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Gilt der Generationvertrag heute noch?

gefragt von rosine am 29.12.2007 um 21:10 Uhr

Eine typische Feiertagsdiskussion: Meine Mutter hat sich durch die Blume beschwert, daß sie ständig wechselnd ihre 5 Enkel zur Aufsicht hat und wenn sie uns dann mal braucht, werden wir sicher keine Zeit haben für sie wegen Job, Freizeit usw. Ich hab ihr jetzt nicht vorgeworfen, dass sie damals für ihre Mutter auch nicht den Job geschmissen hat und die Oma ins Heim musste. Trotzdem mache ich mir Gedanken: Kann der Generationenvertrag heute überhaupt noch so gelten wie vor 50 Jahren?


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anonym
beantwortet von Bruno am 29. Dezember 2007 21:33
3x
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Der Generationenvertrag kann nur bei gegenseitig Verstaendnis und durch viele Gespraeche in eine Form gebracht, funktionieren. Die reine Erwartungshaltung birgt Sprengstoff, eben beginnend mit so kleinen Anspielungen. Ernst nehmen und drueber reden.


anonym
beantwortet von Klabauter am 29. Dezember 2007 21:42
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Unter 'Generationenvertrag' versteht man eigentlich was anderes, und zwar z.B. die gesetzliche Rentenversicherung, wo immer die nachfolgende Generation für die Renten der Alten zu zahlen hat.

Das, was Du meinst, kann wohl nicht so gut vertraglich geregelt werden. Meistens entspricht die Pflege von Kleinkindern durch die Großeltern oder die Pflege von alt und gebrechlich gewordenen Familienmitgliedern dem Gewohnheiten, den Umständen und dem Verantwortungsgefühl zueinander. Es hat weniger mit rechtlich gesicherten Pflichten zu tun, als mit moralischen. Keine Großeltern sind verpflichtet, ihre Enkel zu hüten, wenn nicht wirklich Not am Mann ist, weil die Elten selber das übernehmen können. Aber die meisten Großeltern machen es gern und in ihrer Vorstellung wird man für sie genauso selbstverständlich da sein, wenn sie Hilfe und Pflege benötigen.

Kommentar von C457a976f16fe866efafc545a63e22fcsmallQetan am 29. Dezember 2007 22:12

Super Antwort, DH!


sender
beantwortet von sender am 29. Dezember 2007 21:19
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Habe keinen solchen Vertrag unterschrieben. Deine Mutter?

Kommentar von 6cbffac928650245da33369dedceb579smallCrack am 29. Dezember 2007 21:22

Das sind genau die Antworten die hier gesucht werden. Geh zurück in`s Heim!

Kommentar von 86c61d2597857a96ae3a6048b5e7c5a7smallsender am 29. Dezember 2007 22:49

Klabauter hat verstanden, wie ich's gemeint habe und bekommt deswegen auch einen Daumen von mir für seine ausgereifte Antwort.

Jemanden irgendwo hin schicken zu wollen ist nur eine Scheinlösung.

Wenn das Deine Einstellung ist, bin ich hoffentlich nicht mit Dir verwandt.

Kommentar von 6cbffac928650245da33369dedceb579smallCrack am 30. Dezember 2007 00:10

Wie Du siehst hat Dir bis jetzt noch niemand einen Daumen gegeben. Hättest Du auch so eine Antwort hinbekommen dann gäbe es keinen Anlass für Kritik.

Kommentar von 86c61d2597857a96ae3a6048b5e7c5a7smallsender am 30. Dezember 2007 00:40

Wer Anlass für negative Kritik sucht, wird einen solchen auch immer finden.

Ansonsten bin ich hier nicht auf Daumenjagd.


Wolfi0410
beantwortet von Wolfi0410 am 30. Dezember 2007 00:36
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Was Du meinst ist das Generationenhaus und das war nicht vor 50 Jahren sondern vor 150 Jahren. Da lebten alle Generationen einer Familie in einem Haus/auf einem Grundstück und jeder trug entsprechend seinen Fähigkeiten zum Allgemeinwohl und Versorgung aller bei (vorherschend im bäuerlichen Bereich).
Vor 50 Jahren, in der stockkanservativen sog. Adenauer-Ära herrschte noch die Meinung vor "Die Frau gehört in´s Haus (daher der Name Hausfrau)und der Mann verdient das Geld und bestimmt damit was damit zu geschehen hat. Durch diese Arbeitsteilung hatten die Frauen teilweise noch Gelegenheit die Eltern zu pflegen. Eine Verpflichtung dazu hat es nie gegeben, höchstens eine moralische.


lilith4870
beantwortet von lilith4870 am 31. Dezember 2007 08:39
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Deine Mutter muss nicht auf die Enkel aufpassen, wenn sie es tut, dann weil es ihr Spaß macht oder weil sie helfen möchte. Als Dankeschön, kann man ihr doch dann auch einen Gefallen tun. Natürlich muss man deshalb nicht seinen Job aufgeben, aber evtl. doch mal auf ein Freizeitvergnügen verzichten. Das wäre doch nur fair. Oder nehmt sie doch einfach mal mit, wenn ihr etwas unternehmt.








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