Ich arbeite für ein großes Unternehmen, welches zur Zeit aufgrund der angespannten Wirtschaftslage natürlich auch in Schwierigkeiten steckt. Gestreikt wurde auch schon fleißig. Sollte die Sicherheit der Arbeitsplätze zugesichert werden, profitiere ich dann auch davon, auch wenn ich kein Mitglied einer Gewerkschaft bin? Oder soll ich kurzfristig beitreten?

Klar, jeder Trittbrettfahrer profitiert. Verhandlungsergebnisse gelten für alle.
Das hindert dich aber nicht an deinem Vorhaben, dochnoch beizutreten ;)
Ja, meist betreffen die Vereinbarungen oder Verträge alle.
Aber: Durch Mitgliedschaft hast Du Anspruch auf Rechtsberatung nach einiger Zeit, für den Fall einer Kündigung. Auch Beratungen sind für Mitglieder eingerichtet, eine Infozeitung, usw.
Also bei Verdi gibts diese Wartezeit nicht. Allerdings verlangen die die Kosten zurück, sollte man sofort nach dem Rechtsstreit wieder austreten...

Grundsätzlich ist es wesentlich einfacher ein Nichtgewerkschaftsmitglied loszuwerden als ein Gewerkschaftsmitglied. Wer nicht in einer Gewerkschaft ist hat meist auch keine Rechtsschutzversicherung die Arbeitsrecht abdeckt. Wer in einer Gewerkschaft ist und wer nicht zeigt sich meist in einem Streik. Du kannst Dir also sicher sein auf einer Liste zu stehen. In eine Gewerkschaft einzutreten lohnt sich meist wenn sie wirklich die Interessen ihrer Mitglieder vertritt. Bedenke aber das Du mit Eintritt in eine Gewerkschaft nicht sofort abgesichert bist sondern noch eine gewisse "Wartezeit" (6 Monate?) hast".

Mußt dir vieleicht ein anderes "Schlupfloch" suchen.Vor Kündigung ist eigentlich niemand sicher.Bin auch nicht in der Gewerkschaft.Ich muß nicht auch da noch mit meinem Geld andere Leute(Die da oben in der Gewerkschaft sitzen) finanzell unterstützen!Die Idee mit der Gewerkschaft ist ja nicht schlecht,wenns da nicht immer wieder schwarze Schafe in der Geschäftsleitung geben würde.Außerdem übertreiben die Gewerkschaften es meist,mit den Lohnforderungen.Nimm dir lieber eine Rechtsschutzversicherung.

Wenn Du der Gewerkschaft beitrittst, kann es aber auch sein, dass Dich später kein neuer Arbeitsgeber einstellt, weil er sich "keine Laus in den Pelz setzen" will (sprich: Er fühlt sich in seinen Interessen stark eingeschränkt) Der Ruf, ein Gewerkschaftsmitglied gewesen zu sein, wird meist unsichtbar versteckt in den Beurteilungen weitergegeben. Auch das sollte genau überlegt sein!
Das stimmt aber so nicht warum sollte ich einem neuen ag sagen das ich in einer gewerkschaft bin??? selbst wenn er mich fragt und ich lüge hat er NICHTS gegen mich in der hand
Herold am 16. Juli 2009 15:18 Das brauchst Du auch nicht sagen und er darf Dich auch nicht danach fragen, weil die Frage unzulässig ist. Wenn das aber aus Deinen zur Bewerbung mitgeschickten Arbeitszeugnissen durchsickert, sieht es nicht gut aus.
Dort könnte dann z. B. stehen: "Er trat sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres Unternehmens engagiert für die Interessen der Arbeitnehmer ein" (= Er war gewerkschaftlich aktiv)
aus: http://www.arbeitszeugnis.de/presse/geheimcodeliste.pdf
Ich habe aber keinesfalls etwas gegen die Gewerkschaft! Ohne die sähe es überall noch schlechter für die Arbeiternehmer aus!
Für niemanden, auch für die Gewerkschafter nicht!

Meistens profitieren ,nicht Mitglieder von den Ertrungenschaften der Mitglieder. Keine Angst Du kannst ruhig in die Gewerkschaft gehen,denn Du brauchst einem eventuellen zukünftigen Arbeitgeber keine bzw eine falsche Angabe zu Deiner Mitglidschaft machen.