Frage von redshift123, 183

Gibt es Theorien für Überlichtgeschwindigkeit?

Ist es Theoretisch möglich und in ferner Zukunft umsetzbar, den Andromedanebel in weniger als einem Jahr zu erreichen?

Antwort
von willi55, 16

Wir kommen nicht weg und können nirgendwo anders hin. Das ist auch gut so, denn solange wir nicht in der Lage sind unsere Probleme auf der Erde zu lösen, sollten wir unsere Probleme nicht exportieren wollen.

Was willst du denn dort?

Expertenantwort
von uteausmuenchen, Community-Experte für Physik & Universum, 107

Hallo redshift123,

nein. Die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit als oberste, nicht erreichtbare Grenzgeschwindigkeit für alle massebehafteten Objekte ist experimentell bestens bestätigt.

Man denke hierzu zum Beispiel an die Teilchenexperimente im CERN: Nirgends spürt man die Effekte der Unerreichbarkeit der Lichtgeschwindigkeit mehr. Die Protonen im CERN werden bereits mit einem anderen Teilchenbeschleuniger auf 0,99 c gebracht, bevor sie in den LHC geschossen werden. Der ganze Energieaufwand des LHC muss aufgebracht werden, um sie dann auf 0,99999 c zu bringen.

Wir wissen zum Leidwesen der Teilchenphysiker also sehr genau, dass Teilchen, wenn man sie noch weiter beschleunigt, schwerer werden (relativistische Massenzunahme) - und kaum noch schneller.

Grüße

Kommentar von uteausmuenchen ,

Hallo redshift123,

beim Alcubierre-Drive umgeht man das Problem der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, weil sich das Objekt im Innern der "Warp-Blase" relativ zu seiner Umgebung gar nicht bewegt. Vielmehr entsteht die Bewegung relativ zu sehr fernen Objekten durch das Krümmen des Raumes im Warpberg vor und hinter dem Raumschiff.

Dazu ist zu sagen, dass es sich um eine rein theoretische Arbeit handelt. Ohne Bezug oder Ansicht - oder die Möglichkeit, so etwas real werden zu lassen.

Der Alcubierre-Drive benötigt entweder exotische Materie oder einen riemanntransformationsunabhängigen Raum. (Ohne das jetzt näher zu erklären). Beides scheint in unserem Universum nicht gegeben zu sein.

Die Arbeit ist also nicht als echte Antriebshypothese zu verstehen, sondern als Testmöglichkeit der Lorentzinvarianz. Das wird in der populären Literatur leider oft falsch wiedergegeben.

Zumal man so ein Raumschiff nicht im Hinterhof haben wollte: Der Warpberg erzeugt Gezeitenkräfte, die ganze Sonnensystem zermahlen könnten....

Von daher also auch hier in mehrfacher Sicht als Antwort auf Deine Frage: Nein.

Grüße

Kommentar von uteausmuenchen ,

TsoOrichalcos,

Tachyonen sind hypothetische Teilchen mit sehr, sehr merkwürdigen Weltlinien. Man könnte sie nicht unter Lichtgeschwindigkeit abbremsen und überhaupt wäre die Wechselwirkung mit ihren schwierig. Für eine Reise zur Andromeda also ebenfalls unbrauchbar.

Kommentar von redshift123 ,

Das heisst, wir sind gefangene unseres Sonnensystems?

Kommentar von TSoOrichalcos ,

http://www.wikipedia.de/wiki/tachyonen falscher link geschickt

Kommentar von weckmannu ,

@readshift ich finde, wir sollten erst dann über interplanetare Reisen nachdenken, wenn wir es geschafft haben, die vorhandene Nahrungsmittelproduktion so zu verteilen, daß nicht 1/3. der Menschheit hungert und wenn dann noch die Sahara das bevölkerungsreichste Land der Erde durch Bewässerung dank Sonnenenergie geworden ist, könnten wir das Thema nochmals aufgreifen.

Antwort
von ALEMAN2015, 48

Theorien dazu gibt es nicht, und die Physiker werden immer sehr empfindlich, wenn man diese Thema anspricht. Aber wenn es im CERN nicht gelingt, die LG zu ueberschreiten, koennte es vielleicht im makroskopischen Massstab gelingen. Leider fehlt uns noch die Technologie, um das experimentell zu ueberpruefen.

Kommentar von uteausmuenchen ,
Aber wenn es im CERN nicht gelingt, die LG zu ueberschreiten, koennte es vielleicht im makroskopischen Massstab gelingen.

Ironie an

Klar. Weil es ja viel, viel leichter ist, einem makroskopischen Objekt die Energie zuzuführen, wie wir runtergerechnet in die Protonen stecken, um sie auf 0,99999 c zu bringen....

Ironie aus

Ein Beispiel, das einmal zeigt, wie deutlich duíe Unterschiede zu klassischen Physik eigentlich sind.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tests_der_relativistischen_Energie-Impuls-Beziehun...

Kommentar von ALEMAN2015 ,

Wer sagt denn, dass die SRT im makroskopischen Bereich ueberhaupt gelten muss? Das hat ja noch keiner ausprobiert.

Kommentar von Astroknoedel ,

Wie bitte ?  Die SRT wurde zuerst für makroskopische Inertialsysteme formuliert. Die Überlappung mit der Quantenmechanik kam dann erst später mit den Quantenfeldtheorien.

Kommentar von uteausmuenchen ,

ALEMAN,

es ist mir wirklich immer wieder unbegreiflich, wie grundlegend falsche Aussagen Du hier immer wieder einstellst, obwohl Dir schon mehrfach Links und Beispiele gegeben wurden, die makroskopische Tests der SRT beschreiben.

Ich darf als Beispiele (zum wiederholten Male) an das Experiment von Hafele und Keating erinnern. Oder an die Satellitenbahnen, für die man eben sehr wohl relativistische Effekte berücksichtigen muss.

Kommentar von ALEMAN2015 ,

Ich meine die experimentelle Ueberpruefung einer evtl. moeglichen Ueberschreitung der LG an makroskopischen Objekten, entsprechend der Eingangsfrage. Die Satelliten und die Flugzeuge bewegen sich ja nur im Schneckentempo.

Kommentar von Astroknoedel ,

Hast du dich überhaupt mit den simpelsten Kernaussagen der SRT befasst ? Denn, bei allem Respekt, es scheint nicht so.

Kommentar von ALEMAN2015 ,

Ja, habe ich, aber deshalb muss ich ja nicht an deren flaechendeckende Gueltigkeit glauben.

Kommentar von Astroknoedel ,

Wenn du das getan hättest, hättest du dir die Antwort dort sparen können und uteausmuenchen  hätte sich sparen können, dir zu sagen, dass sie falsch ist.

Man sollte sehr wohl an eine flächendeckende Gültigkeit der SRT glauben, was glaubst du denn, wie die relativistischen Quantenfeldtheorien zustande kamen ?  Die Dirac-Gleichung, welche SRT und QM gerade erst einander genähert hat ?

Antwort
von grtgrt, 58

Den Andromedanebel in weniger als einem Jahr zu erreichen - aus Sicht der Reisenden - ginge nur mit Hilfe ständiger, extrem starker Beschleunigung (man würde sich dennoch nie mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen).

Siehe hierzu, wie Michio Kaku das anhand eines analogen Beispiels erklärt: http://greiterweb.de/zfo/Erkenntnisse.htm#msgnr0-69

 



Kommentar von grtgrt ,

Hintergrund von Kakus Rechnung : http://greiterweb.de/zfo/Erkenntnisse.htm#msgnr0-66

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