Frage von Gundolf785, 214

Gibt es wirklich keine Seele?

Woher will man wissen das es wirklich keine Seele gibt? Kein "Leben" nach dem Tod? Die meisten Wissenschaftler schliessen dies ja völlig aus, aber warum? Ist es so unwahrscheinlich das es sowas wie eine Seele gibt? Ist es unwahrscheinlich das nach dem Tod noch etwas kommt? Kann es sein das Wissenschaft zu einer Ersatzreligion verkommen ist wo nichts hinterfragt wird? Oder warum sind viele Wissenschaftsgläubige sehr oft sehr arrogant und hinterfragen nichts?

Expertenantwort
von Enzylexikon, Community-Experte für Religion, 71

Das ist aus meiner Sicht lediglich eine Frage der Logik

  • Gibt es einen wissenschaftlichen Beweis für die Existenz der Seele?
  • Ist die Existenz einer Seele mit den bisherigen Erkenntnissen vereinbar?
  • Welche Diskrepanzen bestehen und wie groß sind sie?


Wenn es zahlreiche Abweichungen zu gesicherten Erkenntnissen gibt, dann wird die Existenz einer Seele eben als extrem unwahrscheinlich bewertet.

Nehmen wir zB mal die Vorstellung, dass die Seele nach dem Tod den Körper verlässt und dann in irgendeine Art von Jenseits übergeht, oder zunächst in der Nähe des Leichnams verbleibt..

Diese Seele ist ja offenbar eine Art von Bewusstsein, ein "Ich". Es identifiziert sich weiter als einzigartiges Individuum, das sich von seiner Umgebung unterscheidet.

Nach wissenschaftlichem Kenntnisstand ist das Bewusstsein, also die Vorstellung eines "Ich" jedoch eine vom Gehirn geschaffene Simulation, die auf körperlichen Prozessen wie elektrischen Impulsen basiert.

Wird ein Mensch bewusstlos, dann verliert er auch sein "Ich" und fühlt keine Identität mehr, bis er wieder aufwacht.

Wenn also dieses "Ich-Bewusstsein" offenbar von der Gehirntätigkeit abhängt - wie soll dann ein Bewusstsein, wie etwa das dieser "Seele" ohne Gehirn existieren?

Dafür gibt es medizinisch und psychologisch keine plausible Erklärung.

Wenn etwas nicht beweisbar ist und eine mangelnde Plausibilität besteht, dann hat das nichts mit Arroganz zu tun, sondern mit Vertrauen auf die Faktenlage,

Die Wissenschaft ist übrigens keinesfalls so dogmatisch, wie du es hier darstellst - denn im Gegensatz zu Religionen sind Wissenschaften durchaus bereit, Fehler einzugestehen und neue Erkenntnisse in das eigene Weltbild zu integrieren.

Sollte irgendwann einmal die Existenz der Seele bewiesen, oder besonders plausibel werden, dann würden die Wissenschaften auf diese neuen Fakten reagieren.

Antwort
von Andrastor, 74

Die Wissenschaft ist in keinster Weise zu irgendwas verkommen, im Gegenteil blüht sie in letzter Zeit umso mehr auf und erringt bahnbrechende Fortschritte.

Die Seele ist wissenschaftlich nicht erwiesen und alles was wir bihser wissen, legt die Vermutung nahe, dass es sie nicht gibt. Das ist jedoch keinesfalls eine beschlossene Sache.

Vor allem da Wissenschaftler neue Erkenntnisse immer unter dem Vorbehalt liefern, eines Tages widerlegt werden zu können. Also ist generell nichts in Stein gemeißelt.

Was wir über die Seele wissen sind Vermutungen und Geschichten, die mehrere tausend Jahre alt sind. Demnach soll die Seele eine Art nicht physische Kopie des Körpers und des Geistes (Psyche) der verstorbenen Person darstellen und, obgleich es ihr an den nötigen Organen mangelt, in der Lage sein Emotionen und Schmerz zu empfinden.

Das ist eine Logiklücke nach der anderen, viel zu viele Fragen werden von diesen Bsechreibungen aufgeworfen und keine beantwortet.

Daher ist die Wahrscheinlichkeit ihrer Existenz extrem gering.

Zusätzlich kommt noch dass es Gott nicht gibt und damit auch keine Form des mit ihm in Zusammenhang stehenden Jenseits, was wiederum die Existenz der Seele angreift, denn warum sollten wir eine Seele haben, wenn es weder Gott noch Paradies oder Hölle gibt?

Zu guter letzt noch eine Anmerkung: Es gibt keine "Wissenschaftsgläubige". Es gibt die Wissenschaft und es gibt Gläubige, wer jedoch wissenschaftlich denkt, glaubt nicht.

Antwort
von Trashtom, 33

Oder warum sind viele Wissenschaftsgläubige sehr oft sehr arrogant und hinterfragen nichts?

Die Aussage ist wiedermal ein Top-Anwärter auf die dümmste Frage hier. 

Wissenschaft = Hinterfragen. Das ist ihr einziger Sinn und Zweck. Und da kommt einer mit seinem auf einem 2000 Jahre alten Buch basierenden Glauben und meint die schlausten Köpfe der Welt in den Schatten zu stellen.

Das ist die Ausgeburt der Arroganz.

Woher will man wissen das es wirklich keine Seele gibt?

Das ist eine NEGATIVE Frage. So funktioniert keine Wissenschaft. Man beobachtet und zieht Schlüsse. Aber zuerst muss es einen Anhaltspunkt geben, den man überhaupt mal erforschen kann.

Oder woher willst du wissen, dass nicht ein Oger im Wald lebt? Woher willst du wissen, dass die Erde nicht ein großer Haufen eines intergalaktischen, multidimensionalen Einhorns ist?

Antwort
von DerDragonhunter, 56

Meine Meinung: Das woran du glaubst wird auch (nach dem Tod) passieren. Es gab ne Zeit da dachte man, die Erfe sei ne Scheibe, der Mensch könnte niemals fliegen und ins Weltall schon gar nicht. 

Und Wissenschaftler sind nicht unbedingt wie du sie beschreibst, ausser die im Fernsehen. Deren Jon ist es ja gerade, Dinge zu hinterfragen :).

Und Thema Seele, kommt auf den Glauben und Definition an. Wenn du daran glaubst, hast du auch eine Seele. 

Antwort
von Vanelle, 57
meisten Wissenschaftler schliessen dies ja völlig aus

Statistisch lässt sich leicht belegen, dass der größte Teil einer Religionsgemeinschaft angehört, womit die "meisten" das tun dürften, was Du ihnen absprichst.

unwahrscheinlich das es sowas wie eine Seele gibt

Genau das kann niemand beantworten, dafür steht es jedem frei, eine Meinung dazu zu haben. Nur ist eine Meinung eben kein Wissen ...

Wissenschaft zu einer Ersatzreligion verkommen ist wo nichts hinterfragt wird

Mit ein wenig Mühe wirst Du feststellen, wie viele Fragen es in der Wissenschaft gibt (auch zu diesem Thema), es mangelt an Antworten.

Ich halte es für wahrscheinlich, glaube daran, ist KEINE Antwort, denn sie genügt nicht den minimalsten wissenschaftlichen Ansprüchen ...

Antwort
von Th3Chakrus, 59

Es kann jah keiner Wissen was danach passiert!!!... Die Religionen gehen subjektiv von ihren Geschichten aus... Und die Wissenschaft probiert anhand mathematischer Gleichungen und den Naturgesetzen das Rätsel zu lösen... Und die Parawissenschaften sind im Graubereich des möglichen und unmöglichen und sagen selbst "vielleicht" gibt es ein Leben nach dem Tod... ABER man findet es nur dann heraus wenn man selbst am sterbebett liegt... Ich persönlich finde auch das man diese philosophische Frage, würde sie gelöst werden, nie der Öffentlichkeit preisgeben sollte

Kommentar von Th3Chakrus ,

wie oben in meinem Text geschrieben..."subjektive Religionsgeschichten"... in anderen Kulturen ist/war Selbstmord eine möglichkeit den Göttern zu huldigen und so ins Paradies zu kommen

Antwort
von OnkelSchorsch, 100

Da es keinen Beweis für dei Existenz einer "Seele" gibt, kann man davon ausgehen, dass es sowas nicht gibt.

Zudem irrst du. Die Wissenschaft schließt die Existenz keineswegs a priori aus. Es ist nur, wie ich schrieb, solange davon auszugehen, dass es sie nicht gibt, bis jemand sie reproduzierbar nachweisen kann. Die Wissenschaft hinterfragt ständig und immer, insbesondere die eigenen Standpunkte. Es sind die Gläubigen, die nichts hinterfragen und kritiklos jeden Schmonzes glauben.

Vielleicht möchtest du dich erst einmal ein wenig mit dem befassen, worüber du schreibst, bevor du weitere haltlose und sinnlose Behauptungen aufstellst.

Antwort
von muffingirli, 91

Für mich ist klar, wenn man an Seelen glaubt dann hat man eine. Wenn man jetzt z.B nicht an eine Seele glaubt dann hat man halt die Überzeugung keine zu Haben weil es keine für sie gibt. Nimmt man jetzt als Beispiel einen Mörder etc. der Gläubig ist, dann ist der wahrscheinlich davon überzeugt dass er selbst keine hat. Genauso sehe ich es mit dem Leben nach dem Tod. Meiner Meinung nach ist es auch so mit den Nahtoderfahrungen, wer fest davon überzeugt ist das man dann einen weißen Gang oder so sieht dann tut man das auch.

P.S Ich weiß dass das jetzt keine genaue Antwort auf deine Frage ist, trotzdem hoffe ich dass ich dir sie jedenfalls zum Teil beantworten konnte :)

Antwort
von oxygenium, 80

ist doch noch keiner wieder gekehrt,also kann die Wissenschaft auch nicht forschen,was sie dennoch tut.

Es gibt sowas wie Nahtoderfahrungen und hier berichten alle Menschen das selbe.Aber das ist eben nicht gestorben.

Antwort
von Fragenwacht, 102

Kein Mensch auf dieser Welt weiß es. Kein Wissenschaftler und kein Gläubiger.

Jeder Mensch muss für sich selbst seine eigene Vermutung aufstellen, früher oder später werden wir erfahren, wie es tatsächlich ist.

Antwort
von 3plus2, 30

Wir sind Kinder Gottes. Gott schuf den/die Menschen nach seinem Ebenbild und hauchte ihnen seinen unsterblichen Odem,  (Geist, Verstand, Gedächtnis) ein,d amit haben alle Menschen einen Pixel Gottes Gen.

Nun kannst du dich in vielen Leben von der asketischen bis zur Verschwendung >beweisen<  (ein Leben reicht da zu nicht) um aus deneinem Gottes Gen tausend zu machen, um  GOTT gleich zu werden, es warten 100 Trilliarden Planeten im Universum auf einen Gott.

Antwort
von CupOfChocolade, 73

Das hängt alles von dem ab, was man selbst glaubt. Bei einem Wissenschaftler, der der Seele nachforscht und nicht daran glaubt, kommt auch ein dementsprechendes Ergebnis dabei raus.

Ich zum Beispiel glaube an die Seele und ein "leben nach dem Tod". Aber die Religion spielt in meinem Leben dabei keine Rolle.

Antwort
von ichweisnetwas, 101

Ich glaube auch an kein leben nach dem Tod.

Aber ich kenne durchaus auch extremes seelisches leiden und wie es einen mitnehmen und auch krank machen kann. Hab viele viele jahre unter solche dingen gelitten durch etliche traumatische erlebnisse.

Ich glaube dennoch das das nur unser eigenes Bewusstsein ist. Das gehirn reagiert und letztlich ist jegliche trauer mehr oder weniger nur ein schauspiel das unser gehirn uns vorgaukelt.

Wenn man den dreh mal raus hat kann man selbst in der größten Krise noch lachen.

Würde es eine seele geben so wie sie beschrieben wird, dann wäre meine zerschmettert, zertreten und ich könnte nicht weitermachen.

Aber alles nur kopfssache. Man kann sich in die probleme vertiefen und untergehen oder nach vorne schauen und für ein besseres leben kämpfen.

Zumindest hat mir das leben genau das gezeigt bisher

Antwort
von auchmama, 105

Weil es "Wissen"schaft heißt!

Dazu gehört weder die Seele, noch ein Leben nach dem Tod - es kann keiner "wissen" was danach kommt und was nicht! Zur Arroganz besteht also keinerlei Anlass ;-)

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