Frage von kingzilla, 105

Glaub ihr das ein friedliches zusammenleben zwischen Religionen denkbar ist wenn ja/nein warum?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MarinusWillet, 55

Ja das ist auf jeden Fall möglich und es gibt sehr viele Beispiele aus der Geschichte bis zum heutigen Tag.

Selbst unter Theokratien wie dem Iran können die Minderheiten wie Juden, Bahai und Christen ihre Religion frei leben und werden sogar noch von der Regierung dabei unterstützt.

Auch in sozialistischen, offiziell atheistischen Ländern wie Kuba können selbst Santeria-Anhänger (die opfern immerhin Tiere als Bestandteil ihres Glaubens...) frei ausleben.

Auch in Palästina war vor dem Aufkommen des terroristischen Zionismus und der Gründung des Staates Israel ein friedliches Zusammenleben zwischen Muslimen, Juden und Christen ganz normal.

Kommentar von arevo ,

#Marinus Willet

Angehörige der Bahai werden im Iran leider strengstens verfolgt.Juden nehmen einen Sonderstatus wie auch orthodoxe Christen z.B. Armenier oder Georgier.

Parsen, soweit es sie im Iran noch gibt, werden auch verfolgt.


Kommentar von MarinusWillet ,

Ja das wird oft gesagt dass die Bahai im Iran verfolgt werden, aber das ist einfach Unsinn. Die deutsche Medienlandschaft hat eine anti-iranische Agenda, welcher stets gefolgt werden muss. D.h. es werden Falschmeldungen platziert oder es kommt zu Übertreibungen. Genauso ist es hier auch der Fall.

So gab es einige Festnahmen von israelischen Spionen im Iran und deren Religionszugehörigkeit war eben die der Bahai. Diese wollten vermutlich wieder Bomben in Stadtzentren legen oder Wissenschaftler ermorden. Wenn solche Verbrecher eingesperrt werden hat das aber nichts mit einer Religionsverfolgung zu tun. Die Bahai können dort ungestört ihren Glauben ausleben. Natürlich müssen Zeitungen wie "Die Welt", "Bild" usw. ein anderes Bild zeichnen, weil sie ja den anti-iranischen Zionismus auf der Agenda haben.

Es gibt im Gegenteil immer wieder große öffentlichkeitswirksame Gesten von führenden Ayatollahs gegenüber den Bahai, wie z.B. die Übergabe von heiligen Schriften an die Bahai durch Ayatollah Abdol-Hamid Masoumi-Tehrani.

Religionsfreiheit ist halt auch immer relativ zu sehen. Z.B. dürfen Muslime in Deutschland ihre Toten nicht auf islamische Weise beerdigen. Dennoch würde ich alleine wegen dieser Einschränkung nicht von einer Verfolgung der Muslime in Deutschland sprechen.

Antwort
von Dackodil, 47

Jedenfalls nicht mit den monotheistischen Religionen. Die haben den Anspruch als einzige die absolute Wahrheit in Besitz zu haben und dürfen daher gar nicht kooperieren.

Die polytheistischen Religionen, wie der Hinduismus sind da viel duldsamer und haben einige andere Religionen integriert.
(Ich weiß, das es auch im Hinduismus fanatische Strömungen gibt und es zu Gewalttaten im Namen dieser Religion kommt).

Antwort
von 1988Ritter, 38

Theoretisch gesehen geht dies solange die Religionen den Dialog suchen.

Religionen  die sich dem Dialog verwehren, wovon wir eine dominante Religion haben, und sich als einzigst wahre Religion preisen, und dies sogar mit Gewalt unterstreichen. die funktionieren nicht in einem harmonischen Nebeneinander.

Betrachtet man folglich Zeitgeschehen, dann muss man sagen es geht nicht.

Antwort
von tachyonbaby, 39

Ja, es wäre möglich, wenn die Kabale im Hintergrund vernichtet wird. Die Menschen werden gezielt gegeneinander gehetzt.

Antwort
von Eselspur, 57

Natürlich!

Und das wird auch in vielen Ländern der Erde gelebt: nämlich dort wo machtpolitische und wirtschaftliche Konflikte sich nicht ein religiöses Mäntelchen umhängen!

Kommentar von Dackodil ,

Hast du mal ein praktisches Beispiel?

Kommentar von Eselspur ,

Christen und Juden derzeit weltweit, Christen und Buddhisten in Ostasien, Moslems und Christen in Ägypten über viele Jahrhunderte... und noch viele viele mehr.

Kommentar von arevo ,

#Eselspur

Zwischen Kopten und Moslems gab es inÄgypten über Jahrhunderte,in unterschiedlicher Ausprägung, immer wieder große Problem.

Zudem gelten Christen im Islam als Menschen zweiter Klasse, sogenannte Dhimmi oder Schutzbefohlene.

Kommentar von Eselspur ,

ich sage ja nicht, dass das ein sehr erstrebenswerter Zustand gewesen ist, es war aber FRIEDLICH - und danach wurde ich gefragt. Überleg einmal, wie viele Grauslichkeiten von a-religiösen Menschen verübt worden sind!

Antwort
von Micromanson, 37

Generell ja.

Es gibt weltweit aber das Phänomen, dass die aufgeklärte Religion zurück geht, wohingegen konsequent atheistisch bzw konsequent religiös zunimmt.
Das heißt, fundamentalistische Formen werden stärker und weiter verbreitet.

Nehmen also beide Seiten ihre Religion nicht so ernst und hören auf, darauf zu beharren dass sie die Wahrheit kennen, kann ein Zusammenleben natürlich möglich sein.

Antwort
von theonce, 4

Ja.
Da viele Religion friedlich sind.
In Deutschland beispielsweise leben viele Religionen friedlich nebeneinander.
Ich finde es übertrieben wenn hier manche schreiben, dass Religionen ja nur radikale Gruppierungen sind.

Antwort
von SarahYoung, 55

Ich bin mir sicher, dass das funktioniert. Das Problem sind nicht die Religionen, sondern die Menschen.

Kommentar von Baoshan ,

Naja, ich würde eher sagen, das Problem ist, was die Religion aus Menschen macht. Steven Weinberg hat das mal treffend formuliert:

Religion is an insult to human dignity. With or without it you would
have good people doing good things and evil people doing evil things.
But for good people to do evil things, that takes religion.

Zur Frage: Da fast alle Religionen für sich selbst beanspruchen die einzige Wahrheit zu kennen und fast alle Religionen missionieren kann das nicht funktionieren.

Antwort
von Steffi1818, 58

Ich denke dass wird nicht funktionieren weil in der heutigen zeit immer eine religion denkt sie ist die beste und tollste und sowas und deswegen glaube ich kaum dass ein friedliches zusammenleben möglich ist weil es schon immer religionen hab und die haben sich noch nie verstanden und friedlich miteinander gelebt

Antwort
von rubicon66, 30

..ja, das wäre möglich, wenn die religionen diesen § 1 , bedingungslos abschafften... dieser §1,welcher den missionierungsparagraphen darstellt, den JEDE religion, wie ein dogma behandelt,  ist  die wurzel allen übels, weil es damit sehr leicht ist, mit den jeweiligen 'schäfchen', ein feindbild aufzubauen! das sieht man daran, dass es eigentlich kaum wirklich religiöse kriege gegeben hat, und auch noch gibt. die religion wird und wurde immer nur vorgeschoben:

 "das da drüben, dass ist nicht mehr dein nachbar, der glaubt was anderes als wir, hier hast du ein gewehr und schiess"!!.... und was macht dieser???...RICHTIG, er schiesst!

Antwort
von viktorus, 16

Ja, wenn "alle Parteien" den "selben Gott" (Jes.45,22) haben (Joh.17,17).

Solange aber noch Satan "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) ist, gibt es keinen Frieden (Offb.6,2.4).

Wohl "vereinigt" er die "Religionen", aber nur, um gegen unseren ewigen Vater zu kämpfen (Offb.17,1-15).

Antwort
von Andrastor, 26

Nein.

Solange jede Religion von sich behauptet die einzig richtige zu sein und die anderen als Minderwertig darstellt, kann es keinen echten Frieden zwischen ihnen geben. Sogar heute noch gibt es erbitterte Kriege zwischen den Religionen und keine der Religiösen Gemeinschaften tut etwas dagegen.

Antwort
von arevo, 8

Grundsätzlich ist ein friedliches Zusammenleben Angehöriger verschiedener Religionsgemeinschaften denkbar.

Christen-Buddhisten: sehe ich keine Probleme

Christen-andere ostasiatische Religionsgemeinschaften: wie zuvor

Christen-Juden:sehe ich grundsätzlich auch keine Probleme

Angeörige des Islam führe ich deshalb nicht an, weil ich den Islam als eine polit-religiöse Ideologie ansehe.

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