Frage von VestaraKhai, 71

Gilt für Beamte mit Ehe das gleiche, wie für Beamte mit eingetragener Lebenspartnerschaft im Falle einer Versetzung?

Wenn ein Beamter versetzt werden soll muss der Dienstherr ja verschiedene Umstände beachten die entscheidend sind ob man ihn an einen anderen Ort schicken darf. Gilt für die Ehe und die eingetragene Lebenspartnerschaft das gleiche? Also wird es gleich bewertet oder wird da ein Unterschied gemacht? Und wenn dieser Beamte Kinder hat die womöglich nur von dem einen Partner adoptiert sind wie sieht da die Lage aus?

Danke schon mal Voraus!

Bearbeitung: Damit ist die Situation in Deutschland gemeint.

Antwort
von MrLifeDoctor, 38

Hallo :-)

Bei der Versetzung wird natürlich unterschieden. Ich gebe dir mal ein Beispiel:

Sachverhalt:

Auf Grund diverser Einsatzlagen muss ein weiterer Beamter von Hamburg nach Berlin versetzt werden. Zwei Beamte, wohnhaft in Hamburg, stehen dafür zur Auswahl.

Beamter 1: verheiratet, 2 Kinder

Beamter 2: Eingetragene Lebenspartnerschaft, 2 Kinder

In dem o. g. Fall wird entschieden, dass Beamter 2 nach Berlin versetzt wird, da die Ehe höherwertiger gilt als die eingetragene Lebenspartnerschaft.

Dennoch werden die Beamten ihre Gründe darlegen müssen, weshalb sie nicht versetzt werden wollen etc. Letztlich muss der Dienstvorgesetzter entschieden. Wer mehrere überzeugende Argumente bringt, bleibt. Dennoch ist die Ehe höherwertiger.

Viele Grüße :-)

Kommentar von VestaraKhai ,

Muss der Dienstvorgesetzte also über die Lebenssituation bescheid wissen oder kann man da auch einfach sagen man wäre single?

Kommentar von MrLifeDoctor ,

Der Dienstvorgesetzter muss das schon wissen, andernfalls kann es komplett nach hinten losgehen. Immerhin entscheidet er über die Karriere des Beamten.

Danke für das Kompliment :-)

Kommentar von VestaraKhai ,

Kann man den gleichen Status erhalten wenn man z.B. als Lesbe einen Mann heiratet aber mit diesem dann nicht zusammenlebt sondern mit einer Frau? Wird da nur per Papier entschieden oder auch menschlich?

Kommentar von MrLifeDoctor ,

Wie die Entscheidung ausfällt, obliegt dem Dienstvorgesetzten. Er hat hierbei mit Sicherheit einen Ermessensspielraum.

Die Statuszuweisung darf nicht falsch angegeben werden. Droht nicht nur ein Disziplinarverfahren, sondern gleich ein Strafverfahren hinterher. Bei Beamten geht das ruckizucki. Gehen tut alles - theoretisch!

Kommentar von VestaraKhai ,

Aber bei dem Beispiel wäre es ja dann verheiratet. Wie würde es denn aussehen wenn man mit dem Mann als auch der Frau zusammenlebt?

Kommentar von MrLifeDoctor ,

Nur das Zusammenleben reicht wohl nicht, um einer Versetzung fern zu bleiben.

Kommentar von VestaraKhai ,

Mit dem Mann verheiratet und mit mit der Frau zusammenlebend. Also das man mit beiden menschen zusammen ist. Nur das in dem Falle die Beziehung ja höherwertiger sein müsste. 

Entschuldigung das ich so penetrant frage aber ich will es wirklich genau wissen. 

Kommentar von MrLifeDoctor ,

Wenn der Dienstvorgesetzter nur weiß, dass der Status verheiratet ist, dann zählt dieser Status. Wenn er weiß, dass man mit einer Frau zusammen lebt, dann könnte es ein Gespräch geben.

Am besten du erkundigst dich beim Deutschen Beamtenbund.

Kommentar von VestaraKhai ,

Fettes Dankeschön!

Kommentar von MrLifeDoctor ,

Sehr gerne :-)

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