Frage von relinator, 134

Gibt es Unterschiede beim Verständnis der Rolle Jesu Christi in der katholischen und evangelischen Kirche?

Hallo liebe Community, meine Aufgabe ist es die Kirchenverständnisse der katholischen und evangelischen Kirche bezüglich der Rolle Christi zu vergleichen. Was sind wesentliche Unterschiede und/oder Gemeinsamkeiten?

Vielen Dank im voraus für eure Antworten!

Antwort
von Viktor1, 49

Hallo,
Es wurde schon gesagt, die "Kirchenverständnisse" haben da kaum oder keinen Unterschied. Dies sollte euer Pauker aber eigentlich wissen.
Es gibt aber einen wesentlichen Unterschied in der "Wertung" der Botschaft Jesu.
Diese wird, zur Begründung des "Heilsverständnisses", also den Weg (Jesus,"Ich bin der Weg.....") den der Mensch gehen muß um das (ewige) Leben zu erlangen, von der reformatorischen Theologie weitgehend zu Gunsten ausgewählter (mißverstanderener) Aussagen in den Apostelbriefen (vor allem Paulus) ignoriert.
Der theolog. Begriff dazu ist die "Rechtfertigungslehre".
Siehe dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sola\_fide
      
https://de.wikipedia.org/wiki/Sola\_gratia
    
https://de.wikipedia.org/wiki/Solus\_Christus
   
https://de.wikipedia.org/wiki/Sola\_scriptura

Diese "Dogmen" der Reformation werden von der kath.Lehre abgelehnt.
Da könnte doch noch ein "Unterschied" in Sinne deiner Frage erkannt werden.
In "Solus Christus" wird  Jesus als der alleinige Vermittler des Heils dargestellt.
In der kath Kirche wird dies prinzipiell auch so gesehen aber unter Berücksichtigung der unzähligen Aussagen Jesu dazu, daß der Mensch eben
sich dazu selbst (freiwillig !, nicht erzwungen oder durch "Vorherbestimmung")
mit einbringen muß, also die Botschaft Jesu auch TUN (Frucht bringen !! u.v.a.) und nicht nur hören muß.
Aber dies hat ja weniger mit dem "Verständnis der Rolle Jesu" zu tun, sondern mit dem "Verständnis zu unserer Rolle" im Heilsgeschehen.
Diese beiden Verständnisse werden manchmal durcheinander gebracht.
Gruß Viktor

Kommentar von relinator ,

Vielen Dank für deine Atnwort Viktor!

Antwort
von Hyperdinosaurus, 69

Aus evangelischer Sicht wird die Bedeutung der Gerechtigkeits Wiederherstellung mehr hervorgehoben.

Für die Protestanten ist Jesus der Weg Gott zu den Menschen, dem sie keinen Schritt entgegen kommen brauchen.

Bei Katholiken ist es eher so, dass der Mensch etwas mehr entgegen kommen muss, Jesus ist quasi nicht ganz den Weg vorgegangen.

Antwort
von josef050153, 15

In der evangelischen Kirche ist Jesus Christus der EINZIGE weg zu Gott und zur Vergebung der Sünden.

In der katholischen Kirche können Sünden auch durch Ablasshandlungen - zum Beispiel das Hinaufknien einer 'Heiligen Stiege' unter bestimmten Gebeten in der Kalvarienbergkirche von Graz - vergeben werden. Ich habe selbst Leute beobachtet, die das gemacht haben - Leugnen und Wegdisskutieren ist also zwecklos.

In der evangelischen Kirche ist Christus das Oberhaupt der Kirche, in der katholischen Kirche muss der Papst als Oberhaupt anerkannt werden (zumindest theoretisch).

Die evangelischen Kirchen sind synodal verfasst. Ein Gremium aus Pfarrern und Laien trifft also die grundsätzlichen Entscheidungen wie die Wahl eines Bischofs. In der katholischen Kirche haben bei weitreichenden Entscheidungen Laien nichts zu melden.

Antwort
von PWolff, 48

Hier kenne ich mich nicht wirklich aus, bin aber immerhin der Einäugige unter Blinden.

Die genaue Stellung von Jesus Christus ist in der Römisch-Katholischen Kirche sehr viel enger durch Dogmen festgelegt als in den anderen Konfessionen.

Soweit ich weiß, gilt insbesondere der Papst als Stellvertreter Christi auf Erden, und dem Menschen scheint empfohlen zu werden, sich nicht direkt an Gott und Jesus zu wenden, sondern (auch oder hauptsächlich) an Mittler. Siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Miterl%C3%B6serin

Eine weitere Auffälligkeit ist, dass im katholischen Umfeld von "Dreifaltigkeit", im protestantischen von "Dreieinigkeit" gesprochen wird - das ist keineswegs dasselbe.

Weiterhin ist soweit ich es verstanden habe nach römisch-katholischem Verständnis Jesus Christus physisch (als tatsächlich sein Fleisch und sein Blut) anwesend in den Elementen der Eucharistie, in den protestantischen Kirchen ist diese Anwesenheit (eher oder rein) symbolisch zu verstehen.

Kommentar von Raubkatze45 ,

Die dogmatischen Aussage der kath. Kirche über Jesus Christus als Erlöser der Welt und Sohn Gottes ist nicht anders als in der ev. Kirche. Beide Kirchen sind vereint im Glauben an die Trinität, dabei wird sowohl der Begriff Dreifaltigkeit als auch Dreieinigkeit in der kath. Kirche bei Gebeten und Liedern benutzt. Zumindest für die kath. Kirche gibt es keinen Unterschied zwischen Trinität, Dreifaltigkeit und Dreieinigkeit (s. auch wikipedia) Es wäre mir neu,wenn es in der ev. Kirche anders wäre.

Ob katholisch oder evangelisch, beide christlichen Gemeinschaften bekennen den einen Gott in drei Personen des göttlichen und ewigen Wesens: Vater, Sohn, Heiliger Geist. Da gibt es keinen Unterschied, deshalb gilt auch die Taufe gleicherweise bei beiden Konfessionen.

Nur einige Kirchen der Reformation (ev.-reformiert und Freikirchen) sehen die Anwesenheit Christi in den Gestalten von Brot und Wein symbolisch, die ev.-lutherische Kirche glaubt auch an die reale Verwandlung in den Leib und das Blut Christi, allerdings als Konsubstantiation, während Katholiken an die Transsubstantiation glauben und auch die Dauer der Realpräsenz über den Gottesdienst hinaus sehen und zur Anbetung nutzen. Allerdings sehen Katholiken wegen der fehlenden Priesterweihe in apostolischer Nachfolge keine Wandlungsvollmacht bei den Protestanten.

Die kath. Kirche "empfiehlt" nicht, sich eher an andere Personen als an Jesus Christus zu wenden. Niemand außer Gott kann Hilfe geben, Sünden vergeben und Gnaden schenken. Aber die Kirche kennt die Möglichkeit der Fürbitte bei Gott, die auf Erden Seine Freunde waren und es im Himmel erst recht sind. Genauso, wie wir oft von anderen Menschen gebeten werden, für sie zu beten. Der Papst ist ein Mensch mit Fehlern wie alle anderen. Allein sein Amt in der apostolischen Nachfolge des Hl. Petrus gibt ihm die Vollmacht der "Binde- und Lösegewalt" und den Beistand des Hl. Geistes in verbindlich definierten Glaubensaussagen (Dogmen). Dies darf er als Mensch im Namen Jesu Christi tun, nicht mehr und nicht weniger. So gesehen ist jeder Priester in der Ausübung seines Amtes ein Stellvertreter Christi auf Erden, wenn er das tut, was Jesus aufgetragen hat (Verkündigung, Spendung der Sakramente).

Kommentar von Viktor1 ,
Hier kenne ich mich nicht wirklich aus,

So ist es, aber der Fragesteller wollte etwas wissen - natürlich von denen welche sich auskennen - keine Spekulation, kein "Bauchgefühl".
Es ist erstaunlich, wie viele hier andere belehren wollen, obwohl sie garnichts wissen . Was ist eure Intention dazu ?
Du gibst wenigsten zu, daß du zur Frage nichts weißt. Aber auch zu den "Antworten" außerhalb der Frage, sind deine Kenntnisse sehr bescheiden


Antwort
von Andy196725, 66

Ich Denke Da Gibt Es Keinen Unterschied. Jesus Ist Für Unsere Sünden Gestorben und Wieder Auferstanden. Ich Meine Da Gibt Es Keine Unterschiede. Ich Frage Mich Oft,Würde Gott Seinen Sohn Ein Zweites Mal Für Unsere Sünden Hergeben?Liebt Gott Uns überhaupt Noch?Naja,Schön Das es Noch Menschen Gibt Die Sich Mit Dem Thema Gott Und Kirche Beschäftigen.  Ich Wünsche Dir Viel Erfolg Bei deinen Projekt. 

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