Glaubt ihr an folgendem Einsteinzitat ist was Wahres dran (Frage an Mitchristen)?

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13 Antworten

Einstein hat seine Gedanken an seine Denk- und Lebensumstände angepaßt. Auch wenn er viel erkannt hat, war er trotzdem kein Dr. Allwissend, und er hat lediglich geäußert, was er zum betreffenden Zeitpunkt gedacht hat.

Andere Menschen haben andere Lebensumstände und andere EInsichten. Einsteins Gedanken können zwar eine Anregung sein, aber darüber hinaus sind sie nur für Einstein gültig und nicht für andere, solange sie andere nicht zu ihrem eigenen Denken machen.

Glauben ist auch immer eine Sache des Weltbilds. Was in einem Weltbild gültig sein mag, daß ist in einem völlig anderen Weltbild nicht mehr gültig.

Einstein selbst befand sich in einem ständigen Konflikt. Einerseits hatte er seine religiöse Vorprägung, andererseits war er aber auch mit dem Materiellen (der Physik) fest verhaftet.

Genau dieser Konflikt spiegelt sich auch in dem Zitat wieder. Er glaubte an einen Gott (geistiges Weltbild), aber er machte sich ebenso Gedanken über das Geschehen beim Tod des menschlichen Körpers (physikalisches Weltbild).

Wie Einstein späterhin gedacht hat, weiß ich nicht. Doch ich halte es für ausgeschlossen, daß man mit physikalischen Mitteln die Gegebenheiten einer nichtphysikalischen Welt messen kann. Wer es dennoch für möglich hält, begibt sich damit ein einen nicht lösbaren Konflikt.

Anders ausgedrückt: Auch Einstein ist eigenen Denkfehlern aufgesessen.

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Sind Sie jetzt enttäuscht? Waren alle guten Taten umsonst?

Wir denken, dass der Mensch, dessen Geist sich mit Gott beschäftigt, heiliger ist als der Mensch, der an Geld denkt. Doch sie sind praktisch beide das gleiche; beide wünschen Ergebnisse.

Während der ganzen theologischen Vergangenheit ist uns von religiösen Lehrern versichert worden, dass wir, wenn wir bestimmte Riten verrichten, bestimmte Gebete oder Mantras wiederholen, uns gewissen Normen anpassen, unsere Wünsche unterdrücken, unsere Gedanken kontrollieren, unsere Leidenschaften sublimieren, unsere Triebe eindämmen und uns sexueller Ausschweifungen enthalten, dass wir - wenn Geist und Körper ausreichend gefoltert sind - dann etwas jenseits dieses bedeutungslosen Lebens finden werden. 

Und das haben Millionen sogenannter religiöser Menschen Jahrhunderte hindurch getan, entweder in der Abgeschiedenheit, indem sie in die Wüste oder in die Berge oder in eine Höhle gingen oder mit der Bettelschale von Dorf zu Dorf wanderten oder sich in einem Kloster als Gruppe zusammenfanden und ihren Geist zwangen, sich einem festgelegten Vorbild anzupassen. 

Aber ein gequälter Mensch mit einem zerbrochenen Geist, ein Mensch, der diesem ganzen Tumult zu entrinnen trachtet, der der äußeren Welt entsagt hat und durch Disziplin und Anpassung abgestumpft wurde, solch ein Mensch, wie lange er auch suchen mag, wird nur finden, was seinem irregeleiteten Geist entspricht.

Ich möchte nicht gegen die Kirche und gegen organisierte Religion sprechen, das liegt bei Ihnen.

Ich gehöre keiner organisierten Religion oder Kirche an, weil es für mich keine Bedeutung hat. 

Ich will nur aufzeigen, dass ein Mensch, der ernsthaft nach dem Wirklichen sucht, all das beiseite setzen muss; was noch nicht heißt, dass ich angreife. Wenn man angreift, muss man auch verteidigen. Ich möchte hier aber weder angreifen noch verteidigen.

Wir versuchen, das Daseinsproblem in seiner Gesamtheit zu verstehen, und dazu gehören auch Kirche und organisierte Religion.

Ich glaube nicht daran, dass eine organisierte Religion dem Menschen hilft, Gott oder die Wahrheit zu finden.

Religionen bedingen den Menschen, an Gott zu glauben; genauso wie ein Kommunist bedingt wird, nicht zu glauben; – es ist im Grunde dasselbe, ich sehe keinen großen Unterschied.

Der Mensch, der sagt: »ich glaube an Gott«, weil er von Kindheit an dazu erzogen worden ist, und der Mensch, der sagt: »ich glaube nicht an Gott«, weil er bedingt worden ist, solchen Unsinn zu wiederholen, – stehen beide auf derselben Ebene.

Wer aber selber etwas herausfinden möchte, fängt an zu untersuchen. Er wird keine Autorität, kein Buch, keinen Erlöser blindlings annehmen.

Wenn es ihm wirklich ernst damit ist, wenn er es täglich durchdenkt und untersucht, es in seinem Leben verfolgt und zu verstehen trachtet, – dann hat er auf irgendwelche Weise allen Glauben abgelegt.
Er ist ein wahrhaft Suchender ohne jeden Beweggrund; er ist ganz allein auf einer Entdeckungsreise. Und wenn er findet, bekommt das Leben eine ganz andere Bedeutung für ihn. Vielleicht kann er dann den Menschen helfen, frei zu werden?

Die Frage lautet weiter: »Haben die Religionen nicht viel Gutes getan?« Glauben Sie? Ich glaube, es gibt nur eine einzige organisierte Religion, die den Menschen nicht durch Krieg ins Elend gebracht hat, – und das ist bestimmt nicht das Christentum oder der Islam!

Die Christen haben möglicherweise mehr Kriege geführt als irgendeine andere Religionsgemeinschaft,— und stets im Namen des Friedens, der Liebe, Güte und Freiheit.

Sie haben hier wahrscheinlich mehr als die meisten anderen Völker unter den Schrecken des Krieges und der Erniedrigung gelitten; – während beide Seiten stets Gott für sich anforderten.

Sie wissen all das selber, auch ohne dass ich es wiederhole.
Ich fürchte, wir haben die Welt zu dem gemacht, was sie ist, – wir, Sie und ich, – sie ist nicht von Weisheit, Wahrheit oder Gott erschaffen worden.

Ehe wir uns nicht von Grund auf ändern, wird keine organisierte Religion der Menschheit Gutes bringen.
Religionen können oberflächliche Verbesserungen herbeiführen oder auf sozialem Gebiet Gutes tun; aber es hat Jahrhunderte gedauert, ehe die Religionen zivilisiert wurden, und es wird ebenso lange dauern, bis der Kommunismus zivilisiert ist.

Ein wahrhaft ernster Mensch muss von diesen Dingen frei sein; er muss über alle Erlöser und Götter hinausgehen, um das Wahre zu finden.

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das zitat ist gut

gott greift niemals in seine schöpfung ein, denn würde er das tun, müßte er sich gestehen, daß seine schöpfung unvollkommen ist (er muß ja EINGREIFEN)

er sagt aber an jedem schöpfungstag: sie, es war sehr gut!

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Jes 55,8-9

---8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR,

---9 sondern soviel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.

Röm 11,33

33---O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege!

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Das heißt einfach nur, dass du nach dem Tod endgültig tot bist, und deine Taten keinen Einfluss darauf haben, wo du nach dem Tod hinkommst. Du bist nach dem Tod nämlich nichts! Deine Seele, von der du glaubst, dass sie existiert, wird sich bei deinem Tod auflösen, als wäre sie nie da gewesen.

Das ist im Prinzip auch schon alles, was Einstein sagt. Dann noch alles Gute und viel Erfolg auf deinem restlichen Lebensweg, nutze ihn gut, du lebst nur einmal. Yolo carpe diem und so.

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Ein kleiner Nachtrag, nachdem ich einige deiner Kommentare gelesen habe.

In der Ethik gibt es unter Anderem die Begriffe Pflicht und Tugend.

Eine Pflicht ist eine Handlung, die du tun oder unterlassen musst. Eine Tugend ist eine Charakterstärke.

Dein Probem kann man so zusammenfassen: Du versuchst deinen Pflichten nachzukommen, aber du glaubst nun, dass du es aus einer Charakterschwäche - nämlich Egoismus - heraus tust. Vielleicht siehst du es auch als Pflicht, deinen Charakter zu bilden. Und damit findest du dich in einem moralischen Dilemma wieder.

Aber ein solches Dilemma zu erkennen, ist schon einmal gut. Wir Menschen müssen ein Leben lang dazu lernen und werden immer wieder rückblickend denken, dass wir früher schlecht gehandelt haben oder einen schlechten Charakter hatten.

Zur Lösung des Problems fällt mir nicht viel ein. Aber vielleicht helfen dir die Begriffe weiter.

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Ich sehe Gott nicht als den Mann mit grauem Bart der uns im Tode richtet sondern eher als Konzept, das alles gedacht hat, aus dem alles entstanden ist und noch immer entsteht. In diesem ist alles enthalten - so wie Materie und Antimaterie (die man aber noch immer sucht) ist darin auch Gut und Böse, Licht und Dunkel enthalten. Aber Achtung: aus unserer Menschenperspektive urteilen wir nach Licht=Gut und Dunkel=Schlecht. So haben wir uns das Leben vereinfacht. Aber ob die Formel wirklich so einfach ist? Wir Menschen wissen viel zu wenig und sind viel zu dumm - dadurch suchen wir nach einfachen Formeln. 

Die Realität ist anders: sobald Du stirbst löst dein 'Ich' sich auf. Und das macht es gerne weil es sich aufgenommen fühlt in reiner Liebe. In diesem wunderschönen Moment geht jede Individualität verloren. Und Du willst das so. Es ist wie bei magischem Sex wo man sich verliert, seine eigenen Grenzen verliert und den anderen Menschen und die Welt einfach nur vollkommen liebt. 

Ich gebe Einstein absolut recht. Und die Wissenschaft beweist ja immer mehr solcher Sachen. Es gibt kein 'Du' mehr nach dem Tod - da kannst Du dich einfach ausrasten und wohlfühlen. Aber eines ist fix: Du kommst wieder  wenn Du nicht brav warst. Ich meine: wieder auf die Erde. Und das ist für mich die erschreckendste Vorstellung. Daher bin ich brav: denn je braver desto weniger oft muss ich da noch herunterkommen. 

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Naja, du tust gutes, damit du später von irgendeinem gott belohnt wirst, das ist egoistisch, in der tat.

Man kann und sollt auch gutes tun, ohne eine belohnung zu erwarten.

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Genau da liegt der Fehler...Wenn du nur auf Lohn aus bist, dann sind das für Gott keine guten Taten.

Hebr. 11 6Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen;

http://www.bibelstudium.de/articles/1239/Das-Gewicht-der-guten-Werke.html

Nein, durch gute Werke kommt keiner in den Himmel, sondern nur durch den Glauben an Jesus Christus. Die guten Tagen kommen aus dem Glauben.. dann wägt man nicht mehr ab, was man dafür wohl für einen Lohn bekommt....Man hat ja schon den Lohn: Jesus Christus! Was kann da noch Besseres kommen?!

Psalm 73 25Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde

lg

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Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der
überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst
erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen
körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken

auf deutsch:

es gibt keinen gott und jeder, der sich vorstellt, wie sein gott sein müsste, hat sich einen eigenen gott erschaffen..........

wissenschaftlich:

ein erbauer des universums hat es nicht nötig, dass kleine dumme menschlein ihn anpreisen, ihm gehorsam sind und er sie dann dafür bestraft/belohnt............ ein erbauer des universums hat ganz andere prioritäten.........:)

mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren

nur feiglinge und schwächlinge glauben an solche überwesen..........:)

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wenn du wirklich wissen willst wie Gott es meint und wie es sein wird, dann solltest du lieber Gott fragen, oder in der Bibel lesen, denn da alleine ist die Wahrheit zu finden. Und nicht an irgendwelche Theorien von Menschen

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Kommentar von DerBuddha
18.09.2016, 17:19

oder in der Bibel lesen, denn da alleine ist die Wahrheit zu finden.

auch hier wieder die antwort:

dann ist also der im alten testament beschriebene gott der teufel selbst?.........soll ja alles wahr sein in diesem märchenbuch................*g*

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Meinst du den letzten Satz? Ich bin nicht sicher, ob dieser ein Erklärungsversuch sein soll, warum Leute an eine unsterbliche Seele glauben, oder ein Vorschlag für wen dieser Glaube okay sei.

Ja, der Glaube an eine unsterbliche Seele kann prinzipiell egostische oder sonstwie irrationale Gründe haben. Besonders Wunschdenken. Das bedeutet nicht, dass es niemanden gibt, der aus rationalen Gründen daran glaubt.

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Kommentar von BilboDerVogel
18.09.2016, 13:46

Ja ich meine den letzten Satz.

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Auch Einstein hat nicht immer recht!

Ich ankenne durchaus die wissenschaftlichen Leistungen Einsteins, aber nur weil jemand einen hohen IQ hat und gut (geschwollen?) formulieren kann, macht das eine Aussage nicht grundsätzlich wahrer.

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Kommentar von BilboDerVogel
18.09.2016, 14:19

Aber mein Problem ist ja, dass ich finde das er damit Recht hat. Er sagt ja es wäre furchtbar egoisitsch Gutes zu tun, weil man auf eine Belohnung im nächsten Leben hofft... und hat er damit denn nicht recht? :( Ich meine es ist natürlich einfach zu sagen, ich würde alles gute auch so tun... nur das würde nicht stimmen... ich freue mich doch so furchtbar auf das Paradies, dass ich allein deswegen schon viel Gutes getan habe, was ich sonst nie getan hätte!!!

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Lies mal das Buch "Aufrichtige Erzählung eines russischen Pilgers"

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