Frage von tomexxx, 94

Gilt als Mietvertragsänderung eine Mietbescheinigung des Vermieters?

In der Mietbescheinigung steht:

Hiermit wird bescheinigt das der Herr.... in ....für eine Bruttowarmmiete wohnt.

Mietbescheinigung ist vom 2013 ,ich selbst wohne seit 10 Jahren in der Wohnung.

Habe nie Nachzahlungen gehabt.Jetzt soll ich 316 € nachzahlen, weil ein Vermieterwechsel stattgefunden hat .Habe darauf die Mietbescheinigung vorgelegt.Diese wird jedoch nicht akzeptiert .

Obwohl die Verwaltung mir mitteilte das der alte Mietvertrag bestehen bleibt(ohne Veränderungen),und dazu auch die dazugehörige Mitbescheinigung. Jetzt muss ich wissen, ob die Mietbescheinigung genug Kraft hat ,um vor Gericht Recht zu bekommen und Nachzahlung abzuwenden.

Antwort
von Nemisis2010, 34

in mietbescheinigung steht .Hiermit wird bescheinigt das der herr.... in ....für eine bruttowarmmiete wohnt.

Mietbescheinigung ist vom 2013 ,ich selbs wohne seit 10 jahren in die
wohnung.Habe nie nachzahlungen gehabt.Jezt soll ich 316 € nachzahlen
.Da ein vermieter wechsel stadt gefunden hat

Wenn mietvertraglich die Vereinbarung getroffen wurde, daß monatliche Nebenkostenvorauszahlungen erbracht werden, dann ist der Vermieter verpflichtet eine jährliche Nebenkostenabrechnung zu erstellen und kann daraufhin eine Nachzahlung verlangen oder ein vorhandenes Guthaben an Dich auszahlen.

Wenn dagegen mietvertraglich die Vereinbarung getroffen wurde, daß monatliche Nebenkostenpauschalen zu erbringen sind, dann ist der Vermieter nicht verpflichtet eine jährliche Nebenkostenabrechnung zu erstellen und kann somit auch keine Nachzahlung verlangen bzw. muß ein Guthaben auszahlen.

Habe darauf die
meitbescheinigung vorgelegt.Diese wird jedoch nicht akzeptiert .

Mietrechtlich ist die Vermieterbescheinigung irrelevant. Sie dient nur u.a. als Vorlage beim Amt oder bei neuer Wohnungssuche.

Obwohl
die verwaltung mir mitteilte das der alte mietvertrag bestehen
bleibt(ohne änderungen),und dazu auch die dazugehörige
mitbescheinigung.

Entscheidend ist bezüglich der Vereinbarungen zu den Nebenkosten nur der Mietvertrag. Falls diese Vereinbarung so Deinem Mietvertrag getroffen wurde, kann der Vermieter auch die Nachzahlung verlangen. Auf ein Gewohnheitsrecht - daß Du nie Nachzahlungen hattest - kann man sich als Mieter nicht berufen. Zumal das deutsche Mietrecht ein Gewohnheits- oder Duldungsrecht nicht kennt.

JEZT MUSS ICH WISSEN OB DIE MITBESCHEINIGUNG genug
kraft hat ,um vor gericht recht zu bekommen und nachzahlung abzuwenden.

NEIN.

Kommentar von tomexxx ,

danke das ist mal eine konkrete aussage....

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 38

Als Mietvertragsänderung zum bestehenden Mietvertrag gilt was Mieter und Vermieter gemeinsam vereinbart, schriftlich festgehalten und unterschrieben haben.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 17

Entscheidend ist, was im Mietvertrag vereinbart wurde und nicht was in einer sog. "Mietbescheinigung" steht.

Ist also eine Bruttomiete vereinbart, sind  weder Vorauszahlungen noch eine Pauschale zu beziffern. Lediglich Heiz- und Wassererwärmungskosten müssen zwingend gemäß Heizkostenverordnung nach Verbrauch abgerechnet werden. Sind diese beiden Betriebskosten rechnrisch in der Bruttomiete bei Vertragsabschluss enthalten, sind sie dort herauszunehmen und getrennt abzurechnen.

Es kann also lediglich eine Nachzahlung bzw. eine Gutschrift für Heiz- und Wassererwärmungskosten geben. Alle anderen Betriebskosten sind mit der vereinbarten bruttomiete abgegolten.


Antwort
von Genesis82, 40

Mit einer Mietbescheinigung wird lediglich das bestehende Mietverhältnis bestätigt. Der Mietvertrag selbst ändert sich dadurch nicht.

Antwort
von WhoozzleBoo, 43

Erstmal wird eine Mietbescheinigung nicht vom Mieter ausgestellt sondern vom Vermieter. Und zwar z.B. zur Vorlage bei Ämtern. Eine Mietvertragsänderung ist etwas ganz anderes. 

Antwort
von EdnaImmers, 41

Was ist eine Mietbescheinigung des Mieters?

Mietverträge  bestehen zwischen Vermieter und Mieter. nur beide Parteien können im Einvernehmen den Mietvertrag ändern.

So war es zumindest bisher .....

Antwort
von tomexxx, 32

ja aber es wurde bescheinigt das ich für eine bruttowarmiete wohne.jezt ist eine fette nachzahlung da. kann ich die mietbescheinigung  beim gericht verwenden um die nb kosten nicht zahlen zu müssen....eshalb die frage ob die mietbescheinigung rechtskräftig ist...

Kommentar von anitari ,

Der Mietvertrag ist ausschlaggebend. Sprich was da drin steht gilt.

Ist dort vereinbart das Du monatliche Vorauszahlungen für Nebenkosten zu zahlen hast und die Abrechnung ergibt eine Nachzahlung kann der Vermieter die Vorauszahlungen erhöhen.

Was zur Folge hat das die Gesamtmiete höher wird.

Sofern die Abrechnung korrekt ist mußt Du natürlich auch die Nachzahlung leisten.

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Antwort
von tomexxx, 32

Der vermieter hat den alten mietvertrag ,durch eine Mietbescheinigung abgeändert.Ist die mitetbescheinigung rechtkräftig und als mietvertag änderung an zu sehen.

Kommentar von Genesis82 ,

Nein, der Mietvertrag kann nur durch die Zustimmung des Mieters geändert werden. Mit einer Mietbescheinigung bestätigt der Vermieter den Inhalt des Mietvertrags, kann damit aber keine Änderung vornehmen.

Kommentar von anitari ,

Was steht denn in dieser Mietbescheinigung?

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