Frage von Maxine088, 317

Glaubt die katholische Kirche an die Forschung?

den Urknall..

die evolution..

etc.

Antwort
von uteausmuenchen, 70

Hallo Maxine088,

das ist eine ganz schwierige Frage.... ;-)

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Zunächst einmal: An Forschung "glaubt" man nicht. Naturwissenschaftliche Fragen sind keine "Glaubensfragen". 

Weil das hier in einigen Antworten nicht korrekt dargestellt ist, möchte ich das kurz erklären, das ist wichtig für die Frage.

Oft hört man "das sind alles nur Theorien": Mit dieser Formulierung sollen naturwisenschaftliche Aussagen als reine Vermutungen, Spekulationen oder Vorstellungen gebrandmarkt werden. Genau das bedeutet das Wort "Theorie" ja in der Umgangssprache.

In der Naturwissenschaft wäre eine ungeprüfte Vermutung aber eher eine Hypothese. Unter einer "Theorie" - besonders einer bestätigten oder bewährten Theorie - verstehen wir in der Naturwissenschaft aber etwas ganz anderes.

Eine "Theorie" ist hier ein geschlossenes Erklärungsmodell, das einzelne Beobachtungen in einen logischen Kontext stellt. Eine Theorie erklärt uns also erst einmal, warum wir diesen Satz an Beobachtungen vorliegen haben - und nicht andere. Darüber hinaus muss eine naturwissenschaftliche Theorie widerspruchsfrei sein und konkrete Vorhersagen machen, anhand derer wir sie in Beobachtungen als falsch erkennen würden, wenn wir nur genau genug nachmessen.

Der Naturwissenschaftler "beweist" seine Theorien nicht - auch wenn es der Laie oft so darstellt. Der Naturwissenschaftler falsifiziert, er versucht die Theorien mit immer größerer Testgenauigkeit zu prüfen. Theorien, die diese schärfstmöglichen Tests mit Bravour bestehen, nennen wir in der Naturwissenschaft aber immer noch nicht "bewiesen", sondern bewährt - oder bestätigt. Bestätigte Theorien haben also sehr wohl in der Praxis schon gezeigt, dass sie zumindest in den bisherigen Testsituationen die Natur gut beschreiben. Sie sind weit mehr als "Vermutungen", sondern nachweislich im getesteten Bereich zuverlässige Beschreibungen der Natur.

Sowohl ET als auch Urknall sind hervorragend bestätigte Theorien. Beide werden durch unzählige Befunde gestützt.

Weil wir für beide also eine Fülle Beobachtungsdaten haben, die ihre Aussagen stützen, handelt es sich  wie bei allen naturwissenschaftlichen Fragen um keine "Glaubensfrage" mehr: Wir haben mit den Daten rationale Gründe vorzuweisen, warum wir von den Aussagen der ET oder der Urknallmodell überzeugt sind.

Naturwissenschaftliche Aussagen glaubt man nicht - man erkennt sie als die beste vorliegende Berschreibung der Natur an - und zwar immer auf der Basis der Datenlage.

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Das vorab, weil das in Frage und einigen Antworten durcheinander geht. Korrekt müssen wir also fragen:

Erkennt die katholische Kirche Forschungsergebnisse an? Als Beispiele nennst Du Urknall und ET.

Und an diesem Punkt wird es schwierig.

Beginnen wir mit einem "Grundsätzlich ja".

Die offizielle Position der RKK zur ET gibt dieser Text der Bischofskonferenz im Darwinjahr ganz gut wieder:

http://www.dbk.de/kirche-a-z/?no_cache=1&w=Darwin,

"Der persönliche Glaube muss durch die Erkenntnisse der Evolutionstheorie nicht in Frage gestellt werden, da es sich um zwei unterschiedliche Erkenntniswege handelt. Sie bereichern sich gegenseitig. Wichtig und ausschlaggebend ist ein vorurteilsfreier und ideologiefreier Dialog zwischen Naturwissenschaft und Theologie, da es sich bei der Evolutionstheorie und dem Glauben um zwei Sichtweisen auf dieselbe Wirklichkeit handelt."

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Position der RKK zum Urknall.

Nun ist es bei der RKK aber auch so, wie bei allen anderen Institutionen: Aktuelle Aussagen und Stellungnahmen werden von Menschen gemacht. Menschen sind verschieden.

Und streng gläubige Menschen haben mitunter "ihre" persönlichen Probleme mit ET und Urknall. Deswegen sind einzelne von Bischöfen, Kardinälen und Päpsten kommende Aussagen leider immer wieder ein Rückschritt im Dialog zwischen Religion und Naturwissenschaft.

Besonders problematisch ist das im Falle der RKK, wenn diese Rückschritte von Päpsten kommen, weil der Papst in der RKK eben richtungsweisend für den Kurs der Kirche ist.

Ratzinger/Benedict XVI hat gerade im Zusammenhang mit der ET einige hochproblematische Aussagen in die Öffentlichkeit getragen, die so gar nicht zu dem offiziellen Text der Bischofskonferenz passen wollen.

Allgemein finden sich immer wieder Aussagen wie

  • Die Naturwissenschaft könne und dürfe bestimmte Teile der Evolution nicht angehen - u.a. die Entwicklung des menschlichen Verstandes  (u.a: Bendict XVI, Horn, Wiedenhofer, Schönborn)
  • Die Evolution sei zielstrebig auf den Menschen ausgerichtet (Gott steuert die Evolution) - ein Ansatz, der als "theistische Evolution" bezeichnet wird und der von der naturwissenschaftlichen Aussage nicht gestützt wird. (u.a. Lüke)

Solche Positionen sind immer wieder bedauerlich, weil sie den Dialog zwischen Kirche und Naturwissenschaft stets deutlich behindern.

Zu guter Letzt muss man sagen: Was Dir der einzelne Katholik nun auf diese Frage antworten wird, das hat immer mehr mit dessen persönlichen Ansichten zu tun als mit einer offiziellen Position der Kirche zu diesen Sachfragen. Da wirst Du im Alltag also von völliger rationaler Anerkennung naturwissenschaftlicher Aussagen bis hin zum Kreationismus alles bekommen.

Grüße

Kommentar von uteausmuenchen ,

Hier eine recht gute Übersicht der problematischsten "Ausrutscher" offizieller Vertreter der RKK bzgl. der ET:

http://www.gavagai.de/arbeiten/evo/hhpae08.htm

Antwort
von Willy1729, 84

Hallo,

wie andere Christen auch glauben Katholiken in erster Linie an Gott und an sein Erlösungswerk durch dessen Sohn Jesus Christus. Glauben im christlichen Sinne bedeutet eine Verankerung in der Welt Gottes, die über die von uns erfahrbare Welt hinausgeht. Deshalb können Christen nicht an etwas Innerweltliches wie Forschung usw. glauben. Sie können allerdings ihre Meinung dazu haben, inwieweit sich ihr Glaube und Ergebnisse wissenschaftlicher Forschungen vereinbaren lassen und darüber diskutieren. Hier gibt es eine große Bandbreite an Meinungen innerhalb der Kirche.

Herzliche Grüße,

Willy

Antwort
von Eselspur, 102

Die katholische Kirche glaubt an Gott und hält wissenschaftliche Forschung für wichtig und richtig. Zu einzelnen Theorien und Hypothesen äußert sie sich im Normalfall nicht.

Antwort
von 1988Ritter, 119

Beim Zweiten Vatikanischen Konzil verordnete sich die römisch-katholische Kirche selbst eine Beschränkung ihrer Kompetenzen, so Kirchenhistoriker Hubert Wolf:

Die Kirche hat keine Kompetenz, naturwissenschaftliche Erkenntnisse als solche zu beurteilen oder einzuschränken. Sie hat Kompetenzen in dem Bereich, wo es um den Menschen geht, um sein Schicksal und seine Würde.

http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/178488/index.html


Antwort
von tvetter, 7

Der Fall ist komplex gelagert. Die Beziehung zu sowohl Natur- als auch Geisteswissenschaften von Seiten der römisch-katholischen Kirche hat sowohl innere als auch äußere Gründe sowie ein Zusammenspiel beider Dinge.

Mit den Geisteswissenschaften versöhnte sich die römisch-katholische Kirche nach langer gegenseitiger Anfeindung mit Vaticanum II (1965).

Naturwissenschaftlich geschah das weit früher, denn zwei der paradigmatischen Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften wurden von katholischen Priestern getätigt und waren zudem mit der katholischen Weltanschauung durchaus vereinbar. Dies sind einmal die Vererbungsregeln des Gregor Mendel (1872) und die Urknall-Theorie des Georges Lemaître (1931).

An Forschung sollte man übrigens derweil nicht glauben, da dies so gut wie jeder modernen Épistémologie widerspricht. Wohl unterbewusst drückt sich hier aber aus das 'die Forschung' für viele Leute eine Art Ersatzreligion geworden ist.

Antwort
von marcussummer, 158

Die Institution als solche kann nix glauben oder bezweifeln, höchstens deren einzelne Gläubige. Zwar gibt es eine offizielle Lehrmeinung der katholische Kirche, welche den wissenschaftlichen Lehren (z.B. Urknall oder Evolution) (noch) ablehnend gegenüber steht. 

Wenn du gläubige Menschen fragst, werden dir die meisten davon aber sicher eine andere Meinung mitteilen. Hat ja auch ein paar Jahrhunderte gedauert, bis Galileo Galilei für seine These, dass die Erde sich um die Sonne dreht und nicht andersrum, nicht mehr offiziell abgestraft wird, auch wenn den allermeisten Katholiken das schon längst klar war.

Kommentar von sarahj ,

moment mal: "welche den wissenschaftlichen Lehren (z.B. Urknall oder Evolution) (noch) ablehnend gegenüber steht. " ganz so altmodisch ist zumindest die katholische Kirche dann auch nicht mehr.
http://www.glauben-und-wissen.de/M9.htm

Antwort
von Ichthys1009, 5

Das Christentum hat keine Theorie oder Lehre, WIE die Welt oder die Evolution entstanden ist.

In der Bibel gibt es zwei Schöpfungsgeschichten. Die eine Geschichte
erzählt, dass Gott die Welt geschaffen hat. Die andere Geschichte
erzählt, dass Gott die Menschen geschaffen hat.

Wie genau Gott das nun angestellt hat, will die Bibel mit diesen Geschichten gar nicht sagen.

Der christliche Glaube steht nicht im Widerspruch zu den naturwissenschaftlichen Lehren.

Glaube und Vernunft sind keine Gegensätze. Alles, was wissenschaftlich
erforscht wurde, findet in einem gesunden Glauben auch seinen Platz.

Die verschiedenen Evolutionstheorien, die es bis heute gibt, sind keine
Gefahr für den Glauben. Ein Christ kann guten Gewissens
Naturwissenschaften in der Schule lernen oder später dort weiter
forschen.

Antwort
von Taimanka, 123

Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei Kirche und Forschung grundsätzlich inhaltlichen Konsens gibt, der jedoch unterschiedlich ausfällt in seiner weltlichen, geistlichen wie auch naturwissenschaftlichen (theoretischen) Auslegung & Deutung. 

Sicherlich sind die markanten Schnittstellen einer Gesinnungstrennung der Kirche dort, wo naturwissenschaftliche Aussagen materielle Vergänglichkeit, Zufallsprinzipien sowie auch allgemein "freiheitliche Grundansätze" lehren. Hierzu gehört auch eine vermeintliche "Straffreiheit" im kirchlichen Jenseits, wie von der Sünde mit ihren Folgen von Hölle und Fegefeuer.

Die Kirche wird hier nicht locker lassen, da eine im Glauben begründete und erzeugte Angst das größte Machtinstrument ist. 

Dass u.a. Pfaffen ihre Drecksfinger nicht vor Übergriffen auf Kinder im göttlichen Zaum alten können, obwohl sie gläubig wissens sind, dass das Sünde ist, zeigt eine tiefe innere Spaltung der geistlichen und damit religiösen Ansätze.


Gute Frage - 👍   🎄🎄🎄

Antwort
von kokomi, 70

der papst glaubt an vieles in der forschung, er ist studiert und intelligent - was aber kein widerspruch zum glauben bedeuten muss

Antwort
von Hamburger02, 154

Inzwischen hat sie zumindest die Forschung akzeptiert, weil sie gemerkt hat, dass weiterer Widerstand zu einem weiteren Verlust der Glaubwürdigkeit führen würde. 

Die Evolutionstheorie wurde sogar in einer Encyklika vom Ratzinger-Papst anerkannt und der Urknall wird auch nicht mehr bestritten.

Kommentar von Jekanadar ,

Der beste Beweis sind Blitzableiter an Kirchtürmen :-)

Antwort
von Dahika, 72

Ja natürlich. Das leugnet nicht mal der Papst. Aber die Bibel und die Forschung schließen sich ja nicht aus.

Antwort
von Dahika, 3

Ja, ein Jesuitenpater ist sogar einer der führenden Urknall-Physiker.

Antwort
von JonasV, 110

Papst Franziskus glaubt zumindest an die Wissenschaft. Er ist da sehr fortschrittlich für sein Alter. Es gibt aber auch mit Sicherheit viele Kardinäle, die nicht daran glauben.

Kommentar von Eselspur ,

nenne uns einen Namen! - Oder unterstellst du einfach, weil sich sowieso keiner wehren kann?

Kommentar von uteausmuenchen ,

Eselspur,

fairerweise sollte man einräumen, dass von den Kardinälen auch kreationistische Äußerungen vorkommen. Auch in jüngerer Zeit.

Kardinal Schönborn wäre so ein Name.

Ratzinger - Benedict XVI - natürlich auch.

http://derstandard.at/2107567/Kardinal-Schoenborn--legt-sich-mit-Charles-Darwin-...

Und ja, ich weiß, dass sich Schönborn auf äußeren Druck hin 2009 von seinen 2005 getätigten Aussagen distanziert hat. Auch Benedict hat nach seinem berühmten "die Wissenschaft kann und darft nicht"-Ausspruch zurückgerudert.

Zu sagen, dass solche Aussagen nicht vorkämen, ist also nicht richtig.

Grüße

Kommentar von Taimanka ,

@uteausmuenchen

Das ist selbstverständlich schön & und gut. "Äußerungen" können (überaus) wirksame Lippenbekenntnisse sein, die einen großen Teil der Zuhörerschaft erreichen. Das sind die Menschen, die zunächst erst nur für das Wort empfänglich sind und dann in ihrer eigenen Birne eine für sie persönlich stimmig passende Wahrheit daraus erschaffen. Ich glaube, das ist der innere Prozess des "Glaubens". 

Gesabbelt wird und wurde stets überall und (zu) viel. Ich weiß nicht, wie Du es hälst, eine für mich mögliche und somit authentische Wahrheitsfindung kann weniger durch Menschen kommen, die sich in (großartigen) Ansprachen vor Menschenmassen präsentieren. Die wahrhaftige Echtheit einer Person, die eine wie auch immer weitumfassende Verantwortlichkeit hat, wie z.B. die von Dir genannten Persönlichkeiten, liegt auch bei diesen nicht in dem, was sie sagen, sondern ausschließlich in deren (stummen) Absicht. Hier fängt der Zähler an zu arbeiten. Ich denke auch auf Gottes Seite. Und wenn es denn so sein soll, wird unsere " irdischen Abschlußrechnung" auch eine Summe in genau dieser Währung auswerfen, bevor das jüngste Gericht tagt und diese auswertet. Deshalb können für mich  auch diese hohen und höchsten geistlichen Vertreter sagen, was sie wollen ...

... und "verurteilt" wird nicht der, der sich wahrhaftig bemühte den Ertrinkenden aus dem Fluß zu retten und es warum auch immer nicht schaffte, sondern der, der vorbei und weiter ging mit dem stillen Monolog "was geht's mich an." Später im Dorf jedoch vom bemitleidenswerten Ertrinkenden sprach, der nicht zu retten war.

Für mich ist  zuletzt Beschriebenes Gang und Gäbe, auch in unserer Zeit. Auch praktiziert durch unsere Glaubenseinrichtungen. 

Kommentar von JonasV ,

Peter.

Kommentar von Eselspur ,

Kirchenbashing auf diesem Niveau macht sich selber lächerlich.

Kommentar von Eselspur ,

uteausmuenchen, man kann Schönborn einiges vorwerfen, mit Sicherheit nicht, dass er gegen wissenschaftliche Forschung ist. Warum er auf dem Intelligent Design herumtreitet weiß ich nicht, aber er betont dass er nichts gegen die Evolutionslehre hat, solange sie als das verbreitet wird, was sie auch ist: als Hypothese. Ja, es gibt manchmal auch eigenartige Aussagen von Kardinäle, stimmt! Dass aber irgendwer einfach die Wissenschaft ablehnt, das stelle ich in Abrede!

Kommentar von uteausmuenchen ,

Eselspur,

solange sie als das verbreitet wird, was sie auch ist: als Hypothese.

Da haben wir den Punkt: Genau das ist die ET eben nicht mehr. Eine Hypothese ist das, was in der Umgangssprache eine "Theorie" ist - eine ungeprüfte oder unbelegte Aussage.

Eine "Theorie" ist in der Naturwissenschaft ein geschlossenes Erklärungsmodell, das frei ist von inneren und äußeren Widersprüchen - und das an der Natur auf die schärfstmögliche Weise geprüft wird.

Die ET ist eine der am besten bestätigten naturwissenschaftlichen Aussagen überhaupt. Sie steht zentral im interdisziplinären Netz naturwissenschaftlicher Erkenntnisse.

Sie als "Hypothese" darzustellen - also als unbelegte Behauptung - genau das IST Kreationismus.

Antwort
von Klaus02, 44

Zum Thema Urknall hab ich dir was https://de.m.wikipedia.org/wiki/Georges_Lema%C3%AEtree LGKlaus

Antwort
von mychrissie, 42

Obwohl ich Atheist bin, rate ich dazu, die Kirche nicht zu unterschätzen. Sie hat z.B. die Kugelgestalt der Erde und dass diese um die Sonne kreist, bereits vor Galileo entdeckt. Die Leute sind ja nicht dumm.

Was sie leugnen, leugnen sie nicht, weil sie es nicht glauben, sondern weil ein öffentliches Eingeständnis ihre Macht beeinträchtigen könnte.

Antwort
von Moba1, 116

Ich kann dir das nur von der Seite des Islam beantworten wo Forschung und Wissenschaft einen sehr hohen Stellenwert haben und einander nicht ausschliessen im Gegenteil! Und bezüglich "Forschung" in dem Zusammenhang wie du das Wort verwendest: Weder Urknall noch Evolutionstheorie sind BEWIESEN (darum geht es aber in der Wissenschaft). Es gibt die Mikroevolution die man den Menschen aber als Makroevolution verkaufen möchte. Die Evolutionstheorie (heisst ja nicht um sonst so) ist sehr schwach und hinkt an allen Ecken. Es gibt Dinge die sie nicht ansatzweise erklären kann. Am Ende hat Darwin selbst gezweifelt und soll auch gesagt haben "Beim Auge bin ich mir nicht ganz sicher". Auch bei anderen Bereichen bezüglich der Evolutionstheorie hat er gezweifelt. Das wirst du aber in der Schule nie hören, zumindest haben wir es nicht gehört.

Kommentar von uteausmuenchen ,

Kein guter Stil, erst zu betonen, Wissenschaft habe im Islam hohen Stellenwert, dann aber mit kreationistischen, Falschdarstellungen zu kommen. Hamburger02 fasst die Fehler sehr schön zusammen. Abgesehen passt die Antwort nicht zur Frage und könnte allein auf dieser Basis beanstandet werden.

Kommentar von Ryuuk ,

Weder Urknall noch Evolutionstheorie sind BEWIESEN (darum geht es aber in der Wissenschaft).

Inkorrekt. Die Wissenschaft ist eine Methode um das Universum um uns herum zu verstehen. Es geht nicht darum Dinge zu beweisen, es geht darum zu verstehen, wie es wirklich ist. Wenn sich eine Theorie als falsch herausstellt wird sie verworfen und durch eine bessere ersetzt.

Es gibt die Mikroevolution die man den Menschen aber als Makroevolution verkaufen möchte.

Es gibt keinen Unterschied zwischen diesen zwei Dingen. "Makroevolution" ist nichts anderes als Evolution über einen langen Zeitraum.

(heisst ja nicht um sonst so)

Heißt so, weil sie eine Wissenschaftliche Theorie ist. Schlags im Wörterbuch nach.

ist sehr schwach und hinkt an allen Ecken.

Wieder inkorrekt. Die Evolutionstheorie ist eine der bestbelegten Theorien, die die Wissenschaft je aufgestellt hat.

Es gibt Dinge die sie nicht ansatzweise erklären kann

Kannst du heut nicht, kannst du morgen. Ist nur eine Frage der Zeit bis die übrigen Lücken gefüllt werden.

Am Ende hat Darwin selbst gezweifelt und soll auch gesagt haben "Beim Auge bin ich mir nicht ganz sicher". Auch bei anderen Bereichen bezüglich der Evolutionstheorie hat er gezweifelt.

Wie bereits erwähnt, Darwin wäre ein überaus schlechter Wissenschaftler gewesen, wenn er nicht in Betracht bezogen hätte, das er sich auch irren könnte.

In der Wissenschaft geht es nicht darum absolut von einer Idee überzeugt zu sein. Es geht darum herauszufinden, wie es wirklich ist.

Kommentar von sarahj ,

"Die Evolutionstheorie (heisst ja nicht um sonst so) "

Wenn Du keine Ahnung hast, was das Wort "Theorie" in der Wissenschaft bedeutet, dann lass solche Sätze lieber weg.
30 Sekunden google+wikipedia hätten genügt.

Kommentar von Moba1 ,

"Je nach wissenschaftstheoretischem Standpunkt wird der Begriff Theorie verschieden erklärt. Im Allgemeinen entwirft eine Theorie ein Bild (Modell) der Realität. In der Regel bezieht sie sich dabei auf einen spezifischen Ausschnitt der Realität. Eine Theorie enthält in der Regel beschreibende (deskriptive) und erklärende (kausale) Aussagen über diesen Teil der Realität. Auf dieser Grundlage werden Vorhersagen getroffen." Wir können uns um die Begrifflichkeiten streiten aber Fakt ist sie ist nicht bewiesen.

Kommentar von sarahj ,

sie macht nach jeweils aktuellem Wissen die besten Vorhersagen und ist nicht falsifiziert. Was Du mit "Beweis" bezeichnest, ist mir in diesem Zusammenhang nicht klar: was wäre denn nach Deiner Ansicht ein (für Dich gültiger) "Beweis" für dir Richtigkeit, z.B. der Gravitationstheorie?
Oder der Evolutionstheorie, oder der Relativitätstheorie?

(und schreib' jetzt bitte nicht: "ich will es sehen")

Kommentar von Mark1616 ,

Indem Fall sag ich schon einmal Tschüss. Da die Gravitationstheorie ja nur eine Theorie ist wirst du wohl bald davon schweben? ;) Wahrscheinlich wirst du hier auch nicht mehr antworten, schließlich basieren Computer auf der Relativitätstheorie.

Kommentar von tvetter ,

Das Wissen und das Erlangen von Wissen in der islamischen Kultur einen sehr hohen Stellenwert hat stimmt.

Allerdings weist deine eigene Formulierung hier bereits darauf hin da die Richtung dieses Wissens anders ausgerichtet ist als dies in moderner, säkularer Forschung der Fall ist.

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