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Gibt es wirklich eine Sperre oder Sicherheitseinrichtung in Scannern oder Druckern für Geldscheine?

gefragt von MacStarTrek am 23.04.2007 um 22:33 Uhr

Hab gerade Euren Antworten entnommen, dass es ernsthaft solche Sperren geben soll, die verhindern, dass man Geld kopieren/drucken kann, stimmt das, oder war das Spass?


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Tigerjan
beantwortet von Tigerjan am 23. April 2007 22:48
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Der 1.April dauert dieses Jahr ziemlich lange.


RolfHoegemann
beantwortet von RolfHoegemann am 23. April 2007 22:55
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nein - die gibt s wirklich! Schau mal den nachfolgenden text von der CT:

c't 3/2004, S. 44: Kopierschutz für Geldscheine

Andrea Trinkwalder Währungspolitik Bildbearbeitungsprogramme lehnen Dateien mit Banknotenmotiven ab Nach Farbkopierern geraten jetzt auch Bildbearbeitungsprogramme, Scanner und Drucker ins Visier der Währungshüter. Ein von den Zentralbanken entwickeltes Modul verhindert die Verarbeitung von Bank-noten-Bildern - ein Kopierschutz, der sich recht einfach umgehen lässt. Noch.

Für Banknoten-Bonbonpapier oder Badetücher im 500-Euro-Look wird man wohl bald mehr brauchen als Photoshop und einen Scanner, denn schon die aktuelle CS-Version „unterstützt die unbefugte Verarbeitung von Banknotenbildern nicht“. Mit diesem Hinweis verweigert der De-facto-Standard unter den Bildbearbeitungsprogrammen das Öffnen oder Scannen von Dateien mit Währungsmotiven. Wer mit ganz ehrenwerter Absicht Euro- oder andere Bilder für Illustrationen benötigt, kann sich die internationalen Richtlinien zur Verwendung von Banknotenbildern [1] zu Gemüte führen und bei der zuständigen Zentralbank geeignete Vorlagen ordern. Im Übrigen handelt es sich nicht etwa um ein Alleinstellungsmerkmal von Photoshop - Version 8 von Paint Shop Pro kann dem Kopiertrieb seiner Nutzer noch weniger abgewinnen, wie ein Test zeigte.

Das so genannte Counterfeit Deterrence System (CDS) wurde im Auftrag der Central Bank Counterfeit Deterrence Group (CBCDG) entwickelt, einem von den Zentralbanken der G-10 gegründeten Konsortium zur Bekämpfung von Geldfälschung. Derzeit geschieht der Einbau des lediglich als Black Box zur Verfügung gestellten Moduls für Scanner, Drucker und Bildbearbeitungsprogramme noch auf freiwilliger Basis, doch ein im Oktober letzten Jahres von der EZB verfasster Gesetzesentwurf [2] lässt vermuten, dass es mit der Freiwilligkeit bald vorbei sein wird. Vor allem die Open-Source-Szene wird kaum begeistert sein, ihr Paradeprojekt Gimp mit einem unzugänglichen Stück Code zu verunzieren. In den Color-Multifunktionsgeräten von Hewlett-Packard verhindert eine Software bereits das Ausdrucken von Geldscheinen; bei Canon Deutschland weiß man von keinerlei Plänen in dieser Richtung.

Mit ihren Zensurmaßnahmen schießen Hersteller wie Jasc oder Adobe jedenfalls für Deutschland deutlich über das Ziel hinaus, wie auch der Bundesbankbeamte Peter Kroker vom Zentralbereich Recht gegenüber c't bestätigt. Beispielsweise dürfen in Deutschland durchaus Banknoten-Abbilder hergestellt werden, die mindestens doppelt beziehungsweise höchstens halb so groß sind wie das Original. Digitale Reproduktionen (nicht körperliche Reproduktionen), mit denen sich waschechte Blüten drucken ließen, darf man freilich nicht so ohne weiteres anlegen oder auf seinem Rechner lagern - mit einer Ausnahme: Als „Zwischenstufe zur Herstellung von gesetzeskonformen Reproduktionen“ sei ein solches digitales Banknotenbild durchaus erlaubt, erläutert Kroker. Derartige Zwischenprodukte müssen aber vor Missbrauch geschützt und unverzüglich nach Gebrauch vernichtet werden.

Hintertürchen Adobe stellt klar, den Banknoten-Blocker auf Betreiben der CBCDG eingepflanzt zu haben, rühmt sich aber einer quasi minimal-invasiven Implementierung. Der einfachste Weg, auch mit Photoshop an Geld zu kommen, führt über das mitgelieferte Webgrafik-Tool ImageReady: Geldschein einscannen und per Shift+Strg+M in Photoshop öffnen - fertig. Das ist nur ein Handgriff mehr. Auch über die Zwischenablage sowie Photoshops natives PSD-Format kommen Geldscheine ungeprüft ins Programm.

Wesentlich restriktiver geht Paint Shop Pro 8 mit Banknoten um: Selbst die Zwischenablage bleibt hier versiegelt. Nun könnte man die Scheinchen stückweise einscannen. Der Workaround taugt aber allenfalls als Übung für Fotomontage und Ebenentechnik, nicht jedoch für stressgeplagte Grafiker ohne Faible für kleinteilige Puzzle-Spiele.

Kommentar von F50ee36b7dfd293edb2f75882e4518d4smallTigerjan am 23. April 2007 23:16

Die können ja schreiben, was sie wollen. Es wird in naher Zukunft nicht hinreichend funktionieren. Und am Ausdruck einfachen Spielgeldes hindert es schon gar nicht. Für die üblichen Haushaltdrucker dürfte es auch nach derzeitiger Technologie viel zu aufwendig sein. Die dürfen nichts kosten ...

Kommentar von B92d2a9644034e53bf49337132ce2a69smallholzloewe am 23. April 2007 23:27

Schade das Du nicht gelesen hast sondern nur eine Kopie des Textes gezogen hast! Für Dich zum Weiterlesen aus Deiner besagten Seite:

"Nach Farbkopierern geraten jetzt auch Bildbearbeitungsprogramme, Scanner und Drucker ins Visier der Währungshüter. Ein von den Zentralbanken entwickeltes Modul verhindert die Verarbeitung von Bank-noten-Bildern - ein Kopierschutz, der sich recht einfach umgehen lässt. Noch."

Mein Selbsttest hat gezeigt es geht immer NOCH!

Auch mein Hacksler nimmt nach wie vor Kopien und orginale Scheine an!

Kommentar von E13351831a85b89ecf151faf443695fesmallRolfHoegemann am 23. April 2007 23:59

Nun - bei mir geht das ja auch. Dieser Artikels sollte ja nur zeigen DASS es diese Sperrren gibt - dass Sperren und Beschränkungen besonders im Computerprogramm-Bereich immer umgangen/oder nicht funktionieren ist schon klar. (Zum Glück... :-) )


holzloewe
beantwortet von holzloewe am 23. April 2007 22:37
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Nach meinen Test war es nur Spass mit 3 S! Bei mir ging es! ich habe die Kopien! Erhöhe aber nach den Antworten der Anderen mein Minimalgebot auf 2 Million € ;-)


sonne55
beantwortet von sonne55 am 24. April 2007 14:22
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ich würde es nicht versuchen, denn die gefahr, dass der scanner/drucker dann womöglich nicht mehr funktioniert (sicherheitsabschaltung)... außerdem wird alles, was gescannt und gedruckt wird, automatisch minimal verändert, also nicht 100% identisch zur eingabe auch ausgegeben.


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