Oder ist diese Weisheit in der heutigen Zeit überholt? Sollte man bei Verlusten die Aktien einfach so lange behalten, bis sie wieder steigen?
Hallo Triberti,
die Weisheit ist überholt. Heute ist alles sehr schnelllebig an der Börse. Mal ist man man gut im Plus und ehe man sich versieht ist alles Plus wieder dahin geschmolzen.
Daher kann das kaufen und abwarten nicht die richtige Lösung sein.
Bei Fonds sagt man das auch, "Hauptsache lang genug einzahlen", auch das stimmt nicht mehr.
"Laut einer Statistik des Fondsverbandes BVI sieht die Realität ganz anders aus. "Wer im Januar 1988 mit dem Aktiensparen begonnen hat, seither jeden Monat brav 100 Euro in europäische Aktienfonds eingezahlt hat, durfte Ende 2008 Verluste beklagen"" Quelle: http://www.start-trading.de/2009tgd_aktien.htm
Am Ende muss jeder Anleger selbst Entscheidungen treffen, wann man einsteigt und wann man aussteigt. Nur warten und hoffen ist zu wenig.
Bestes Beispiel ist die Telekom Aktie. Hätte man diese zur Emmission bei 14,50€ (ich glaub 1996 war das) und hätte gewartet, dann wäre man jetzt bei 9 Euro (Jahr 2009). Dazwischen war die Aktie aber schon mal über 100 Euro.
Warten ist schlecht. Wenn man Gewinne hat rechtzeitig sichern. Und wenn man Verluste hat, gar nicht erst groß werden lassen.
Nein, man sieht ja gerade, wie schnell auch renomierte Unternehmen pleite gehen können. Es ist besser, das Depot regelmäßig zu überprüfen und hohe Risiken auszusortieren.
Wenn ein Papier 50% Verlust hat, muß es 100 % zulegen um mit +/- Null rauszukommen.
Bei 70% Verlust braucht man ca. 250%.
Bei 90% Verlust (kam in der Vergangenheit öfters vor), 900%.
Bei 95% sogar fast 2000%.
Ich halte nichts von Buy & Hold.
Lieber eine Trading-Strategie mit strikter Risikokontrolle.
Klar kann man durch Diversifikation einzelne Verluste abfedern. Was aber, wenn, wie schon oft geschehen, der ganze Markt in die Knie geht?
Muß aber jeder selber wissen.

Kommt drauf an, was Du für Aktien hast! Ich praktiziere das im Moment so.
Schau Dir den Verlauf der Apple-Aktie an, meine Lieblingsaktie. Die war im Februar um die 60 Euro, und ist jetzt bei 115 Euro. Fast verdoppelt. Man muss bei Börsengeschäften ein ruhiges Händchen und Geduld haben. Das ewige Kaufen und Verkaufen macht nur die Banken reich.
Hin und Her macht Taschen leer
PS.: Denk auch an die Abgeltungssteuer, die seit dem 1.1.09 bei Gewinnen fällig ist!
Hättest Du an Apple festgehalten, wenn sie den entgegengesetzten Weg gegangen wäre, und von 60 auf ca. 20 gefallen wäre?
angelinajolie am 1. August 2009 11:52 Ja, hätte ich. Mein Vertrauen in dieses innovative Unternehmen ist so gross, das lässt sich auch durch Negativmeldungen nicht erschüttern. In dem Fall hätte ich sogar "nachgekauft"! :-))
Und welcher Teil Deines Depots ist in Apple angelegt?
(Wenn ich fragen darf)
angelinajolie am 2. August 2009 15:41 60 % des angelegten Gesamtkapitals habe ich in Apple-Aktien investiert, sehr wagemutig, ich weiß. Das restliche Geld ist ebenfalls in innovativen Firmen angelegt (Wind- und Solar-Energie bzw. Technologie-Aktien). Ich lege nur Geld an, das ich "übrig" habe und in den nächsten 10 Jahren nicht brauche. Es ist also kein Problem für mich, wenn die Aktienkurse mal wieder bzw. weiter fallen! :-))
Kann man machen. Ist IMHO aber zocken.
DH