Frage von AjaxDepor, 58

Gkv nach Pkv?

Angenommen jemand ist Beamtenanwärter und privat versichert, beschließt aber dir Ausbildung abzubrechen: kann er dann direkt wieder in die GKV? Also wenn er noch arbeitslos ist. Vielen Dank schonmal im Voraus!

Antwort
von Dickie59, 35

Hallo,

Ja, es macht Sinn in die GKV zurückzukehren. Ich gehe davon aus, das du eine sozialversicherungspflichtige Beschäftiung aufnimmst und somit hast du die Möglichkiet dich in einer GKV zu versichern.

DA du im Sinne der Behilferegelung versichert bist, ist eine Rückkehr auch bei einer abreitslosigkeit aus meiner Sicht möglich, da es keinen Dienstherr mehr gibt, der Kosten übernimmt und ein Aufleben in einen Vollkostentarif unsinnig wäre. 

Wenn du während der Beamtenlaufbahn (Beamter auf Widerruf, Beamter auf Probe) gesetzlich versichert bleibst, zahlst du die vollen Beiträge allein, dein Dienstherr zahlt dann nichts zu! Es gibt hier auch keinen Versorgungsausgleich. Im Sinne der beamtenrechtlichen Regelungen trägt der Dienstherr 50-70% der Kosten, du versicherst lediglich die Restkosten.

Die private Krnakenversicherung bezahlt das, was man versichert! Also wer abspeckt ist selbst schuld, bleibt baer mindestens in Höhe des SGB V (GKV) versichert.

Beste Grüße

Dickie59

Kommentar von wolfgang1956 ,

Er nirgends behauptet, dass es um ihn geht!!

Es heißt einfach, „angenommen …“

Kommentar von Dickie59 ,

auch wenn es nicht um ihn geht, ändert sich die Antwort im Kern nicht.

Antwort
von wolfgang1956, 33

Angenommen jemand ist Beamtenanwärter und privat versichert, beschließt aber dir Ausbildung abzubrechen: kann er dann direkt wieder in die GKV?

Er sollte unbedingt in die GKV zurück! Es mag möglich sein, dass man in der PKV verbleiben darf, aber das sollte man sich wirklich genauestens überlegen. Die Beitragsanpassungen werden auch mal in größeren Sprüngen erfolgen. Die Beträge müssen immer bezahlt werden.

Beamte zahlen „halbe“ Beiträge weil der Rest über den Versorgungsausgleich beglichen wird. Wenn du kein Beamter mehr sein wirst, zahlst du den vollen Beitrag, der zu entrichten wäre.

Als GKV-ler legst du deine Versichertenkarte vor und alle Arztrechnungen werden automatisch bezahlt und du zahlst nur noch die Zuzahlungen für Rezepte.

Bei der PKV weiss man nicht immer, ob alles bezahlt wird! Um hier sicher zu sein, sollte man sich immer vorher schriftlich erkundigen, was übernommen wird und was nicht übernommen wird. Die Werbesprüche entsprechen leider nicht immer der Wahrheit bzw. den Erwartungen.

Kommentar von Dickie59 ,

Die Beitragsanpassungen der gesetzliche Krankenversicherung und die Streichung von Leistungen entprechen von ca. 1975 an ca. 1.300%. Die der PKV entsprechen 740% wobei hier das Leistungsspektrum nicht abgespeckt wurde, sondern gestiegen ist.

Dann gibt es noch in  der GKV viele einfache Versorgungen (siehe Zahnersatz).

Auch wenn ich als GKV Versicherte zum Arzt gehe, werden nicht automatisch alle "Rechnungen" (Kosten) getragen, z.Bsp. Augendruck messen und weitere.

Dann bekommt der GKV Versicherte auch eine Privatrechnung.

Wenn man ein "Billig" Tarif (seit 2013 nicht mehr möglich) abschliesst, konnte es vorkommen, dass der Heil- und Hilfsmittelkatatlog auf grund des Tarifes ausgedünnt war und entsprechende Leistungen nicht versichert war. Das lag mit am Versicherten.

Ich will damit sagen, das man sich mit beiden Systemen richtig auseinandersetzen muss, bevor man etwas kritisches äussert.

Das eine sind gesetzliche Leistungen und das nadere ist eine Kostenversicherung, da wird alles gemacht was versichert wird, egeal welche Kosten. Die Auswahl des Versicherers bestimmt auch, wie die Beiträge steigen, das kann man heute nicht mehr allein.

Jede Form der Krankenversicherung, ob gesetzlich oder privat hat Vor- und Nachteile.

Aber die waren hier nicht gefragt.

Kommentar von wolfgang1956 ,

Die Beitragsanpassungen der gesetzliche Krankenversicherung und die Streichung von Leistungen entprechen von ca. 1975 an ca. 1.300%. Die der PKV entsprechen 740% wobei hier das Leistungsspektrum nicht abgespeckt wurde, sondern gestiegen ist. Dann gibt es noch in  der GKV viele einfache Versorgungen (siehe Zahnersatz)

Das war nicht Bestandteil seiner Frage!

Auch wenn ich als GKV Versicherte zum Arzt gehe, werden nicht automatisch alle "Rechnungen" (Kosten) getragen, z.Bsp. Augendruck messen und weitere. Dann bekommt der GKV Versicherte auch eine Privatrechnung.

Auch Igel-Leistungen hat er nicht nachgefragt!

Es hat neben den wirtschaftlichen Fragen seitens der gesetzlichen Kassen seinen Sinn, wenn Igel-Leistungen ausgeschlossen sind. Die sind als Prophylaxe überflüssig!

Auch Billig-Tarife waren nicht gefragt!

Ich will damit sagen, das man sich mit beiden Systemen richtig auseinandersetzen muss, bevor man etwas kritisches äussert.

Das habe auch getan. Genau deswegen weiss ich inzwischen, dass das System der PKV eigentlich nur für Beamte und Millionäre funktioniert. Alle anderen sollten wenn irgend möglich in der GKV (freiwillig) bleiben und ggf. spezielle Zusatzversicherungen abschließen. Die sind im Vergleich zu den Leistungen privater Kassen ein „Schnäppchen“.

Kommentar von Dickie59 ,

Auseinandersetzung: ich glaube nicht ausreichend

Kommentar von wolfgang1956 ,

Es steht dir definitiv nicht zu, weder über mich noch andere zu urteilen!

Nur weil du überteuerte private Krankenkassenverträge verkaufen willst, ist es für die meisten Leute mehr oder minder Quatsch aus der bewährten Solidargemeinschaft auszusteigen. Vieles, was PKVen anfangs versprechen, wird nach Abschluss des Vertrages dann nicht bezahlt, weil man das eine oder andere gar nicht gelesen hat oder weil es nie so vorhanden war wie es versprochen wurde.

Es ist auch in der praktischen Handhabung eher unpraktisch, wenn man als gesetzlich Versicherter zig Briefe an die Versicherer schreiben muss, damit man seine Leistungen erhält. Als gesetzlich Versicherter geht man zu seinem Arzt, bekommt seine Rezepte, löst sie ggf. in der Apotheke ein und muss sich um nichts mehr kümmern!

Die „bevorzugte“ Behandlung von Privatpatienten ist in vielen Praxen auch nur noch ein Ammenmärchen. Auch privat versicherte Patienten müssen beim Orthopäden bzw. Hausarzt warten, bis sie aufgerufen werden. Die Ärzte haben dann nur den Vorteil, dass sie bei PKVlern deutlich mehr abrechnen können als bei GKVlern.

Wenn man es auch mal seitens der Ärzte sieht, verdient man doch auch gut genug an den GKVlern. Warum nehmen wohl beinahe alle Ärzte GKVler? Bestimmt nicht, weil sie dann unterbezahlt wären!

Und noch eine wichtige Sache: Solange man als PKVler arbeitet, zahlen die AG ihren Anteil zur Versicherung. Als Rentner muss man dann auch diesen AG-Anteil stemmen, der dann richtig ins Geld geht! Pensionäre haben hier weiterhin die staatliche Beihilfe!

Genau diese Punkte werden vielen Leuten gar nicht erläutert, wenn sie aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze sich für zwei Jahre privat versichern dürfen!

Antwort
von basiswissen, 32

Du bist als Beamtenanwärter "freiwillig" in die PKV gewechselt. Sobald Du deinen Beamtenstatus verlierst fehlt die Grundlage für eine private KV, womit Du wieder "Pflichtig" wirst und in die GKV musst.... Aber diese Frage hätte Dir dein Versicherungsvermittler beantworten können. Dazu brauchst Du uns hier nicht.

Kommentar von wolfgang1956 ,

Du bist als Beamtenanwärter "freiwillig" in die PKV gewechselt.

Wo steht, dass er der Beamtenanwärter ist?

Beamtenanwärter müssen in die PKV wechseln!

Kommentar von Dickie59 ,

Das ist mir neu, dass Sie "müssen". Ich habe jetzt erst 2 Beamtinnen privat krankenversichert, sie sind jetzt Beamte auf Widerruf und haben die Öffnungsaktion (Annahmezwang) aufgrund von Vorerkrankungen genutzt. Als Beamte auf Widerruf, wären sie abgelehnt worden.

Kommentar von wolfgang1956 ,

Dir ist scheinbar vieles neu …

Eine Bekannte von mir musste sich schon als Lehramtsreferendarin privat versichern! Das wäre im Prinzip eine Beamtenanwärterin. Inzwischen ist sie als Lehrerin verbeamtet.

Natürlich hätte sie auch noch in der GKV bleiben können, nur hätte sie weder Beihilfe noch die 50% AG-Anteil bekommen! So wird man in gewisse Kassensysteme gezwungen.

Kommentar von basiswissen ,

Somit haben sie die Wahlfreiheit. Man wird nicht gezwungen in die PKV zu wechseln. Das es wirtschaftliche Vorteile hat steht auf einem anderen "Blatt". Dennoch kann man in der GKV bleiben. Und wie "Dickie" schon schreibt: Wie soll sich ein BaW denn in der PKV versichern wenn er Erkrankungen hat und nicht angenommen würde? Öffnungsaktion greift als BaW nicht.

Kommentar von wolfgang1956 ,

Somit haben sie die Wahlfreiheit.

Formell ja!

Allerdings hat diese „Wahlfreiheit“ doch ein merkwürdiges Beigeschmäckle, wenn man bezüglich der AG-Leistungen praktisch schon als Referendar gezwungen ist, sich privat zu versichern.

Welcher Referendar bleibt dann noch in der GKV, wenn er nur Beihilfen bekommt, die über eine private Versicherung zuvor abgerechnet wurde?

Sobald er kein Anwärter ist, sollte er schnellstens die privaten Kassen verlassen. Das was die GKV leistet, ist völlig ausreichend. Insbesondere für Familien, wo GattInnen und Kinder häufig automatisch mitversichert sind! Die müssten in den privaten Kassen jeweils über einen eigenen neuen Vertrag mitversichert werden!

Kommentar von Dickie59 ,

..der Dienstherr Anteil ist in den Bundesländern oder beim Bund geregelt. Von Anteilen kann deshalb nicht gesprochen werden, da die Entrichtung des Krankenversicherungsanteiles nicht nach SGB V geregelt ist. Es gibt in der Beihilfe auch keinen Beitragszuschlag für Zahnersatz.. Entweder verändert man das System, weil man Mehrheiten schaffen kann oder man lebt damit. Gezwungen wird niemand, wenn man das Wahlrecht hat ob Millionär oder die Familie mit mehreren Kindern, wo nur der Vater arbeitet und der Rest der Familie beitragsfrei in der Familienversicherung ist...

Kommentar von wolfgang1956 ,

Irgendwie klingt das alles etwas wirr … :-)

..der Dienstherr Anteil ist in den Bundesländern oder beim Bund geregelt.

Das ist doch gar nicht das Problem!

Von Anteilen kann deshalb nicht gesprochen werden, da die Entrichtung des Krankenversicherungsanteiles nicht nach SGB V geregelt ist.

Die SGBs gelten doch für alle Bundesbürger. Die Beamten bekommen doch für den Krankheitsfall keine SGB-Beihilfe sondern eine spezielle Beamtenbeihilfe, die wie du weiter oben richtig geschrieben hast, in den Bundesländern bzw. beim Bund geregelt sind!

Es gibt in der Beihilfe auch keinen Beitragszuschlag für Zahnersatz..

Was haben Beitragszuschläge mit Zahnersatz zu tun? Es gibt zu den normalen Krankentarifen zusätzliche Zahn-Krankentarife, die man mit abschließen sollte. Dein obiger Satz ist in dem Zusammenhang völlig konfus … :-)

Entweder verändert man das System, weil man Mehrheiten schaffen kann oder man lebt damit. Gezwungen wird niemand, wenn man das Wahlrecht hat ob Millionär oder die Familie mit mehreren Kindern, wo nur der Vater arbeitet und der Rest der Familie beitragsfrei in der Familienversicherung ist...

Wenn das Gehalt des Vaters nicht die Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, hat er bezüglich hunderter GKVen das Wahlrecht, aber er darf sich nicht privat versichern. Und genau hier bieten die GKVen gegenüber den PKVen doch ganz deutliche Vorteile!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten