Frage von Erdbeerehh, 68

Gilt die Versucherungspflichtgrenze für auch für den Lebenspartner?

Hallo, ich habe folgendes Problem: Mein Ehemann ist selbständig und privat versichert - ich bin Angestellte! Nun werden meine Einnahmen aber wesentlich niedriger! Das heißt, ich liege mit meinen Einnahmen unter der Versicherungspflichtgrenze und rutsche automatisch in die gesetzliche Versicherung! Das möchte ich aber nicht!

Gibt es nicht irgendwelche Tricks?

Wird das Einkommen meines Lebenspartners nicht angerechnet?!

Reicht es nicht aus wenn seine Einkünfte über der Versicherungspflichtgrenze liegen?

Vielen Dank!!!

Expertenantwort
von Barmenia, Business Partner, 21

Hallo Erdbeerehh,

wann und ob man sich privat krankenversichern kann ist im Sozialgesetzbuch V geregelt.

Selbstständige sind grundsätzlich versicherungsfrei - können sich also freiwillig GKV versichern oder eben privat. Das Einkommen spielt hierbei keine Rolle.

Für Angestellte ist es jedoch relevant mit dem Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze zu liegen, ansonsten ist eine private Krankenversicherung nicht möglich, da die Versicherungspflicht in der GKV besteht.

Jede Person wird separat betrachtet, was Versicherungspflicht -, Freiheit oder Befreiungsmöglichkeiten angeht. Ob dein Ehemann über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient ist also für dich nicht relevant.  

Hast du denn bisher über der Jahresarbeitsentgeltgrenze verdient?

Wichtig zu wissen wäre jetzt, warum du nun darunter rutscht.

Eventuell nur weil du deine Arbeitszeit halbierst? Wenn dies der Fall ist gibt es eventuell für dich eine Möglichkeit in der PKV zu bleiben - du kannst dich von der Versicherungspflicht befreien lassen. Trifft das auf deine Situation zu? Dann helfe ich dir gerne diesbezüglich weiter. Melde dich einfach nochmal! ;-)

Viele Grüße

Anna vom Barmenia-Team

Antwort
von RudiRatlos67, 27

Gibt es irgendwelche Tricks?

Nein.... Solange du sozialversicherungspflichtig angestellt bist und nicht mindestens 3 Jahre mit deinem Jahreseinkommen über der versicherungspflicht Grenze liegst bleibst du gesetzlich krankenversichert.  würdest du in einen miniob wechseln wärst du berechtigt Beitragspflichtig in die private zu wechseln (Aufnahme nur mit erfolgreicher Gesundheitsprüfung) sobald du jedoch über 450 Euro mtl. verdienst bist du wieder SV pflichtig und mußt in die gesetzliche zurück sofern du unter 55 Jahre alt bist.

Kommentar von flareb ,

Die 3-Jahres-Regel gibt es nicht mehr.

Antwort
von juergen63225, 29

wenn man einmal Privat (PV) versichert war, kann man wählen: entweder in der PV bleiben oder zurück in die Gesetzliche (GV), die Entscheidung ist aber endgültig, sofern man nicht wieder in die höhere Gehaltsklasse kommt.

Beide Varianten haben Vor und Nachteile .. 

PV zahlt man immer mehr, wohl weil die günstigen Tarife für Einsteiger Verarschung waren .. Besonders teuer wird es, wenn man die "Vollkasko" Variante wählt .. kaum Eigenbeteiligung und alles First Class, Einbettzimmer Chefarzt ... Einzige Lösung: günstigere Tarife wählen, mit hoher Eigenbeteiligung und Verzicht auf Luxusleistungen.

GV bekommt man immer weniger Leistung, muss also zuzahlen um überhaupt einen Termin beim Facharzt zu bekommen, zahlt aber auch ohne mitversicherten Ehepartner oder Kinder den Höchstbeitrag, und im Rentenalter zählen auch Zinsen, Betriebesrenten und Mieteinhahmen zum beitragspflichtigen Einkommen.

Ich bin selbständig habe ca. 25 Jahre PV Beiträge als Angestellter gezahlt, und und jetzt habe ich einen Minimaltarif .. muss also im Prinzip alles selber zahlen .. aber für die schweren Krankheiten bin ich versichert, kostet nur 3000 Euro im Jahr -- GV wäre ca 14% von 50850 Euro .. = 7119 Euro (incl Arbeitgeberanteil)
d.h. selbst wenn ich meine 2400 Euro Selbstbeteiligung zahlen müsste, bin ich Privatpatient und zahle 1700 Euro weniger .. 

muss aber jeder selbst ausrechnen was ihm wichtig ist. Ich finde die Luxusversicherung 1, 2 Bettzimmer überflüssig, und wenn ich wirklich mal mit unmöglichen Menschen zusammenliegen müsste, kann ich immer noch ein paar Tage "upgrade" aus der eigenen Tasche zahlen .. 

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Bitte erinnert mich daran, diesen Unsinn morgen mal zu kommentieren....  Der Text wird einfach zu lang um mit einem Tablet zu tippen.

Kommentar von RudiRatlos67 ,

Danke an AalFred2 der das bereits übernommen hat ! ! !

Kommentar von AalFred2 ,

wenn man einmal Privat (PV) versichert war, kann man wählen: entweder in der PV bleiben oder zurück in die Gesetzliche (GV),

Nein, kann man nicht. Fällt man unter die JAEG wird man automatisch versicherungspflichtig in der GKV.

PV zahlt man immer mehr, wohl weil die günstigen Tarife für Einsteiger Verarschung waren

Quatsch, jung, gesund und alleinstehend zahlt man im Normalfall deutlich weniger.

GV bekommt man immer weniger Leistung, muss also zuzahlen um überhaupt einen Termin beim Facharzt zu bekommen

Ebensolcher Unsinn. Vielleicht wartet man etwas länger, aber zuzahlen muss man mit Sicherheit nicht.

 GV wäre ca 14% von 50850 Euro

Mit dem Gehalt wärest du unter 55 pflichtversichert in der GKV.

Kommentar von DolphinPB ,

Herrje, was für ein kompletter Unsinn

Antwort
von BenniXYZ, 4

Kinder habt ihr offensichtlich nicht. Für die wird nämlich noch ein extra Beitrag fällig in der PKV.

Als Angestellte (unter Jahresarbeitsentgeltgrenze) kannst du es dir nicht aussuchen und bleibst versicherungspflichtig in der GKV. Es gibt keine Schlupflöcher. Such dir einen privaten Zusatztarif für GKV Versicherte. (wenn du gesund bist)

Keiner kann heute sagen wie das System der Krankenversicherung in 20 Jahren aussehen wird. Ständig ändert sich etwas, vielleicht wird PKV und GKV irgendwann zusammen gelegt? Diskutiert wird viel und wenn du jung u gesund bist, wirst du von den Gesellschaften umschwärmt.

Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Steuern, 26

Wenn Du erst im Rentenalter bist, wirst Du es genießen in die GKV "abgerutscht" zu sein. Dann wird die PKV nämlich sehr teuer.

Ich bin, als ich vor ca. 20 Jahren die Chance hatte, in die GKV gewechselt udn wenn ich bald Rente beantrage und bekomme, werde ich für "kleines Geld" krankenversichert sien.

Ein Freund, der schon Rentner ist, zahlt über 650,- Euro für seine Krankenversicherung für nur die Basisleistungen.

Kommentar von RudiRatlos67 ,


Wenn Du erst im Rentenalter bist, wirst Du es genießen in die GKV "abgerutscht" zu sein. Dann wird die PKV nämlich sehr teuer.

Unsinn....
Die Frage ist wie man was bei welcher Versicherung in welchem Tarif macht sowie, ob und wie man einen Teil der eingesparten Beiträge für das Alter zurück legt.
Ich trete sehr geren den Beweis an, das ein PKV Versicherter das ganze Leben lang viel Geld sparen kann... auch im Rentenbezug.

Kommentar von wfwbinder ,

und wie man einen Teil der eingesparten Beiträge für das Alter zurück legt.

OK, aber wer macht das schon. Die eingesparten Beiträge werden im Allgemeinen verfrühstückt.

Kommentar von flareb ,

Schön und gut. Aber "bei welcher Versicherung" in welchem Tarif bedeutet auch das es keine, aber gar keine Garantie auf günstige Beiträge gibt. Der Versicherte spart in der PKV höchstens in jungen Jahren.

Antwort
von Nightlover70, 33

Ich würde die gesetzliche KV nehmen und alles was Du darüberhinaus haben willst würde ich mittels Zusatzversicherung eindecken.

Bin selbst in der PKV halte aber die oben genannte Variante langfristig für die beste Lösung.

Antwort
von kevin1905, 7

Gibt es nicht irgendwelche Tricks?

Nope.

Es sei denn du schaffst es vorher 55 Jahre alt zu werden. Ansonsten musst du als Angestellte unter JAEG zwingend in die GKV.

Wird das Einkommen meines Lebenspartners nicht angerechnet?!

Nope.

Das ist nur bei freiwilliger Versicherung in der GKV der Fall ("tatsächliche wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, vgl. u.a. § 240 SGB V), nicht bei Pflichtversicherung.

Reicht es nicht aus wenn seine Einkünfte über der Versicherungspflichtgrenze liegen?

Nope!

Antwort
von grubenschmalz, 20

Keine Tricks. Dann erhöhe dein Einkommen.

Kommentar von Erdbeerehh ,

Witzig!

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