Gitb es nicht Homophobe Religionen?

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11 Antworten

Ich bin Buddhist und helfe dir diesbezüglich gerne weiter.

Buddha und älteste Schriften

Buddha selbst hat sich aus den Schlafzimmergeschichten seiner Schüler herausgehalten und keine Regeln hierzu aufgestellt. Es gibt keine buddhistische Kernlehre, die Homosexualität untersagt.

Im Buddhismus war Homosexualität ursprünglich überhaupt kein Thema und zählt  auch im Rahmen der fünf Sittlichkeitsregeln aller Buddhisten nicht zum "Missbrauch von Sexualität".

Mönche/Priester

Buddhistische Mönche und Nonnen leben in der Regel zölibatär, daher wäre homosexueller Geschlechtsverkehr genau so ein Verstoß gegen ihre Ordensregeln (Vinaya), wie Geschlechtsverkehr mit einer Person anderen Geschlechts.

In Japan dürfen Mönche dagegen etwa seit der Meiji-Restauration heiraten und dann als Priester einen Tempel leiten, deren Leitung dann innerhalb der Familie weitervererbt wird. Sollte das nicht möglich sein - bspw. wegen verheimlichter Homosexualität, wird eben adoptiert.

Bereits im japanischen Mittelalter, als das Zölibat noch absolut galt, waren homoerotische Beziehungen zwischen Mönchen nicht ungewöhnlich.

Teilweise wird sogar erzählt, sei dies für Mönche angemessener, als heterosexuelle Beziehungen angesehen worden

Buddhismus heute

Heutzutage gibt es je nach Tradition und Lehrer unterschiedliche Einstellungen zur Sexualität und damit auch zur Homosexualität.

Es gibt sowohl buddhistische Lehrer, die Homosexualität kritisieren, als auch solche, für die es keine Besonderheit darstellt.

Diese persönliche Ablehnung durch einzelne Lehrer ist teilweise auch kulturell bedingt und hat mit der Religion selbst nichts zu tun.

Gerade der so genannte "Engarierte Buddhismus" setzt sich auch für gesellschaftliche Randgruppen ein.

Längst gibt es auch "Gay-Sanghas" (homosexuelle buddhistische Gemeinschaften) und buddhistische LGBT-Aktivisten, sowie offen bekennende homosexuelle Lehrer im Buddhismus.

"Homo" und "Buddhist" zu sein, ist kein Widerspruch.

Fazit

Den modernen Buddhismus würde ich als tolerant gegenüber Homosexualität beurteilen, denn auch wenn es immer wieder Abweichungen von dieser Haltung gibt, existiert keine buddhistische Kernlehre, die Homosexualität untersagt.

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Zumindest was die grossen Religionen angeht gibt es keine, die rein homophob wäre, d.h. es gibt diesbezüglich offene Strömungen sowohl im Christentum, im Islam und auch im Judentum. Wobei es geschichtlich gerade die monotheistischen Religionen waren, in denen Homophobie eine Rolle spielte.

Aber das sind zumeist menschliche Meinungen und Vorurteile, die in sündhaftem Hochmut Gott unterstellt wurden. Gott selbst scheint nichts dagegen zu haben, sonst hätte er's gar nicht erst geschaffen. Homosexualität ist also Gottgewollt. Gott erschuf in seiner unendlichen Weisheit Minderheiten, um zu prüfen, ob mit denen von seinen Gläubigen in der Liebe und mit dem Respekt umgegangen wird, den ER uns zur Lebensgrundlage geboten hat!

Darum weh über die Homophoben, die Rassisten und all die anderen Hasser: wenn Ihr weiter ohne Mitgefühl und Liebe seid, wird der HErr Euch mit demselben Hass begegnen, den Ihr Euren Mitmenschen gegenüber hegt und offen gelebt hat. Und Euer grosses Wehklagen im brennenden Schwefelsee wird zu spät kommen.

Darum bekennt Eure übergrosse Schuld, die Ihr an Euren Brüdern und Schwestern begangen habt, bereut und bittet um Vergebung, kehrt um und wendet Euch ab von Eurem falschen Tun, denn es ist dem HErrn ein Gräuel.

Liebe und Barmherzigkeit leite Eure Wege. Und richtet nicht über Andere, damit nicht über Euch gerichtet werde!

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Aus Sicht der abrahamitischen, monotheistischen Religionen: Nein. Homosexualität wird in diesen Religionen als Sünde angesehen und darf aus diesem Grund nicht ausgelebt werden.

Siehe Diss.:

Finger, Jasmin Daniela (Verfasser):  Homophobie und Strafrecht : eine strafrechtliche Untersuchung homophober Äußerungen und Äußerungen in Bezug auf Homosexualität Dissertation, Humboldt-Universität zu Berlin, 2014/2015 ISBN 978-3-8305-3581-2

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Weiß nicht ob man Atheismus als Religion zählen kann, aber ich würde sagen, dass die meisten Atheisten tolerant sind.

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Kommentar von Giustolisi
03.06.2016, 14:52

Atheismus ist ebenso wenig eine Religion wie ein leeres Glas ein Getränk ist. Atheismus ist die Abwesenheit von Glauben.

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Christ bleibt Christ egal ob katholisch oder evangelisch oder sonstige Richtung! Da für alle nur ein Buch in frage kommt......
Lies dich mal in den Hinduismus rein.. Da haste deine friedliche religiöse Gesinnung
Kamasutra gibt's nicht von ungefähr..

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Kommentar von Perun1999
03.06.2016, 03:15

Soweit ich weiss ist es im Hinduismus eine Sünde. Also Homosexualität.

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Kommentar von seliiineee
03.06.2016, 03:17

Wenn Christ,Christ ist, dann hätte Martin Luther wohl nicht die Evangelisch-luterische Kirche 'gegründet'. Es gibt ein paar feine unterschiede zwischen Evangelisch & Katholisch. Nicht grundlos wollte Martin Luther den Katholiken nicht mehr angehören. :D

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Kommentar von Zachary81
03.06.2016, 03:31

in allen Religionen ist das, was gegen das religiöse System verstößt eine Sünde.... Nur landet man nicht bei allen deshalb gleich in der Hölle...Darauf wollte ich hinaus....

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Kommentar von Zachary81
03.06.2016, 03:35

Christ bleibt Christ! Da gibt es nichts dran zu rütteln...Wenn der Ursprung dieser Religionen bzw der beiden Richtungen der gleiche ist und hunderte jahre später ein mann mal drauf gekommen ist das ganze für nicht so toll zu empfinden und dadurch mit seinen Thesen "protestiert" hat gegen das bekannte! der unterschied zwischen beiden ist die eucharistie und diverse Kleinigkeiten! Also wenn Kommentar zum Kommentar dann auch bitte richtig! zumal ist das hier garnicht das Thema👍

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Im evangelischen steht die Gemeinde Homosexualität offen.
Ich finde das ist einer der friedlichste religionen,im Christentum steht die katholische Gemeinschaft schon wieder ein wenig anders dazu.

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Kommentar von Perun1999
03.06.2016, 03:06

 Ja aber es gibt ja noch mehr Religionen als Christentum und Islam.

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Kommentar von seliiineee
03.06.2016, 03:07

du hast mich gefragt welche Religion nicht Homophob ist,ich habe es dir gesagt. Wo ist das Problem? ;)

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Kommentar von seliiineee
03.06.2016, 03:12

ich meine gehört zu haben das für Buddhisten Homosexualität egal ist.

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Kommentar von seliiineee
03.06.2016, 03:15

ja,Buddhismus hat auch viel mit Frieden zu tun,nie habe ich etwas schlechtes über Buddhismus gehört was sie getan haben. "Frieden bedeutet,das Völker in Würde und Gerechtigkeit leben".

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Das Christentum bspw. sieht Homosexualität nicht grundlegend als Sünde an. Ansonsten gibt es einige animistische Gruppierungen und einige hinduistische (da bin ich mir aber nicht ganz sicher).

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Kommentar von Garlond
03.06.2016, 07:21

So, ist das mit dem Christentum so?
Das sollte man dem Christentum mal sagen, denn es scheinen nicht alle zu wissen.

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Die Kirche vom fliegenden Spaghettimonster (kurz: FSM) ist nicht homophob und friedlich.

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Kommentar von Perun1999
03.06.2016, 03:03

 Ja gut das ist Satire.

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Kommentar von KyleBroflovski
03.06.2016, 07:41

naklar ist das Satire

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Die Wicca Religion, also die Religion der Hexen, akzeptiert jede Art von Sexualität und Persönlichkeit unter dem Leitfaden "Schadet es keinem, dann tu was du willst!"

Ich der Charge of the Goddess (Die Offenbarung der Göttin) von Doreen Valiente steht:

"Lass meine Verehrung in einem Herzen voller Freude sein, denn siehe, ALLE Handlungen der Liebe und der Freude sind meine Rituale."

LG❤

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Ásatrú, Wicca und diverse New Age als auch esoterische Praktiken sind grundlegend frei in ihren Ansichten zur Sexualität.

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Im Voodoo ist es erlaubt.

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Kommentar von ComteCagliostro
07.06.2016, 01:29

In den meisten Voodoo-Gemeinschaften in Afrika ist Homosexualität mehr als verpönt.

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