Frage von maras69,

Gläubiger, die ihre Forderung nicht angemeldet haben

Hallo, die Gläubiger, die beim Insolvenzantrag vom Schuldner angegeben wurden, haben nicht alle ihre Forderung angemeldet. Ist es richtig, dass die Erteilung der Restschuldbefreiung auch gegen diejenigen Gläubiger wirkt, die ihre Forderungen nicht angemeldet haben. Und was hat es mit dieser Aussage auf sich: Insolvenzgläubiger, die ihre Forderung nicht angemeldet haben, bleiben Gläubiger mit allen Vollstreckungsbeschränkungen, aber einer Quote von 0 %. In der Praxis melden insbesondere bei etwas älteren Forderungen etwa 50 % der Gläubiger ihre Forderung nicht an, weil sie den damit verbundenen Aufwand scheuen. Was heisst Vollstreckungsbeschränkung? Vielen Dank im voraus für mögliche Antworten!

Antwort von Meinereiner67,
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Vollstreckungsbeschränkung ist § 89 InsO.- da steht drin, dass das Vollstreckungsverbot ALLE Forderungen betrifft.-0%-Quote heißt nix anderes, als dass die Gläubiger, die nicht angemeldet haben bei der Verteilung evtl. vorhandener Masse nicht berücksichtigt werden.-- Bei den Forderungen, die v. Schuldner in die Tabelle aufgenommen wurden, aber die Gläubiger diese nicht angemeldet haben, gilt nach Ablauf des Verfahrens auch die Restschuldbefreiung.-- Ein Gläubiger kann sich also nicht dadurch, dass er seine Forderung nicht im Inso-Verfahren anmeldet den Vorgaben und Regelungen der InsO entziehen.-Nicht angemeldete Forderungen gehen nach Erteilung der Restschuldbefreiung genauso unter, wie alle anderen VOR der Eröffnung bestehenden Forderungen.-Ein solcher angeblicher Gläubiger-Trick geht also nicht.-

Antwort von possel,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Forderungen von Gläubigern, die nicht zur Tabelle angemeldet werden, unterliegen genau so der Restschuldbefreiung; diese Gläubiger nehmen nicht mehr am Verfahren teil und bekommen auch nix aus der Insolvenzmasse (falls denn was da wäre...)

Antwort von paps1959,

Ja das ist richtig, für alle Forderungen, die am Tag der Eröffnung bestanden haben und nicht von der RSB ausgenommen sind, erhalten Sie die RSB.

Vollstreckungsverbot gilt für Insolvenzgläubiger während und nach Aufhebung des Verfahrens.

Neugläubiger, also Forderungen die nach Eröffnung entstanden sind, können nach Aufhebung des Verfahrens in der sogenannten Wohlverhaltensphase vollstrecken.

Kommentar von maras69,

RSB wirkt gegen die Darlehensforderung der Bank. Die Grundschuld-Gläubigerin kann aus der Grundschuld nicht gegen den Schuldner vollstrecken, sondern nur ins Grundstück. Heisst das, die Bank kann das Haus zwangsversteigern und das wars?

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