Frage von lepetiteprince, 61

Glaubt ihr, dass wir eine Mitschuld an der gescheiterten (bzw. teilweise gescheiterten) Integration haben?

Leider Gottes ist es ja so, dass die Deutschen ihre eigene Kultur und Traditionen nicht mehr so vertreten, da man sich natuerlich auch sorgt manchmal als Nazi abgestempelt zu werden... Mir fällt auf dass einem als Ausländer in jedem anderen Land die jeweilige Kultur näher gelegt wird - auf ganz einfache Art und Weise. Nun gefaellt das dann manchen Leuten auch so gut dass sie diese Kulturen und Braeuche uebernehmen. Aber in Deutschland.... hat hier eigentlich schon mal jemand versucht unseren Immigranten die eigentliche Kultur näher zubringen? Zum Beispiel wie man ganz gesittet in ein Brauhaus geht, einen Rinderbraten mit Kloessen kocht oder am 1. Mai einen Maibaum stellt? Man meint es sicherlich nur gut, wenn man versucht, Zuwanderern die Eingliederung zu erleichtern, indem man ihnen Kulturcafés bietet oder typische Speisen aus ihrer Heimat etc...aber warum nicht einfach mal andersrum versuchen? Die deutsche Kultur ist doch gar nicht so schlecht, ich glaube hier gibt es viel zu bieten (ich beziehe mich auf Kultur und Tradition), was zB den Fluechtlingen auch so sehr gefallen koennte dass sie einfach ganz von alleine ohne Kurse und Eingliderungskrimskrams uebernehmen wuerden

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Agentpony, 26

Sicherlich, aber auch deswegen, weil der Staat seine langfristigen Interessen nicht vertreten hat. Ein Kernfehler hierbei ist zum Beispiel, dass wir es bis heute noch geschafft haben, eine meritokratische Einwanderungspolitik zu entwickeln.

Unsere Politik beschränkt sich darauf, Einwanderer zu dulden und irgendwann einen deutschen Pass zu geben, wenn sie halt ein paar Jahrzehnte hier waren, oder Großvater mal einen deutschen Schäferhund hatte. Das ist Teilweise bedingt durch unser veraltetes Modell des Blutsdeutschen.

Was völlig fehlt, ist der Fokus darauf, neue Deutsche am Ende herauszubringen - also Leute, die sich zwar gerne noch mit ihrer Herkunft identifizieren, sich aber völlig zweifelsfrei selbst als Deutsche betiteln.

Nur so als Beispiel: in Kanada versammeln sich am Ende des Einwanderungsprozesses Leute aller Herkunft im Rathaus, schwören ihrem neuen Land die Treue und singen dann zzsammen das erste mal als Kanadier die Nationalhymne. Danach gibt es einen Urkunde und eine Fete.

Kommentar von lepetiteprince ,

Das ist interessant mit Kanada das wusste ich nicht!

Antwort
von Skinman, 12

Wenn man als Politiker den Leuten keine Perspektive bietet und sie nicht arbeiten lässt und im Ghetto mit ihrer Großfamilie und kriminellen Banden aufeinander hocken lässt, und wenn man acht Jahre und länger die Hinweise der Polizisten vor Ort ignoriert, während man sich lieber mit Hochglanzpolitik und Leuchtturmprojekten und Elite-Unis befasst -

Dann muss man sich nicht wundern, wenn "auf einmal" Dinge wie Duisburg-Marxloh oder das Maghreb-Viertel in Düsseldorf entstehen und wenn diese Leute immer niedrigere Hemmschwellen zur Kriminalität entwickeln.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/kriminalitaet-gesetz-der-strasse-1.2819952

Nur bitte nicht mit der Lachnummer namens "polizeilichen Kriminalstatistik" argumentieren.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-05/polizei-kriminalstatistik-...

Antwort
von Suboptimierer, 33

Gescheitert bedeutet, dass der Integrationsprozess abgeschlossen ist, aber wer sagt das? Man kann es auch so darstellen, dass der Prozess noch voll im Gange ist. Es wird ewig weiter integriert werden.

Manche Zuwanderer wurden in der Vergangenheit erfolgreich integriert. Deswegen kann man schwer davon sprechen, dass alle Maßnahmen bislang in Gänze versagt haben.

Antwort
von ManuViernheim, 20

Wie Du und ich finden noch viele andere die deutsche Kultur vertretbar.

Man sollte sie den Flüchtlingen näherbringen.

Man könnte auch Sonntagmorgen mit ihnen in die Kirche gehen, am Wochenende auf einem Markt einkaufen usw.

Kommentar von lepetiteprince ,

Ja genau an so was hatte ich gedacht

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