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Giftweizen in der Wohnung auslegen - ist das erlaubt?

gefragt von cigaM am 06.05.2008 um 18:47 Uhr

Guten Abend,

wir haben in unserer Wohnung und auf unserem Dachboden schon seit Jahren einen starken Mäusebefall. Wir haben das dem Vermieter schon mehrfach mündlich und auch schriftlich angezeigt, jedoch wurde nie etwas unternommen, so dass wir in Eigenregie versucht haben, das Problem in den Griff zu bekommen. Nun möchte unser Vermieter - um Kosten zu sparen - auf einen Schädlingsbekämpfungsfachmann verzichten und auf dem Dachboden Giftweizen auslegen.

Wir haben kleine Kinder und auch Haustiere und haben daher Bedenken wegen des Giftweizens (Verschleppung). Ist das Auslegen von Giftweizen überhaupt erlaupt und rechtens? Der Dachboden wird übrigens als Wohnraum genutzt.


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tradaix
beantwortet von tradaix am 6. Mai 2008 19:10
6x
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Die Köder müssen, vor Kindern und Haustieren geschützt, in Köderboxen ausgebracht werden. Offenes Auslegen des Giftes ist verboten! Alle Rodentizide ["Giftweizen"] sind generell auch für andere Tiere und den Menschen giftig!

Regelmässige Kontrolle und Nachfüllen der Köderboxen ist erforderlich (...) Köderreste bitte bei der Schadstoffsammelstelle abgeben!

(abfall-kreis-tuebingen.de)

Kommentar von 85c6343d946cfb3900a694492ea0897dsmallMarah am 6. Mai 2008 19:34

DH

Kommentar von A90606503b38869260c9d9698b378281smallMiAnTo am 6. Mai 2008 21:02

dito! :)


WolfRichter
beantwortet von WolfRichter am 6. Mai 2008 18:53
3x
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Das Auslegen des Giftweizens selbst ist wohl nicht per se verboten; ich habe diese Frage jetzt aber nicht näher überprüft.

Sicher aber ist eines: WENN es dadurch zu einem Unfall kommt, sind die rechtlichen Folgen fürden, der das ausgelegt hat, erheblich; auch die strafrechtlichen.


Silberkiesel
beantwortet von Silberkiesel am 6. Mai 2008 18:58
3x
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Ich würde mich mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Die sind für sowas zuständig und schicken Schädlingsbekämpfer, die sicher auch Mittel kennen, die in Wohnräumen eingesetzt werden können.


MiAnTo
beantwortet von MiAnTo am 6. Mai 2008 19:04
3x
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Ich bin sehr sicher, dass Sie auf den Vorschlag Ihres Vermieters nicht nicken müssen!

Die Gefährdung Ihrer Kinder (und auch Ihrer Tiere) steht hier doch deutlich im Vordergrund.
Und ein Fachmann kostet eben u.A. auch "so viel", weil er nicht nur das Know-How hat, sondern auch eine Gewährleistungspflicht, bzw. die Pflicht, für Ihre Sicherheit zu sorgen, wenn er Gift verwendet!
Und falls etwas passiert, gibt es Haftbarkeiten! (gibt es das Wort überhaupt?)

Ich empfehle Ihnen bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt anzufragen, die kommen u.U. zu Ihnen (für Bürger meist kostenlos!) und prüfen eine gesundheitliche Gefährdung Ihrer Familie.

Diese Überprüfung (inkl. hilfreiche Tipps über Beseitigung der Mängel und Rechte gegenüber dem Vermieter) bekommen Sie dann schriftlich.
Und damit würde ich dem Vermieter dann nochmal unter der Nase herumwedeln!
Bleiben Sie hartnäckig!
Und ganz zur Not würde ich mal bei einigen Zeitungen anrufen und fragen, ob die Interesse an so'ner Story haben (haben die oft!!!) und dann eben damit an die Öffentlichkeit gehen! Das erhöht den Druck auf Ihren Vermieter!


anonym
beantwortet von DrSeltsam am 6. Mai 2008 19:06
3x
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Stell' dich in der Sache nicht auf "allzu klug" und sprich beim zuständigen Gesundheitsamt und beim Ordnungsamt vor.

Schilderst du die Sachlage "gut genug", schauen noch am selben Tage Amtspersonen vorbei.

Vielleicht ist dein Vermieter sogar im Hause, dann können diese auch gleich bei ihm klingeln und mit ihm darüber sprechen.

Wirkt manchmal Wunder.

Allerdings:

Der Vermieter könnte behaupten, das Mäuseproblem sei von euch verursacht, weil ...(viel erfundene Stories) ...

Also vorher auch in diese Richtung absichern.





HerrLich
beantwortet von HerrLich am 6. Mai 2008 18:49
2x
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Nein, so geht das nicht. Ihr solltet den Vermieter unter Fristsetzung zur Beseitigung auffordern, anderenfalls ihr im Wege der Ersatzvornahme selbst den Schädlingsbekämpfer beauftragt und die dabei entstehenden Kosten von der Miete abzieht.

Kommentar von cigaM am 6. Mai 2008 18:52

Genau das haben wir ja getan, bzw. angedroht. Das Auslegen wollen des Giftweizens ist nun seine Reaktion auf unser Schreiben.

Kommentar von Fcbb169214ce6767cc043334449ea06esmallHerrLich am 6. Mai 2008 18:58

Ruf einen örtlichen Schädlingsbekämpfer an und erkundige Dich bei ihm.


JoWaKu
beantwortet von JoWaKu am 6. Mai 2008 18:56
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Tote Mäuse können ganz übel stinken. :-(

Wie wäre es mit dem Aufstellen von mehrern Fallen? - Sind im Baumarkt gar nicht teuer.

Kommentar von cigaM am 6. Mai 2008 19:06

Machen wir schon seit Jahren, die Fallen sind auch ständig "voll". Aber leider können wir damit nur einen kleinen Teil der Mäuse "beseitigen". Reicht also leider nicht aus.

Kommentar von 4b71eef759bed37ac75d761d38dfbfb8smallanonym09 am 6. Mai 2008 20:40

Nicht nur das tote Mäuse stinken, ihr könnt auch Pech haben und sie liegen dort, wo zwar Fliegen hinkommen, aber ihr nicht. Dann bekommt ihr zur Mäuseplage auch noch eine Fliegenplage.

Schafft euch 2 Katzen an. Und überlegt, wie die Mäuse ins Haus kommen. Die fliegen ja nicht auf den Dachboden.

Kommentar von A90606503b38869260c9d9698b378281smallMiAnTo am 6. Mai 2008 21:07

Katzen sind eine sehr gute Idee!
In den Tierheimen gibt es so viel Mäusejäger, die sich bereitwillig und glücklich des Problems annehmen würden!

Und mal ehrlich, Katzen sind zudem auch noch eine Bereicherung für Kinder. Sie lernen viel gutes Sozialverhalten,
respektvollen, sanften Umgang mit Lebewesen und auch bedachtes Handeln wird durch Katzen gefördert
- denn Katzen sind sehr gute Lehrer, konsequent und liebevoll!

Prima Idee, das mit den geretteten Schmusern - verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit 2 Jobs! ;)


anonym
beantwortet von Wicket am 6. Mai 2008 20:11
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Giftweizen im Haus mit Kindern und Haustiere ist eigentlich eine Frechheit. Es gibt eine kleine aber gemeine Möglichkeit zusammen mit Fallen, die Mäuse zu bekämpfen. Voraussetzung ist: täglich kontrolieren und beseitigen. Und zwar das auf dünne Brettchen aufstreichen von Mäuseleim. Gibt es im Tierfachhandel. Das ist ein Klebstoff der nicht austrocknet. Die Gemeinheit daran ist eben das es nicht giftig ist, auch nicht für Mäuse. Die bleiben haften und du kannst sie mit Brettchen entsorgen.





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