Frage von HerrDeWorde 12.09.2012

Gilt die Faustregel: Intelligenz ist proportional Hirngröße ?

  • Hilfreichste Antwort von Gartenphilo 13.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Es zählt v.a. die Anzahl der Neuronenzellkörper. Diese nennt man Graue Substanz, da sie grau erscheinen und liegen v.a. im Kortex, d.h. an der Oberfläche des Grosshirns. Ausserdem die Anzahl Verbindungen dieser Neurone untereinander. Da Frauen aufgrund ihres generell i.d.R. kleineren Körpers ein kleineres Gehirn besitzen wird dies kompenisert, in dem die Kortex Oberfläche stärker gewunden ist.
    Diese Hardware Strukturen werden noch ergänzt durch die Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit der Neurone, sprich der Grad an Myelinisierung, Verteilung der Ionen und Ionenkanäle, Produktion von Neurotransmittern etc. Die Software spielt aber auch eine Rolle: Nämlich die Aufteilung in funktionale Gebiete.

    1) Das Hirnwachstum des Menschen hat auch mit gestiegener Intelligenz zu tun. Dennoch ist es schwierig die Intelligenz in Relation zur Grösse des Gehirns zu setzen (Elefanten haben viel grössere Hirne als wir). Am ehesten geht noch der relative Anteil Gehirn am Körpergewicht, aber natürlich könnte eine Fliege damit trotzdem kein Genie sein. Bei Hunden und Katzen würde ich sagen sieht man den Unterschied schon: Hunde lassen sich besser Konditionieren. Ausserdem haben viele Hunde erstaunliche Fähigkeiten (Menschen retten, Gegenstände merken), sodass man hier schon sagen kann die grössere Art beherrscht etwas komplexere Dinge als die weniger komplexe. Wie schlau Grosskatzen sind weiss ich allerdings nicht genau...
    2) Siehe oben
    3) Die Art hat einen höheren Einfluss als der individuelle Unterschied hier. Ein Australopithecus würde wohl ziemlich Mühe haben mitzuhalten. Ein Neanderthaler hat zwar mehr Hirnmasse, doch es lässt sich nicht sagen, ob er intelligenter oder sogar weniger intelligenter war. Immerhin ist er ausgestorben....

    Z) Die Grundlage von Ausserirdischen kann völlig anders sein als unsere, insofern herrschen andere biochemische Platzverhältnisse. Trotzdem müsste wohl irgendwo ein zentrales Steuerungsorgan sein mit einer annehmlichen Komplexität, also bestimmt auch nicht winzig. Von der Schwerkraft würde das insofern abhängen, als dass man stärkere Kräfte braucht bei mehr Gravitation, daher müsste der Skelettbau etc. anders sein. Aber das Wachstum des Gehrins an sich wäre davon unbeeinflusst, ausser eben dass der gesamte Körper kleiner oder grösser sein könnte.

  • Antwort von xeinefragenochx 12.09.2012
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    hätte ich mir denken können , das du diese Frage(n) gestellt hast^^. Irgendwie verweigert mein Denkapparat die Beschränkung auf Funktionalität. Ist es nicht eher so , das Stammhirnfunktionen bei den Menschen , die sich noch mit Keulen und Steinen beschäftigt haben ,viel besser ausgeprägt waren ? der damalige Mensch hatte z.Bsp. noch wesentlich mehr Riechzellen, als ein heute lebender Mitteleuropäer. Sonst müsste man ja ableiten, das die Menschen aus der Steinzeit eine wesentlich größere Nase hatten;-) war aber nicht. Andererseits spielen auch Gehirnteile wie der Mandelkern und der Thalamus eine entscheidende Rolle. (Was nützt der große Kopf wenn ich Situationen nicht rechtzeitig einordnen kann und rechtzeitig die Flucht ergreife) oder anders ausgedrückt :Ich sehe einen sibirischen Tiger auf mich zu kommen , kann ihn einordnen, klassifizieren, messen, beschreiben ,aber nicht rechtzeitig die Flucht vor ihm ergreifen. ? Die Zusatzfrage klammere ich aus ,weil für mich nicht interessant.

  • Antwort von Theddy99 12.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Also 1. muss man sich mal das Gehirn genau anschauen: das was die Intelligenz ausmacht, was ich jetzt mal als Denkleistung und Gedächtnis interpretiere, hängt fast ausschließlich vom Großhirn ab. Das Kleinhirn spielt zwar auch eine Rolle bei der Sprachenerlernung und sozialem Lernen, ist aber unwichtiger. Der Rest des Gehirns dient der Koordination der Muskeln, Reflexe usw. Das heißt das Gehirnvolumen gibt nicht Aufschluss über die Intelligenz, sondern höchstens das Volumen des Großhirns bzw. die Proportionen der Bereiche.

    Jetzt kommen wir zum wesentlichen: das Gehirnvolumen hat sich im laufe der Evolution vergrößert und die Menschen (bzw. ihre Vorfahren) sind intelligenter geworden, Punkt für diese Regel. Allerdings haben sich die Menschen seit ihrer Existenz vor ca. 10 000 Jahren in ihrem Zusammenleben, ihrer Denkweise etc. enorm Verändert (Verbessert) während ihr Gehirnvolumen nicht stärker zum heutigen Variierte als heutzutage die Individuellen Unterschiede.
    Also ist die Intelligenz eher von etwas anderem Abhängig. Ich denke das ist die weise wie die Neutonen miteinander Verknüpft werden bzw. mit wieviel Neuronen sie sich verknüpfen. Diese Eigenschaft hat sich vermutlich über die Zeit verändert, ist aber nicht nachzuweisen da man das ja nicht anhand von Fossilien überprüfen kann. Theoretisch würde das dann auch bedeuten dass die Intelligenz von der Gehirngröße abhängt, also von der Anzahl an Neuronen. Praktisch ist es aber nicht möglich das "Potential" jedes Neurons voll auszunutzen (also die maximal Möglichen Verknüpfungen), da die benötigte Zeit dafür unsere Lebensspanne überschreitet.

    PS: Du stellst die tiefgründigsten Fragen in der ganzen Community :)

  • Antwort von stubenkuecken 12.09.2012
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Intelligenz ist nicht das abfragbare Wissen, Intelligenz ist neue unbekannte Probleme zu lösen. Klugheit ist die Menge an belesenem und lexikalischem Abfragewissen. Wenn die Nervenzellen im Gehirn nicht richtig vernetzt sind kommt es zu Störungen, unabhängig von der Hirngröße.

    Über außerirdische Intelligenz nachzudenken ist müßig, da wir keine Ahnung von andersartiger Biologie und Botanik haben. Vielleicht "denken" Aliens anders, kompakter oder abschweifend. Chemisch oder physikalisch auf andere Art.

  • Antwort von Undsonstso 13.09.2012

    kommt ja nicht allein auf die substanz und deren gewicht an, sondern darauf, wie optimal das gehirn vernetzt und gefurcht ist.......

    und was ist schon intelligenz ...... nun ja, die körpertemperatur ist einfacher bestimmbar..... ein iq wird eher herbeiorakelt anhand eines fragekataloges um die menschen in raster pressen..... immer neigt der mensch dazu, sich und alles vergleichen zu müssen....

  • Antwort von adavan 12.09.2012

    Nein.

  • Antwort von Rheinflip 12.09.2012

    ... und welchen Rat suchst du?

  • Antwort von ponyfliege 12.09.2012

    eins: nein

    zwei: ja

    drei: ja

    vier: das gehirn ist in verschiedene areale aufgeteilt. das stammhirn ist das ur-hirn. der denkende teil ist ausschlaggebend und seine entwicklung.

    zusatzfrage: nein zur kopfgrösse - hühner haben ja auch die hälfte ihres hirns im rückenmark. schwerkraft: vermutlich ja, wenn deren sich von der hiesigen unterscheidet.

    lg

  • Antwort von Uhllati5 12.09.2012

    Nein, die Größe des Kopfes hat auf jeden Fall nichts mit der Intelligenz zu tun.

  • Antwort von tscha 12.09.2012

    zu 1. dann wären die wale elefanten ja schlauer als wir und das scheint nicht so zu sein (zumindest würden wir es dann nicht erkennen)

  • Antwort von bruno84 12.09.2012

    Antwort: Nein

    Die Zahl der Verknüfungen ist deutlich wichtiger, als die Zahl oder die Größe der Zellen.

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