Frage von rainerpb, 142

Gibt es zweifelsfreie Beweise dafür,daß jemand durch Passivrauchen an Lungenkrebs erkrankt ist und zwar ausschließlich durch Passivrauchen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DottorePsycho, Community-Experte für Gesundheit, Hypnose, Trance, 37

Da kein Mensch ein Leben lang ausschließlich dem Passivrauch seines Nächsten ausgesetzt ist und sonst keinerlei Umwelteinflüsse zu verarbeiten hat, muss man Deine Frage mit NEIN beantworten.

Wahrscheinlich wolltest Du genau diese Antwort auch haben.

Es gibt jedoch Studien, die belegen, dass die Morbidität bei Menschen, die auf eine jahrelange Karriere als Passivraucher zurückblicken können, deutlich höher ist als bei Menschen, die in einer weitgehend rauchfreien Umgebung leben durften. Das macht es durchaus legitim als bewiesen zu betrachten, dass Passivrauchen u.a. das Lungenkrebsrisiko erhöht - und das sogar sehr deutlich.

Antwort
von baindl, 57

Nein, die würde es nur geben wenn jemand, bzw. viele so dumm wären sich für ein lebensgefährliches Experiment zur Verfügung zu stellen und deshalb muss man auch hier die Statistik bemühen.

http://www.dkfz.de/de/tabakkontrolle/Gesundheitliche_Folgen_des_Rauchens.html

Geh doch einfach mal in die onkologische Station einer großen Klinik und befrage ein paar Patienten dazu.

Du schreibst in einem Kommentar:

Ich rauche seit 33 Jahren und habe keinen Krebs. Tut mir leid,wenn ich dich enttäuschen muß....!

Freu Dich nicht zu früh.....

Lungenkrebs tritt überwiegend ab dem 40. Lebensjahr auf. Das mittlere
Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren,
wobei der Altersdurchschnitt
tendenziell steigt. Zum Teil erschwert dies die Behandlung, da bei
älteren Menschen mehr Begleiterkrankungen vorliegen. Das
Erkrankungsrisiko nimmt mit dem Alter zu und steht außerdem in direktem
Zusammenhang mit dem Tabakkonsum.

http://www.onkologie.de/index.php?f=Krebsarten&c=Glossar&p=pat_ka_lungen...

Mich hats nach 35 Jahren Rauchen erwischt, nachdem ich schon 8 Jahre rauchfrei war.

Ich war mir auch immer sicher, dass Krebs nur die anderen erwischen kann, aber mich doch nicht.

Tschaaa, das war ein Trugschluß.

Nur dank viel Glück, guten Ärzten und Überlebenswillen kann ich heute diese Zeilen hier schreiben.

Vielleicht noch am Rande, es muß nicht unbedingt "Lungenkrebs" sein. Es gibt unzählig viele, grausige Varianten.

http://www.zm-online.de/hefte/Das-Mundhoehlenkarzinom_74103.html#1

Kommentar von rainerpb ,

Hallo baindl,

sehr bewegende und in gewisser Weise auch emotionale Antwort; dafür meinen ausdrücklichen Dank !

Das Schicksal von Krebspatienten und die erschreckenden Varianten von Krebs sind mir sehrwohl bekannt.

Patienten einer onkologischen Station alle dem Schicksal des Passivrauchens zu unterwerfen ,wird ihrer  persönlichen Situation allerdings kaum gerecht werden.

Ich bestreite keineswegs,daß das Rauchen in welcher Form auch immer, keinerlei gesundheitliche Auswirkungen haben kann oder sogar hat. Ich stelle allerdings schon infrage,ob alleine das Passivrauchen für eine Krebsform verantwortlich ist oder ob es nur einer von vielen Faktoren ist,der bei verschiedenen  Menschen zu einer Krebserkrankung führt....!

Mehr nicht!

Wenn man sich einmal etwas intensiver mit der Entstehung von Krebs auseinandergesetzt hat,weiß man ,wieviele Faktoren bei einer Krebserkrankung eine Rolle spielen können. Unbestritten,einer davon kann das Rauchen passiv oder natürlich aktiv sein. Ebensogut können es aber Umweltgifte wie Autogase, Lebensmittel und vieles andere auch sein,von erblich bedingten Ursachen ganz abgesehen.

Interessant in dem Zusammenhang bei allen Statistiken ist allerdings,daß die Anzahl der Todesfälle durch Passivrauchen 2015 bei 3300 lag und die der Toten durch Verkehrs -oder Autounfällen 2015 bei 3500.

Und was bedeutet statistisch gesehen das Sterben durch Passivrauchen...? das ein Mensch die durchschnittliche , ermittelte Lebenserwartung nicht erreicht hat...?

Mich würde einfach interessieren,wie man diese Behauptung beweist,das es eben diese Toten in Zahlen tatsächlich ausschließlich durch das Passivrauchen gibt.

Es gibt ja nun auch unzählige Menschen,die Passivraucher waren und eben nicht an irgendeiner Krebs- oder Gefäßerkrankung sterben.

Ebenso wie ich Krebstote in der Familie/Verwandschaft habe,die zT. passiv geraucht haben,habe ich aber auch Menschen in meiner Familie/Verwandtschaft,die in viel stärkerem Maße dem Passivrauchen ausgesetzt waren,die nun aber sehr alt geworden sind(sprich über 90) und keinerlei "typischen raucherbedingten Erkrankungen haben.

Kommentar von baindl ,

Deswegen war ja auch meine Antwort:

Nein, die würde es nur geben wenn jemand, bzw. viele so dumm wären sich
für ein lebensgefährliches Experiment zur Verfügung zu stellen

um eben alle anderen Einflüsse auszuschliessen wäre der Beweis nur mit dem "gezielten Beschuss", unter gleichzeitiger Isolation, von Rauch auf die Probanden möglich..

Bei Tierversuchen ist der Zusammenhang bewiesen worden.

Antwort
von bioslife, 17

Ja, bitte bedenke, dass alle Raucher, die in geschlossenen Räumen rauchen, extrem durch Passivrauchen gefährdet sind und erkranken können. Was wir einatmen geht in die Lunge und dort wird es in das Blut abgegeben und vom Herz durch den ganzen Körper gepumt. Wenn zu wenig Sauerstoff zu den Körperzellen ankommt, können Körperzellen sterben (wie beim Herzinfarkt) oder sie können auch zu Krebszellen mutieren. Krebszellen brauchen zum Eachsen und Überleben keinen Sauerstoff.

Ein Nichtraucher kann aus einem verrauchten Raum flüchten, der Raucher nicht.

Seitdem in den Firmen die Raucher nach drauszen rauchen gehen, ist die Zahl der Erkrankungen bei den Rauchern um ein Drittel zurückgegangen.

Antwort
von sleepy55, 77

Es gibt Statistiken, ärztliche Gutachten, gesunden Menschenverstand und vieles mehr. Wenn Dir das alles nicht genügt, probier es aus und erzähl uns dann in 20 Jahren, wie es Dir geht. Wenn du das dann noch kannst. Viel Glück.

Kommentar von rainerpb ,

Ich rauche seit 33 Jahren und habe keinen Krebs. Tut mir leid,wenn ich dich enttäuschen muß....!

Dann sei doch bitte so nett und nenn mir eben die Quellen ,aus denen entsprechende Beweise hervorgehen.

Na und zum Thema "Stastiken" zitiere ich den ehemaligen brit. Premierminister Winston Churchill:

"ich traue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe" !

Kommentar von sleepy55 ,

Meiner Erfahrung nach kann man Raucher nicht von Ihrer Meinung abbringen. Mach so weiter. Mich stört es nur, wenn ich dabei bin.

Kommentar von rainerpb ,

Dann bleibt dir ja die Freiheit,dich woanders aufzuhalten...!!!

Kommentar von sleepy55 ,

Das meinte ich damit. Aber keine Angst, mit Dir zusammen würde ich mich bestimmt nicht freiwillig zusammen aufhalten. :-)

Kommentar von rainerpb ,

Dem Herrn sei Dank !!!

Kommentar von 5432112345 ,

Und?
Ich bin noch nicht umgebracht worden, dass beweist, dass es keine Morde gibt.
Im übrigen hatte ich auch noch keinen tödlichen Unfall, was beweist, dass es keine tödlichen Unfälle gibt.

Das du keinen Lungenkrebs bekommen hast beweist nicht weniger, schon garnicht mehr, als dass du noch keinen Lungenkrebs bekommen hast.

Kommentar von rainerpb ,

und es bedeutet eben auch nicht,daß Du trotz Nichtrauchens keinen L-Krebs bekommen wirst...!

Antwort
von nada909, 76

Ich denke nicht :/

Antwort
von 5432112345, 51

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/43688/WHO-Studie-Jaehrlich-600-000-Tote-du...

Gegenfrage: Gibt es zweifelsfreie Beweise dafür, dass
niemand durch Passivrauchen an Lungenkrebs erkrankt ist und zwar
wirklich niemand?


Kommentar von rainerpb ,

Diese Beweise findest Du bei all denen,die Passivraucher waren und eben nicht an Lungenkrebs erkrankt und aus anderen Gründen gestorben sind.

und warum sollte man etwas beweisen,daß niemand behauptet hat ?

aber ich verstehe schon,worauf Du hinauswillst: Wir beweisen alles so lange auch jeweils das Gegenteilige davon bis wir  dann irgendwann deiner Meinung sind und dies nicht aus Überzeugung,sondern weil wir es leid sind,sinnlose Beweise für das Absurde zu führen.

Kommentar von 5432112345 ,

Es stirbt auch nicht jeder der eine Rasierklingen schluckt.
Vergleicht man aber zwei Gruppen, dann wird die mit den Rasierklingen-Schluckern definitiv mehr Tode aufweisen.
Diesen Vergleich zu führen reicht als Beweis aus.

"Der eine da, der hat eine Rasierklinge geschluckt und ist nicht gestorben. Das ist der Beweis, dass man von Rasierklingenschlucken nicht stirbt." ist dann ein Argument, dass... naja, lächerlich ist.

Wenn man in einer representativen Studie feststellt, das mehr Nichtraucher die in Raucherhaushalten leben an Lungenkrebs erkranken, als solche die eben nicht in einem Raucherhaushalt leben, dann beweist das durchaus, dass Passivrauchen zu eine höheren Lungenkrebsrisiko führt.

Einzelpersonen"beweise" zählen da garnichts.

Kommentar von sleepy55 ,

Die Wahrheit ist, dass es Rainer eigentlich ziemlich egal ist.

Kommentar von rainerpb ,

" was ist Wahrheit ? "

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