Frage von warmduscher638, 88

Glaubt ihr an Karma bzw. ist es erlaubt als gläubiger Christ daran zu glauben?

Hallo erstmal, Ich habe mich in letzter Zeit oft damit beschäftigt und Gedanken zum Thema gemacht. Meint ihr, dass man gute/schlechte Taten, welche man im Leben vollbracht hat, in diesen Leben wieder bekommt oder gar im nächsten Leben? Sicherlich wird der ein oder andere sagen dies ist auch an die Reinkarnation gebunden, wobei Ich gelesen habe, dass es Bibelstellen geben soll, die darüber berichten aber angeblich ”falsch weitergegeben" wurden. Wäre es demnach falsch oder gut den Hintergedanken von Ursache und Wirkung zu besitzen wobei sIch dies bei anderen Religionen auch auf das nächste Leben bezieht (Wiedergeburt). Ich persöhnlich halte nichts von Karma aber Ich versuche dennoch kein schlechter Mensch zu sein. Ich höre bloß oft von verschiedenen Leuten, dass sie mit christlichen Glauben daran teilhaben und finde Es bloß interessant und frage mich, ob Es falsch wäre daran zu glauben (an Karma) Oder nicht.

Antwort
von ArbeitsFreude, 27

Als "ungläubiger" sagen wir mal lieber: Skeptischer, antichristlicher, islamophober Buddhist kann ich Dir sagen:

Wenn Du an Karma glaubst, bist Du kein guter Christ, denn Deine Taten werden beim jüngsten Gericht geahndet und dann kommst Du in Himmel oder Hölle!

Ob Du wegen Karmaglauben alleine schon in die Hölle kommst, kann ich Dir nicht verbindlich sagen - dafür weiß ich zu wenig über das Christentum.

Angenommen, du kämsest, würdest Du mich dann treffen und es könnte unterhaltsam werden:)

Die meisten - nicht alle - Buddhisten glauben eben daran, dass Du alle Ursachen, die Du im Leben setzt, als Karma (heißt ja nichts anderes als Taten) mit nimmst und diese sich entweder positiv oder negativ auf Dich auswirken.

Also: Ich selber als Nichiren-Buddhist glaube dran - habe auch schon mal eine "Rückführung" gemacht (wobei sowas unbuddhistisch ist: Buddhisten raten von Rückführungen ab - obwohl die meisten an Reinkarnation glauben!)

Unabhängig davon, ob Du an so einen Hokuspokus glaubst: In Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen auch auf Glaubensebene zu denken, halte ich für uneingeschränkt empfehlenswert!

Antwort
von RudolfFischer, 21

Als gläubiger Christ bist du in die Verantwortung entlassen zu glauben, was du nach deinem Gewissen für richtig hältst.

Für eine Art Karma spricht einiges, z.B. die Beobachtung, dass böse Taten irgendwann auf den Urheber zurückfallen und sei es nur als Gewissensbisse. Die kann man dann schon bewusst durch gute Taten ("Buße") mildern.

Es ist auch denkbar, dass jemand nach seinem Tode auf ausdrücklichen Wunsch hin noch mal auf der Erde leben darf, um eine falsche Entscheidung zu korrigieren, evtl. sogar dieselbe Situation nochmal erleben darf, um sich bewusst anders zu entscheiden. Ja, es ist sogar denkbar, dass damit die Vergangenheit zum Positiven geändert werden kann. Denn dem Schöpfer und Urheber aller Dinge, der außerhalb von Zeit und Logik steht, ist _alles_ möglich. Das wird zu wenig beachtet.

Eines glaube ich jedenfalls nicht: Dass irgendwo ein Krämer sitzt (gar Gott selbst), der über dein Karma Buch führt und dich nach dem Tode dazu verdonnert, als Kakerlake wiedergeboren zu werden, damit du erleben kannst, wie mies das ist, zertreten zu werden. Eine Zwangswiedergeburt a la Buddhismus lehne ich also ab. 

Man kann es besser positiv angehen: Alles daran setzen, positiv zu denken und zu handeln und sich des Lebens dankbar zu erfreuen. Leben und lieben, das ist unsere Aufgabe, und dann stimmt das "Karma", wie immer man darüber sonst denken mag.

Antwort
von Liquidchild, 24

Es gibt viele Christliche Gruppierungen, die sich mit dem Thema Reinkarnation und Christentum beschäftigen (z.B universelles Leben) 

Generell würde dir denke ich jeder Pfarrer sagen, dass das nicht zusammenpasst. Es soll angeblich Indizien dafür geben, dass es früher mehr Verse in der Bibel gab, die auf Reinkarnation hinwiesen. Aber auch jetzt kann man noch einige Stellen so interpretieren, dass Reinkarnation in dem Kontext sinnvoll scheint. Man kann die Bibel eben an vielen Stellen verschieden interpretieren. Wenn man an Reinkarnation glaubt, wäre es nur logisch auch an das Gesetz von Saat und Ernte (Karma) zu glauben. 

Antwort
von JTKirk2000, 24

Im Prinzip bedeutet Karma ja eigentlich, dass man für das, was man in einem Leben tut, im nächsten Leben vergolten bekommt. Bewirkt man durch eigene Entscheidungen und Handlungen Gutes, so wird man im nächsten Leben belohnt. In gewisser Hinsicht gibt es nach christlichem Glauben, und ich glaube auch im jüdischen Glauben und im Islam eine durchaus vorhandene Ähnlichkeit, nur bezieht diese sich dann nicht auf ein weiteres irdisches Leben, sondern auf ein ewiges Dasein nach dem irdischen Tod.

Wenn Du Dich darauf beziehst, ob das, was Du in Deinem gegenwärtigen Leben durchlebst, karmisch bedingt ist, so wird die Sache doch um einiges interessanter, denn in dieser Hinsicht glauben wohl nur noch die wenigsten, die den erwähnten drei Religionen angehören, dass es eine irdische Wiedergeburt gibt. Und doch gibt es eine interessante Aussage im Matthäusevangelium Kapitel 16 auf die Frage Christi, wofür die Leute den Menschensohn halten (http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus16,13-14). Dahingehend ist dann doch ein gewisser verbreiteter Glaube an so etwas wie Wiedergeburt erkennbar. 

Kommentar von gottesanbeterin ,

Karma hat weder mit Vergeltung, noch mit Belohnung zu tun, Karma ist ein Lern- und Entwicklungspprozess, ähnlich einer Schule, in der man eine nicht vertandene Lektion eben nochmals lernen und erfahren muss, um weiter aufsteigen zu können (und dann eben die nächste Hürde nehmen muss).

Antwort
von Hooks, 14

"gläubiger Christ" - was meinst Du damit?

Wenn Du Jesus Christus Dein Leben gegeben hast, zur Umkehr gekommen bist und ihm vertraust, dann wirst Du nach dem NT leben.

Sünden vergeben heißt wegsein. Ab ins Meer, wo kein Mensch je hinkommt, auch heute noch nicht. Da ist kein Raum für irgendwelche Ideen von "zurückkriegen, was man getan hat".

Allerdings müssen wir auf dieser Erde manchmal mit Folgen von sündigen Taten leben. Ein unehelich gezeugtes Kind wird weiter dasein (König Davids ist damals gestorben), und ein Freund erzählte mir, der Herr Jesus habe ihn zwar von seiner Drogensucht befreit, aber er leide noch manchmal unter Konzentrationsstörungen. So etwas kann bleiben, muß aber nicht.

Antwort
von fricktorel, 6

Ich "glaube Gott" (Jes.45,22) und nicht an eine "Kraft des Gottes dieser Welt" (Offb.12,9), mir der dieser viele Menschen verführt (Eph.2,2).

Außerdem kannst du gar nicht schaffen, durch "Werke" gerecht zu werden, das tat Jesu (Gal.3,24; Röm.6,23).

Die "Reinkarnation" besteht bei unserem ewigen Vater in einem "neuen Leben", das wir nach der Wiederkunft Jesu bekommen werden (1.Kor.15,51; Offb.20,4-5).

Antwort
von Meatwad, 22

Nehmen wir mal die Fakten zur Hand:

Der Mensch ist ein Lebewesen, welches sich wie alle anderen Lebewesen auf Erden über Millionen von Jahren entwickelt hat. Er unterscheidet sich in keinster Weise von der Ameise oder der Giraffe. Es blüht ihm daher nach dem Tod dasselbe Schicksal, wie allen anderen Lebewesen auf Erden. Wird die Giraffe nach ihrem Tod für ihr Verhalten zu Lebzeiten bestraft/belohnt?

Woran keinerlei Zweifel besteht ist, daß man, wenn man zu Lebzeiten viel Gutes tut und möglichst vielen Menschen hilft, noch zu eben diesen Lebzeiten damit rechnen kann, daß da auch mal was Gutes zuückkommt.

Kommentar von Hooks ,


Der Mensch ist ein Lebewesen, welches sich wie alle anderen Lebewesen auf Erden über Millionen von Jahren entwickelt hat.

Fakten? Das ist eine theoretische Behauptuing!

Beweise das bitte!

Kommentar von Meatwad ,

Nein, es ist in keinster Weise eine theoretische Behauptung. Die Evolutionstheorie ist bewiesen. Lernt man normalerweise in der Schule. Aber zum Lernen ist es nie zu spät.

Kommentar von Abahatchi ,

Nein, es ist in keinster Weise eine theoretische Behauptung

Sei doch froh, dasz der Kommentator es theoretische Behauptung und nicht thetische Behauptung genannt hatte. Im wissenschaftlichen Sinne ist alles theoretische eine Beschreibung der Wirklichkeit, also von Fakten und Tatsachen. 

Was kümmert es Dich, wenn 99 % der Deutschen keine Ahnung haben, was das griechische Wort Theorie eigentlich bedeutet. Wer Fremdsprachen beherrscht ist oft im Vorteil.

Kommentar von Abahatchi ,

Das ist eine theoretische Behauptuing!

Wenn man schon so wissenschaftlich daher kommt, dann sollte man wissen, was aus wissenschaftlicher Sicht theoretische bzw. thetische Behauptungen sind.

Die Antwort ist ohne Quellennachweise erst einmal rein thetisch. Jedoch wurden, wie schon der Antworter deutlich machte, Fakten in der Schule vermittelt. Weiter Quellen sollte man finden können, wenn man weis, wie das Internet funktioniert oder wie man zu einer Bibliothek geht. Man könnte sich auch an einer Uni als Gast einschreiben. 

Weil es Fakten gibt und Evolution ein Fakt ist, ist die Antwort eine Beschreibung der Wirklichkeit und somit eine theoretische Aussage bzw. Behauptung. Wenn Du nämlich wüsztest, was Theorie im wissenschaftlichen Sinne bedeutet, dann wüstest Du, dasz eine Theorie immer die Beschreibung von einem Teil der Wirklichkeit darstellt, denn das Wort Theorie ist griechisch und es ist nicht das Problem des Wortes, dasz 99 % der Deutschen keine Ahnung haben, was es tatsächlich bedeutet und sie das Wort Theorie mit These gleich setzten. 

Höherwertiger als Theorie geht im wissenschaftlichen Sinne nicht. Erst wenn ein These nach menschlichem Ermessen bewiesen wurde, darf man diese als Theorie bezeichnen. Somit also ein Dank an Dich, dasz Du offensichtlich erkannt hast, dasz die vorliegende Antwort keine These mehr ist, sondern, weil schon bewiesen, eine Theorie bzw. eine theoretische Behauptung.

Grusz Abahatchi.

PS Wissen ist Macht, nichts Wissen macht nichts!

Antwort
von Maimaier, 28

Es läuft auf das gleiche hinaus. Wenn du gutes tust, wirst du nach deinem Tod belohnt, wenn du böses tust, wirst du nach deinem Tod bestraft. Der Unterschied ist nur, ob du das nächste Leben hier auf der Erde oder im Himmel vorstellst. Die Hölle ist eigentlich keine ewige Strafe, d.h. jeder kommt irgendwann in den Himmel, nur manche müssen halt vorher noch in die Hölle.

Wissenschaftlich gesehen ist das also identisch, denn unterschiedliche Vorstellungen spielen hier keine Rolle, nur messbares Verhalten. Somit ist es egal, ob du an Karrma oder Himmel/Hölle glaubst, so oder so solltest du besser gutes tun und nicht böses.

Kommentar von Hooks ,

Von dem, was in der Bibel steht, hast Du nichts begriffen.

Kommentar von Maimaier ,

Das ist nicht sehr hilfreich.

Kommentar von ArbeitsFreude ,

wenn ich Dich trösten darf, liebe(r) Maimaier (sofern Du überhaupt des Trostes bedürfen solltest:): Du darfst Hooks' Kommentar als Kompliment auffassen!

Die Bibel zu begreifen, macht Dich weder gescheiter, noch glücklicher - höchstens arroganter (wenn Du denn zum Schluss kommen solltest, dass Du sie begriffen hast)

Doch bin ich sicher: Das weißt Du bereits:)!

(=> Woraus Hooks wiederum messerschaf schließen darf: Ich selbst habe von der Bibel auch nichts begriffen!)

Kommentar von Maimaier ,

Hooks Kommentar ist sicher kein Kompliment.

Ich gebe zu, das es schwer ist wirklich die ganze Bibel zu verstehen. Aber gerade die wirklich wichtigen Teile sind nicht kompliziert. z.B. "Liebe deinen Nächsen wie Dich selbst". Mit Arroganz hat das nichts zu tun.

Arroganz hat auch etwas mit Hochmut zu tun. Kann es sein, das sie auf die Bibel herabschauen?

Kommentar von ArbeitsFreude ,

Könnte sein, liebe(r) Maimaier - ist aber nicht so:) - Ich halte es nur für eine Anmaßung, wenn jemand behauptet, er habe die Bibel als Ganzes verstanden.

Lediglich das wollte ich damit gesagt haben - Es ist sicher weder gut noch gerechtfertigt, auf etwas herabzuschauen, was man nicht kennt...

Kommentar von Trashtom ,

Wissenschaftlich gesehen

äh nein.

Kommentar von Maimaier ,

Wissenschaftlich = empirisch, überprüfbar (z.B. durch Versuche). Es gibt kein Experiment über Wiedergeburt oder Leben im Himmel.

Antwort
von FlyingCarpet, 21

"Karma" gehört nicht zum christlichen Glauben.

Antwort
von comhb3mpqy, 10

Ich bin Christ und glaube an ein Leben nach dem Tod, wie man im Christentum daran glaubt. Falls jemand interessiert ist: Gründe/Argumente, warum ich an diese Religion und an ein Leben nach dem Tod glaube kann man erfahren, wenn man mich z. B. fragt. Oder wenn man auf mein Profil geht.

Antwort
von Spuky7, 27

Das kann dir keiner definitiv und mit Sicherheit sagen, ob es Karma gibt oder nicht. Das ist Teil einer religiösen Weltanschauung und somit Glaubenssache. Glaube ist Glaube. Beweise gibt es keine.

Kommentar von Hooks ,

"gläubiger Christ" und Karma schließen sich aus.

Kommentar von Abahatchi ,

nö, wieso? Wer Jude ist, der glaubt an die Thora bzw. gewisser Maszen an das Alte Testament. Das neue Testament beschreibt aber einen völlige anderen Gott als das alte Testament. Wer also sich einen Gläubigen nennt, der an Jesus Christus glaubt, der glaubt doch eh schon an ein Paradoxon. Somit kann auch jemand behaupten, er sei Christ und glaubt an Karma. 

Antwort
von Linmasee, 12

Christentum und Karma zu vereinen ist meiner Meinung nach nicht möglich.

Christen glauben an die Auferstehung ("Leben /Vollendung" an einem anderen "Ort". Karma (Hinduismus, Buddhismus) an Wiedergeburt (erneutes Leben auf der Erde).

Ich selbst bin Christ und glaube somit nicht an Karma halte jedoch viel von christlichen Wertevorstellungen.

GLG

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community