Frage von Antworter45, 93

Ging es Deutschland je besser als zu Zeiten der Weimarer Republik?

Antwort
von Pangaea, 51

Besser? Du meinst sicher schlechter.

Während der Zeit der Weimarer Republik war der Erste Weltkrieg erst ein paar Jahre her, vielen Menschen ging es schlecht, es gab politische Krisen (manchmal wechselten die Regierungen im Rhythmus weniger Monate), und die Weltwirtschaftskrise 1929 schlug zu, als es gerade anfing, wieder halbwegs bergauf zu gehen.

Nein, da möchte man nicht gelebt haben.

Antwort
von whabifan, 46

Schwer zu sagen. Ich sag mal bis zur Wirtschaftskrise 29 war eigentlich in den 20ern alles gut. Wobei Deutschland und eben die Bevölkerung vor allem natürlich noch an den Konsequenzen des 1WK zu knabbern hatte. Aber ich denke nicht dass es den Leuten damals besser ging als heute. Und was die Weimarer Republik angeht, dann kann man wohl lediglich behaupten dass es den Leuten während einer kurzen Periode der Weimarer Republik gut ging.

Antwort
von DerArminius, 45

Meinst du die goldenen Zwanziger? Naja die Leute konnten damals dann ins Kino gehen und die Frauen waren freizügiger.
Ich würd sagen, dass es der BRD nach dem Marshall Plan auf jedenfall besser ging. Man kann sich mehr kaufen, es ist jeder gleichberechtigt ( in der Weimarer Republik wurden die Rechten bevorzugt) und die Arbeitszeiten sind besser. Negativ anzusehen ist der Kulturverlust und Deutschland ist nicht mehr ein souveränes Land.

Antwort
von voayager, 33

Der Masse der Bevölkerung ging es eindeutig schlechter als heute. Allein die Reparationszahlungen des Versailler Knebelvertrages ließ keinerlei Wohlstand aufkommen, von den Herrschenden und ihrem Gefolge mal abgesehen.

Kommentar von earnest ,

Ich finde es schade, daß Du hier den (auch) Nazi-Begriff "Knebelvertrag" verwendest.

Versailles war um ein vielfaches weniger "knebelnd" als der den Russen aufgezwungene Vertrag von Bret-Litowsk. 

Auch mit Versailles blieb Deutschland als staatliche Einheit erhalten. Die Reparationen wurden schrittweise reduziert.

Angesichts der Vorgeschichte und aus der Sicht nach dem Zweiten Weltkrieg läßt sich meiner Ansicht nach der Nazi-Begriff "Knebelvertrag" so nicht halten.

Kommentar von voayager ,

earnest du irrst, wenn du glaubst nur der Nazis verwendeten den Begriff Knebelvertrag. Auch die KPD verwendete diesen Ausdruck. An deren Einstellung orientiere ich mich, wenn es um diesen elenden Vertrag geht. Der Vertrag von Brest-Litowsk war auch so ein Knebelvertrag, auch das ist klar.

Kommentar von voayager ,

"nur die Nazis" muß es natürlich heißen

Kommentar von earnest ,

Lies bitte genauer.

Ich habe nirgends behauptet, nur die Nazis hätten diesen Ausdruck verwendet. Die Nazis haben den Begriff allerdings in ihrer Propaganda bis zum Geht-nicht-mehr strapaziert.

Der Vertrag von Brest-Litowsk war um Klassen schlimmer.

Kommentar von voayager ,

Ich hatte hier mal vor nicht allzu langer Zeit die ganzen Sauereien des Versailler Knebelvertrags aufgelistet. Lies dir das mal bei Bedarf durch, dann kannst du sehen, wie übel dieser Vertrag war.

Übrigens die Nazis gebrauchten meist einen anderen Begriff, nämlich Versailler Schandvertrag.

Kommentar von earnest ,

Danke, aber mit den Bestimmungen des Versailler Vertrags kenne ich mich  recht gut aus. Auch ohne deinen Beitrag.

;-) 

Und gerade deswegen bleibe ich bei meiner Einschätzung.

Ob ich vielleicht Dir eine Lektüre ans Herz legen könnte? Dann wäre dies meine Empfehlung: Magaret MacMillan, Die Friedensmacher. 

Kommentar von earnest ,

Nachtrag. 

In ihrem Kampf gegen den Versailler Vertrag benutzten die Nazis in der Tat verschiedene Begriffe. Aus "Mein Kampf" erinnere ich mich an diese Formulierung: die "Versklavung unseres Volkes".

Gruß, earnest

Kommentar von voayager ,

Als wenn das der dann folgende Kompaß wäre! Das beeindruckt mich nicht, diese braune Sudelei. Die - eigene - Positionierung kann nicht davon abhängen, was braune Leute so absondern und sei es der bloße Abwehrreflex. Der Versailler Knebelvertrag ist als solcher zu benamsen, ganz egal was dazu die Nazis verlautbarten. Dieses Gesindel ist kein Taktgeber, auich nicht im Sinne einer Antipoden-Haltung. Kann sein, dass Metaphysiker das so sehen.

Kommentar von earnest ,

Gut. 

Ich sehe: Es hat keinen Sinn, mit Dir zu diskutieren.

Kommentar von earnest ,

-edit: Vielfaches; Brest-Litowsk

-Margaret MacMillan

Antwort
von Modem1, 30

Inflation, mehrere versuchte Putsche, kommunistische Aufstände, Super Inflation , Massenarbeitslosigkeit 1929... bis Hitlers  Machtergreifung. Zusammengefasst: Die Dummen waren wie eh und je die kleinen Angestellte und Arbeiter. Die Rede von den goldenen Zwanziger Jahren kommt von  Menschen mit viel Geld  und Besitz von Dollar, Schweizer Franken. Die konnten den Lebemann spielen und davon wird oft ihr Leben in Filmen gezeigt ,aber vom Rest wird kaum was gezeigt: Armut, Wohnungsverlust und Massenarbeitslosigkeit.Das Leben ist heute besser.

Antwort
von Eselspur, 40

Ja, jetzt.

Alle jammern auf einem sehr hohen Niveau.

Antwort
von JoDaTr, 4

Ja; neben etlichen anderen Zeiträumen z.B. in den 1720er und frühen 1730er Jahren.

Antwort
von LosRochos, 37

Äh ja? Deutschland hat heutzutage eine viel stärkere Wirtsschaft?

Antwort
von earnest, 24

Aber sicher. 2015 zum Beispiel.

Kommentar von baindl ,

2016 hat auch gut begonnen. ;-)

Antwort
von Bestie10, 31

hast du den Eindruck, uns ginge es momentan schlecht

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