Frage von ArduinoMega, 176

Gilt ein Leatherman mit Einhandklinge und Arretierung als Waffe und ist somit verboten zu tragen oder gilt er trotzdem noch als Werkzeug?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FragaAntworta, 176

Welches Land? Deutschland? Schweiz? England?

Kommentar von ArduinoMega ,

DE

Kommentar von FragaAntworta ,

Kein Problem. Frei verkäuflich, und ohne Trageverbot. In oder nach England darfst Du das Tool wahrscheinlich nicht mitnehmen, weil es feststellbar ist.

Kommentar von PatrickLassan ,

Frei verkäuflich, und ohne Trageverbot.

Frei verkäuflich stimmt, ohne Trageverbot stimmt nicht - siehe § 42a Abs. 1 Nr. 3: "Messer mit einhändig feststellbarer Klinge (Einhandmesser)".

http://www.gesetze-im-internet.de/waffg_2002/__42a.html

Kommentar von FragaAntworta ,

Tut mir leid, aber ich muss wiedersprechen, so sehr ich auch sonst die Beiträge von Dir, wenn auch zumeist passiv, unterstütze, aber:

Die Einstufung eines Einhandmessers erübrigt sich, da nur die Messer als Werkzeug einzustufen sind, die von der Form her unter den Feststellungsbescheid Rescue Tool fallen, bei den anderen Messern muss man davon ausgehen, dass es sich um Einhandmesser im Sinne des Gesetzes handelt.
Aus hiesiger Sicht ist vom Führverbot die Feuerwehr ausgenommen, da hier ein berechtigtes Interesse vorliegt, die Zuständigkeit für § 42a liegt dennoch bei der örtlichen Waffenbehörde.
Die Notwendigkeit eines Feststellungsbescheides für Messer der beschriebenen (Leatherman Tool) Art wird nicht erkannt, da hier keine Zweifel an der waffenrechtlichen Einstufung zu erkennen sind.
Ich hoffe, Ihre Fragen sind damit beantwortet.

Mail Verkehr mit BKA aufgrund eines ähnlichen Falles.

Und nochmal in Kurzform:

Tools werden vom BKA nicht als Einhandmesser angesehen und daher auch keine Notwendigkeit für eine Einstufung.

Multifunktionswerkzeug und nicht Multifunktionsmesser. Aber natürlich kann im Einzelfall, je nachdem wie und wo das Tool getragen wird, eine Beschlagnahmung durchgeführt werden, aber hier ging es um den "Normal" Fall, ob es ein generelles Trageverbot gibt.

Kommentar von ES1956 ,

Die Einstufung eines Einhandmessers erübrigt sich, da nur die Messer als Werkzeug einzustufen sind, die von der Form her unter den Feststellungsbescheid Rescue Tool fallen, bei den anderenMessern muss man davon ausgehen, dass es sich um Einhandmesser im Sinne des Gesetzes handelt.
Aus hiesiger Sicht ist vom Führverbot die Feuerwehr ausgenommen, da hier ein berechtigtes Interesse vorliegt, die Zuständigkeit für § 42a liegt dennoch bei der örtlichen Waffenbehörde.
Die Notwendigkeit eines Feststellungsbescheides für Messer derbeschriebenen (Leatherman Tool) Art wird nicht erkannt, da hier keine Zweifel an der waffenrechtlichen Einstufung zu erkennen sind.

Das scheint die Antwort des BKA auf eine Frage die wir nicht kennen. Allerdings komme ich zu den Schluß dass das genau das Gegenteil davon bedeutet was du interpretierst. 

da nur die Messer als Werkzeug einzustufen sind, die von der Form her unter den Feststellungsbescheid Rescue Tool fallen,

Also: Kein RescueTool aus dem FB = kein Werkzeug.

bei den anderenMessern muss man davon ausgehen, dass es sich um Einhandmesser im Sinne des Gesetzes handelt.

Wiederholung der Aussage.

Dann bisschen bla bla Feuerwehr...bla...(hier nicht relevant)

Die Notwendigkeit eines Feststellungsbescheides für Messer derbeschriebenen (Leatherman Tool) Art wird nicht erkannt, da hier keine Zweifel an der waffenrechtlichen Einstufung zu erkennen sind.

Siehst du das Wort "Messer" vor ...der beschriebenen Art...

Wie man hier raus lesen will dass die "Messer derbeschriebenen (Leatherman Tool) Art" keine Messer sein sollen ist mir schleierhaft.

Kommentar von FragaAntworta ,

Ist mir klar, dass es Dir schleierhaft ist. Liegt aber an Deiner Sichtweise, ich kann z. B. nicht verstehen, wie die Aussage des BKAs in Bezug auf Tools:

Die Notwendigkeit eines Feststellungsbescheides für Messer derbeschriebenen (Leatherman Tool) Art wird nicht erkannt, da hier keine Zweifel an der waffenrechtlichen Einstufung zu erkennen sind.

Noch mal für Dich zum verstehen: Ich habe das BKA angeschrieben um eine belastbare Aussage zu bekommen, ob Tools genau wie Rescue Messer eingestuft werden, nein das werden sie nicht, Tools fallen unter den Begriff "Werkzeug" und nicht "Messer", aus diesem Grund gibt es auch keine Verbot zum Führen/Besitzen. Ich hoffe Du verstehst es jetzt. Allerdings wenn Du es genau wissen willst, schreib sie an. Solange kein Feststellungsbescheid existiert, ist dieses Tool auch nicht verboten.

Kommentar von ES1956 ,

 Solange kein Feststellungsbescheid existiert, ist dieses Tool auch nicht verboten.

Lächerlich.

Das BKA schreibt dir doch ganz deutlich dass sie keinen FB für erforderlich halten weil die Einstufung des Tools als MESSER zweifelsfrei erkennbar ist.

Kommentar von FragaAntworta ,

Wie Du meinst. Selbst wenn man Dir genau beschreibt wie es zu verstehen ist, bleibst Du bei Deiner Meinung.

Antwort
von ES1956, 169

Das Führungsverbot lt §42a WaffG erfasst nicht nur Waffen sondern zusätzlich auch alle einhändig verriegelnden Messer. Ein Multitool ist keine Waffe, kann aber als Einhandmesser unter §42a fallen.

Ein Messer ist allgemein ein Griff mit einer Klinge, oder? Ob jetzt an dem Griff noch ein Schraubendreher und eine Zange dran ist macht für die Schneideeigenschaft keinen großen Unterschied.

Meiner Meinung nach fallen Tools mit einhändig verriegelnder Klinge unter den §42a, rechtlich relevant hierzu ist aber die Meinung des BKA. Das ist für die Einstufung zuständig. Wenn das BKA zu Tools oder speziell zu deinem Tool einen Feststellungsbescheid erlassen hat: Fein, dann kannst du dich darauf berufen. Wenn nicht: Viel Glück.

Antwort
von ZuumZuum, 160

Solange die Klinge nicht nach vorne herausschnellt oder 8,5cm in der Länge überschreitet gibt es keine Probleme.

Kommentar von ArduinoMega ,

Gilt das Tool also nicht als Messer?

Kommentar von ZuumZuum ,

Nein das gilt als Werkzeug. zumindest in der BRD. Allerdings sollte man schon einen guten Grund parat haben warum man das bei deiner evtl. Durchsuchung in der Tasche hat. Da eine Durchsuchung einer Person immer einen Grund haben mußt sollte man sich nicht mit so einem Tool bei einer KV oder andere Straftat erwischen lassen.

Kommentar von ES1956 ,

Solange die Klinge nicht nach vorne herausschnellt oder 8,5cm in der Länge .....

Die Antwort geht leider völlig an der Frage vorbei.

Es geht nicht um Springmesser sondern um das Führungsverbot nach §42a.

Antwort
von LeMatrix, 164

Ich denke nicht das ihn dir jemand abnimmt, oder auch nur was dazu sagt. Wenn du einen letterman aber in der Öffentlichkeit mit offener klinge offen führst, würde ich dich aber an den nächsten Psychiater verweisen...

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