daniel187 am 11.08.2007 um 15:50 Uhr
Es fällt mir immer mehr auf, dass viele Jugendliche, und teils auch schon Kinder, immer demotivierter sind. Viele stänkern rum, beleidigen, prügeln. Und fast keiner hat mehr respekt vor älteren Menschen. liegt das an der erziehung?

Jede Generation der "Älteren" hat sich schon über die Jugend aufgeregt. Die Jugend will sich zu jeder Zeit von der Elterngeneration unterscheiden. Man erzieht nicht, indem man Respekt verlangt, sondern indem man sich diesen verdient.

es fehlen die Ziele.
Ach, mein Lieblingsthema:
Die "Jugendlichen" sind orientierungslos. Sie wissen nicht wohin und schon garnicht warum. Das liegt zum einen an der Beziehung zwischen Eltern und Kind und zum andern an dem, was die Eltern dem Kind vorleben. Früher hatten die Jugendlichen nur eine Möglichkeit: Arbeiten gehen und das schon ab 12 (sagte mein Opa immer). Heute kann man sich überlegen ob man gern studieren will, arbeiten oder Künstler werden oder den ganzen Tag rumhängen und Drogen kosumieren. So richtig interessieren tut eh keinen, da die "Eltern" so sehr damit beschäftigt sind einen Job zu finden, sich scheiden zu lassen oder sich im die Kariere zu kümmern.
Ja, richtig, ein Klischee nach dem andern. Aber im Endeffekt ist unsere Generation nur das Ergebniss der Vorgänger-Generation. Und die hat nunmal stark mit den Veränderungen in den Famielenstrukutren, dem Arbeitsmarkt und der Gesellschaftstruktur der letzten Jahre zu kämpfen.
Aber: Ich kenne troz aller Misstände sehr engagierte, motivierte und zielstrebige Jugendliche, die ihren Weg gehen!!! Gott sei dank ; )
Ich schließe mich der Meinung von Outlaw an. Als Eltern (oder Erwachsener)lebt man den Kindern doch vor, kann sie am allermeisten beeinflussen und auch Werte vermittel. Aber auch die "Älteren" sind nicht unfehlbar.

Mir fehlt zum Abstimmen:
Liegt an beidem
daniel187 am 12. August 2007 15:37 hmm..ja, das stimmt..

Wetten, dass sich die Urmenschenurgroßväter auch schon über die Urmenschenkinder aufgeregt haben, wenn sie keinen Bock zum Beerensammeln hatten. Das ist immer eine Generationsfrage. Wenn es gestimmt hätte, was mein Großvater (geb. 1899) "vorausgesehen" hat, wären wir fast alle Nichtsnutze.
Es liegt an beidem. Die Erziehung und die Gesellschaft. Unsere Kinder werden schon früh von Eltern und Verwandten mit allem zugeknallt, was ihr Herz begehrt. Ob Handy, Pc, MP3, PS3, etc. Sie sind einfach "satt", haben alles schon erlebt/gesehen und die Gesellschaft fängt das nicht auf, sondern fördert das noch. Was soll dann ein Jugendlicher schon groß mit sich anfangen? Und statt einzugreifen schauen die meisten Erwachsenen doch nur noch weg.

das war früher auch schon so, und wird wohl auch in zukunft so sein.
liegt an zu vielem um es pauschalisiert sagen zu können. ein reiches und verwöhntes kind kann die gleichen verhaltensmuster zeigen wie ein armes und vernachlässigtes, jedoch sind meistens die gründe bei beiden sehr unterschiedlich

liegt an vielem, Erziehung, was vorgelebt wird. Gesellschaft sind wir ja auch alle, sicher auch an dem Umgang miteinander, an den Medien usw. LG Lotusblume
Dass sie keinen Respeckt mehr vor Älteren haben liegt denk ich mal oft an der Erziehung.Und die Demotivation liegt eher an der Gesellschaft und an dem ganzen Stress der überall ist.Kann aber auch noch was mit der Erziehung zu tun haben.Trotzdem würde ich eher sagen es liegt an der Gesellschaft^^ Ist jedenfalls meine Meinung ;)

Aber natürlich!

Beides. Liegt vor allem daran, dass keine Werte mehr vermittelt werden (Erziehung) und dass die Gesellschaft zu hohe Erwartungen stellt (Gesellschaft).

Würde auch sagen :
An Gesellschaft und Erziehung!
Das ist die übersättigte Gesellschaft und meiner Meinung nach auch unchristliche Erziehung.
Die Älteren sollten das gewünschte Umfeld vorleben.
Werte, die wir mal mit auf den Weg bekommen haben, gelten doch heute nicht mehr. Man muß sich doch nur mal umsehen auf diesem Planeten.
Ich glaube, das liegt daran, dass Kinder heute einfach zuviel "input" bekommen hauptsächlich durch die Medien. Sie haben nicht gelernt, sie selbst zu beschäftigen, sie werden unterhalten und sie schauen zu, wie andere leben - aber sie selbst wissen nicht wirklich, wie das geht. Auch glaube ich, dass die Schule überfordert und durch viel Unterricht und viel lernen nicht mehr viel für Freizeit übrig bleibt. Meine Kinder sind nach der Schule oft so fertig, dass sie kaum noch Kraft für andere Aktivitäten haben. Vielleicht wäre das anders wenn es kein TV gäbe - sicher eine Erziehungssache, eine Gesellschaftsfrage und eine Frage der Persönlichkeit des Kindes. Ich möchte nicht tauchen, meine eigene Kindheit war schöner.

Liegt am Zeitgeist..der ist Produkt aus beidem und noch viel mehr...

Lest das Buch von Michael Winterhoff: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden". Ich möchte der Gesellschaft zu gleichen Teilen die Mitschuld geben, denn sie suggestiert in falschem Maße, was gute Eltern ausmacht. Autorität wird automatisch negativ behaftet und Kinder in ihrer angeblichen frühzeitigen Mitbestimmung überfordert. Dadurch entstehen beziehungs- und arbeitsunfähige Jugendliche- so Winterhoff.
die kinder verkehren mit anderen und lassen sich schnell anstecken weil sie sonst nicht dazugehoeren und als weicheier beschimpft werden klar liegt das an der erziehung

Ich habe da leider völlig andere Erfahrungen als du.
Beispiel1: Am letzten Freitag war ich mit meinem 2 1/4 Jahre alten Sohn auf einem Spielplatz. Da spielte eine "Horde" von Jungen (so ca. 10-12 Jahre alt, verschiedene Nationalitäten) Fußball. Mein Kleener wie immer stürmt voll auf die Jungs zu und will mitmischen. Ich saß ein wenig entfernt, man konnte den Bezug zu mir nicht feststellen. Die Jungs haben sich so lieb um den Kleinen gekümmert, haben ihn mitspielen lassen, als er störte, haben sie ihm einen eigenen Ball gegeben, ihn auf eine Schaukel gesetzt, als er schaukeln wollte..... Zu guter Letzt haben sie ihm sogar noch Kekse angeboten! (Die gleiche Erfahrung habe ich schon öfter gemacht, wenn ich mit meinem Sohn auf den Spielplatz gehe)
Kein 0 Bock, keine Prügeln, kein Rüpeln.
Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Respekt.
Beispiel3: Ich leite eine Showtanzgarde und komme dadurch sehr viel mit Jugendlichen zusammen. Sie sind selbstbewusst, manchmal ein wenig zu vorlaut, haben manchmal keine Lust, aber immer hilfsbereit, engagiert und meist guter Dinge.
Natürlich gibt es auch Negativbeispiele. Aber die gab es schon immer und wird es auch immer geben.

Man muss aufpassen, dass Kinder nicht nur konsumieren lernen in jungen Jahren. Auch Fernsehen kann man konsumieren, den Stoff in der Schule bekommt man fertig vorgesetzt, die Spiele sind schon vorgegeben mit Spielanleitung oder mit den Funktionen des Spielzeugs. Früher sind Kinder in Gruppen durch den Ort gestreift, konnen auf Wiesen und Feldern noch spielen und mussten für andere Kinder Verantwortung übernehmen. Heute werden Kinder total überwacht, die Eltern wissen immer genau, wo sie gerade sind und auch das Freizeitprogramm von Sport über Musikunterricht ist schon vorprogrammiert. Kinder sind total überwacht und total verplant. Was Kinder und Jugendliche brauchen: Erwachsene Freunde, die unterstützend da sind, damit Kinder und Jugendliche selber was auf die Beine stellen können. Ob Party selber organisieren, Verantwortung für andere übernehmen, eigenen Stolz auf etwas geleistetes entwickeln können.