
Wir sprechen von Zufällen wenn wir die Ursache eines Ereignisses nicht bestimmen können. Man kann nicht wissen wie z.B. der Würfel fallen kann, aber man könnte es theoretisch berechnen, wenn man jede noch so kleine Einzelheit wissen würde (und fähig wäre die Fülle von Faktoren und Daten zu verarbeiten), z.B. mikroskopisch kleine Unebenheiten in der Würfeloberfläche, exakte Fallgeschwindigkeit und -winkel, etc. Das problem hierbei ist, dass wir irgendwann an unsere Grenzen stoßen (zwar theoretisch erst im atomaren bereich z.B. Berechnung von Elektronenbahnen und -geschwindigkeit), doch sind diese kleinen, unscheinbaren, unberechenbaren Dinge oft der Grund für ein unwahrscheinliches Ereignis.
Also, absolut gesehen gibt es keine Zufälle, jedoch werden wir Menschen nie wirklich fähig sein alles vorauszusehen.

Die Frage ist sehr pauschal, daher kann ich nur pauschal antworten. Ich habe zufällig xyz auf dem Markt getroffen. Sicher ist das ein Zufall, da wir nicht verabredet waren. Somit muß ich die Frage mit ja beantworten.
Oder hat man an ihn gedacht? Manchmal wünsche ich mir etwas und das tritt dann ein: ist das dann Zufall?

Ich würde ja sagen, alles ist deterministisch..wie der Computer, alles bis ins kleinste Bit berechenbar.
Viel Spaß beim rechnen... ;-)
Dann müsstest Du erst mal eine Bestandsaufnahme aller(!) Dinge bis hinein in den subatomaren Bereich machen und bis an die Grenzen des Universums. Indem Du aber etwas misst (=Bestandsaufnahme) veränderst Du es! Damit kannst Du nach der ersten Messung schon wieder von vorne anfangen. Also: Definitiv nicht berechenbar, auch nicht wenn man beliebig schnell und genau messen und rechnen kann!
Keiner lebt nach der Überzeugung, alles sei deterministisch! Mit welchem Recht würde man Verbrecher verurteilen? Sie konnten dann doch gar nicht anders, als Verbrechen begehen!
Gruß wiele
ArianeHD am 5. April 2007 12:52 Findest Du nicht, Du vergleichst gerade Äpfel mit Birnen?
Ist ein Bit berechenbar ? Ja - weil es nur 0 oder 1 (also an oder aus) sein kann. Aber... wenn Dein Computer zufälligerweise nun eine Macke hat - kann er nix berechnen. Und was verstehst Du unter "deterministisch" ?
Die Antwort hängt zum Teil davon ab, was unter Zufall verstanden wird. Damit kann ein nicht notwendiges Ereignis oder das Eintreten unbeabsichtigter Ereignisse gemeint sein.
Die Ansicht, Zufälle träten nicht auf, stützt sich entweder auf die Annahme durchgehender Ursache-Wirkungs-Ketten (Kausalität) durch Naturgesetze oder ein allmächtiges Wesen (Gott), das alles lenkt. Beide Richtungen halten alles für bestimmt (Determinismus) und bestreiten einen freien Willen.
Die Existenz eines freien Willens ist nicht aber nicht schlagend widerlegt worden und Gründe, bei denen die Wahl einer Handlung eine Rolle spielt, sind denkbar.
Ein Münzwurf oder die Ziehung von Lottozahlen sind insofern Beispiele für Zufälle, als das Ergebnis nicht notwendig mit einer damit verbundenen Entscheidung (welche Alternative setzt sich durch) bzw. dem Ziehen bestimmter Zahlen an genau diesem Tag verknüpft ist.
Ein Zufall wäre auch eine nicht verabredete Begegnung mit einem Bekannten an irgendeinem Ort, wenn dieser nur gerade aufgrund eines besonderen unvorhergesehenen Umstands dort ist.
"Beide Richtungen halten alles für bestimmt (Determinismus) und bestreiten einen freien Willen."
Ich glaube an Gott, bestreite aber keineswegs meinen freien Willen! Im Gegenteil: Gott fordert uns zu (mindestens) einer Entscheidung auf. Die nimmt er uns aber nicht ab!
Gruß wiele
vlaardingen am 30. August 2007 17:53 albrecht:lottozahlen folgen nach einem plan...die fallen nicht zufällig

Natürlich gibt es Zufälle.
Das hat nichts mit Religion, Kismet oder Esoterik zu tun -- das ist Physik. :-)
vlaardingen am 30. August 2007 17:52 natürlich gibt es keine zufälle..nichts passiert zufällig
vlaardingen am 30. August 2007 17:52 natürlich gibt es keine zufälle..nichts passiert zufällig

Man sricht zwar immer von Zufällen , aber ich denke Alles ist Bestimmung . So wie es kommt , so soll es sein . LG odemtann

Nein
Welche Definition von Zufall steht hinter dieser Antwort? Oder wird damit ein Determinismus vertreten?

Meine Definition: "Der Zufall ist das was Dir der Gesetzmässigkeit nach zufällt." ..wobei mit "Gesetzmässigkeit" das Naturgesetz der Aktion und Reaktion gemeint ist. Bsp: Seit 3 Wochen denke ich ständig an meinen alten Schulfreund Stefan und frage mich wie es ihm wohl geht. Nach einer Zeit treffe ich Susi aus der alten Klasse und sie sagt mir: Habe Stefan getroffen mit dem Du früher immer zusammen gespielt hast, er wohnt jetzt in Hamburg und es geht ihm gut. "Zufällig" bekam ich also eine Antwort auf meine Frage.
meine Meinung: Es gibt keine Zufälle. Alles ist bestimmt von Ursache und Wirkung. Alles hängt kausal zusammen. Es gibt keine bewußte Handlung, die keine Wirkung hat.
leider glbt es auch kein unbewußtes handeln oder denken,das keine wirkung hat.
Bei allen gescheiten Antworten zu verschiedenen Bereichen unseres Hiersein und Erlebens, bin ich der Ansicht, dass wir es ueber das Ganze betrachtet schlicht nicht wissen. Zufall oder was ? Betrachte es als ein Geheimnis, wie, was ist nach dem Tod. Die Wuensche dazu kennen wir, doch die Antwort hat noch niemand zurueckgebracht.
Wenn man so wie ich nicht an sogen. hoehere Maechte glaubt, dann gibt es sicher Zufaelle, dazu ein kleines Beispiel: In einer Stadt faellt wegen Gewitter der Strom aus,....alles was daraufhin - aber deswegen- passiert kann man als Zufall abhaken, denn der Stromausfall war sicher nicht geplant. Man muesste das Wort Zufall auch philosophisch betrachten : Zufall---etwas, das einem zufaellt, etwas was nicht vorauszusehen war, was unerwartet geschieht.
Super Antwort, so hätte ich Zufall auch definiert.
Du gehst hier offensichtlich davon aus, dass alles eine Folge von Ursache und Wirkung ist. Das zu beweisen wäre schwierig - oder?
Meine Persönliche überzeugung ist es, dass des Mensch und seine Entscheidungen davon ausgenommen ist, ergo der Geist und die Seele des Menschen nicht, oder genauer, nur bedingt den Naturgesetzen unterworfen ist, und desweiteren neben dem natürlichen, sichtbaren Universum noch andere Dinge existieren (Gott, Engel und "Dämonen"), die einen Einfluss auf unsere Welt haben.
Davon abgesehen beruht jede Wissenschaftliche Erkenntnis (ausgenommen Wissenschaften die sich mit der Vergangenheit beschäftigen, z.B. Evolutionstheorie) auf der Annahme, dass eine Ursache eine Folge hervorbringt. Dies versucht man dann in einem Experiment festzuhalten, das dann von anderen Parteien ebenfalls durchgeführt wird, um sicherzugehen, dass wirklich die vermuteten Faktoren das Ereignis auslösen. Falls die Experimente erfolgreich sind, wird die Behauptung zur Erkenntnis, und wird dem zugeordnet, was wir als "Wissen" bezeichnen.
Mit den heutigen Methoden wäre man sicher längst fähig im Labor einen speziellen Würfel in einem Speziellen Raum under sehr speziellen Umständen auf die Gewünschte Zahl fallen zu lassen, auch wenn ein außenstehender meinen mag, es sei ein ganz normaler Wurf.
Aus diesen Erkenntnissen entnehme ich, dass jede Ursache eine Wirkung hat, und der Beweis dafür ist die Praxis, doch wir wissen ja alle, es könnte sein, dass morgen keine Äpfel mehr von den Bäumen fallen, doch selbst das wäre das Resultat einer Wirkung. Es ist philosophisch gesehen diskutierbar, ob das Ergebnis eines Experiments eine absolute Erkenntnis hervorbringt oder nicht. Dass der Apfel den Baum runterfällt bedeutet nicht, dass er es das nächste mal wieder tun wird. Jedoch gehen wir dvon aus, und weil Menschen nemals fähig sein werden, zu wissen ob der Apfel fällt oder nicht, und auch keinen Grund dafür vorbringen können warum dieser es nicht tut, verliert die Diskussion darüber ihren Wert.
Sonst unterstützt mich die gesamte Wissenschaft mit meiner Annahme, dass Ursache Wirkung zur Folge hat.
Aber, wie Sokrates sagte, Ich weiß, dass ich nichts weiß; ich bin dafür für jede Diskussion offen, solange mein "Gegner" dazu bereit ist, zu versuchen mich zu verstehen.
Wenn alles eine Folge von Ursache und Wirkung ist, warum machst du dann bei menschlichen Entscheidungen eine Ausnahme? Menschen treffen doch auch immer die Entscheidung, die ihnen Aufgrund von Erfahrungen am "besten" erscheint. Natürlich kannst du dich bewusst entscheiden etwas unsinniges zu tun, beispielsweise anfangen auf den Händen zu gehen. Aber trotzdem wirst du dich dann aus einem Bestimmten Grund genau dafür entschieden haben - sei es, weil es dir Spaß macht auf den Händen zu gehen oder weil du anderen Beweisen möchtest, dass Menschen doch einen freien Willen haben. Aber eine Ursache gibt es immer.
Dem Menschen ist vieles in die Gene gelegt, und vieles prägt ihn durch Erfahrung. Entscheidungen können durchaus ausschlieslich von diesen Faktoren abhängen. Aber, es gibt noch einen dritten Faktor, der beachtet werden muss, und das ist eben der freie Wille. Dieser spielt zu genau dem Anteil eine Bedeutung, wie man ihn nutzen möchte, unabhängig von Situation etc. . Das heisst, man kann unabhängig von Veranlagung und Erfahrung entscheiden, wenn man sich dafür entscheidet. Diese entscheidung wird dann zwar auch einen Grund haben, aber dieser steht über dem Konzept "Ursache - Wirkung". Ich würde diesen Grund spontan "Liebe" nennen (nicht verliebtsein etc.). D.h. die beweggründe dafür entstehen im reinsten Teil einer jeden Seele, welcher von Gott gegeben wurde, und der freie Wille bestimmt, ob diese Kraft ans Licht kommt oder nicht. Das dies keine entscheidung ist, bei der man sich gehen lässt, sondern für die man mit aller Kraft kämpfen muss, ist ein Grund dafür, dass das Konzept seit beginn der Menschheit immer wieder auf Ablehnung stößt und auch stoßen wird. Dass dieses Konzept in unserer heutigen Gesellschaft fast vollständig untergeht zeugt von geistlichem und teilweise auch geistigem Zerfall. ... Leuts, liebe ist nicht Zuneigung, nicht freude, nicht Trauer, nicht unbeschreibliche Schönheit, Flugzeuge im Bauch, Geborgenheit, Ruhe oder sonts was, Liebe ist nicht kuscheln, küssen und was danach kommen kann. Liebe ist die kraft in euch das richtige zum wohl aller zu tun. Aus dieser Kraft sollten ALLE guten Dinge kommen, die als aktiv gut angerechnet werden können. Teilweise auch die von mir genannten, und noch andere. ... Ich muss zugeben, ich bin in gewisser weise möglicherweise Stoiker, bin dies aber nicht, weil ich denke, dass Stoiker schlau waren, sondern einfach, weil es für mich am logischsten ist.