Frage von DerEineDa6767, 34

Glaubt ihr an den Urknall? Wenn ja warum? Und wenn nein warum?

Antwort
von feinerle, 10

Ob der stattgefunden haben mag oder nicht, weiß ich nicht.

Ich werde mich hüten, irgendwas zu glauben, denn dann macht es keinen Unterschied, ob man an das glaubt oder irgendwelche obskuren Mächen über kosmische Phantome mit Allmächtigkeitsfaktor, die man nie sieht aber die dennoch so aussehen wie ein Mensch..... naja oder Hänsel udn Gretel oder sowas.

Nach derzeitiger empirischer Forschung soll es wohl von vielen studierten und erfahrenen Mitmenschen, Forscher genannt, allesamt schlauer als ich, möglich sein, das Universum bis zur 12 hoch minus 31-stel Sekunden nach seiner Entstehung zurück zu rechnen, als dieses eine Größe von in etwa einem Fußball hatte.

Dieses Ergebnis soll auch entsprechend faktisch gesichert sein.

Aus diesem Ergebnis heraus soll es nach Ansicht der Forschung die wahrscheinlichste these sein, dass das Universum zuvor aus einer sehr kleinen Singularität entstand.

Ok soweit.

Sollte ich raten, nichts anderes ist glauben, dann würde ich für meinen Teil versuchen, so gut als möglich zu raten, auf rein faktischer Basis.

Das bedeutet, ich müsste auch die Glaubwürdigkeit verschiedener Theorien beachten, die hierbei jeweils für sich beanspruchen, mir sagen zu wollen, wie das Universum entstanden ist.

Es kommt mir dabei jedoch so vor, dass es erheblich klüger scheint, gebildeten Menschen, die eine Aussage aufgrund empirisch erforschter Fakten wagen, für bare Münze zu nehmen als irgendwelche wirre Stories aus 1001 Nacht, zuammengeschrieben von irgendwelchen ungebildeten Beduinen in irgendwelchen Zelten, die nichtmal wussten, dass die Erde keine Scheibe sei, deren Darlegungen keinerlei Belege, dafür um so mehr irrwitzige Behauptungen beinhalten, an der Gesamtstory hinterher zudem nachweislich oftmals herumgeschrieben wurde - aber nicht aufgrund neuer faktischer Erkenntnisse sondern zur Massenverdummung.

Die größere Wahrscheinlichkeit hat demnach, rein vernünftig betrachtet, die Geschichte der Forscher, zutreffen zu sein als das andere Dingsbums.

Jedoch ich persönlich weiß es letztlich nicht - aber ich würde mir wünschen, dass auch andere Mitmenschen einfach mal sagen würden, wenn sie was nicht wissen, statt einfach mal was anzunehmen und reflektionslos nachzuplappern und das dann als vermeintliche Tatsache verkaufen zu wollen - und zudem eine klare Trennung zwischen reiner Annahme und einem tatsächlich empirisch erforschten Fakt machen würden - oder könnten.

Dann wäre schon viel gewonnen auf dieser Welt.

Kommentar von roboboy ,

Die größere Wahrscheinlichkeit hat demnach, rein vernünftig betrachtet, die Geschichte der Forscher, zutreffen zu sein als das andere Dingsbums.

Jedoch ich persönlich weiß es letztlich nicht 

https://www.youtube.com/watch?v=tXmqiktRLkk

LG

Kommentar von roboboy ,

Glaube nie, wirklich nie an eine Sache, nur weil es Wissenschaftler sagen. So viele Wissenschaftler lagen schon falsch in der Vergangenheit, man muss alles überprüfen und sich eine eigene Meinung dazu bilden. Das ist sinn und zweck der Naturwissenschaften. Sie wollen, dass man ihre Theorien überprüft, damit Fehler gefunden werden können. Nie war es der Wille einer Naturwissenschaft, an sie zu glauben.

LG

Kommentar von Dxmklvw ,

"... und zudem eine klare Trennung zwischen reiner Annahme und einem tatsächlich empirisch erforschten Fakt machen würden - oder könnten"

"Empirisch erforschte Fakten" beruhen auf dem, was beobachtet und gemessen wurde. Was daneben nicht beobachtet und gemessen wurde, wirkt dann zwangsläufig nicht beeinflussend auf das Ergebnis.

So zeichnet sich fundiertes Wissen auch dadurch aus, daß es mit einer großen Anzahl an Argumenten umgeben ist, die bestätigend wirken, ungeachtet der Tatsache, daß schon ein einziges harmlos wirkendend Gegenargument ausreichen könnte, um eine ganze Wissenslandschaft über den Haufen zu werfen.

Ich meine, egal, ob Wissen oder Glauben, solange es für bestimmte Umstände nützlich ist, ist es in Ordnung. Doch das gilt eben nur für ganz bestimmte Umstände, und beides, Wissen und Glauben, erlangt nicht dadurch Gültigkeit, daß es mit plausiblen Argumenten umgeben ist, sondern verliert seine Gültigkeit, wenn auch nur ein plausibles Argument auftaucht, daß gegen die Sache spricht.

Wie dann aber in der Praxis weiter damit umgegangen wird, ist schon wieder ein ganz anderes Thema.

Antwort
von Zoroastres, 16

Ja ich 'glaube' (man müsste endlich eine Unterscheidung zwischen 'gefühlsmäßig glauben' und 'glauben aufgrund von Beweisen'einführen) an den Urknall, schlicht und einfach deswegen, weil er in der Physik mittlerweile kaum mehr umstritten ist und die beste Erklärung für die beobachteten Phänomene ist.

Antwort
von SturerEsel, 17

Ich sags mal so: Als Einstein im Jahr 1915 die allgemeine Relativitätstheorie fand, glaubte er selbst noch an ein statisches, ewig währendes Universum, obwohl seine Gleichungen bereits zu diesem Zeitpunkt eine Urknallhypothese nahelegten. Also erfand er die "kosmologische Konstante", um sein Weltbild zu bestätigen. Später nannte er dies "die größte Eselei" seines Lebens.

Wir beobachten viele Indizien eines Urknalls, z.B. die Expansion, die kosmische Hintergrundstrahlung, die Verteilung der Materie usw. In 13 Milliarden Lichtjahren Entfernung sehen wir "Baby-Galaxien", also sehr junge Galaxien.

WENN diese Theorie falsch ist, muss eine verdammt gute, neue her, die alle unsere bisherigen Beobachtungen mit einschließt. Das heißt nicht, dass es keine gäbe, aber wie gesagt: eine neue Theorie kann die bisherigen Beobachtungen nicht ignorieren.

Ausführlich zu diesem Thema ist dieser Vortrag von Josef Gaßner sehr sehenswert:

Nachbemerkung: Ich finde die Urknalltheorie sehr viel anschaulicher, als die Vorstellung der Kreationisten, die ein übermächtiges Wesen für alles verantwortlich machen wollen.

Kommentar von mulano ,

Nachbemerkung: Ich finde die Urknalltheorie sehr viel anschaulicher, als
die Vorstellung der Kreationisten, die ein übermächtiges Wesen für
alles verantwortlich machen wollen.

Das eine schließt das andere nicht aus. Nur das Gott dabei die Ursache wäre, wo Nichtgläubige keine Ursache sehen.

Kommentar von SturerEsel ,

Selbstverständlich hat dieses Universum eine "Ursache"! Ich sage, es war Zufall, du sagst, es war Gott und Peng.

Aber keine Angst, das werden wir auch noch herausfinden. Dann hat sich die "Notwendigkeit" eines Gottes völlig erübrigt.

Antwort
von Mojoi, 20

Die bisherigen Theorien zum Urknall und die dazu passenden Beobachtungen sind so kongruent, dass ich überzeugt bin, dass es zumindest einen sehr heißen und sehr dichten Zustand des Universums vor 13,8 Mrd. Jahren gab.

Wo ich noch nicht restlos überzeugt bin:

- Die Entstehung aus einer Singularität

- Die kosmische Inflation

Und mich treibt die Frage um, ob das Universum unendlich oder endlich und unbegrenzt ist. Da erhoffe ich mir eine Antwort noch zu Lebzeiten.

Kommentar von Zoroastres ,

Wenn du an einen Urknall glaubst, dann ist das Universum begrenzt, da der Urknall sich ja in einem sehr kleinen und dichten Bereich ereignet hatte und die Grenzen dieses Bereiches gibt es natürlich immer noch.

https://de.wikipedia.org/wiki/Abgeschlossenes_System#Kosmologie

Kommentar von Mojoi ,

Urknall und Unendlichkeit des Universums widersprechen sich nicht. Es ist allerdings sehr schwer nachzuvollziehen für ein menschliches Gehirn.

Unter der Voraussetzung, das Universum sei unendlich:

Einen kurzen Moment nach Null war das Universum bereits unendlich. Es war zwar sehr, sehr, sehr viel dichter als heute, aber mit dieser Dichte schon unendlich. Zwischen heute und der ersten Planckzeit (was "fast" Sekunde null ist), war das Universum nie kleiner als heute. Es war schon immer unendlich.

Es ist dann mit der Zeit "noch unendlicher" geworden. Das scheint zunächst paradox (aber mit Begriffen wie "Unendlich" zu hantieren und dabei nicht verrückt zu werden ist eh eine Kunst), da das Universum zu beginn "voll" war. Da fragt man sich, wohin das Universum expandiert ist. Das ist in der Unendlichkeit kein Widerspruch, der Raum ist ja durch Raumausdehnung zusätzlich entstanden.

Ich bin auch gewillt, das Universum im allerdichtesten Zustand und zum allerfrühesten Zeitpunkt nach Null als unendlich zu akzeptieren.

Nur dass es exakt zum Zeitpunkt Null eine Singularität war, will mir nicht dazu passen. Eher will ich akzeptieren, dass es gleich so entstanden ist, wie es nach einer Planckzeit ausgesehen haben soll. Also von Nichts auf Unendlich in null Zeit.

Das ist scheinbar ein ähnlicher Ablauf wie die momentan anerkannte Theorie: Von Nichts auf Null Durchmesser in null Zeit, und dann innerhalb einer Planckzeit (was fast null ist) von Null auf Unendlich.

Für mich macht das schon einen erheblichen Unterschied, ob etwas Begrenztes sich auf etwas Unendliches ausdehnt, oder ob aus dem Nichts plötzlich das Unendliche entsteht.

Kommentar von roboboy ,

- Die kosmische Inflation

Die wurde mithilfe von Gravitationswellen bewiesen. Also nichts mehr mit Glauben, das ist jetzt wissen^^

LG

Kommentar von Mojoi ,

Ich zitier mal aus der Wikipedia zu dem Thema:

"...eine 2014 gemeldete Beobachtung bei BICEP2 erwies sich jedoch als voreilig."

Kommentar von roboboy ,

Hab ich inzwischen auch schon woanders zurückgemeldet bekommen, danke. Ich war nicht mehr so aktiv bei dem Thema. Danke für die Korrektur.

Wir haben also doch nur wieder die unzähligen Fakten, welche für den Urknall sprechen, einen endgültigen Beweis haben wir nicht. Wir haben nur alles drum herum bewiesen.

Also müssen wir abwarten. Aber lange kann und wird es hoffentlich nicht mehr brauchen.

LG

Kommentar von Mojoi ,

Nun ja. Dass das Universum vor 13 Mrd. Jahren dichter und heißer war, halte ich für erwiesen. Geknallt hat da eh nichts.

Die Inflationstheorie kann einige seltsame Phänomene unseres Universums gut erklären, und bislang existiert zumindest kein Gegenbeweis.

Aber sie klingt mir so sehr an den Haaren herbeigezogen.

Kommentar von roboboy ,

An den Haaren ist da nichts herbeigezogen:

https://www.youtube.com/watch?v=tXmqiktRLkk

LG

Antwort
von grtgrt, 16

Ganz bestimmt haben auch schon vor dem sog. Urknall (vor dem Ereignis also, das unser von Menschen bewohnbares Universum geschaffen hat), sog. Universen existiert: Regionen im Vakuum, die Materie enthielten.

Da ich sehe, dass du deiner Frage auch die Stichworte "Religion" und "Gott" zugeordnet hast, muss ich sie wohl so verstehen, dass du danach frägst, wie es zur Existenz einer ersten Welt, - genauer: wie es zur Existenz des energiegeladenen Vakuums - gekommen sein könnte. 

Schließlich und endlich legt die Physik uns ja nahe, dass alle Materie (einschließlich aller Strahlung) Energie darstellt, die aus dem Vakuum kam. 

Da Wissenschaft nun aber auch nicht den Hauch einer Ahnung hat, wie es zur Existenz des mit Energie gefüllten Vakuums kam (aus dem dann - so etwa wie in http://greiterweb.de/zfo/Kosmos.htm#Vak beschrieben - Welten geboren wurden), sind wir so schlau wie vorher:

Wir können 

  • entweder annehmen, dass da ein "Gott" gewesen sein muss, der das Vakuum schuf und in ihm Energie gab (die es belebt und fähig machte, Welten zu gebären)
  • oder glauben, dass es von selbst entstand (bzw. dass das, aus dem das Vakuum mit seiner Energie entstand, von selbst entstand). 

Keine dieser beiden Optionen ist so, dass es leicht wäre, für sie zu argumentieren. Wir kommen hier an die Grenzen menschlicher Logik - und dies ist das einzige, was wir noch sagen können.

Antwort
von Dxmklvw, 12

Ich glaube an die Existenz des unwiderstehlichen Drangs der meisten Wissenschaftler, das eigene "es-so-haben-wollen" dem Forschen voranzustellen und den Schwerpunkt darauf auszurichten, Argumente so einzusetzen, daß auf jeden Fall ein übernommenes Weltbild maximal geschützt bleibt, selbst, wenn es sich als irrig herausstellt.

Unter dieser Mantisse betrachtet wird die Frage "Urknall oder nicht" für mich ziemlich irrelevant, solange es keine akzeptablen Antworten darauf gibt, warum überhaupt etwas existiert.

In mir hinterläßt die Urknalltheorie dien Eindruck, daß über jedweden greifbaren Umweg ständig neue Argumente konstruiert werden, die verschleiern sollen, daß alles nur darauf hinauslaufen kann, eine Wirkung so zur Ursache zu erklären, daß niemand das Paradoxe daran bemerkt.

Antwort
von najadann, 13

Der Gottesglaube füllt Wissens-Löcher für Leichtgläubige, so lange bis man mehr weiß. Vieles aus Tora, Bibel und Koran ist höchst gradig naiv, und zeugt von Unkenntnis der Naturwissenschaften. 

Aber auch Gottesfürchtige Menschen haben inzwischen etwas dazu gelernt. So glauben sie weder an eine flache Erde, noch daran das dass Wetter von Götter manipuliert wird und vieles mehr. Der gläubige Mensch braucht  einfach ein wenig länger, weil er erprobte Tatsachen gerne verdrängt.

Um aber Gott-Gläubige zu beruhigen.
Ein Urknall schließt ein Glaube an Gott noch nicht aus! 

Das eh kindische Märchen um Adam und Eva mit sprechender Schlange, müsste nur neu geschrieben werden :-)

Kommentar von Zoroastres ,

Ich finde es nicht ganz richtig, dass du gläubigen Menschen den Glauben an eine flache Erde anlastest

http://www.uni-stuttgart.de/romlit/mitarbeiter/krueger/interviews/interview_spie...

Kommentar von najadann ,

Der gläubige Mensch allgemein, glaubt ohne mit Sicherheit zu Wissen.

Ob bei Finanz & Wirtschaft, Illusionen & Zaubereien, Geister & Astrologie, ...usw, ...oder bei Gottes-Erzählungen.

Kommentar von mulano ,

Wo behauptet die Bibel das die Erde flach ist?
Wenn Gott nicht das Wetter steuert wer soll es dann sonst steuern,
von Wettermanipulationen durch den Menschen mal abgesehen?

Kommentar von najadann ,

hat das wer behauptet? Lesen und verstehen ist eine Gabe die nicht jedermann hat. 

(Gottesfürchtige Menschen gab es bereits vor 4000 Jahre vor Christus)

Kommentar von Fantho ,

Der Gottesglaube 

Gottesglaube darf man nicht immer mit Religion(en) in Zusammenhang setzen - so geht das schon einmal los...

weil er erprobte Tatsachen gerne verdrängt.

Wurde die Entstehung des Menschen bereits erprobt (kein Klonen, denn dies kommt ja einem Art von 'Plagiat' gleich)?

Wurde die Entstehung der Helix, oder zumindest die RNS bereits erprobt?

Ein Urknall schließt ein Glaube an Gott noch nicht aus!

Eine interessante These hierzu stellt ein renommierter Astrophysiker namens Bernard Haisch in seinem Werk 'Die verborgene Intelligenz hinter dem Universum' vor - lesenswert...

Gruß Fantho

Antwort
von nematode, 10

Hallo DerEineDa6767,

ich glaube an ...

Wissenschaft hat nichts aber auch gar nichts mit Glaube zu tun. Man stellt einen Theorie auf und versucht sie zu beweisen. Andere Wissenschaftler greifen den Gedanken auf und versuchen, Gegenbeweise anzuführen. Solange das nicht gelingt, scheint die Theorie richtig zu sein.

Gruß

Klaus

Antwort
von BurkeUndCo, 9

Natürlich.

Denn bisher ist das die beste Erklärung dafür, dass das Universum so ist, wie wir es aktuell sehen.

Antwort
von roboboy, 13

Du sollst nicht an den Urknall glauben... Der Urknall wurde bewiesen, und ist somit keine Glaubenssache mehr, sondern ein Fakt...

LG

Kommentar von Fantho ,

Du scheinst Dich (noch) nicht mit der Semantik des Begriffes 'Glaube' auseinandergesetzt zu haben...

Im Übrigen auch nicht mit der deutschen Grammatik:

Wie lautet es korrekt: 'Man glaubt oder weißt an den Urknall'?

Gruß Fantho

Kommentar von roboboy ,

Du scheinst Dich (noch) nicht mit der Semantik des Begriffes 'Glaube' auseinandergesetzt zu haben...

Klar... Nur ist das glauben in dieser Frage eindeutig auf das religiöse glauben zurückzuführen. Der FS stellt mit dieser Frage den Urknall auf eine Ebene mit zum Beispiel Gott....

Man glaubt oder weißt an den Urknall

Es ist definitiv zu früh am Morgen, um mich mit diesem Deutschlehrer-Deutsch zuzuquatschen... Nur verstehe ich absolut nicht den Zusammenhang zu meiner Antwort, und was das mit meinen Grammatik-Kenntnissen zu tun hat?

LG

Kommentar von Fantho ,

Wenn jemand schreibt, dass er (nicht) an die Urknall-Theorie glaubt, kannst Du nicht mit dieser Antwort

Der Urknall wurde bewiesen, und ist somit keine Glaubenssache

entgegen, denn dieser hatte einen grammatikalisch korrekten Satz geschrieben...

Gruß Fantho

Kommentar von roboboy ,

Ahhhh... auf dieser Ebene des Klugscheißens sind wir angekommen.

Also, der Urknall wurde bewiesen, und somit musst du nicht mehr an ihn glauben, du kannst ihn als Fakt ansehen....

LG

Kommentar von Einstein2016 ,

Da ist gar nichts bewiesen ! Es gibt definitiv (noch) keinen einzigen unwiderlegbaren, faktischen Beweis für einen "Urknall". 

Alles nur "Möchtegern-Beweise" - mehr nicht.

Kommentar von roboboy ,

Ok, Sorry. 

Die kosmische Inflation wurde bewiesen, und diese ist ein handfester Beweis für den Urknall.

Also wurde dieser Indirekt bewiesen.

Und die ganzen anderen, schlüssigen Indizien sprechen auch dafür. 

Aber den Beweis liefert die Kosmische Inflation.

LG

Antwort
von WiihatMii, 15

Hallo DerEineDa6767,

Ich glaube, du verstehst das Konzept der Wissenschaft nicht so richtig. Die Wissenschaft vermutet nicht. Sie beweist. Der Urknall ist somit eine Tatsache, genauso wie es eine Tatsache ist, dass 1+1=2 gibt. Das ist nichts, was man glauben kann oder nicht.

Glauben kann man nur Dinge, die man nicht weiß.

Kommentar von Mojoi ,

Nein. Die Wissenschaft - zumindest in der Kosmologie - vermutet tatsächlich zunächst, und versucht dann durch Voraussagen und Beobachtungen diese Vermutungen zu erhärten.

Die dunkle Materie ist z.B. nicht bewiesen. Sie wurde erschlossen durch Gedankenexperimente, die anfangs nichts als Vermutungen waren und mit zunehmenden Beobachtungen die zur fortwährenden Veränderungen und Anpassungen der "Vermutung" zur Dunklen Materie führten, immer weiter erhärtet.

Den Status einer "quasi" bewiesenen Theorie hat sie erst in allerjüngster Vergangenheit erhalten. Und noch immer sind Aspekte zur DM unklar und können nur vermutet werden.

Kommentar von Zoroastres ,

Und 1+1=2 lässt sich nicht beweisen. Es ist ein Axion der Mathematik, also eine Grundvoraussetzung, die nicht bewiesen wird.

„Jede natürliche Zahl n hat genau einen Nachfolger n+1.“ ist ein Axiom der Peano-Arithmetik, die das System der natürlichen Zahlen mit den Rechenoperationen Addition und Multiplikation beschreibt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Axiom#Mathematik

Kommentar von WiihatMii ,

Und trotzdem sind sowohl 1+1=2, als auch der Urknall Tatsachen, bei denen es nicht darum geht, ob man sie glaubt oder nicht.

Expertenantwort
von uteausmuenchen, Community-Experte für Astronomie & Universum, 11

Hallo DerEineDa6767,

wichtig ist erst einmal, dass Du Dir klar machst, dass in der Wissenschaft nicht "geglaubt" wird - entweder sind die Beobachtungsdaten überzeugend oder nicht. Einen Naturwissenschaftler kannst Du also immer fragen, WARUM er von einer Sache überzeugt ist und welche Beobachtungsdaten er dieser Aussage zugrunde legt.

Dafür, dass unser Universum einen heißen, dichten Anfangszustand hatte und sich von da ab schnell ausdehnt und abkühlt, dafür gibt es heute - über 80 Jahre nach der ersten Formulierung dieser Hypothese - eine derartige Fülle an Beobachtungsdaten, dass kaum ein Kosmologe ernsthaft am Urknall zweifelt. Seine exakten mathematischen Beschreibungen variieren in den einzelnen kosmologischen Modellen. Der heiße, dichte Anfangszustand ist aber sehr gut durch Beobachtungen nachgewiesen:

1) Rotverschiebung der Galaxien... lässt auf die Expansion schließen

2) Die vom Urknallmodell vorhergesagte Hintergrundstrahlung wurde 1964 exakt so nachgewiesen

3) Die Häufigkeitsverteilung der Elemente lässt sich im Urknallmodell gut verstehen

4) Die Vereinheitlichung der physikalischen Kräfte, wie in den Urknallmodellen benutzt, lässt sich in Teilchenexperimenten bestätigen

Ausführlicher habe ich das in dieser etwas älteren Antwort von mir beschrieben:

https://www.gutefrage.net/frage/universum-entstanden?foundIn=unknown_listing

Die Daten reichen zurück ins wenige Sekunden alte Universum. Mit der Hintergrundstrahlung sehen wir direkt den Nachhall des Urknalls.

Was man in den Daten sieht, muss man nicht glauben, man hat harte, aussagekräftige, belastbare und reproduzierbare Daten für seine Überzeugung.

Grüße

Kommentar von Fantho ,

Ihr scheint das alle nicht zu begreifen, oder gar begreifen zu wollen, dass man AN ETWAS GLAUBT und nicht AN ETWAS WEIß, von daher GLAUBT man AN die Evo-Theorie...

Wovor fürchten sich Atheisten und Nichtgläubige bei dem Begriff Glaube, welches

eigentlich 'nur' eine 'Überzeugung von etwas' zum Ausdruck bringt?

Gruß Fantho

Kommentar von roboboy ,

Du hast dich vielleicht auch zu wenig mit dem Begriff glauben beschäftigt. 

Zum einen heißt er, von einer Sache überzeugt sein, so wie du ihn auffasst. Zum anderen, und so fassen ihn die meisten auf- Aufgrund einer Religiösen Einstellung von etwas überzeugt sein. Auch in diesem Falle denke ich, wie viele hier, dass dieser religiöse Glaubensbegriff auf die Naturwissenschaften bezogen wird, was einfach falsch ist.

LG

Kommentar von Fantho ,

Du hast dich vielleicht auch zu wenig mit dem Begriff glauben beschäftigt.

Eben nicht!

Oder wie denkst Du, dass man schreiben soll? Wenn ich nicht AN die Beweise und Fakten irgendwelcher wissenschaftlicher Theorien oder nicht an eine Gottheit glaube, dann schreibe ich das auch so: Ich GLAUBE nicht AN die Urknall-Theorie / ich GLAUBE nicht AN eine Gottesexistenz...

Das hat nichts mit religiöser Glaubenssache und oder mit Wissen zu tun, sondern ist schlichtweg eine Aussage darüber, von etwas (nicht) überzeugt zu sein.

Man kann Wissen über die Urknall-Theorie haben und dennoch nciht von dieser überzeugt sein....

Gruß Fantho

Kommentar von uteausmuenchen ,

Fantho,

von daher GLAUBT man AN die Evo-Theorie...

Der wesentliche Unterschied ist die intersubjektive Begründbarkeit der Überzeugung durch reproduzierbare exakte Daten.

Nein, man "glaubt" keine wissenschaftlichen Aussagen im theologischen Sinne.

Richtig ist, dass der Naturwissenschaft metaphysische Annahmen zugrunde liegen. Die metaphysische Basis der Naturwissenschaft ist die Annahme "Man kann durch Beobachtung etwas über die Welt herausfinden."

Richtig ist weiter, dass diese metaphysische Basis axiomatisch ist und damit nicht letztbeweisbar - will sagen: Wir können nicht letztbeweisen, dass die wahrgenommene Welt überhaupt existiert und wir sie korrekt wahrnehmen.

Auf dieser Ebene müssen wir tatsächlich auch als Naturwissenschaftler "glauben".

Man beachte aber, dass wir diese metaphysische Annahme beim Betreiben von Naturwissenschaft immer mit testen: Liefert uns die Naturwissenschaft zuverlässige Aussagen, so ist das ein Indiz dafür, dass die metaphysische Basis gar nicht so schlecht ist.

Über die unvermeidbare Basis, sich auf die Annahme der Existenz der realen Welt geeinigt zu haben, braucht der Naturwissenschaftler eben nicht mehr zu glauben, sondern kann sich auf seine Daten verlassen.

Grundlegend falsch ist daher die Aussage, einer bestimmten naturwissenschaftlichen Theorie würde man "glauben": Man beurteilt ihre Zuverlässigkeit anhand objektiver, reproduzierbarer Daten, die quantitativ und faktisch zeigen, wie gut oder wie schlecht eine Theorie die Natur beschreibt.

Wovor fürchten sich Atheisten und Nichtgläubige bei dem Begriff Glaube

Sollte man nicht zuerst einmal überlegen, ob sie es tun...? Ich hoffe, ich habe eben die Gründe hinreichend erläutert, warum ein anderer Begriff hier einfach angemessener ist.

Kommentar von Einstein2016 ,

Man hat .... eigentlich gar nichts.  Warst Du damals dabei ..... Nein.

Kommentar von uteausmuenchen ,

Einstein2016,

Man hat .... eigentlich gar nichts.

Außer den Daten aus 80 Jahren Test des Urknallmodells. Die reichen zurück ins wenige Sunkunden alte Universum.

https://profmattstrassler.com/2014/03/26/which-parts-of-the-big-bang-theory-are-...

Nur so als Beispiel: Hier eine Graphik zum Multipolmoment der Hintergrundstrahlung. Die blaue Kurve ist die aus der Theorie errechnete. Die roten Punkte sind die Messpunkte samt Fehlerbalken.

https://profmattstrassler.files.wordpress.com/2014/03/planck_2013_results_01-27_...

Das bezeichnest Du also als "gar nichts"?

Warst Du damals dabei

Brauchen wir nicht gewesen zu sein. Wir können mit den Messdaten ins wenige Sekunden alte Universum schauen. Quantitativ exakt und reproduzierbar.

Das ist erheblich besser als vage Zeugenaussagen... wie Dir jeder Psychologe bestätigen wird.

Kommentar von roboboy ,

Und ihr vergesst, glaube ich, ich hab es nur überflogen, dass durch die Gravitationswellen die Kosmische Inflation bewiesen wurde. Also nichts mit zurückrechnen. Die Kosmische Inflation ist auch ein Indirekter Beweis für den Urknall....

Kommentar von uteausmuenchen ,

roboboy,

da muss ich Dich nun wieder enttäuschen: Die BICEP2 Daten waren bei genauerer Untersuchung ein Effekt des Staubes in der Milchstraße. Die inflationäre Phase ist im Moment nicht direkt nachgewiesen. Mit der sich allmählich entwickelnden Gravitationswellenastronomie wäre es aber möglich, nahe genug an den Urknall zu blicken, um die Inflation zu sehen.

Geduld ist hier gefragt.

Aber selbst wenn, da keine Inflation nachweisbar wäre... ich habe meine ernsthaften Zweifel, dass das ekpyrotische Szenario ohne Inflation unseren kreationistischen Freunden wirklich besser gefallen würde... ;-)

Grüße

Kommentar von roboboy ,

Ok... War ich anscheinend missinformiert, danke für die Korrektur. 

Aber was das angeht, dann haben wir eben noch keinen Endgültigen Beweis, nur den ganzen Rest, die vielen vielen Indizien, die eindeutig dafür Sprechen. Du hast in deiner Antwort ja schon einen großen Teil genannt ;)

Und da liegt auch der unterschied zwischen uns und unseren kreationistischen Freunden... Wir können Fehler zugeben und sie neu überdenken... Die haben anscheinend die endgültige Lösung schon lange gefunden^^

LG

Antwort
von Einstein2016, 8

Der Urknall ist unbewiesene und dazu ziemlich plumpe Theorie - mehr nicht.

Ein Urknall ist nicht und niemals der Anfang des Universums - geschweige ein Anfang allen SEINS.  Einen solchen illusionären Anfang gibt es ohnehin nicht.

Ein Urknall kann nichts erschaffen. Wenn es diesen überhaupt gab, dann diente er nur als Werkzeug einer extremst höheren, schöpfenden Intelligenzform, welche einen solchen plumpen Urknall quasi wie durch ein einfaches "Fingerschnippen" erzeugen und auf seinen zweckbringenden Weg bringen kann.

Antwort
von BurjKhalifa, 16

Nein ich glaube nicht daran. Ich finde die Theorie eigentlich völlig absurd. Wie soll es einfach einen Urknall gegeben haben und alles soll da gewesen sein, wenn vorher nichts da war? Schwachsinn. Aber auch nur meine Meinung.

Das ist wie eine Religion. Man glaubt an Sachen, an die andere nicht glauben und für die es keine wirklich bewiesenen Fakten gibt.

LG

Kommentar von WiihatMii ,

Natürlich gibt es bewiesene Fakten. Das Universum dehnt sich mit einer sehr spezifischen Geschwindigkeit aus. Das Ganze lässt sich auf einen unendlich kleinen und unendlich dichten Punkt zurück rechnen. Mit Religion hat das gar nichts zu tun, wo Behauptungen im Raum stehen, die nicht aus Erkenntnissen resultieren, sondern einfach behauptet werden.

Kommentar von SturerEsel ,

Dann schau dir mal das Video an, das ich eingestellt habe. Wenn du nicht an diese Theorie glaubst, dann hast du sicher eine bessere Alternative?

Antwort
von baumfrosch25, 13

Die Wissenschaft beschäftigt sich mit Fakten, nicht mit Vermutungen. Wer glauben will, sollte eine Kirche aufsuchen.

Kommentar von Mojoi ,

Ohne Vermutungen hätten wir keinen Theorienansatz für die Raumausdehnung, die Dunkle Materie und die kosmische Inflation.

Antwort
von Fuzzyhead89, 20

Ja, da ich einer bin der nur an das Glaubt was nachweisbar ist... Natürlich ist es eine Theorie aber die Wissenschaft bietet mir diesbezüglich mehr Antworten als der Glaube an Gott

Kommentar von WiihatMii ,

Theorien sind bewiesene Tatsachen. Das hat mit dem Theorie-Begriff im Alltag nichts zu tun. Unbestätigte Aussagen sind Thesen.

Kommentar von Mojoi ,

Theorien sind Gedankenmodelle die einen langen Werdungsprozess durchgehen (bis sie als faktisch anerkannt werden) und zumeist als aberwitzige Vermutungen geboren werden.

Kommentar von Zoroastres ,

Wissenschaftliche Theorien sind in der tat recht gut begründet und schlüssig, deswegen auch Evolutions-Theorie, Urknall-Theorie, etc. Begonnen haben sie ihre Karriere als Hypothese

Kommentar von Mojoi ,

Ja, eben. Und diese Hypothesen sind Gedankenspielereien, Vermutungen und Versuche, die Beobachtungen in ein Konzept zu bringen.

Und der Übergang von Hypothese zu "recht gut" begründete Theorie (also Quasifakt) ist ein allmählicher.

Die allgemeine Relativitätstheorie brauchte etliche Verifikationsbeobachtungen und Gegenprüfungen, bis sie etwa in den 40er Jahren als in allen Punkten und Voraussagen zutreffend bzw. stimmig anerkannt wurde.

Vielleicht ist da die ART kein gutes Beispiel, da sie schon im Urentwurf erstaunlich präzise war und kaum eine Nachkorrektur benötigte.

Antwort
von gottesanbeterin, 15

Nein, warum sollte ich denn (was auch immer, glauben?)?

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