Frage von ebnorme, 81

Gläubiger zieht Hauptforderung zurück, Inkassounternehmen besteht weiterhin auf Zahlung...was kann ich tun?

Hallo zusammen... Kurze Schilderung meines Problems: bei meiner KFZ-Versicherung 5-Tageskennzeichen mit den üblichen Satz dieser 77,- erworben, der PKW wurde (wofür die Kennzeichen geltend waren) nicht gekauft. Rechnung erhalten über diese 77,-... Monat später anderes Auto ohne 5-Tageskennzeichen gekauft und bei der selben Versicherung angemeldet. Versicherung wollte diesen Betrag nicht mit dem neuen PKW verrechnen (laut Aussage meines unabhängigen Versicherungsmarklers). Kurzum, ich sah nicht ein das ich trotz selbiger Versicherung diesen Betrag bezahlen sollte und sodann bekam ich Post vom Inkassodienst, was sich bis zu einem Vollstreckungsbescheid hochschaukelte. Nach direktem Kontakt mit der Versicherung wurde dann auf einmal diese Hauptforderung seitens der Versicherung auf Null gesetzt, d.h. ich brauche diese Summe (77,-) nicht mehr bezahlen, aber müsse die Inkassokosten selbst tragen. Nun bekam ich einen Brief vom Inkassodienst mit der Angabe der Gesamtsumme wo die Hauptforderung mit Null Euro aufgelistet ist und ein 10 tägiges Zahlungsfenster aufgeführt (Briefkopf-Datum 13.01.16), paar Tage später erfolgte ein neuer Brief (Briefkopf-Datum 16.01.16) mit einer Pfändungsandrohung in einem sehr rauhen Umgangston und eine neue Auflistung der geforderten Summe plus einer neuen Verfahrensgebühr, die auf der Hauptsumme aufgeschlagen wurde. Hat jemand evtl. einen guten Tipp, wie ich mich gegenüber diesem Ganzen jetzt verhalten soll...? Gruß

Antwort
von Georg63, 37

Hättest du den Inkassokosten wegen strittiger Forderung von vornherein konsequent widersprochen, dann wärst du jetzt raus aus der Nummer. Da du es zu einen vollstreckbaren Titel hat kommen lassen - selber schuld - zahlen.


Kommentar von Georg63 ,

Du widersprichst dir bei deinen Angaben.

Hast du wirklich einen Mahn- und dann einen Vollstreckungbescheid vom Gericht bekommen?

Oder alles nur böse Briefe von der Inkassofirma?

In letzterem Fall schreibst du denen, dass es mangels berechtigter Forderung auch nie etwas zu mahnen gab und ganz sicher keine Inkassogebühren bezahlt werden. Dann können die zetern und drohen und bekommen nichts.

Kommentar von Geheim0815 ,

von mangels berechtigter Forderung kann ja keine Rede sein... nur ein rückzieher aus Kulanzgründen... warum man dann aber überhaupt ein Inkasso einschaltet oder nicht auch die Kosten des Inkassos selbst trägt ist ne gute Frage

Antwort
von kevin1905, 36

Ist der VB rechtskräftig geworden?

Kommentar von mepeisen ,

Ich stelle Kevins frage mal anders: Wann ist dir der Vollstreckungsbescheid zugestellt worden?

Und wenn das mehr als 14 Tage her ist? Wie kommst du auf den völlig blödsinnigen Einfall, dem bei Gericht nicht zu widersprechen, wenn du nicht einsiehst, zahlen zu wollen?

Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als nun zu zahlen. Wenn du dich hättest wehren sollen, hättest du das beim Erlass des Mahnbescheides oder des Vollstreckungsbescheides tun müssen. Es ist wie mit der Ehe: Wer Einwände hat, der möge sie sofort (binnen 14 Tagen) benennen oder für immer schweigen.

Kommentar von ebnorme ,

Bis jetzt noch nicht, da etwa zeitgleich die Versicherung die Hauptforderung zurückzog. Nehme mal an da diese 77,-Euro aus der VB nun rausfallen und eine Neuberechnung ansteht.

Kommentar von mepeisen ,

Ja was denn nun? Hast du einen Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid vom Gericht bekommen oder hast du das nicht?

Antwort
von FordPrefect, 45

bei meiner KFZ-Versicherung 5-Tageskennzeichen mit den üblichen Satz
dieser 77,- erworben,

Somit lag hier ein bindender Vertrag vor.

der PKW wurde (wofür die Kennzeichen geltend waren) nicht gekauft

Ds ist Dein Privatvergnügen. Die Versicherungsgebühr für die Kurzfristkennzeichen ist dennoch zu bezahlen.

Monat später anderes Auto ohne 5-Tageskennzeichen gekauft und bei der
selben Versicherung angemeldet. Versicherung wollte diesen Betrag nicht
mit dem neuen PKW verrechnen (laut Aussage meines unabhängigen
Versicherungsmarklers).

Warum auch? Das wäre eine Kulanzfrage gewesen, zu der der VR in keinem Fall jedoch verpflichtet war.

Kurzum, ich sah nicht ein das ich trotz selbiger Versicherung diesen Betrag bezahlen sollte

Das ändert nichts an der Bezahlpflicht.

und sodann bekam ich Post vom Inkassodienst, was sich bis zu einem Vollstreckungsbescheid hochschaukelte.

Mit anderen Worten, Du hast sämtliche relevante Post vom Amtsgericht ignoriert. Held.

Nach direktem Kontakt mit der Versicherung wurde dann auf einmal diese
Hauptforderung seitens der Versicherung auf Null gesetzt, d.h. ich
brauche diese Summe (77,-) nicht mehr bezahlen, aber müsse die
Inkassokosten selbst tragen.

Sofern die mittituliert wurden, ja.

Hat jemand evtl. einen guten Tipp, wie ich mich gegenüber diesem Ganzen jetzt verhalten soll

Die titulierte Forderung ist zu bezahlen (siehe Angaben im VB). Ansonsten wird Dir das Geld gepfändet.

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