Frage von bachforelle49, 92

Gibts für das Flüchtlingsdilemma einen Plan B?

Kann ja nicht gutgehen, davon mal abgesehen.. Aber was ist, wenn die von der Regierung so teuer bezahlte Hilfe und Unterstützung durch und für die Türkei ausbleibt und dort die Grenzen immer poröser und offener werden? Sind dann die investierten Milliarden, die wir der Türkei geschenkt haben zusätzlich mit der versprochenen Hoffnung (Augenzwinkern), daß sie zeitnah auch in die EU " dürfen" , futsch? In der Willkommenseuphoriephase ist ja alles möglich, solange man selbst im Glashaus sitzt.. Gibts einen Plan "B" ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von 1988Ritter, 21

:-)))........wie sol es einen Plan "B" geben, wenn es noch nicht einmal einen Plan "A" gegeben hat.

Bislang haben wir zwei Flüchtlingsprogramme:

  • Wir schaffen das
  • Refugees are welcome

Weiterhin ist die Verhandlung und die Versprechungen in Richtung der Türkei doch auch nur ein Beleg der Hilflosigkeit und des politischen Unvermögens.

Der korrekte Ablauf wäre der:

  1. Die Türkei erhält einen Zustrom an Flüchtlingen. Flüchtlinge und Asylrecht ist Weltensache. Folglich beantragt die Türkei bei der UNO personelle und wirtschaftliche Hilfe.
  2. Gemeinschaft lich werden dann die Flüchtlingscamps aufgebaut, so dass die Menschen im Rahmen der Menschenwürde und Menschenrechte untergebracht sind.
  3. Damit die Flüchtlingscamps nicht überlaufen werden, und über ihre Kapazitäten hinaus belastet sind, erfolgt aus den Flüchtlingscamps eine Verteilung der Flüchtlinge auf sichere Staaten weltweit.

Da die Türkei ein autonomer Staat ist, darf niemand in die Staatspolitik als Außenstehender eingreifen. Die von mir beschriebene Vorgehensweise ist nur dann möglich, wenn die Türkei selbst einen Antrag bei der UNO stellt. Eventuell sollte man die Türken über diese Möglichkeit belehren.  

Kommentar von 1988Ritter ,

Vielen Dank für die Auszeichnung.

Antwort
von MatthiasHerz, 17

Wie ist denn der "Plan A"?

Es gibt keinen.

Bevor es nicht einen Plan gibt, ist es müßig, über weitere nachzudenken.

Richtig wäre, den Flüchtlingen in ihrer Sprache bei Ankunft in Europa einen Zettel in die Hand zu drücken, wo drauf steht, was sie zu tun und wie sie sich zu verhalten haben und die möglichen Konsequenzen.

Dazu gehört, schnell die Sprache des Landes zu lernen, in dem sie sich aufhalten wollen oder längere Zeit werden, die Verfassung des Landes anzuerkennen, sich anzumelden bzw. vollständig registrieren zu lassen, eine zugewiesene Arbeit anzunehmen und auszuführen und bei Zuwiderhandlung eine Abschiebung anzuerkennen. Die meisten werden sich daran halten, weil sie Frieden suchen und ein entspannte(re)s Leben allem Anderen vorziehen.

Das setzt voraus, dass unsere Strukturen da mitarbeiten und eine mehrmalige Registrierung sofort anzeigen und unterbinden und dann eine Ausweisung nach sich ziehen. Stattdessen werden solche Verfahren unglaublich in die Länge gezogen, weil es hauptsächlich an Menschen zu fehlen scheint, die diese Aufgaben gewissenhaft erledigen können.

"Wir schaffen das" ist wenig sinnvoll, wenn das Wir eine kleine Anzahl Menschen beschreibt, die mögliche Szenarien durchspielen und die Masse der Bevölkerung einfach außen vor lässt.

Ich wohne in Osthessen auf dem Land, arbeite in der nächsten Stadt und seit Beginn der Flüchtlingswelle ist mir im Alltag erst ein- oder zweimal eine kleinere Gruppe dunkelhäutiger Menschen begegnet und ein einziger Syrer, der seit ein paar Wochen mein Arbeitskollege ist. 

So wir mir geht es hier vielen Menschen. In den Medien kippt angeblich die Stimmung dahingehend, Deutschland sei überfüllt oder werde das in Kürze sein. Echt? Hier nicht. Anderswo auch nicht. Es wurden bloß Leerstände gefüllt und teilweise gibt es immer noch welche.

Eine Obergrenze ist dann erreicht, wenn Menschen auf der Straße leben müssten, weil absolut kein Wohnraum mehr zur Verfügung steht. In anderen Regionen Deutschlands mag das inzwischen so sein, aber dann ist die Verteilung das Problem und nicht der direkte Zulauf.

Die Behebung der Ursachen der Flüchtlingswelle kann nur ein Krieg gegen den IS sein und seine Vernichtung, so dramatisch sich das auch anhört. Wenn eine Gruppe nach eigener Aussage die Weltherrschaft anstrebt, ist diese nicht anders zu stoppen und diplomatische Lösungen sind immer nur ein Aufschub des Unvermeidlichen.

Antwort
von stertz, 56

Es gibt bisher nicht mal einen Plan A, wozu sollte man sich dann Gedanken über einen Plan B machen?

Antwort
von Kindred, 55

Ich will eine Zahl nennen.

25000000

Das ist die Anzahl der Flüchtlinge aus Bangladesh in den kommenden 5-10 Jahren. Denn Bangladesh geht unter. (wortwörtlich)

Und selbst bei 100.000 sind Grenzen schon irrational zu halten ohne zu schießen. Und wenn wir anfangen auf Flüchtlinge zu schießen, können wir uns Ethik, Rechte und Moral in den *rsch schieben. Es werden noch Flüchtlinge kommen. Egal was man macht. Anstatt sich versuchen zu wehren muss man Möglichkeiten finden sie vernünftig unterzubringen und zu integrieren. 

Kommentar von bachforelle49 ,

Ja, ok, bis zu 20 Millionen sind ja `drin ` lt. irgendwelchen Rechenkünstlern, wenn man die Aufnahmebereitschaft der angrenzenden Länder wie Jordanien und Libanon (zB) berücksichtigt und auf unsere Verhältnisse überträgt, von der Türkei mal ganz abgesehen. Aber die werden von uns ja wenigstens fürstlich dafür honoriert.. Frag mich, warum die Menschen dann nicht in der Türkei bleiben wollen bei soviel Aufnahmebereitschaft

Kommentar von Kindred ,

Weil man in Deutschland weiter weg vom Krieg ist und es hier mehr Perspektiven gibt.

Kommentar von bachforelle49 ,

achso, jetzt wird mir auch klar, warum unsere Arbeitgeber sich in ihre immerfeuchten (weil schlechtes Gewissen..) Hände reiben ob der zunehmenden prekären Arbeitsverhältnisse, die nach dem Gesetz von wegen Angebot und Nachfrage prima zu dem grad heute (mal wieder) festgestellten Trend passen, daß die zunehmenden Armutsaussichten ( hier wachsende Einkommensschere zwischen ARM und Reich) für einen Großteil unserer eigenen Bevölkerung legitim und legal sind, um die Pfründe der ahnungslos Reichen zu sichern, was besonders unsere Kinder und Jugend besonders freuen dürfte und müßte, wenn sie denn mal über ihre eigene Zukunft und Perspektiven nachdenken würden, sofern ihnen das ewige Smartphone strapazieren dazu überhaupt noch Zeit läßt..




Kommentar von Kindred ,

Welchen Bezug hat das zu den Flüchtlingen?

Antwort
von larry2010, 56

ganz ehrlich, solang man nicht in der türkei oder anderen ländern vor ort war und sich das dort angeschaut hat, sollte man nicht erzählen, das man dort das geld umsonst ausgibt.

und was nützen die ganzen pläne, wenn die flüchtlinge sich nicht daran halten?

so etwas kann man nicht einfach von heute auf morgen in den griff bekommen.

da muss man sich nur mit dme 30 jährigen krieg beschäftigen oder als napoleon unterwegs war. da flüchteten die leute auch udn man konnte keine logik erkennen, aus dem einfachen grund, ihr wissen war das begrenzt. da wusste man nur, was in der region gesprochen wurde.

das regiementer die seiten wechselten war da oft nciht klar.

Kommentar von bachforelle49 ,

ach, immer diese `Äpfel und Birnen `. Außerdem steht dem Insiderwissen entgegen, daß man durch die Medien heutzutage hinreichend informiert wird und `vor Ort ` sozusagen betriebsblind durch die Gegend latscht und doch nicht helfen kann.. Fakt ist, daß wir diesen unseligen Krieg da unten (siehe auch der sogenannte `Arabische Frühling `) nicht angezettelt haben

das Geld ist auf jeden Fall rausgeschmissen, weil die Türkei selbiges gar nicht für die Flüchtlingshilfe nutzt..



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