Frage von schattenschecke, 33

Gilt ein Soldat im 1. & 2. Wk im christlichen Glauben nicht (prinzipiell) als Selbstmörder?

Wenn beispielsweise in Verdun der Durchschnitt 14 Tage überlebt hat, so signiert man doch mit dem Marsch seinen Tod. In meinen Augen ist es eine gewisse Art von Suizid. Somit müsste man doch eigentlich in die Hölle kommen, oder?

Antwort
von FelinasDemons, 23

Auch ein Pilot steigt in sein Flugzeug mit dem Risiko abzustürzen und zu sterben. Jedoch ist es nicht seine direkte Absicht. Ihm geht's darum die Passagiere an ihr Flugziel zu bringen.

Auch das Ziel eines Soldaten ist ja nicht im Krieg zu sterben. Nein, es geht ihm darum für sein Land zu siegen. Den eventuellen Tod nimmt er dabei in Kauf. Es ist aber nicht sein Hauptziel.

Ein Selbstmörder ist jemand, dessen Ziel es ist mit seiner Handlung seinen vorzeitigen Tod zu verursachen.
Das trifft auf keinen Fall auf einen Soldaten, der bloß sein Land verteidigen will.

Eher ist der Mord, den wohl einige Soldaten begehen, eine Sünde.

Antwort
von EmmaMill, 21

Puh, das könnte man vielleicht behaupten. Andererseits möchte ich nicht sagen, dass all diese Männer aus wirklich freien Stücken in den Krieg zogen bzw. mit dem Ziel sich selbst umzubringen. Vielmehr wurden sie vermutlich von ihren "Gegnern" und nicht durch ihre eigene Hand umgebracht. ;)

Außerdem denke ich, dass es nicht einfach gewesen wäre, sich gegen das System zu stellen, wenn die eigene Familie etc. dadurch einen enormen Nachteil hätte. Auch Propaganda und das Schüren von Fremdenhass wird dabei eine große Rolle gespielt haben. Für die Kinder und deren Zukunft versuchte man eventuell das Land zu "retten". Das wären dann höchstens Selbstmörder mit dem Ziel, dass die eigenen Nachfahren "bessere Überlebenschancen" haben.

Was auch immer in den Köpfen der damaligen Zeit umher gegangen sein mag, Selbstmörder sind/waren das meiner Meinung nach nicht. Aber viele, da bin ich mir sicher, sind/waren Mörder. Ob gezwungen oder nicht.

Antwort
von Dxmklvw, 24

Diese Überlegung hat etwas für sich.

Obwohl aus tausenden Gründen nicht realisierbar, wäre es eine ideale Strategie, wenn sich jeder Militärangehörige im Kriegsfall sofort selbst erschießt. Das würde die Anzahl ziviler Opfer erheblich senken.

Antwort
von FlorentinF, 25

Ich denke nicht, dann wäre Autofahren oder Flugzeugfliegen auch eine Sünde, oder vieleicht sogar das ganze Leben. Man kann immer und jeder Zeit sterben und man kann nicht entscheiden wer einen Tötet oder wann. Für mich ist kein Soldat ein Selbstmörder, schon garnicht die die im ersten und zweiten Weltkrieg dazu gezwungen wurden.

Kommentar von schattenschecke ,

Im 1. Wk wurde kaum einer gezwungen. Es gab sogar Überfülle im Heer. 

Kommentar von FlorentinF ,

Naja, nachdem es fast keine Männer mehr gab wurden viele Jugendliche zu Millitär gezwungen. Aber ich muss dir zustimmen am Anfang gab es sehr viele die sich freiwillig gemeldet haben.

Antwort
von ThomasJNewton, 12

Du scheinst das Prinzip des Krieges nicht verstanden zu haben.

"Nicht hingehen" ist keine Alternative.
Je nach Krieg und Lager auch "Verweigerung", "Rückzug" und  "Gefangenschaft" nicht.
Weil man dafür ganz sicher getötet wird, und die Familie im Zweifel gleich mit.
Nennt sich Sippenhaft.

Deine Frage ist widerwärtig, ekelig.

Kommentar von schattenschecke ,

In welcher Form widerwärtig?

Antwort
von Viktor1, 16

Selbstmord ist i.R. etwas freiwilliges. Im Krieg gibt es kaum welche, die freiwillig den Tod suchen. Da durfte keiner frei entscheiden Wie kommst du also auf den Quatsch ? Mit der Hölle, das ist noch blöder.

Kommentar von schattenschecke ,

Ich spreche dies an, weil zumindest die Deutschen größtenteils an Himmel & Hölle glaubten. Selbst heute ist es doch noch so. Und in einer Doku wurde praktisch über einen Selbstmord geredet.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Da weißt du etwas, was viele nicht wissen.

"Alle Achtung" gibt es dafür nicht.

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