Glaubt ihr der NASA und ESA?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hallo alstaca08,

man muss hier gründlich unterscheiden zwischen Skeptikern und Leugnern.

Der Skeptiker ist nicht leichtgläubig, aber immer offen für Argumente und Fakten. Der Skeptiker fragt nach "woher weißt Du das?" oder "Hast Du da eine glaubwürdige Quelle?" Gute Argumente und Daten werden den Skeptiker immer überzeugen - er wird sie sich halt ansehen wollen. Mit Platitüden, Falschdarstellungen oder persönlichen Angriffen wird man beim Skeptiker nicht weiter kommen.

Der Leugner hingegen wird einfach alles, was nicht in das eigene Weltbild passt, als "gefaked" oder "gekauft" abtun. Gegenargumente interessieren ihn nicht, weiß er eine Argumentation nicht zu entkräften, wird er sich mit Floskeln wie "Du wirst schon noch sehen" oder "das ist halt Deine Meinung, ich sehe es anders" zurückziehen - und beim nächsten Mal in absolut derselben Weise argumentieren.

Leider bezeichnen sich auch die Leugner nicht selten als Skeptiker.

Wie könnte man denn jetzt überprüfen, ob die Stern wirklich megaweit entfernt sind?

Naja, um ein wenig Physik wirst Du dann nicht herum kommen. In einem Physikstudium lernst Du das alles und dann kannst Du das alles selber nachmessen.

Falls das zu viel Aufwand scheint, kannst Du Dir auch vor Augen führen, wie viele Leute da eigentlich an einer Verschwörung beteiligt sein sollen. "Die" NASA ist ja nicht eine einzelen Einrichtung. Zur NASA gehören jede Menge Einrtichtungen (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Anlagen_und_Einrichtungen_der_NASA). Bei der ESA ist das nicht viel anders. Alle deren Mitarbeiter und deren Familienangehörige müsste man bestechen. Und natürlich alle Wissenschaftler und deren Familien weltweit. Denn die NASA arbeitet seit Jahrzehnten projektgebunden mit verschiedensten Forschungseinrichtungen zusammen. Weiters musst Du alle Hobbyastronomen und deren Familien bestechen.

Spätestens wenn man an dem Punkt ist, dass man den Eindruck hat, dass eigentlich alle außer man selber in der angeblichen Verschwörung drin steckt, sollte man merken, dass da vielleicht was nicht stimmt...

Man kann sich auch überlegen, dass eine Verschwörung von NASA und ESA gar nicht genügen würde. Das Universum wurde schon vor der Gründung der beiden Organisationen erforscht. Die Entfernung zur Sonne wurde im 18. und 19. Jahrhundert  bei mehreren damals stattfindenden Venusdurchgängen vor der Sonne bestimmt. (Wie das geht, kannst Du hier nachlesen http://www.venustransit.de/parallaxe.htm). Bessel hatr 1838 über Parallaxenmessungen zum ersten Mal die Entfernung zu einem Fixstern messen können. Erst in den 1920ern stellte sich heraus, dass es mehrere Galaxien im Universum gibt und dass viele längst bekannte "Nebel" (weil sie wie diffuse Nebelfleckchen im Teleskop aussehen) eigene Galaxien sind.

Trotzdem ist das immer noch über 30 Jahre vor der Gründung der NASA gewesen. Die ESA ist sogar noch 20 Jahre jünger.

Also entweder stecken ausnahmslos alle Physiker weltweit seit Jahrhunderten unter einer Decke, ohne dass jemals was an die Öffentlichkeit gedrungen wäre - oder die Messungen sind sooo falsch nicht.

Ich kann mir es z.B. nicht vorstellen, das man mit irgendeinem
komischen Satelliten Megaweit entfernte Sterne sehen kann und vielleicht
sogar noch die Beschaffenheit oder andere Beschaffenheiten..

Wenn man nicht weiß, wie was geht, sollte man sich etwas einlesen. Nicht gleich eine Verschwörung postulieren.

Du brauchst keinen Satelliten, um megaweit entfernte Sterne zu sehen. Du kannst das jede Nacht mit bloßem Auge tun. Die Sterne, die Du mit bloßem Auge siehst, sind einige Dutzend bis einige Tausend Lichtjahre weit weg, also Billionen bis Billiarden Kilometern...

Dass wir sie sehen können, das liegt daran, dass das Weltall so unheimlich leer ist. Anders als in unserer Luft gibt es im Weltall keine Teilchen, die das Licht streuen. Es breitet sich ungehindert aus. Und aus. Und aus... bis es irgendwann halt doch bei uns ankommt.

Licht ist aber nicht einfach nur hell. Im Licht stecken tatsächlich jede Menge Informationen:

  • Wir können seine Wellenlänge messen
  • Wir können messen, wie viel Licht von einem Stern bei welcher Wellenlänge bei uns ankommt.
  • Dabei können wir auch Wellenlängen betrachten, die wir nicht sehen können: Radiowellenbereich, IR, UV, Röntgenbereich, Gammabereich.
  • Wir sehen in den sogenannten Fraunhoferlinien den "Fingerabdruck" der chemischen Elemente, die in der Atmosphäre des Sternes vorhanden sind.
  • Wir können aus diesen Spektrallinien auch ablesen, ob der Stern sich relativ zu uns bewegt.
  • Wir können aus diesen Daten auf seine Masse und Temperatur schließen
  • Bei Doppelsternen und bestimmten Sternen, die periodisch ihre Helligkeit verändern, kann man ihre Entfernung aus diesen Daten bestimmen.

Kurz: Hinter den Entfernungsmessungen der Astrophysik steckt jede Menge Arbeit und jede Menge Physik. Wie's geht, kann man sich auf Sternwarten oder im Web (z.B. hier http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/astronomische-massstaebe/entfernungen-teil1/; http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/astronomische-massstaebe/entfernungen-teil-2/) nachlesen.

Da oben herrscht dieselbe Physik, die wir hier im Experiment überprüfen können. Durch Kombination sorgfältiger Beobachtung und kritischer Überprüfung von Vermutungen in Beobachtungen, findet man allmählich heraus, wie das Universum beschaffen ist.

Es gibt eine unvorstellbare Fülle an Beobachtungsdaten, auf die sich Aussagen zur Entfernung im Universum stützen. Man muss sich halt damit beschäftigen, wenn man es genau wissen will.

Grüße

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt überwiegend Gründe dafür, den Bildern und ihrer Echtheit zu glauben.

Warum sollten die Bilder gefälscht sein? Abgesehen davon, dass die NASA nicht militärisch, sondern zivil ist und somit einer Veröffentlichungspflicht von max. 24 h unterliegt, ist es nicht nur technisch, sondern auch physikalisch durchaus möglich, so weit enternte Galaxien / Sterne abzulichten.

Klar ist die Andromeda Galxie z.B. sehr weit weg, aber warum sollte das Licht, das von ihr kommt, nicht bei uns ankommen? Mit Lichtgeschwindigkeit ist die Entfernung Andromeda - Erde durchaus innerhalb von ein paar Millionen Jahren zu schaffen => und das Universum existiert schon seit 13,7 Milliarden Jahren.

Technisch gesehen sind solche Aufnahmen durchaus auch möglich. Das Prinzip eines Teleskopes ist das eines jeden Fernrohres, nur eben größer. Und je größer das Teleskop, desto weiter die Sicht. Zoomt man mit einem großen Teleskop, am besten außerhalb der Atmosphäre (z.b. Hubble-Weltraumteleskop), also an einen weit entfernten Nebel heran, kann man ihn problemlos betrachten. Das Licht kommt ja so oder so an.

Die Beschaffenheit entfernter Planeten lässt sich nur schwer bestimmen, aber es gibt auf jeden Fall Möglichkeiten.
Wie bereits oben geklärt, muss ein Teleskop ja nur das ankommende Licht einfangen, fotografieren und als Bild auf den Computer schicken. Easy.
Licht, das durch eine planetarische Atmosphäre durchscheint, ist gestreut, d.h. nur gefilterte Wellenlängen kommen im Teleskop an. Das wäre das gleiche, als würde ein Teleskop die Erde von der Seite beobachten. Die Atmosphäre der Erde streut das Licht so, dass es blau auf uns und das Teleskop wirkt (=> blauer Himmel), obwohl das eigentliche Sonnenlicht ja weiß ist. Anhand dieser Informationen über die Lichtstreuung und -brechung kann das Teleskop (oder viel mehr der damit verknüpfte Computer) die Beschaffenheit der Atmosphäre bestimmen. Das geht mit einem Satelliten, der die Erde beobachtet und blaues Licht erhält, oder mit einem Teleskop, das einen weit entfernten Planeten beobachtet und z.B. rotes Licht einer roten Atmosphäre einfängt.

Du siehst, wenn man sich ein wenig (oder ein wenig viel) mit Physik und der heutigen Teleskop- und Computertechnik beschäftigt, kann man sich so einiges erklären kann, was man als Laie nicht unbedingt versteht. Leider gibt es viele Laien, die dann unsinnige Verschwörungstheorien erfinden.

Also, weg mit den Verschwörungstheorien und lieber objektiv und mit Neugier der Technik und der Physik begegnen! :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das läuft schon wieder voll auf Verschwörungstheorien hinaus. Man versteht etwas nicht und so konstruiert man ein Szenario damit es einem passt. Warum sollten Weltraumagenturen und tausende Astronomen sich Märchen über das All ausdenken, alle gemeinsam und in Absprache?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich denke jetzt da insbesondere mal an die spektakulären Bilder des Hubble-Weltraumteleskops. Dieses hatte ja zuallererst nach seinem Start einen schlimmen "Sehfehler" - die Astronomen, die die ersten verschwommenen Bilder zu Gesicht bekamen, waren zu Recht enttäuscht. Glücklicherweise konnte dieser (sehr teure) Fehler dann aber korrigiert werden, und die Aufnahmen, die das Teleskop dann und bis heute lieferte, stellten für viele Astronomen und Kosmologen und auch für ein breiteres Publikum eine Offenbarung dar. Dieses Material liefert noch für Jahrzehnte Arbeit - und es sind echte Aufnahmen.

Wenn ich aber dann animierte Szenarien sehe, in welchen man sich vorkommt, als rase man mit Lichtgeschwindigkeit (oder gar darüber) zwischen den Wolkentürmen des Orionnebels oder durch eine Ansammlung sehr ferner Galaxien (mit allen möglichen perspektivischen Effekten, die das Gefühl des "Vorbeiziehens" an diesen Himmelsobjekten erzeugen sollen, dann fängt in meinem Kopf ein Warnlicht zu blinken an. Derartige Videos können nicht wirklich "echte" Hubble-Bilder sein, sondern sind - vielleicht auf filmisch tolle Weise - manipuliert. Der Grund: wir kennen die eigentlichen Distanzen zu den einzelnen Teilobjekten in einem solchen Szenario längst nicht gut genug, um aus fixen (von der Erde oder der Erdumlaufbahn aus aufgenommenen) Standbildern wirklich realitätsgetreue Videos dieser Art zu erzeugen. Aber die Dynamik erhöht natürlich den Genuss beim Zuschauen.

Auch wenn etwa sogenannte Exoplaneten in fernen Sternsystemen quasi in "Nahaufnahmen" dargestellt werden, wie wir sie etwa von Mars, Jupiter und Saturn tatsächlich haben können - mit Bergen, Flüssen etc. , dann ist mir klar, dass diese Bilder der Hand eines Illustrators entstammen müssen, der sich vielleicht schlau gemacht hat, aber doch niemals einen fernen Planeten wirklich abzeichnen zu können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Bilder müssen echt sein. Die NASA und ESA sind zivile Organisationen und müssen all ihre Ergebnisse Fotos Videos usw innerhalb von 24H veröffentlichen.

Und warum sollte es unmöglich sein so weit entfernte Sterne/Planeten zu sehen ? Das sind ja keine Kameras in dem Sinne. 

Pack die Verschwörungstheorien zur Seite 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nun wenn ich seh, was man schon von der Erde entdecken kann, mit Hilfe eines entsprechenden Teleskops, zweifle ich nicht an den Bildern. Und wenn man sich etwas mit Technik beschäftigt, sind solche tiefen Einblicke ins All, durchaus technisch möglich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe überhaupt keine Zweifel an der Echtheit der Forschungsergebnisse. Warum auch? Warum sollte das gefaket sein? Zumal ja tausende Leute an der Entwicklung von Raumsoden, Satteliten, Raketen beteiligt sind. Sind die alle zum Lügen verpflichtet? Wohl kaum.

Ausserdem kann doch jeder, der will Astrophysik studieren oder aber auch mit eigenen Teleskopen in den Weltraum schauen. Schau mal Wissenschafts-Dokus. Dort werden viele Forschungsmethoden so erklärt, dass auch wir Laien sie verstehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Bilder sind ECHT.

Da gibt es keine zwiefel. Es sei denn man gehört dieser sonderbaren Gruppe an, die glaubt dass die Erde erst 6000Jahre alt sei.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?