Frage von BBC888, 23

Giebelwand dämmen diffusionsdicht oder Diffusionsoffen?

wir bauen unser Haus neu und haben vom Dachdeckermeister zwei Vorschläge zum Bau der Giebelwände bekommen. Er meinte keiner der beiden ist besser, nur anders. Eins ist Atmungsaktiv und ein komplett abgedichtet. Ich zeige die Aufbauten von innen nach außen:

1.) 19mm Blockbohlenverkleidung aus Fichte 2.) 40mm Installationsebene aus Latten 3.) Dampfsperre 4.) Mineralwolle WLG035 200mm 5.) Unterspannbahn Diffusionsoffen 6.) 40mm Installationsebene aus Latten 7.) Holzschalung

Und der andere Aufbau:

1.) 19mm Blockbohlenverkleidung aus Fichte 2.) 40mm Installationsebene aus Latten 3.) Dampfbremse bzw. Klimamembran 4.) Holzfaserdämmplatten Steico flexx 5.) Unterspannbahn Diffusionsoffen 6.) 40mm Installationsebene aus Latten 7.) Holzschalung Fichte 19mm

Der Rest des Dachs wird mittels Aufsparrendämmung aus PUR gebaut.

Preislich sind kaum Unterschiede (Nr. etwas günstiger). Ich tendiere zum zweiten Aufbau, da hier im Sommer offenbar ein besserer Hitzeschutz entsteht. Hat jemand eine konkrete Empfehlung?

Antwort
von zakcunningham, 18

Da die eine Möglichkeit eine Diffusionssperre beinhaltet, kann kein die Luftfeuchtigkeit nicht abziehen, was evt im extremstfall zum Nassen Nachboden Führen könnte. (je nach dem was ihr da oben macht (zb kochen))
Der andere ist für solche aktivitäten doch besser geignet. Wenn ihr aber eh nicht vorhabt, da was groß zu kochen, sondern nur das als abstellraum zu benutzen, dann würde ich das günstiger nehmen, oder noch mal den Dachdecker um rat fragen.

Antwort
von willimatt, 16

Das wäre eine Frage für Maru gewesen.

Den kennst Du nicht? Maru war in den 50er und 60er Jahren ein bekannter Hellseher.

Dein Außenwandaufbau kann weder gerechnet noch mit Worten beurteilt werden, weil Du die wichtigsten Eigenschaften der Produkte nicht angegeben hast.

Dampfsperren haben sD-Werte, bei Dämmstoffen muss sowohl für die Dämmeigenschaft wie auch für den Wasserdampfwiderstand eine Angabe vorliegen. Um zu wissen, wieviel Wasser in einen Dämmstoff hinein kommt muss man schon den Wert der davor angeordneten Folie kennen.

Holzfaserplatten haben unterschiedliche Dicken, sie können mit Feuchte Probleme haben.

Ziemlich dicht scheint nur Deine Aufsparrendämmung zu werden. Eine Dämmung aus PUR wird gern für preiswerte Industriehallen eingesetzt, wo der Lüfter ganztägig die Feuchte hinauspustet.

Wie diese Dämmung aussieht, wie sie vor Insekten geschützt, allseitig verschlossen ist, wissen wir natürlich auch nicht.

Im Wohnungsbau ist so etwas wohl seltener. Falls jedoch der PU-Schaum im Laufe der Zeit den Weichmacher verlieren sollte, kann man ihn wenigstens mit dem Besen beseite fegen.

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