Frage von borneokorea, 159

glauben astrophysiker an gott?

Antwort
von Halbkornbrot, 103

Einige tuen es andere tuen es nicht, ich bezweifle das es hier einen kausalen Zusammenhang zwischen Gottesglaube und Berufsauswahl gibt.

Kommentar von LSdiethylamid ,

Ich denke es gibt schon einen Zusammenhang. Die Arbeitsweise eines Forschers/Wissenschaftlers ist eigentlich genau das Gegenteil von Glauben.

Antwort
von SibTiger, 59

Wenn Astrophysiker gläubig sind (was gerade in der heutigen Zeit nicht so häufig ist), dann haben sie oft ein Bild von Gott, dass etwas spezieller ist, als in den gängigen Religionen. So gibt es häufiger deistische oder auch pantheistische Gottesbilder.

Astrophysiker können natürlich letztendlich über die Existenz Gottes auch nicht viel mehr sagen als Bauarbeiter oder Gärtner, aber sie sind oft in Lage, ihre Sichtweise sehr schön auszudrücken und zu beschreiben. 

Kommentar von Hamburger02 ,

Wobei das dann aber absolut nichts mehr mit einem personalen Gott oder gar dem biblischen Gott zu tun hat, wie z.B. Einstein öfters betonte. Deismus und Pantheismus sind zumindest nach Angaben der RKK Formen des Atheismus.

Kommentar von mrauscher ,

Ist leider falsch. Einstein und Darwin haben an einen Gott als Person geglaubt, dessen erster Sohn Michael hieß. Dieser Michael, das erste Geschöpf das Gott schuf (daher auch der Name Geschöpf), kam vor mehr als 2.000 Jahren auf diesen Planeten. Die Geschichte von Jesus Christus gilt heute als authentisch. Wir Menschen sollten endlich einsehen, dass wir nicht allein sind. Da hilft auch kein elitäres Gerede. Wenn der Mensch mal so weit ist, aus toter Materie Leben zu schaffen, und ob der Mensch das je erreicht, ist fraglich, hätte genau dieser an Gott zweifelnde Mensch einmal mehr bewiesen, dass es für das Leben einen intelligenten Schöpfer benötigt.

Kommentar von Hamburger02 ,

Dass Einstein an einen persönliche Gott glaubte, ist genauso wahr, wie deine anderen Behauptungen. Ist aber bekannt, dass Gläubige ganz gerne in einer Scheinwelt leben und auch nicht vor der ständigen Wiederholung von Lügen zurückschrecken.

Einstein war gebürtiger Jude, lehnte aber diese wie alle anderen Religionen ab. Da er auch ausdrücklich einen persönlichen Gott ablehnte, kann er zu Recht als Atheist bezeichnet werden.
Gläubige zitieren zwar gerne mal Einstein als Kronzeugen für Gott, aber dazu hat Einstein schriftlich Stellung genommen:

„Es war natürlich eine Lüge, was Sie über meine religiösen 
Überzeugungen gelesen haben, eine Lüge, die systematisch wiederholt 
wird. Ich glaube nicht an einen persönlichen Gott und ich habe dies 
niemals geleugnet, sondern habe es deutlich ausgesprochen. Falls es in 
mir etwas gibt, das man religiös nennen könnte, so ist es eine 
unbegrenzete Bewunderung der Struktur der Welt, so weit sie unsere 
Wissenschaft enthüllen kann.“

„Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt 
menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch 
reichlich primitiver Legenden. […] Keine noch so feinsinnige Auslegung 
kann etwas daran ändern. Diese verfeinerten Auslegungen sind […] höchst 
mannigfaltig und haben so gut wie nichts mit dem Urtext zu schaffen.“

Kommentar von SibTiger ,

In Bezug auf den Pantheismus liegst Du da sicher richtig. Beim Deismus geht man allerdings meistens von einem persönlichen Gott aus. 

Antwort
von Hamburger02, 65

Die Astrophysiker und Astronomen, die ich so kenne, sind fast ausschließlich Atheisten. Ausnahmen mag es wohl geben. 

Einer der ganz wenigen dürfte Harald Lesch sein, der aber zugibt, dass es eigentlich ein Widerspruch ist, Astrophysik zu betreiben und an Gott zu glauben.

Kommentar von ThadMiller ,

...dass es eigentlich KEIN Widerspruch...

Kommentar von Hamburger02 ,

Doch, in einem Interview hat er das so gesagt, was ihn persönlich allerdings ncht vom Gottglauben abhalten würde und den Widerspruch müsse er halt hinnehmen und aushalten.

Antwort
von danhof, 56

Warum sollte denn da ein Zusammenhang bestehen deiner Meinung nach?

Kommentar von LSdiethylamid ,

Der eine Mensch weiß etwas nicht, glaubt aber eine Antwort zu haben.

Der andere weiß etwas nicht, ist sich dessen auch bewusst und forscht nach der Antwort.

Antwort
von Dovahkiin11, 91

Manche schon, andere nicht. Genauso tiefgründig wie die Frage, ob Physiker Brillen tragen.

Antwort
von Aleqasina, 77

Es gibt viele Physiker, die über die Beschaffenheit der Natur ins Staunen und zum Glauben an Gott kommen. Besonders die, die sich mit Astro- und Elementarphysik befassen.

Physiker wohl häufiger als Biologen.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das halte ich für ein Gerücht. An wen denkst du denn da so? Vor allem "viele"?

Kommentar von Aleqasina ,

Leute aus meinem Bekanntenkreis.

Kommentar von Dovahkiin11 ,

Das ist kein Gerücht. Ich habe auch selbst schon Verträge von einigen angesehen. 

Kein Wunder, wenn man die Komplexität des Universums betrachtet und sich näher damit auseinandersetzt. "Purer Zufall... " 

Antwort
von nowka20, 7

wenn die die fähigkeit des klaren denkens haben, JA

Antwort
von OnkelSchorsch, 37

Genauso wie Tennisspieler an Gott glauben oder nicht, genauso wie Zahnärzte an Gott glauben oder nicht, genauso wie Taxifahrer an Gott glauben oder nicht.

Glaube ist Privatsache und hat nichts mit der beruflichen Tätigkeit zu tun.

Jeder aufgeklärte Mensch, dies gilt auch für Geistliche, glaubt, wenn er glaubt, an einen Gott, der nichts mit dem naiven Märchengott, der mit Nachthemd und langem Bart oben auf den Wolken wohnt, zu tun hat, sondern hat einen vernünftigen Glauben, der zwischen Gott als jenseitigem Sinngeber und der konkreten kausalen Realität unterscheidet.



Antwort
von dompfeifer, 11

Warum sollten sich unter den Gottgläubigen nicht alle Berufsgruppen, Nationalitäten, Sportarten und Hautfarben finden?

Antwort
von nachdenklich30, 39

Es gibt solche und solche.

Wer sich mit seiner Wissenschaft gut auskennt, weiß, dass sie in Bezug auf Gott keine Aussagen macht.

Und wer sich mit seinem Glauben gut auskennt, weiß, dass er sich in die Astrophysik nicht einmischt.

Also kann es bei den Astrophysikern wie überall solche uns solche geben.

Solche,die glauben und solche, die es nicht tun.

Kommentar von ThadMiller ,

"Und wer sich mit seinem Glauben gut auskennt, weiß, dass er sich in die Astrophysik nicht einmischt."

Naja, bis auf das mit den 7 Tagen. Oder das mit einem erst 4000 Jahre alten Universum. Usw...

Kommentar von nachdenklich30 ,

Die "7 Tage" waren niemals als Gegenentwurf zur Evolution oder zur Astrophysik gemeint.

Mit den "7 Tagen" setzen sich die jüdischen Gelehrten während der "Babylonischen Gefangenschaft" mit babylonischen und anderen Schöpfungsmythen auseinander.

Sonne und Mond werden nicht mit diesen (Götter-) Namen erwähnt sondern als "goßes und kleines Licht" bezeichnet. Ihnen wird damit die Göttlichkeit ebenso bestritten wie allem anderen, was "geschaffen" ist.

Und im Gegensatz zur Auffassung des babylonischen Königs, er sei das (einzige) Ebenbild Gottes, wird diese Würde und Verantwortung jedem einzelnen Menschen zugesprochen und zwar ausdrücklich unabhängig von seinem Geschlecht.

Das ist der eigentliche Clou des ersten Schöpfungsberichts. Weil die meisten Gläubigen aber keine Ahnung von der babylonischen Gefangenscahft und ihrer Bedeutung für die Auslegung der Schöpfungsgeschichte haben, kam es da zu einigen sehr bedauerlichen Missverständnissen.

Die meisten Kreationisten machen sich nicht klar, dass es Gotteslästerung ist, was sie da betreiben, indem sie Gott zum Bestandteil einer diesseitigen Schöpfungslehre machen wollen. Aber das ist noch ein weites anderes Thema.

Antwort
von Fantho, 22

Ein interessantes Buch ist jenes von Bernard Haisch 'Die verborgene Intelligenz im Universum', in welchem der renommierte Astrophysiker eine interessante Synthese herleitet...

Auch Warnke und Dürr sind interessant zu lesen...

Gruß Fantho

Antwort
von PissedOfGengar, 77

Definitiv nicht alle... Aber der Vatikan selbst betreibt Forschung auf dem Gebiet der Astrophysik. So hat der Vatikan zum Beispiel auch eine eigene Sternenwarte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanische_Sternwarte

Kommentar von Hamburger02 ,

Der Vatikan betreibt wohl Astronomie, aber keine Astrophysik.

Astronomie hat eine alte christliche Tradition bei der Festlegung der Ostertermine.

Kommentar von PissedOfGengar ,

Nein falsch. Der Vatikan betreibt tatsächlich Astrophysik. Von der Expansion und Beschleunigung des Universums, über dunkle Materie, forscht der Vatikan bis hin zu Quasaren und Kugelsternhaufen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Vatikanische\_Sternwarte#Forschungsthemen\_und\_St...

Antwort
von thetee99, 29

Prof. Harald Lesch schließt es nicht aus und glaubt an Gott... andere wiederum nicht.... da gehts den Leuten wie den Menschen...

Antwort
von Taimanka, 65

auf jeden Fall, ... für das letzte Unerklärliche 🌬

Antwort
von LSdiethylamid, 5

Man kann allgemein sagen, dass etwa 98% der Naturwissenschaftler Atheisten sind.

Antwort
von Gronkor, 35

Das kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt Astrophysiker_innen, die an Gott glauben, und solche, die es nicht tun.

Hier äußert sich ein Astrophysiker, der an Gott glaubt über das Verhältnis von Glaube und Wissenschaft:

Antwort
von earnest, 24

Einige sicherlich.

Mal eine andere Frage: Tragen Frauen Brillen?

Antwort
von Sturmwolke, 13
Antwort
von joergbauer, 68

Du denkst vermutlich in die Richtung, daß so ein Wissenschaftler, der sich mit dem Universum beschäftigt, eher in der Lage ist, Gott zu erkennen, als jemand, der in dieser Materie nicht daheim ist? Das kann man so nicht sagen, denn mit menschlicher Einsicht und Weisheit und mit Wissenschaft hat der Glaube an die Existenz eines Gottes nicht wirklich zu tun. Es ist eine geistliche Angelegenheit, da Gott selbst laut Bibel ja auch Geist ist. Der Glaube ist das Mittel zum Verständnis. Und den kann sicherlich ein Obdachloser ebenso haben (oder auch nicht) wie ein Astrophysiker oder sonstwer, der sich für intelektuell hochstehend hält.

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