System erzeugten und halten. Es ist egal wen man wählt, es wird immer für die 10% gehandelt, nicht für die Menschen.

Einer der Gründer dieses Systems sagte schon vor 150 Jahren, dass es nur wenige Menschen geben wird, die dieses System verstehen werden. Und es wird sich niemals eine Opposition bilden, da ein Teil derer die es kapieren, selbst an den Profiten interessiert sind, oder einfach eine viel zu kleine Minderheit sein werden.

Die breite Masse der Menschheit jedoch wird aber dieses System annehmen und ohne Murren und Knurren und ohne es zu verstehen als ihr Leben sehen, ohne zu begreifen, dass das System gegen sie gerichtet ist und sie niemals das Glück finden werden, nach dem sie streben.

Das System lässt das einfach nicht zu.

Auch ist es eben nur eine Illusion selbst zu den 10% gehören zu können. Es ist moderne Sklaverei, nur dass man die Zügel soweit gelockert hat, dass jeder Mensch glaubt frei zu sein, es aber nicht ist...

Solange irgendeine Form von Zahlungsmittel oder anderes Kontrollmittel und Machtinstrument exzistiert, solange wird sich immer jemand dies zu nutze machen und auf Kosten von einer gewaltigen Masse in Luxus schwelgen und das schlimmere daran ist auch nich die Fäden in der Hand halten.

Wird es dieser Gruppe dann zu eng und sie merken, die Leute brechen aus, wird eben alles kontrolliert und am Ende vor Bestechung, Mord und Kriegen nicht halt gemacht. Wer glaubt denn schon das es wirklich Terror gibt? Wer steckt denn in Wahrheit dahinter? Warum sind es die Länder, vor denen wir immer beschützt werden müssen, die seltsamerweise reichlich Rohstoffe, aber selbst zu schwach sind um sich gegen den Raub zu schützen?

Warum verbrauchen die USA soviel Ressourcen, als hätten wir 5 Erden? Die Europäer bräuchten 3 Erden...Woher nehmen sie diese Ressourcen, wenn sie diese nicht anderen stehlen?

Warum verkauft uns die Werbung permanente Lügen als Wahrheit und warum werden die Medien von wenigen kontrolliert?

Es gibt ja reichlich Informationen im Netz mitlerweile. Das Netz ist so gesehen eine ziemliche Schwachstelle der Machtinhaber. Sobald Menschen Informationen bekommen, wachen sie auf und das System kann wie ein Kartenhaus zusammen fallen. Nur was wird danach?

Solange wir es überleben und uns nicht dann doch selbst vernichten, müssen wir uns von Geld und anderen angeblichen Tauschmitteln lösen, sondern schon den Kindern die werte vermitteln, das es dazu nicht mehr kommt.

Den aktuellen wenigen Machtinhabern und gewaltigen Industriekonzernen, wird das nicht gefallen und sie werden Zwietracht säen und andere Methoden ohne Rücksicht nutzen, um die Kontrolle bestehen zu lassen.

Das Problem ist natürlich auch der Mensch der sein eigenes Denken nicht beherrscht. Man lässt sich leicht von einer Kontrollmittel verführen, wenn man davon Freiheit versprochen bekommt, ohne zu verstehen, dass dieses Mittel das ist, was keine Freiheit sondern Gefangenschaft bedeutet.

Erst das weglassen und erst das Geben, ohne Gegenleistung, macht uns alle frei. Sobald nur wenige beginnen Knappheit zu erzeugen und Dinge zurückhalten, nur gegen eine Gegenleistung die sehr schnell zum Verlustgeschäft führt und abhängig macht und dann noch sich das Recht herausnehmen, den Zugang zu den Ressourcen für alle zu blockieren, haben wir wieder ein Chaossystem, was die Menschheit zu Mord, Feindschaft und Gegegneinder treibt.

Seine Wünsche reduzieren und sich nicht über einen anderen Stellen, bedeutet sich selbst zu überwinden. Das ist eine der großen Aufgaben im Leben für jeden einzelnen selbst, denn das kann einem niemand abnehmen, weder gegen Gold, noch Geld, noch sonst einer Sache.

Es gibt da aber das Problem des wie und wann, brechen wir so ein kaputtes System auf. Das wird nicht von heute auf morgen klappen, da die Menschen so kaputt gemacht sind und auf ICH-Kurs fahren, dass dies wohl im absoluten Blutbad enden würde. Es reichen dafür ja immer schon wenige aus und es endet sehr schnell sehr böse.

Also kann man es nur langsam zum besseren wenden, genau wie man es nur langsam gegen den Menschen, gegen seine Freiheit drehen kann.

Auch hier müssen die Machthaber langsam und vorsichtig vorgehen. Menschen würden sich nicht einfach komplett beherrschen lassen. Man muss sie Stück für Stück füttern und sie immer mehr kontrollieren.

Um das wieder rückgängig zu machen, geht das auch nur langsam. Die Menschen brauchen Zeit um zu verstehen, das etwas anderes für sie besser ist.

Man kann darüber ne Menge nachdenken und schreiben. Wenn man eine Änderung haben möchte, kann man nicht auf alle anderen warten. Man muss selbst der bessere Mensch sein und andere im Guten zum Nachdenken anregen und Informationen weitergeben.

Grüße

Kommentar von MrSaxxxobeat ,

Danke, für diesen ausführlichen mir-aus-der-Seele-sprechenden Kommentar! :) Wenigstens gibt es noch ein paar Leute, die einsehen, auf was es wirklich im Leben ankommt und die dieses System durchschauen - das gibt einen Hoffnung.

Kommentar von Interesierter ,

Nun hast du sehr viel geschrieben. Die "Informationen" habe ich in deinem Beitrag leider vergeblich gesucht. 

Könntest du mir diese noch nachliefern?

Antwort
von DoesntKnowIt, 38

Ich glaube nicht, dass sich die Menschheit verändern wird... Also zumindest nicht in den nächsten paar Jahren. Ich lese immer wieder Kommentare, (inzwischen habe ich den Glauben an die Menschheit fast vollkommen verloren) wo so dermaßen naive Menschen denken sie wüssten Bescheid, die die Probleme verharmlosen und sich einfach einen Dreck darum kümmern wie es wohl weitergehen wird. Und es waren nicht nur einzelne Kommentare, sondern bestimmt die Hälfte aller Kommentare zu jenem Bericht.

Es gibt zwar auch wirklich Menschen, die etwas verändern wollen & auch etwas tun. Aber solange die Politiker nicht mal Ernst machen wird sich nichts ändern. 

Trauriges Thema, die Menschen sollten sich schämen wie sie mit der Welt umgehen...

Antwort
von voayager, 27

Es gibt nicht die Menschheit, sondern Einzelindividuen, soziale Schichten und Klassen sowie einzelne Kulturen. So bedingt, ist stets eine gewisse Heterogenität da.

Der Kapitalismus allgemein, der imperialistischer Bauart insbesondere, wird die Menschheit nicht zum Besseren hin verändern lassen, so lange dieser existiert.

Antwort
von umweltika, 10

Ich denke schon ich mein geh mal auf www.AAAZ.org und schu wie viele schon unterschrieben haben. Aber es wird sich vorerst nur ein kleiner Teil sein der wahrscheinlich immer größer wird. -Meine Meinung-

Antwort
von Interesierter, 27

Der Kapitalismus ist nicht das Problem. Das Problem liegt generell in der Gier und im Egoismus der Menschen. 

Jeder von uns ist in gewisser Weise gierig und egoistisch. Um dieses Problem zu ändern, müsstest du praktisch jeden Menschen auf der Welt umerziehen. Das wird nicht funktionieren. 

Die Menschheit wird den Weg alles Irdischen gehen und in ein paar Millionen Jahren, was für unsere Erde nur eine kurze Zeitspanne ist, wird nichts mehr an uns erinnern. Selbst unsere Kunststoffe sind bis dahin vergangen und nicht einmal unser radioaktiver Abfall strahlt dann noch nennenswert. 

Kommentar von MrSaxxxobeat ,

Kapitalismus beruht aber darauf, dass es Menschen/Länder geben muss, die den Kürzeren ziehen. Das gesamte System beruht auf Ausbeutung, Macht und Rücksichtslosigkeit. Klar, ist/wäre es toll, wenn jeder (potentiell) die Chance hat, mit dem Geld zu verdienen, was er gerne macht, aber in wie vielen Fällen funktioniert das? 94% aller Unternehmen, die jährlich gegründet werden, müssen ein Jahr danach in Konkurs gehen. 40h+ arbeiten (wobei die meisten auch noch extrem unzufrieden mit ihrem Job sind), keine Zeit mehr für die wichtigen Dinge im Leben, wie Familie und Freundschaft, haben und sich nebenbei mit unnötigen Konsumgütern und das Bisschen Freizeit am Wochenende besänftigen, um das Leben gerade mal so auszuhalten. Und dann wundern wir uns, warum die Anzahl an psychischen Krankheiten wie Depressionen und Burn-Out stetig zunimmt. Das sind alles essenzielle Bestandteile des Kapitalismus - genau wie Welthunger und Umweltverschmutzung. 

Kommentar von Interesierter ,

Nein, hier irrst du dich. Kapitalismus in seiner reinen Form ist nichts anderes als freier Handel. Kapitalismus ist Freiheit. Was wir aus dieser Freiheit machen, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. 

Die Macht reicht nur so weit wie der Lockruf des Geldes. Nur eben meinen alle, immer alles haben zu müssen. Bereits diese Gier ist die Grundlage für alle Fehlleitungen die du aufgezählt hast. 

Freiheit funktioniert letztlich nur, wenn jeder Verantwortung übernimmt. So lange die breite Mehrheit nicht bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, bleibt letztlich nichts anderes übrig, als die Menschen zu bevormunden, Verbote auszusprechen und alles zu reglementieren. Damit ist jedes sozialistische System im Grunde ein System der Unfreiheit. 

Kommentar von MrSaxxxobeat ,

In der Theorie vielleicht, aber in der Praxis hat Kapitalismus nichts mit Freiheit zu tun. Wir werden in ein kapitalistisches Klassensystem geboren, in dem sich jeder "frei" verwirklichen kann, vorausgesetzt er hat schon ein gewisses Grundkapital, oder Glück (oder beides), was aber meistens nicht der Fall ist. Ich meine damit nicht, dass man nicht auch ohne Geld mit einer guten bzw. vermarktbaren Idee erfolgreich werden kann, allerdings wird die Mehrheit davon nicht ihr Essen bezahlen können und weiterhin für Mindestlohn für andere Menschen/Unternehmen arbeiten müssen. 

Kommentar von Interesierter ,

Die Freiheit des Kapitalismus ist die Freiheit das Klassensystem zu überwinden. 

Deine Geschichte vom notwendigen Grundkapital oder von Glück oder von beidem, entspricht so nicht der Wahrheit. 

Natürlich hilft Startkapital. Und natürlich gehört das nötige Glück auch dazu. 

Nur machen musst du es selbst. Wir alle sind heute doch viel zu bequem dazu. Nehmen wir es doch mal so, wie es ist. Nur wenige wollen wirklich gestalten. Die überwiegende Masse der Bevölkerung will keine Verantwortung tragen. Sie will einer geregelten Arbeit nachgehen und ein geregeltes Einkommen haben. 

Nur, ist das eben nicht die Realität sondern eine gepamperte Wohlstands-Oase. 

Kommentar von MrSaxxxobeat ,

Inwiefern sollte Kapitalismus helfen, das Klassensystem abzuschaffen? 
Fakt ist allerdings, dass nicht jeder den Nerv der Zeit trifft bzw. eine bahnbrechende Erfindung/Idee hat, die das Leben aller bereichert und sich somit sein Leben finanzieren kann. 
Wie oft kommt es vor, dass Leute, die in eine reiche Familie geboren werden, ein Unternehmen gründen und wie aus dem Nichts noch reicher werden? 
Warum sind Universitäten dann in vielen/den meisten Ländern immer noch kostenpflichtig, wo doch jeder dieselben Chancen auf Bildung haben sollte? 
Und selbst, wenn der Kapitalismus auf Freiheit beruhen sollte, warum ändern wir dann unser System nicht, wenn wir alle sehen, dass es in der Praxis nicht funktioniert? (Und jetzt bitte nicht mit dem Argument kommen, dass wir andere Systeme ausprobiert haben und von all denen, hat der Kapitalismus am besten funktioniert - das ist, wie wenn ein Arzt zu einem Patienten sagt, er ist HIV positiv, aber das Gute ist, er hat noch kein AIDS.)

Antwort
von violatedsoul, 33

Nein. Erst nach dem großen Knall, der kommen wird, besteht die Möglichkeit, es besser zu machen.

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